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Sage 50 Handwerk
ERP & Warenwirtschaft kostenpflichtig 🤝 Angemessenheitsbeschluss Großbritannien

Sage 50 Handwerk

Sage 50 Handwerk ist eine installierte kaufmännische Software für Handwerksbetriebe: Angebote, Aufträge, Aufmaß, Projektordner, Lager und E-Rechnung. Mobiles Arbeiten über ein zubuchbares Cloud-Paket. Abo ab 19,90 € im Monat netto für einen Benutzer, Enterprise 59 € für unbegrenzte Benutzer.

Übersicht zu Sage 50 Handwerk: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Sage 50 Handwerk?

Sage 50 Handwerk ist die kaufmännische Software von Sage für Handwerksbetriebe. Die Produktseite nennt sie eine Software für Auftragsbearbeitung, Projektverwaltung und Warenwirtschaft und wirbt mit über 40 Jahren Erfahrung mit Handwerkssoftware in allen Gewerken. Der Kern ist der Weg vom Angebot über Auftrag und Lieferschein bis zur Rechnung. Drumherum liegen Aufmaß, Projektordner, Lager und Bestellwesen, Wartung, E-Rechnung und ein Controlling-Center.

Wichtig für die Einordnung: Sage 50 Handwerk wird installiert. Die FAQ nennt Systemvoraussetzungen, mindestens 2 GB freien Festplattenspeicher, einen Prozessor mit 2,0 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher. Gesetzesänderungen kommen über Servicepacks, und mit gültigem Wartungsvertrag stehen Live-Updates zum Download bereit. Mobiles Arbeiten mit Projektmappe läuft über ein zubuchbares Cloud-Paket. Im Webinar-Hinweis derselben Seite heißt es dazu „Cloud-Paket von Loginfinity“.

Hinter der deutschen Website steht laut Impressum die Sage GmbH, eine Gesellschaft deutschen Rechts mit Hauptsitz in Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 55497. Die Rechtsseite der deutschen Website sagt Partnern und Kunden in direkter Vertragsbeziehung eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung zu. Im Seitenfuß steht dagegen das Copyright der Sage Group plc.

Für wen eignet sich Sage 50 Handwerk?

Laut FAQ für Handwerksbetriebe aus allen Gewerken. Ausdrücklich genannt sind SHK, Elektro sowie Dachdecker und Zimmerer, dazu heißt es, die Software sei „für alle Gewerke aus Handwerk und Dienstleistung geeignet“. Die Funktionen zielen auf Betriebe mit Monteuren draußen und einem Büro, das plant: Terminkalender, Wartungsanlagen, Aufmaß und Express-Auftrag für Anrufe.

Die Preisstufen geben die Teamgröße vor. Essential gilt für einen Benutzer, Enterprise für unbegrenzte Benutzer. Wer Teil- und Schlussrechnungen schreibt oder Monteure im Kalender plant, landet in der Praxis bei Enterprise, denn beides steht erst dort.

Weniger passend ist Sage 50 Handwerk für Betriebe, die ohne Installation im Browser arbeiten wollen. Für kleine Unternehmen führt Sage auf seiner Preisseite mit Sage Active eine eigene Cloud-Lösung für Auftragsbearbeitung, Buchhaltung und Lohn. Wer Fertigung und Rechnungswesen in einem System braucht, findet bei Sage das ERP Sage 100. Und wer die Buchhaltung gleich mitkaufen will, sollte wissen: Die Finanzbuchhaltung ist bei Sage 50 Handwerk in beiden Stufen nur optional erweiterbar. Wie sich Handwerkersoftware mit Buchhaltung und Warenwirtschaft verbinden lässt, ist ein Thema unserer ERP-Beratung.

Sage 50 Handwerk im Arbeitsalltag

Den Ablauf beschreibt Sage auf der Produktseite so: Ruft ein Kunde an, öffnet ein Tastendruck die Express-Auftragserfassung. Fürs Angebot misst du die Baustelle auf, die Positionsaufmaße landen direkt im Angebot. Material kommt über die Großhandelsschnittstellen OCI und IDS mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeit ins System, Bestellungen beim Lieferanten löst du von dort aus. Bei Ausschreibungen läuft der Austausch über GAEB.

Geplant wird im Terminkalender. Die Lohnzeiten aus dem Auftrag ordnest du dem Termin zu, der Kalender zeigt je Auftrag geplante und noch offene Stunden. Mit dem Cloud-Paket gehen neue Termine und Informationen in Echtzeit an die Monteure, die Aufträge vor Ort erfassen und Arbeitszeiten vom Mobilgerät buchen. In die mobile Projektmappe kommen Inbetriebnahmeprotokolle, Datenblätter, Messwerte, Fotos und Videos.

Abgerechnet wird als Abschlags-, Teil- oder Schlussrechnung, auf Wunsch im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format. Danach laufen Zahlungen, offene Posten und Mahnwesen im selben System. Alle Schriftstücke des Projekts liegen im Projektordner, vom Angebot bis zur Schlussrechnung.

Eine Kundenstimme auf der Herstellerseite stammt von Enrico Nefe, Geschäftsführung Niedersächsische Immobilienservice: Durch Disposition und digitale Beauftragung der Mitarbeiter habe sich die Anzahl der erledigten Kleinaufträge pro Mitarbeiter „deutlich erhöht“. Eine Zahl nennt das Zitat nicht, und es ist eine Angabe aus dem Marketing des Anbieters, nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

Die Produktseite nennt zwei Stufen, Stand Oktober 2026, beide zuzüglich Mehrwertsteuer:

Essential kostet 19,90 € pro Monat für 1 Benutzer. Enthalten sind laut Preiskarte E-Rechnung (ZUGFeRD 2.1, XRechnung), Angebote, Aufträge, Rechnungen, Stammdaten, Projektverwaltung, SmartFinder und Express-Auftrag. Optional erweiterbar sind Schnittstellen wie GAEB und IDS, das Dokumenten-Management-System und die Finanzbuchhaltung.

Enterprise kostet 59 € pro Monat für unbegrenzte Benutzer. Dazu kommen Teil- und Schlussrechnungen und der Terminkalender. Optional erweiterbar sind Nachkalkulation, Wartung und Service, Finanzbuchhaltung, Regiezentrum sowie Termin- und Ressourcenplanung.

Laut Fußnote der Preiskarten gilt der Preis bei jährlicher Rechnungsstellung mit 12-monatiger Mindestvertragslaufzeit. Kürzere oder längere Laufzeiten sind laut Seite optional verfügbar, einen Preis dafür nennt sie nicht. Beide Preiskarten führen zu „Angebot anfordern“. Für die optionalen Erweiterungen und das Cloud-Paket nennt die Seite keine Beträge.

Die Preiskarten enthalten im Seitencode zusätzlich eine zweite Variante, die standardmäßig nicht angezeigt wird: Start für 450 € einmalig und Professional für 2.450 € einmalig, jeweils für 1 Benutzer. Das passt zur FAQ, die von Lizenzen und Wartungsvertrag spricht. Ob und für wen Sage diese Kaufvariante ausspielt, sagt die Seite nicht.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht. Zum Testen installiert der Fachhandelspartner eine Demoversion, die du 30 Tage kostenfrei nutzt. Wer mit echten Unternehmensdaten testen will, bekommt über den Partner eine kostenfreie Testlizenz und arbeitet danach mit derselben Installation weiter.

Stärken und Schwächen

Die Preise sind öffentlich, mit Abrechnungseinheit und Laufzeit. Die Produktseite nennt die gängigen Handwerksschnittstellen: GAEB für Ausschreibungen, dazu DATANORM, ELDANORM und ZVEHNorm, für den Großhandel OCI und IDS. E-Rechnung im ZUGFeRD- und XRechnung-Format steht schon in der Einstiegsstufe. Dokumente liegen im DMS wahlweise in einem deutschen Cloud-Rechenzentrum oder lokal im eigenen Archiv. Die deutsche Website verantwortet die Sage GmbH in Frankfurt am Main.

Auf der anderen Seite: Die Finanzbuchhaltung ist in keiner Stufe enthalten. Teil- und Schlussrechnungen sowie der Terminkalender fehlen in Essential, obwohl die Funktionsliste der Seite Abschlags-, Teil- und Schlussrechnungen ohne Einschränkung aufführt. Mobiles Arbeiten setzt das Cloud-Paket voraus, laut Webinar-Hinweis ein Paket von Loginfinity. Und die Tarifnamen widersprechen sich auf derselben Seite. Die Preiskarten heißen Essential und Enterprise, die FAQ spricht von Start, Basic und Professional und begrenzt Basic auf maximal zwei Arbeitsplätze. Ähnlich bei der E-Rechnung: Die Preiskarte führt sie bei Essential, das Infopaket nennt E-Rechnung zugleich unter den Zusatzpaketen.

Alternativen zu Sage 50 Handwerk

In derselben Kategorie führt das Verzeichnis weitere Handwerkersoftware, etwa TAIFUN openBusiness, Sander & Doll Handwerkersoftware, IDA ERP-System und Craftboxx. Vom selben Hersteller kommt Sage 100, laut Sage-Preisseite ein ERP für Warenwirtschaft, Rechnungswesen und Produktion ab 56 € pro Monat zzgl. MwSt.

Sage 50 Handwerk im Vergleich

Sage 50 Handwerk nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 66 von 208 Werkzeugen (32 Prozent).

Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 159 Alternativen mit EU-Sitz, davon 136 aus Deutschland.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Sage 50 Handwerk nicht. In der Kategorie haben 17 von 208 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Sage 50 Handwerk für eine solide Wahl, wenn dein Betrieb eine klassische, installierte Handwerkersoftware will und die Schnittstellen zum Großhandel und zu Ausschreibungen wirklich nutzt. Die Preise sind ehrlich ausgewiesen, aber die Einstiegsstufe ist schmal. Wer Monteure plant und Schlussrechnungen schreibt, rechnet realistisch mit Enterprise plus Finanzbuchhaltung plus Cloud-Paket. Erst diese Summe ist der Vergleichspreis, und für zwei der drei Posten musst du ein Angebot anfordern.

Lass dir im Angebot schriftlich geben, welche Tarifbezeichnung du bekommst, ob Abo oder Kauflizenz mit Wartungsvertrag, und was beim Cloud-Paket in deinem Vertrag steht. Bei Loginfinity lohnt die Frage, wer die mobilen Daten verarbeitet und ob dafür ein eigener Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig ist. Wenn du danach Abläufe zwischen Büro, Baustelle und Buchhaltung automatisieren willst, ist das ein Fall für Automation & Prozessoptimierung.

Zur Herkunft: Das Impressum nennt die Sage GmbH in Frankfurt am Main, das Copyright im Seitenfuß die Sage Group plc. Wir führen den Anbieter nach dem Konzernsitz unter Großbritannien, nicht unter Deutschland. Für Auftragsverarbeitung und DSGVO-Fragen ist die deutsche Gesellschaft trotzdem die erste Adresse. Klär beim Vertrag, ob du direkt mit Sage abschließt oder über einen der Fachhändler.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Abo laut Produktseite: Essential 19,90 € pro Monat für 1 Benutzer, Enterprise 59 € pro Monat für unbegrenzte Benutzer, jeweils zzgl. MwSt. bei jährlicher Rechnungsstellung und 12 Monaten Mindestlaufzeit. Bestellung über „Angebot anfordern“. Kein Gratisplan, 30 Tage Demoversion über den Fachhandelspartner. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🤝 Großbritannien Angemessenheitsbeschluss
Kein DSGVO-Raum, aber die EU-Kommission hat ein angemessenes Datenschutzniveau festgestellt (Art. 45 DSGVO). Datenübermittlung ist ohne zusätzliche Garantien zulässig.
Features
  • ✓ Angebote, Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen, dazu Abschlags-, Teil- und Schlussrechnungen
  • ✓ Zahlungen, offene Posten und Mahnwesen
  • ✓ Projektordner mit allen Schriftstücken vom Angebot bis zur Schlussrechnung, auch Word-Anschreiben, PDFs und E-Mails
  • ✓ Aufmaße direkt im Angebot erfassen, mit Aufmaß-Schnellerfassung
  • ✓ Lagerverwaltung über mehrere Lager bis zum Projekt- und Fahrzeuglager, mit Bestellvorschlägen und Inventur
  • ✓ E-Rechnungen im ZUGFeRD- und XRechnung-Format erstellen und eingehende E-Rechnungen automatisch einlesen
  • ✓ Großhandelsschnittstellen OCI und IDS, Ausschreibungen über GAEB, dazu DATANORM, ELDANORM und ZVEHNorm
  • ✓ Terminkalender für Aufträge und Monteure mit geplanten und offenen Stunden je Auftrag
  • ✓ Wartungsanlagen mit Wartungshistorie, früheren Messwerten und Serienbriefen zu anstehenden Terminen
  • ✓ Express-Auftrag für telefonische Angebote und Bestellungen
  • ✓ Zubuchbares Cloud-Paket mit mobiler Projektmappe, Terminübergabe an Monteure und mobiler Auftragserfassung
  • ✓ Regiezentrum mit Kennzahlen auf dem Startbildschirm und Controlling-Center mit Reportdesigner

Vorteile

  • + Veröffentlichte Preise: 19,90 € im Monat für einen Benutzer, 59 € im Monat für unbegrenzte Benutzer, jeweils netto
  • + Handwerksschnittstellen GAEB, DATANORM, ELDANORM, ZVEHNorm, OCI und IDS laut Produktseite
  • + E-Rechnung (ZUGFeRD 2.1, XRechnung) steht schon in der Einstiegsstufe Essential
  • + 30 Tage kostenlose Demoversion, Test mit echten Unternehmensdaten über eine Testlizenz möglich
  • + Deutsche Website-Betreiberin Sage GmbH in Frankfurt am Main, Auftragsverarbeitungsvereinbarung für Kunden in direkter Vertragsbeziehung
  • + Dokumentenablage wahlweise im deutschen Cloud-Rechenzentrum oder lokal im eigenen Archiv

Nachteile

  • - Finanzbuchhaltung ist in keiner Stufe enthalten, in beiden nur optional erweiterbar
  • - Teil- und Schlussrechnungen sowie der Terminkalender erst in der Stufe Enterprise
  • - Abo-Preise gelten bei jährlicher Rechnungsstellung mit 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit
  • - Mobiles Arbeiten mit Projektmappe nur über das zubuchbare Cloud-Paket, laut Webinar-Hinweis ein Paket von Loginfinity
  • - Tarifnamen widersprechen sich: Preiskarten nennen Essential und Enterprise, die FAQ Start, Basic und Professional
  • - Kein Selbstkauf auf der Produktseite, beide Stufen führen zu „Angebot anfordern“, die Demoversion installiert ein Fachhandelspartner

Tags

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