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Pirsch
Analytics & Webanalyse kostenpflichtig 🇪🇺 EU

Pirsch

Pirsch Analytics ist eine cookielose Web-Analyse der Emvi Software GmbH aus Rheda-Wiedenbrück. Gehostet wird in Deutschland, abgerechnet nach Seitenaufrufen pro Monat. Der Kern der Datenerfassung ist quelloffen, Enterprise erlaubt den Betrieb auf eigener Infrastruktur.

Übersicht zu Pirsch: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 07.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Pirsch Analytics?

Pirsch Analytics ist eine Web-Analyse der Emvi Software GmbH aus Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen. Das Produkt zählt Besucher ohne Cookies: Statt einer Kennung im Browser bildet Pirsch je Besucher einen Hash aus IP-Adresse, User-Agent und weiteren Datenpunkten, sodass die Statistik anonymisiert bleibt. Gehostet wird in Deutschland, der Anbieter wirbt mit voller Datenhoheit.

Die Ursprünge liegen bei einem anderen Produkt. Marvin Blum und Daniel Schramm gründeten Emvi 2019 zunächst für ein gleichnamiges Werkzeug. Beim Umbau seiner privaten Website wollte Blum wissen, wie seine Blogbeiträge laufen, und schrieb dafür eine quelloffene Go-Bibliothek, die den Traffic serverseitig auswertet statt über ein JavaScript-Snippet. Der Grund war praktisch: Adblocker machten die Zahlen aus Google Analytics unzuverlässig. Aus der Bibliothek wurde die SaaS-Lösung. Der Kern der Datenerfassung ist bis heute quelloffen.

Das erklärt auch die Zielrichtung. Pirsch bietet eine serverseitige Einbindung, Script-Proxies, eine RESTful API mit SDKs und native Webhooks. Wer lieber klickt als programmiert, bekommt ein WordPress-Plugin und ein Plugin für die Google Search Console.

Für wen eignet sich Pirsch Analytics?

Der Anbieter richtet seine Seiten an drei Gruppen: Entwickler, Agenturen und Unternehmen. Für Agenturen ist vor allem der Zuschnitt der Pläne interessant. Schon der Einstiegsplan deckt 50 Websites ab und erlaubt unbegrenzt viele Mitglieder, der Plus-Plan hebt die Websitegrenze auf und bringt Teams, eigene Domains, eigene Logos, eigene Themes und umfassendes White-Label mit. Wer viele kleine Kundenprojekte betreut, zahlt hier nicht pro Website, sondern nach Gesamtvolumen.

Weniger passend ist Pirsch, wenn du einen dauerhaft kostenlosen Plan suchst. Den gibt es nicht, nur 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte. Ebenfalls beachten solltest du die Zählweise: Neben Seitenaufrufen zählen eigene Ereignisse und 10 Prozent der Sitzungsverlängerungen auf das Kontingent, gelöschte Domains bis zum Zurücksetzen ebenfalls. Laut Anbieter verbraucht ein Konto mit vielen eigenen Ereignissen sein Limit damit schneller, als der reine Seitenaufruf-Wert vermuten lässt. Und für Konzernumgebungen mit Single Sign-On oder Rohdatenzugriff führt der Weg direkt in den Enterprise-Plan.

Pirsch Analytics im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf kennt zwei Wege der Einbindung. Klassisch über ein Snippet auf der Website, oder serverseitig direkt aus der Anwendung heraus. Der zweite Weg umgeht Adblocker, weil kein Browser-Skript ausgeführt werden muss. Wer beim Snippet bleibt, kann zusätzlich einen Script-Proxy vorschalten. Für WordPress liegt ein fertiges Plugin bereit.

Im Dashboard arbeitest du mit Filtern, Zeitraumvergleichen und gespeicherten Ansichten. Die Sitzungsanalyse zeigt den Weg einzelner Besuche, dazu kommen Auswertungen zu ausgehenden Links, Dateidownloads und 404-Seiten. Eigene Ereignisse und Conversion-Ziele definierst du selbst; ab dem Plus-Plan lassen sich daraus Funnels bauen, A/B-Tests fahren und Segmente bilden. Für Shops gibt es ein Umsatz-Tracking.

Auffallen soll dir Pirsch auch, wenn du gerade nicht hinsiehst. Der Dienst verschickt automatische Berichte per E-Mail und kennt Benachrichtigungen für Traffic-Spitzen sowie Traffic-Warnungen. Über das Search-Console-Plugin landen Suchdaten im selben Dashboard.

Für die Weitergabe der Zahlen gibt es öffentliche Dashboards, eindeutige Zugriffslinks und Mitgliederrollen. Agenturen setzen darauf das White-Label: eigene Domain, eigenes Logo, eigenes Theme. Deine Daten holst du als CSV-Export aus den Einstellungen oder über die API. Der Umzug von einem anderen Werkzeug läuft über die Importe für Google Analytics, Plausible Analytics und Fathom Analytics. Gehostet wird wahlweise in der deutschen Cloud, als Managed Cloud oder auf eigener Infrastruktur.

Preise und Pläne

Pirsch rechnet nach Seitenaufrufen pro Monat ab und veröffentlicht die Preise offen. Der Einstieg liegt laut Preisseite bei 6 $ pro Monat für 10.000 Seitenaufrufe. Umschalten kannst du zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung, für die Jahreszahlung wirbt der Anbieter mit einer Ersparnis. Auf der französischsprachigen Preisseite stehen dieselben beiden Stufen mit 6 € und 12 €.

  • Standard, 6 $/Monat bei 10.000 Seitenaufrufen: 50 Websites, unbegrenzte Mitglieder, unbegrenzte Datenhaltung, Ereignisse und Conversion-Ziele, Sitzungsanalyse, eingebauter URL-Shortener, RESTful API und SDKs, DSGVO-Konformität, volle Datenhoheit, Google-Analytics-Import
  • Plus, 12 $/Monat bei 10.000 Seitenaufrufen: alles aus Standard, unbegrenzt viele Websites, Funnels, erweiterter URL-Shortener, Teams, A/B-Tests und Segmentierung, eigene Domains, eigene Themes, umfassendes White-Label, bevorzugter Support
  • Enterprise, Preis auf Anfrage: alles aus Plus, verwaltetes Cloud-Setup, Installation auf eigener Infrastruktur, SAML-basiertes Single Sign-On, Rohdatenzugriff, persönliches Onboarding, Online-Schulungen, Marketing-Beratung, eigene Funktionen, fester Ansprechpartner

Die Testphase dauert 30 Tage und verlangt keine Kreditkarte. Bezahlt wird per Kreditkarte oder PayPal; wählst du Euro als Währung, kommt SEPA-Lastschrift dazu. Alle Preise verstehen sich zzgl. Umsatzsteuer.

Zwei Punkte gehören in jede Kalkulation. Erstens die Zählweise: Auf das Monatslimit zählen Seitenaufrufe, eigene Ereignisse und 10 Prozent der Sitzungsverlängerungen, gelöschte Domains bis zum Zurücksetzen ebenfalls. Zweitens die Folge beim Überschreiten: Erreichst du das Limit vor dem Ende des Abrechnungszeitraums, ist dein Zugriff auf den Tag des Erreichens begrenzt. Pirsch sammelt noch fünf Tage weiter Daten. Rüstest du in diesem Fenster nicht auf, entsteht eine Lücke in der Statistik. Ein Plan-Wechsel ist jederzeit möglich, bei einer Herabstufung wandert die Differenz als Guthaben auf das Konto. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Anbieter und Hosting in Deutschland, Rechtsträger ist die Emvi Software GmbH in Rheda-Wiedenbrück
  • 50 Websites, unbegrenzte Mitglieder und unbegrenzte Datenhaltung bereits im Einstiegsplan
  • 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte
  • Serverseitige Einbindung und Script-Proxies als Antwort auf Adblocker
  • Importe aus Google Analytics, Plausible Analytics und Fathom Analytics
  • Quelloffener Kern der Datenerfassung, eigenes Dashboard darauf möglich
  • Betrieb auf eigener Infrastruktur im Enterprise-Plan
  • Oberfläche in acht Sprachen, darunter Deutsch

Schwächen:

  • Kein dauerhaft kostenloser Plan
  • Eigene Ereignisse und 10 Prozent der Sitzungsverlängerungen zählen auf das Kontingent
  • Gelöschte Domains zählen bis zum Zurücksetzen weiter mit
  • Nach Erreichen des Limits bleiben nur fünf Tage bis zur Lücke in der Statistik
  • Funnels, A/B-Tests, Segmentierung, Teams und White-Label erst ab Plus
  • Single Sign-On und Rohdatenzugriff nur im Enterprise-Plan
  • SEPA-Lastschrift nur bei Abrechnung in Euro

Alternativen zu Pirsch Analytics

Aus derselben Kategorie kommen Plausible, Matomo, Simple Analytics, Umami und etracker infrage. Pirsch selbst bietet Importe für Google Analytics, Plausible Analytics und Fathom Analytics an, ein Wechsel ist also vorgesehen. Ob am Ende ein Werkzeug reicht oder ob du Tracking, Consent und Reporting sauber zusammenbauen musst, klären wir in Projekten rund um SEO & Marketing und Webentwicklung.

Pirsch im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Pirsch steht in der Kategorie mit 82 weiteren Werkzeugen.

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 17 von 82 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 36.

Pirsch nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 58 von 82 Werkzeugen (71 Prozent).

Einen kostenlosen Einstieg bietet Pirsch nicht. In der Kategorie haben 36 von 82 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Pirsch ist aus unserer Sicht die naheliegende Wahl, wenn Anbieter und Server im selben Rechtsraum liegen sollen wie dein Unternehmen. Für Agenturen ist der Zuschnitt fast schon großzügig: 50 Websites und unbegrenzte Mitglieder ab der ersten Stufe sind ein Argument, das die meisten Wettbewerber erst weiter oben liefern. Rechne aber ehrlich mit der Zählweise. Wer viel über eigene Ereignisse misst, verbraucht das Kontingent schneller, als der Wert für Seitenaufrufe vermuten lässt, und die Fünf-Tage-Frist nach dem Überschreiten ist knapp bemessen. Setz dir dafür eine Erinnerung, sonst reißt die Zeitreihe genau dann, wenn es interessant wird. Wer Funnels und A/B-Tests braucht, sollte gleich mit Plus planen statt später umzusteigen.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
30 Tage Testphase ohne Kreditkarte, danach kostenpflichtig. Bei 10.000 Seitenaufrufen im Monat kostet Standard 6 $/Monat und Plus 12 $/Monat, wahlweise monatlich oder jährlich. Auf der französischsprachigen Preisseite stehen dieselben Stufen mit 6 € und 12 €. Enterprise auf Anfrage. Alle Preise zzgl. Umsatzsteuer. Stand: August 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Cookielose Erfassung, der Besucher wird über einen Hash aus IP-Adresse, User-Agent und weiteren Merkmalen erkannt
  • ✓ Serverseitige Einbindung als Alternative zum JavaScript-Snippet, dazu Script-Proxies gegen Adblocker
  • ✓ Unbegrenzte Datenhaltung in allen Plänen
  • ✓ Ereignis- und Conversion-Ziel-Tracking, dazu Klicks auf externe Links, Dateidownloads und 404-Seiten
  • ✓ Eingebauter URL-Shortener, in der erweiterten Fassung ab dem Plus-Plan
  • ✓ Funnels, A/B-Tests und Segmentierung ab dem Plus-Plan
  • ✓ Benachrichtigungen bei Traffic-Spitzen und Traffic-Warnungen
  • ✓ Google-Search-Console-Plugin und automatische Berichte per E-Mail
  • ✓ White-Label mit eigener Domain, eigenem Logo und eigenem Theme ab Plus
  • ✓ RESTful API, SDKs, native Webhooks und ein WordPress-Plugin
  • ✓ Import aus Google Analytics, Plausible Analytics und Fathom Analytics, CSV-Export der eigenen Daten
  • ✓ Öffentliche Dashboards, eindeutige Zugriffslinks und Mitgliederrollen
  • ✓ Umsatz-Tracking für E-Commerce

Vorteile

  • + Anbieter und Hosting in Deutschland, Betreiber ist die Emvi Software GmbH in Rheda-Wiedenbrück
  • + Unbegrenzte Mitglieder und unbegrenzte Datenhaltung schon im Einstiegsplan
  • + Der Einstiegsplan deckt bereits 50 Websites ab, Plus hebt die Grenze ganz auf
  • + 30 Tage Testphase ohne Kreditkarte
  • + SEPA-Lastschrift möglich, wenn Euro als Währung gewählt wird
  • + Der Kern der Datenerfassung ist quelloffen, ein eigenes Dashboard lässt sich darauf aufsetzen
  • + Enterprise erlaubt Installation auf eigener Infrastruktur und SAML-basiertes Single Sign-On
  • + Oberfläche in acht Sprachen, darunter Deutsch

Nachteile

  • - Kein dauerhaft kostenloser Plan, nur die 30-tägige Testphase
  • - Eigene Ereignisse und 10 Prozent der Sitzungsverlängerungen zählen auf das Seitenaufruf-Kontingent
  • - Gelöschte Domains zählen bis zum Zurücksetzen weiter auf das Monatslimit
  • - Wird das Limit erreicht, ist der Zugriff auf den Tag des Erreichens begrenzt; danach bleiben nur fünf Tage zum Upgraden
  • - Funnels, A/B-Tests, Segmentierung, Teams und White-Label gibt es erst ab dem Plus-Plan
  • - SAML-basiertes Single Sign-On und Rohdatenzugriff nur im Enterprise-Plan
  • - SEPA-Lastschrift nur bei Abrechnung in Euro

Tags

Analytics DSGVO Cookieless Deutschland Datenschutz

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