Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Wir wollen der digitale Partner sein, ohne den es nicht mehr läuft. Genau deshalb muss der Ausstieg sauber funktionieren, sonst ist die Bindung keine Leistung, sondern eine Fessel.
Was du bekommst
Zugänge. Sie laufen ohnehin auf dein Unternehmen. Bei der Trennung werden unsere Nutzerkonten entfernt, und du bekommst eine Liste, welche Systeme betroffen waren.
Systemstand. Code im Repository, Datenbankstand, Konfigurationen, Medien. Bei individueller Software zusätzlich die Build- und Deployment-Anleitung, damit jemand anderes das System bauen und ausrollen kann.
Dokumentation. Was wo läuft, welche Schnittstellen existieren, welche Cronjobs, welche externen Dienste, welche Besonderheiten. Der Teil, den man erst vermisst, wenn er fehlt.
Was es nicht gibt
Keine Übergabegebühr. Keine Frist, in der Zugänge “aus organisatorischen Gründen” noch bei uns bleiben. Kein Rückhaltekonzept über Passwörter oder Lizenzen, die auf unseren Namen laufen.
Und kein Rückgewinnungsgespräch. Wenn du gehst, hast du dafür Gründe. Wir fragen einmal nach, weil wir daraus lernen wollen, und das war es dann.
Übergabe an eine Nachfolgeagentur
Machen wir, und zwar ohne Sperrigkeit. Ein technisches Übergabegespräch mit dem neuen Dienstleister ist im Normalfall die effizienteste Lösung für alle Beteiligten. Größere Übergabeprojekte, etwa eine vollständige Migration in eine fremde Infrastruktur, rechnen wir nach Aufwand ab, aber das ist Arbeit, keine Strafgebühr.
Warum wir das schriftlich haben wollen
Weil “das machen wir dann schon” bei einer Trennung nichts wert ist. Was bei einem Ausstieg passiert, sollte im Vertrag stehen, bevor die Zusammenarbeit beginnt. Das gilt für uns wie für jeden anderen Dienstleister, den du prüfst.
Wie die Fristen im Detail aussehen, steht in Welche Laufzeiten und Kündigungsfristen gelten?.