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Plausible Analytics
Analytics & Webanalyse kostenpflichtig 🇪🇺 EU

Plausible Analytics

Web-Analytics der estnischen Plausible Insights OÜ. Der Dienst arbeitet ohne Cookies und ohne personenbezogene Daten, verarbeitet alle Besucherdaten auf Servern in der EU und steht unter der AGPLv3. Abgerechnet wird nach Seitenaufrufen pro Team, nicht pro Website.

Übersicht zu Plausible Analytics: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 07.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Plausible Analytics?

Plausible Analytics ist ein Web-Analytics-Dienst der Plausible Insights OÜ aus Tartu in Estland. Er zählt Besucher, Seitenaufrufe, Quellen und Conversions, kommt aber ohne Cookies aus und erhebt laut Anbieter keine personenbezogenen Daten, keine IP-Adressen und keine dauerhaften Kennungen. Ein Tracking über mehrere Websites oder Geräte hinweg findet nicht statt, alle Auswertungen laufen aggregiert.

Das Dashboard passt auf eine Seite. Der Anbieter beschreibt das als Gegenentwurf zu Google Analytics: keine Menüebenen, keine selbst gebauten Berichte, keine Einarbeitung. Technisch schlägt sich das im Script nieder, das laut Plausible 54-mal kleiner ist als das von Google Analytics und pro Besucher 135 KB weniger JavaScript lädt. Der Quellcode steht unter der GNU Affero General Public License Version 3, du kannst Plausible also auch selbst betreiben.

Hinter dem Produkt steht ein kleines Team. Uku Taht startete Plausible im Dezember 2018 allein, 2020 kam Marko Saric für Marketing und Kommunikation dazu. Heute arbeiten zehn Leute daran, finanziert allein aus Abogebühren, ohne externe Investoren. Der Anbieter nennt über 20.000 zahlende Abonnenten und führt unter anderem Basecamp, Ghost, Hugging Face, Home Assistant, MongoDB, die Python Software Foundation und die Harvard University als Nutzer.

Für wen eignet sich Plausible Analytics?

Plausible passt zu Websites, die ihre Kernzahlen sehen wollen, ohne sich in GA4 einzuarbeiten. Der Anbieter selbst adressiert E-Commerce, SaaS, Agenturen, Creator und Publisher, White-Label-Analytics sowie Enterprise-Kunden. Für Agenturen ist die Abrechnung interessant: Bezahlt werden Seitenaufrufe und Ereignisse über alle Websites eines Teams hinweg, nicht die Zahl der Websites. Wer viele kleine Kundenseiten betreut, landet dadurch schnell in einer einzigen Preisstufe.

Weniger gut passt Plausible dort, wo Analytics auf Einzelpersonen zielt. Das Produkt trackt bewusst keine individuellen Nutzer, es gibt keine geräteübergreifenden Profile und keine Cross-Site-Auswertung. Auch der Einstieg ist eng geschnitten: Starter deckt genau eine Website ab und kennt keine Teammitglieder. Wer Funnels, Umsatzattribution, Custom Properties oder die Stats API braucht, muss direkt zum Business-Plan greifen. Einen kostenlosen Plan gibt es nicht, der Anbieter begründet das damit, dass er die erhobenen Daten nicht monetarisiert. Plausible schreibt selbst, es sei nicht für jeden Analytics-Anwendungsfall das richtige Werkzeug.

Plausible Analytics im Arbeitsalltag

Der Ablauf, den der Hersteller dokumentiert, beginnt mit einem Script im Seitenkopf. Ob es korrekt sitzt, prüfst du mit einem Testwerkzeug aus den Einstellungen der jeweiligen Website: Es schickt Testverkehr auf die Seite und meldet zurück, was klemmt. Wer die Zählung an Adblockern vorbeibringen will, richtet einen Proxy ein. Der muss die echte IP des Besuchers weiterreichen, sonst greift der Rechenzentrums-Filter und es kommen gar keine Daten an.

Danach läuft die Auswertung auf einer Seite. Besucher, Quellen, Zielseiten, Geräte und Standorte stehen nebeneinander, die Echtzeit-Ansicht aktualisiert sich alle 30 Sekunden ohne Neuladen. Scroll-Tiefe von 1 bis 100 Prozent erfasst Plausible automatisch, ohne Tag Manager und ohne Code. UTM-Kampagnen ordnet das Tool in Kanalgruppen wie Paid Search oder Affiliates ein. Über die Search-Console-Anbindung kommen Suchanfragen und organische Leistung in dasselbe Dashboard. Und weil Plausible auch Verweise aus ChatGPT, Perplexity oder Claude als Quelle ausweist, siehst du, welche Seiten Besucher aus KI-Werkzeugen anziehen.

Ziele richtest du ohne Entwickler ein. Jede Seite lässt sich zu einem Ziel machen, Dateidownloads, Formularabschlüsse und Klicks auf externe Links erfasst Plausible automatisch. Für den Handel kommt Umsatz dazu: Du hängst einen Geldwert an ein benutzerdefiniertes Ereignis und siehst anschließend Gesamtumsatz, Durchschnittsumsatz und Conversions, gefiltert nach Quelle, Kampagne, Seite oder Standort. Funnels messen Abbrüche über eine feste Schrittfolge, Nutzerpfade zeigen die Wege, die Besucher tatsächlich nehmen.

Beim Aufräumen hilft die Bot-Filterung. Plausible blockt bekannte Crawler über den User-Agent, filtert Referrer-Spam und Rechenzentrums-IPs und wertet Verkehrsmuster aus. Der Anbieter beziffert das auf rund 2 Milliarden geblockte Bot-Besuche pro Monat über sein Netz. Über die Shields sperrst du zusätzlich einzelne IP-Adressen, Hostnamen oder Länder. Raus kommen die Daten als CSV-Export aus dem Dashboard oder über die Stats API. Historische Google-Analytics-Zahlen lassen sich importieren, sodass die alte Zeitreihe nicht abreißt.

Preise und Pläne

Plausible rechnet nach Seitenaufrufen pro Monat ab. Der Regler auf der Preisübersicht startet bei 10k und reicht bis 10M+. Entscheidend für die Kalkulation: Gezählt werden Seitenaufrufe und Ereignisse über alle Websites eines Teams zusammen, nicht die Anzahl der Websites. Hast du mehrere Teams, wird jedes einzeln abgerechnet.

Auf der Einstiegsstufe mit bis zu 10k Seitenaufrufen im Monat sehen die vier Stufen so aus:

  • Starter, 9 $/Monat: eine Website, drei Jahre Datenhaltung, Dashboard, Berichte per E-Mail oder Slack, Google-Analytics-Import, Ziele und benutzerdefinierte Ereignisse, gespeicherte Segmente, Anmerkungen
  • Growth, 14 $/Monat: alles aus Starter, bis zu drei Websites, bis zu drei Teammitglieder, Team-Verwaltung, geteilte Links, eingebettete Dashboards, geteilte Segmente
  • Business, 19 $/Monat: alles aus Growth, bis zu zehn Websites, bis zu zehn Teammitglieder, fünf Jahre Datenhaltung, Custom Properties, Stats API mit 600 Anfragen pro Stunde, Data-Studio-Connector, Umsatzattribution, Funnels und Nutzerpfade, konsolidierte Ansicht
  • Enterprise, Preis auf Anfrage: mehr als zehn Websites und Teammitglieder, mehr als 600 API-Anfragen pro Stunde, Sites API, Single Sign-On, verwalteter Proxy, geplante Rohdaten-Exporte, mehr als fünf Jahre Datenhaltung, Priority Support

Alle Stufen decken dieselben Seitenaufruf-Kontingente ab. Der Unterschied liegt in Funktionen und Teamgröße. Zwischen 10k und 100k gibt es bewusst keinen Zwischentarif: Laut Anbieter bekommst du für rund den doppelten Preis das Zehnfache an Seitenaufrufen.

Der Einstieg läuft über 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte. Alle in dieser Zeit gesammelten Daten bleiben beim Upgrade erhalten. Läuft die Testphase ohne Abo aus, sperrt Plausible das Dashboard und stoppt die Zählung, der Zugang zum Konto bleibt. Einen kostenlosen Dauerplan gibt es nicht. Bei Jahreszahlung sind zwei Monate frei. Non-Profits, Bildungseinrichtungen und Open-Source-Projekte bekommen 15 Prozent Einführungsrabatt, allerdings nur auf Business mit Jahresabrechnung und nur über einen Einmal-Code, den du nach Start der Testphase per E-Mail anfragst.

Beim Überschreiten des Kontingents bleibt der Anbieter kulant: Ein einzelner Monat über der Grenze kostet nichts extra und unterbricht die Zählung nicht. Erst wenn du zwei Monate in Folge darüber liegst, fordert Plausible ein Upgrade an. Reagierst du innerhalb einer Woche nicht, wird das Dashboard vorübergehend gesperrt, im Hintergrund sammelt Plausible aber weiter. Bezahlt wird über Paddle, akzeptiert werden Kreditkarte, PayPal, Apple Pay und Google Pay. Überweisung, manuelle Rechnungsstellung und Kryptowährungen sind ausgeschlossen. Alle Preise in US-Dollar. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Kein Consent-Banner nötig, weil laut Anbieter keine personenbezogenen Daten, keine IP-Adressen und keine dauerhaften Kennungen erhoben werden
  • Alle Besucherdaten liegen auf Servern in europäischem Besitz und verlassen die EU nicht
  • Script laut Anbieter 54-mal kleiner als Google Analytics, 135 KB weniger JavaScript pro Besucher
  • Abrechnung nach Seitenaufrufen im Team, nicht nach Anzahl der Websites
  • Ein einzelner Monat über dem Kontingent kostet nichts extra
  • Quelloffen unter AGPLv3 und selbst betreibbar
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung und Single Sign-On konfigurierbar, alle Besucherdaten unumkehrbar gehasht

Schwächen:

  • Kein kostenloser Plan, der Anbieter schließt ihn ausdrücklich aus
  • Preise in US-Dollar
  • Kein Zwischentarif zwischen 10k und 100k Seitenaufrufen
  • Starter deckt eine einzige Website ab und kennt keine Teammitglieder
  • Funnels, Umsatzattribution, Custom Properties und Stats API erst im Business-Plan
  • Datenhaltung im Starter auf drei Jahre begrenzt
  • Zahlung nur über Paddle, keine Überweisung und keine manuelle Rechnungsstellung
  • Von manchen Adblocker-Erweiterungen blockiert, dagegen hilft nur ein eigener Proxy

Alternativen zu Plausible Analytics

In derselben Kategorie unseres Verzeichnisses stehen Matomo, Pirsch, Simple Analytics, Umami und etracker. Wenn du dir unsicher bist, welche Tiefe du wirklich brauchst, hilft ein Blick in unsere SEO & Marketing-Leistungen mehr als ein Funktionsvergleich auf dem Papier.

Plausible Analytics im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Plausible Analytics steht in der Kategorie mit 82 weiteren Werkzeugen.

Anbieter aus der EU: 36 von 82 in dieser Kategorie.

Plausible Analytics nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 58 von 82 Werkzeugen (71 Prozent).

Einen kostenlosen Einstieg bietet Plausible Analytics nicht. In der Kategorie haben 36 von 82 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Plausible für die richtige Wahl, wenn du deine Website ehrlich messen willst und dafür kein Datenschutzprojekt aufsetzen möchtest. Der Verzicht auf Cookies löst zwei Probleme auf einmal: das Consent-Banner und die Frage, wohin die Daten fließen. Rechne trotzdem nach, welche Stufe du brauchst. Der Starter wirkt mit 9 $ günstig, deckt aber genau eine Website ab, und alles, was nach Auswertung riecht, hängt am Business-Plan. Für Shops mit Umsatzattribution und Funnels ist das die realistische Einstiegsstufe. Wer die Daten komplett im eigenen Haus halten muss, nimmt die quelloffene Variante und betreibt sie selbst, was allerdings Betriebsaufwand bedeutet und in unseren Projekten selten die günstigere Rechnung ergibt. Sinnvoll aufgeräumt wird so ein Setup ohnehin erst zusammen mit dem Rest der Website, weshalb wir das meist in der Webentwicklung mitdenken statt als Einzelthema.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Kein kostenloser Plan, aber 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte. Die Preisstufen richten sich nach Seitenaufrufen pro Monat, die Skala reicht von 10k bis 10M+. Bei bis zu 10k Seitenaufrufen im Monat kostet Starter 9 $/Monat, Growth 14 $/Monat und Business 19 $/Monat. Enterprise auf Anfrage. Bei Jahreszahlung zwei Monate gratis. Stand: August 2026.
Herkunft
🇪🇺 Estland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Ein-Seiten-Dashboard mit allen Kernzahlen, ohne Menüebenen und ohne eigene Berichte
  • ✓ Messung ohne Cookies, ohne dauerhafte Kennungen und ohne Tracking über Websites oder Geräte hinweg
  • ✓ Scroll-Tiefe von 1 bis 100 Prozent wird auf jeder Seite automatisch erfasst
  • ✓ Auswertung von Besuchern, die über ChatGPT, Perplexity oder Claude kommen
  • ✓ Search-Console-Anbindung: Suchanfragen und organische Leistung landen im selben Dashboard
  • ✓ Echtzeit-Ansicht, die sich alle 30 Sekunden ohne Neuladen aktualisiert
  • ✓ Ziele ohne Code: Dateidownloads, Formularabschlüsse und Klicks auf externe Links werden automatisch getrackt
  • ✓ Funnels über feste Schrittfolgen plus Nutzerpfade für die Wege, die Besucher tatsächlich nehmen
  • ✓ Umsatzattribution über benutzerdefinierte Ereignisse mit Geldwert, in beliebiger Währung
  • ✓ Stats API mit 600 Anfragen pro Stunde und Data-Studio-Connector im Business-Plan
  • ✓ Bot-Filter über User-Agent, Referrer-Spam, Rechenzentrums-IPs und Verkehrsmuster, dazu Shields für eigene Sperrlisten
  • ✓ Import historischer Google-Analytics-Daten in das Plausible-Dashboard
  • ✓ Quelloffen unter der AGPLv3 und damit selbst betreibbar

Vorteile

  • + Kein Consent-Banner nötig, weil laut Anbieter keine personenbezogenen Daten, keine IP-Adressen und keine dauerhaften Kennungen erhoben werden
  • + Alle Besucherdaten werden auf Servern europäischer Betreiber verarbeitet und verlassen die EU nicht
  • + Das Script ist laut Anbieter 54-mal kleiner als Google Analytics, pro Besucher werden 135 KB weniger JavaScript geladen
  • + Abgerechnet wird nach Seitenaufrufen und Ereignissen im Team, nicht nach Anzahl der Websites
  • + Ein einzelner Monat über dem Kontingent löst weder Zusatzkosten aus noch stoppt er die Zählung
  • + 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte, die dabei gesammelten Daten bleiben beim Upgrade erhalten
  • + Quelloffen unter AGPLv3, der Code lässt sich prüfen und selbst betreiben

Nachteile

  • - Kein kostenloser Plan, der Anbieter schließt ihn ausdrücklich aus
  • - Preise werden in US-Dollar ausgewiesen
  • - Zwischen der Stufe 10k und der Stufe 100k Seitenaufrufe gibt es keinen Zwischentarif
  • - Starter deckt eine einzige Website ab, mehrere Websites und Teammitglieder gibt es erst ab Growth
  • - Funnels, Umsatzattribution, Custom Properties und Stats API sind dem Business-Plan vorbehalten
  • - Datenhaltung im Starter drei Jahre, im Business fünf Jahre
  • - Zahlung läuft ausschließlich über Paddle, Überweisung und manuelle Rechnungsstellung sind nicht möglich
  • - Der Rabatt von 15 Prozent für Non-Profits, Bildungseinrichtungen und Open-Source-Projekte gilt nur für Business mit Jahresabrechnung

Tags

Analytics DSGVO Cookieless Open Source Datenschutz

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