Sage 100
Sage 100 ist ein modulares ERP für den Mittelstand mit den Kernmodulen Warenwirtschaft, Rechnungswesen und Produktion, dazu xRM, DMS, E-Rechnung und Online-Handel. Betrieb lokal oder in der Cloud. Module ab 56 € pro Monat und Nutzer netto bei jährlicher Rechnung.
Übersicht zu Sage 100: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 29.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Sage 100?
Sage 100 ist das ERP von Sage für mittelständische Unternehmen. Die Produktseite nennt drei Kernmodule: Warenwirtschaft, Rechnungswesen und Produktion. Darum gruppiert Sage integrierte Zusatzlösungen, die du einzeln dazunimmst: einen KI-Assistenten, E-Rechnung, Extended Customer Management (xRM), Projektmanagement, Online-Handel mit Kasse und Point of Sale, DMS und Archiv sowie Personal und Lohn. Nach Angabe von Sage lässt sich das System mit über 200 Anwendungen und branchenspezifischen Speziallösungen zertifizierter Partner erweitern.
Beim Betriebsmodell drückt sich Sage an zwei Stellen unterschiedlich aus. Im Produktmenü heißt Sage 100 „Desktop-Software mit optionalen Cloud-Services“. Die FAQ der Produktseite sagt, Sage 100 laufe lokal auf eigenen Servern (On-Premise) oder in der Cloud. Die Cloud-Version kombiniert laut FAQ lokale und cloudbasierte Funktionen, ohne vollständig von einer Cloud-Infrastruktur abhängig zu sein, und hält die Daten in deutschen Rechenzentren.
Hinter der deutschen Website steht laut Impressum die Sage GmbH, eine Gesellschaft deutschen Rechts mit Hauptsitz in Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 55497. Die Datenschutzerklärung bezeichnet sie als Tochterunternehmen der Sage Group plc in Newcastle upon Tyne, Vereinigtes Königreich. Laut Produktseite arbeiten über 630 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland: Frankfurt am Main, Leipzig, Mönchengladbach und Donaueschingen.
Für wen eignet sich Sage 100?
Sage grenzt die Zielgruppe an drei Stellen verschieden ab. Die Preisseite schreibt „Ideal für 10-250 Mitarbeiter“ und „Ideal für mittelständische Unternehmen mit individuellen Prozessen“. Die Produktseite wirbt mit „Speziell für mittelständische Unternehmen entwickelt“. Ihre FAQ nennt dagegen Einzelunternehmer ebenso wie Unternehmen mit 50 bis 100 Nutzern und einem Aufkommen von bis zu mehreren tausend Belegen pro Tag. Branchen schränkt Sage nicht ein, die FAQ nennt die Software branchenunabhängig.
Gemeinsam ist allen Stellen der Gedanke der Anpassung. Die Entscheidungshilfe auf der Preisseite empfiehlt Sage 100, wenn du ein anpassbares ERP suchst, Warenwirtschaft, Rechnungswesen und Produktion verbinden willst und deine Prozesse individuelle Funktionen erfordern. Fertiger bekommen ein eigenes Produktionsmodul für Einzel-, Projekt- und Serienfertigung, Händler die Anbindung an Shopsysteme und Marktplätze.
Weniger passend ist Sage 100, wenn du ein reines Cloud-ERP suchst. Für diesen Fall stellt Sage auf derselben Preisseite Sage Operations vor, eine Cloud-native ERP-Lösung für Handel und Fertigung. Für komplexe internationale Unternehmensstrukturen verweist Sage auf Sage X3, für kleine Unternehmen mit 1 bis 50 Mitarbeitern auf die Cloud-Lösung Sage Active. Welche Lösung zu deinen Prozessen passt, klären wir in der ERP-Beratung.
Sage 100 im Arbeitsalltag
Den Weg einer Eingangsrechnung beschreibt Sage auf der Produktseite so: Papierrechnungen und E-Rechnungen kommen in einen zentralen Rechnungseingang. Sage 100 erkennt die Rechnungsdaten per OCR, klassifiziert sie über Templates und legt den Beleg automatisch ab. Freigegeben wird per Ad-hoc-Workflow oder über eine automatisch ausgelöste Prüfregel. Danach übergibt das System die Buchung, gleicht den Beleg ab und archiviert ihn revisionssicher im Belegarchiv.
In der Gegenrichtung führst du im Modul Warenwirtschaft Kunden, Artikel und Preislisten, legst Aufträge an und kommissionierst aus dem Lager. Ausgangsrechnungen erstellt und versendet Sage 100 als X-Rechnung oder ZUGFeRD. Im Rechnungswesen laufen Zahlungsverkehr über die Bankanbindung Girostar, Mahnwesen und offene Posten. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung geht via Elster, für den Datenaustausch mit DATEV gibt es Export und Import.
Im Online-Handel bindet Sage 100 laut Produktseite Shopsysteme wie Shopware, Magento, OXID eShop und xt:Commerce an, dazu Marktplätze wie eBay, Amazon, Rakuten, Yatego und hood.de. Versandaufträge laufen über die Integration der Versanddienstleister, B2B-Kunden bestellen über ein eigenes Bestell- und Kundenserviceportal. Wie man Shop, Marktplätze und ERP sauber verbindet, ist Alltag in unseren E-Commerce-Projekten.
Der KI-Assistent arbeitet laut Sage direkt in Sage 100. Du fragst Unternehmensdaten in natürlicher Sprache ab, lässt Entwürfe für E-Mails, Angebote, Berichte oder Protokolle erstellen und erzeugst Managementberichte, Forecasts und KPI-Auswertungen. Sage nennt ihn in der Cloud oder On-Premise nutzbar. In welchem Modul er enthalten ist und was er kostet, sagt die Produktseite nicht.
Preise und Pläne
Sage 100 hat veröffentlichte Preise. Die Produktseite nennt unter „Sage 100: Preise und Pakete“ drei Module mit Einstiegspreis, Stand Oktober 2026, jeweils pro Monat und Nutzer zuzüglich Mehrwertsteuer:
- Modul Warenwirtschaft ab 56 €: Kunden- und Lieferantenverwaltung, Artikel, Waren und Preislisten, Auftragsverwaltung im Verkauf, Bestellwesen und Kommissionierung, Lagerverwaltung und Inventur, Seriennummern und Chargen.
- Modul Rechnungswesen ab 58 €: Controlling und Dashboard, Finanz- und Anlagenbuchhaltung, Kassenbuch und digitale Belegverarbeitung, Zahlungsverkehr mit Bankanbindung (Girostar), Bilanzierung und Kostenrechnung, DATEV-Export und -Import, Mahnwesen und offene Posten, Umsatzsteuer-Voranmeldung via Elster.
- Modul Produktion ab 90 €: für Einzel-, Projekt- und Serienfertiger, inklusive Warenwirtschaftspaket. Dazu Fertigungssteuerung, Ressourcenliste, CAD-Schnittstelle, Simulation, Vor- und Nachkalkulation, BDE, Fremdfertigung, grafische Ressourcenplanung und Projektfertigung.
Alle drei Module nennen eine unbegrenzte Mandantenanzahl. Laut Fußnote gilt der Preis bei jährlicher Rechnungsstellung mit 12-monatiger Mindestvertragslaufzeit. Kürzere oder längere Laufzeiten sind laut Seite optional verfügbar, einen Preis dafür nennt sie nicht. Pakete lassen sich kombinieren und um Zusatzlösungen wie xRM, DMS oder den Sage Webshop sowie Partnerlösungen per API ergänzen. Für diese Zusatzlösungen stehen keine Beträge auf der Seite. Jede Preiskarte führt zu „Angebot anfordern“.
Zwei Unstimmigkeiten fallen auf. Die allgemeine Preisseite von Sage nennt für Sage 100 „Ab 56 € pro Monat zzgl. MwSt.“ ohne Abrechnungseinheit, erst die Produktseite sagt, dass der Betrag pro Nutzer gilt. Und dieselbe Produktseite beantwortet in ihrer FAQ die Frage „Was kostet die Sage 100 Cloud?“ nur mit dem Hinweis auf individuelle Preise und ein persönliches Angebot nach Beratung. Für welche Betriebsart die Modulpreise gelten, lokal oder Cloud, sagt die Seite nicht.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht. Zum Kennenlernen bietet die Produktseite eine interaktive Produkttour, eine Webinar-Mediathek und ein kostenfreies Infopaket mit einem Praxisleitfaden zur ERP-Auswahl. Kostenlose Testversionen nennt die Preisseite von Sage für ausgewählte Produkte, als Beispiele führt sie Sage HR und Sage Active an.
Stärken und Schwächen
Die Preise sind öffentlich, je Modul, mit Abrechnungseinheit und Laufzeit. In allen drei Kernmodulen ist die Mandantenanzahl unbegrenzt, und laut FAQ unterstützt Sage 100 mehrere Mandanten, Währungen und Sprachen. Das Rechnungswesen bringt die deutschen Pflichtstrecken mit: DATEV-Export und -Import, Umsatzsteuer-Voranmeldung via Elster, GoBD-konforme Belegarchivierung und E-Rechnung in X-Rechnung und ZUGFeRD. Du wählst zwischen eigenen Servern und Cloud, die Cloud-Daten liegen laut FAQ in deutschen Rechenzentren. Für die Betreuung vor Ort nennt Sage über 200 zertifizierte Fachhändler in Deutschland. Mit Partnern und Kunden in direkter Vertragsbeziehung schließt Sage laut Rechtsseite eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung.
Auf der anderen Seite: Die Modulpreise gelten nur bei jährlicher Rechnung mit 12 Monaten Mindestlaufzeit, und sie sind Einstiegspreise. Für Zusatzlösungen wie xRM, DMS und den Sage Webshop nennt die Seite keine Beträge, die Kostenfrage zur Sage 100 Cloud beantwortet die FAQ nur mit dem Verweis auf ein Angebot. Konzernmutter ist die Sage Group plc in Großbritannien. Die allgemeine Datenschutzerklärung der deutschen Website trägt den Stand November 2021 und hält fest, dass die Webseite und manche Anwendungen oder Dienste in den Vereinigten Staaten oder anderswo außerhalb von UK und EWR gehostet werden können. E-Mails an Sage liegen laut derselben Erklärung auf E-Mail-Servern in den Vereinigten Staaten. Für Cloud-Produkte der Sage GmbH verweist sie auf eine eigene Datenschutzerklärung. Selbst bei der eigenen Geschichte ist Sage uneinheitlich: Die Produktseite spricht von über 40 Jahren Erfahrung im Mittelstand, die Kontaktseite von über 30 Jahren Erfahrung.
Alternativen zu Sage 100
Sage selbst stellt auf seiner Preisseite zwei ERP-Geschwister daneben: Sage Operations, laut Sage eine Cloud-native ERP-Lösung für Handel und Fertigung ab 199 € pro Monat zzgl. MwSt., und Sage X3 für komplexe und internationale Unternehmensstrukturen, Preis auf Anfrage.
Aus derselben Kategorie führt das Verzeichnis unter anderem xentral, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Haufe X360 und abas ERP. Vom selben Anbieter steht Sage 50 Handwerk im Verzeichnis.
Sage 100 im Vergleich
Sage 100 nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 68 von 208 Werkzeugen (33 Prozent).
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 159 Alternativen mit EU-Sitz, davon 136 aus Deutschland.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Sage 100 nicht. In der Kategorie haben 17 von 208 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wir halten Sage 100 für eine solide Wahl, wenn du ein klassisches, anpassbares ERP mit deutschem Rechnungswesen suchst und Warenwirtschaft, Buchhaltung und gegebenenfalls Fertigung in einem System führen willst. Die DATEV- und Elster-Strecke, die Shopanbindungen und das unbegrenzte Mandantenmodell sind im Mittelstand handfeste Argumente. Die veröffentlichten Modulpreise sind ein guter Anfang, aber kein Gesamtpreis. Rechne pro Nutzer, rechne die Zusatzlösungen dazu, die du wirklich brauchst, und plane die Einführung mit einem Partner ein. Erst diese Summe ist dein Vergleichspreis.
Lass dir im Angebot schriftlich geben, ob du lokal oder in der Cloud betreibst, was die Cloud-Variante kostet, welche Zusatzlösungen und ob der KI-Assistent enthalten sind und welche Laufzeit gilt. Wenn danach Schnittstellen zwischen Sage 100, Shop und weiteren Systemen automatisiert werden sollen, ist das ein Fall für Automation & Prozessoptimierung.
Zur Herkunft: Das Impressum nennt die Sage GmbH in Frankfurt am Main und führt das Copyright auf sie, der Seitenfuß derselben Seite führt es auf die Sage Group plc. Die Datenschutzerklärung bezeichnet die Sage GmbH als Tochterunternehmen der Sage Group plc mit Sitz in Newcastle upon Tyne. Wir führen den Anbieter deshalb nach dem Konzernsitz unter Großbritannien, nicht unter Deutschland. Für Vertrag, Auftragsverarbeitung und DSGVO-Fragen ist die deutsche Gesellschaft trotzdem die erste Adresse. Klär beim Abschluss, ob du direkt mit Sage abschließt oder über einen der Fachhändler.
Überblick
- ✓ Modul Warenwirtschaft: Kunden- und Lieferantenverwaltung, Artikel und Preislisten, Auftragsverwaltung, Bestellwesen, Kommissionierung, Lager, Inventur, Seriennummern und Chargen
- ✓ Modul Rechnungswesen: Finanz- und Anlagenbuchhaltung, Kassenbuch, Bilanzierung, Kostenrechnung, Mahnwesen und offene Posten
- ✓ DATEV-Export und -Import, Umsatzsteuer-Voranmeldung via Elster, Bankanbindung über Girostar
- ✓ Modul Produktion für Einzel-, Projekt- und Serienfertiger mit BDE, CAD-Schnittstelle, Fremdfertigung und grafischer Ressourcenplanung
- ✓ E-Rechnung: X-Rechnung und ZUGFeRD erstellen, Eingangsrechnungen per OCR erfassen, per Workflow freigeben und automatisch zur Buchung übergeben
- ✓ Anbindung von Shopsystemen wie Shopware, Magento, OXID eShop und xt:Commerce sowie Marktplätzen wie eBay und Amazon
- ✓ Integrierte Zusatzlösungen: xRM für Vertrieb und Service, Projektmanagement, DMS mit GoBD-konformer Archivierung, Kasse, Personal und Lohn
- ✓ KI-Assistent für Datenabfragen in natürlicher Sprache und Entwürfe für E-Mails, Angebote, Berichte und Protokolle
- ✓ Unbegrenzte Mandantenanzahl, mehrere Währungen und Sprachen
- ✓ Betrieb lokal auf eigenen Servern oder in der Cloud, Cloud-Daten laut Sage in deutschen Rechenzentren
- ✓ Erweiterbar mit über 200 Anwendungen und Branchenlösungen zertifizierter Partner, Partnerlösungen per API
Vorteile
- + Veröffentlichte Einstiegspreise je Modul: Warenwirtschaft ab 56 €, Rechnungswesen ab 58 €, Produktion ab 90 € pro Monat und Nutzer netto
- + Unbegrenzte Mandantenanzahl in allen drei Kernmodulen
- + Deutsche Pflichtstrecken im Rechnungswesen: DATEV-Export und -Import, Elster, GoBD-konforme Belegarchivierung, X-Rechnung und ZUGFeRD
- + Wahl zwischen Betrieb auf eigenen Servern und Cloud, Cloud-Daten laut Sage in deutschen Rechenzentren
- + Deutsche Website-Betreiberin Sage GmbH in Frankfurt am Main, Auftragsverarbeitungsvereinbarung für Kunden in direkter Vertragsbeziehung
- + Laut Produktseite über 200 zertifizierte Fachhändler in Deutschland
Nachteile
- - Modulpreise gelten bei jährlicher Rechnungsstellung mit 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit, andere Laufzeiten ohne Preisangabe
- - Nur Einstiegspreise: Zusatzlösungen wie xRM, DMS und Sage Webshop ohne Betrag, der Endpreis kommt per Angebot
- - Widerspruch auf der Produktseite: Modulpreise ab 56 €, die FAQ zur Sage 100 Cloud verweist dagegen nur auf individuelle Preise
- - Die Produktseite bietet Produkttour, Webinare und Infopaket, eine kostenlose Testversion nennt sie nicht
- - Konzernmutter Sage Group plc in Großbritannien, die allgemeine Datenschutzerklärung (Stand November 2021) erlaubt Hosting von Website und manchen Anwendungen in den USA
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