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etracker (jetzt JustRelate etracker)
Analytics & Webanalyse kostenpflichtig 🇪🇺 EU

etracker (jetzt JustRelate etracker)

Web-Analyse ohne Einwilligungspflicht, mit Tag und Consent Manager inklusive. Drei Editionen nach monatlichem Hit-Kontingent. Das Produkt heißt inzwischen JustRelate etracker, Anbieter ist die JustRelate Deutschland GmbH in Berlin, das Rechenzentrum steht in Hamburg.

Übersicht zu etracker (jetzt JustRelate etracker): Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 22.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist etracker?

etracker ist ein Werkzeug für Web-Analyse, das Besuche ohne Einwilligung der Nutzer messen will. Die Grundlage ist eine Session-Token-Methode: Interaktionen werden einem Besuch zugeordnet, ohne Gerätedaten auszulesen, und ein Hash mit täglich wechselndem Zufallswert soll verhindern, dass jemand ohne Einwilligung auf Dauer wiedererkannt wird. Zum Paket gehören ein Tag Manager und ein Consent Manager, deren Lizenz in allen drei Editionen als inkludiert ausgewiesen ist, außerdem serverseitiges Conversion-Tracking für Google Ads, Meta Ads, TikTok Ads und Microsoft Ads.

Hinter dem Produkt steht inzwischen ein anderer Name. Die AGB mit Stand 1. Juli 2026 führen es als „JustRelate etracker (ehemals etracker analytics)“. Diensteanbieter laut Impressum ist die JustRelate Deutschland GmbH, Kitzingstraße 15 in Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 218235. Hamburg nennt der Anbieter als Standort von Rechenzentrum, Entwicklung und Systemadministration, und die AGB legen Hamburg als Gerichtsstand fest. Auf der Website heißt das Produkt meist weiter etracker analytics. Dort wird Olaf Brandt als Geschäftsführer etracker zitiert, im Impressum stehen Holger Müller, Nicola Schulte und Bernd Völcker als vertretungsberechtigte Geschäftsführer.

Der Funktionsumfang wächst mit der Edition. Ab Pro kommen E-Commerce-Auswertungen bis zur Variantenebene, Customer-Journey-Analyse mit Attributionsvergleich, Scrollmap und Formularanalyse dazu. Die Enterprise-Edition ergänzt App-Tracking, eine REST-Schnittstelle und die Verwaltung mehrerer Accounts.

Für wen eignet sich etracker?

Gedacht ist etracker für Unternehmen, die Reichweite und Kampagnen messen wollen, ohne von der Zustimmungsquote im Cookie-Banner abzuhängen. Die Editionen sind nach Einsatz benannt: Basic für Blogs und Content-Websites, Pro für Shops und Conversion-Tracking, Enterprise für Analytics auf höchstem Niveau. Für Shops ist Pro die Stufe, ab der Checkout-Schritte, Gutscheine, stehen gelassene Warenkörbe und eine Renner-Penner-Analyse im Editionsvergleich auftauchen. Agenturen und Unternehmen mit mehreren Websites finden in Enterprise das Multi-Account Management mit Single Sign-on und die Sammellizenz mit gemeinsamem Hit-Kontingent.

Nicht geeignet ist etracker für Privatleute: Laut Fußzeile erbringt der Anbieter keine Leistungen für Verbraucher. Wer monatlich kündigen will, ist ebenfalls falsch, denn alle kostenpflichtigen Tarife laufen mindestens 12 Monate. Und wer Klick-Heatmaps oder A/B-Tests sucht: Der Editionsvergleich auf der Preisseite führt eine Scrollmap und eine Formularanalyse, aber weder Heatmaps noch A/B-Tests.

etracker im Arbeitsalltag

Eingebunden wird etracker laut Anbieter per Plugin für die gängigen Shop- und Content-Management-Systeme oder manuell über das Standard-Tag samt Datenschutzhinweis. Den Rest richtest du in der Applikation ein, im Regelfall in ein bis zwei Tagen. Events, Conversions, Funnel und Segmente legst du dort an, ohne den Quellcode der Seite anzufassen.

Läuft das Tracking über eine eigene Subdomain, sollen auch Besuche mit Adblocker erfasst werden. Conversions schickt etracker serverseitig an die Werbeplattformen. Damit nichts doppelt zählt, empfiehlt der Anbieter, für die Conversion-Tags denselben Trigger zu nutzen wie für das etracker Conversion Tracking. Kampagnen-Links baust du im integrierten Konfigurator, Google-UTM-Parameter übernimmt etracker automatisch.

Im Reporting arbeitest du mit Drill-downs über bis zu sechs Dimensionen, mit eigenen Segmenten, die sich auch rückwirkend auf alte Daten anwenden lassen, und mit einem Live-Ticker der letzten 50 Besuche. Neue Daten erscheinen laut Editionsvergleich nach weniger als 30 Minuten Verarbeitung.

Eine veröffentlichte Referenz liefert der Anbieter selbst. Der Tourismusverband Tux-Finkenberg hat etracker auf tux.at parallel zu Google Analytics betrieben. Laut Anbieter gingen mit Google Analytics wegen der Einwilligungspflicht rund 60 Prozent der Daten verloren, und die Konversionsraten waren gegenüber etracker um 120 Prozent verzerrt. Die Zahlen stammen aus der Fallstudie des Anbieters und sind nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

etracker rechnet je Edition und monatlichem Hit-Kontingent ab. Ein Hit ist ein Messpunkt wie ein Seitenaufruf oder ein Event. Als Faustformel nennt der Anbieter 4,5 Hits je Besuch oder 1,15 Hits je Seitenaufruf. Nutzt du den etracker consent manager, zählt auch jede Einblendung des Consent-Dialogs als Hit. Nicht mitgezählt werden die automatische Scroll-Messung, Kampagnen-Klicks und das Event „Produkt angesehen“.

Paketpreise pro Monat, netto, Stand Oktober 2026:

  • Basic (für Blogs und Content-Websites): 10,80 € für 25.000 Hits bis 2.998,80 € für 100 Mio. Hits
  • Pro (für Shops und Conversion-Tracking): 22,80 € für 25.000 Hits bis 3.598,80 € für 100 Mio. Hits
  • Enterprise: 58,80 € für 50.000 Hits bis 4.318,80 € für 100 Mio. Hits

Zum Vergleich: 100.000 Hits kosten in Basic 22,80 €, in Pro 58,80 € und in Enterprise 82,80 € im Monat. Wer sein Kontingent überschreitet, zahlt einen Overflow je tausend Hits, der mit der Paketgröße sinkt: in Basic von 0,43 € auf 0,03 €, in Pro von 0,91 € auf 0,04 €, in Enterprise von 1,18 € auf 0,04 €. Der Überhang wird monatlich abgerechnet.

B2B-Erkennung ist in Basic für 49 € pro Monat zubuchbar, der Zugriff auf Rohdaten in Enterprise ebenfalls für 49 € pro Monat. Für den strukturierten Rohdaten-Export kommt eine SFTP-Server-Gebühr bei Aktivierung hinzu, deren Höhe die Preisseite nicht nennt. Mehrere Websites lassen sich in Enterprise zu einer Sammellizenz bündeln, die gegen Aufpreis als individuelles Angebot läuft. Einrichtungsgebühren fallen laut FAQ nur bei individuellen und manuellen Konfigurationen sowie bei Mandanten-Systemen mit mehreren Accounts an.

Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt. Die Vertragsmindestdauer beträgt 12 Monate, die Lizenzgebühr ist im Voraus zu zahlen, laut AGB für die jeweilige Leistungsperiode. Kündigst du nicht bis vier Wochen vor Ablauf, verlängert sich der Vertrag automatisch um die gewählte Periode. Zwei Jahre Laufzeit bringen 5 Prozent Nachlass, drei Jahre 10 Prozent, jeweils bei Vorauszahlung.

Eine kostenlose Edition gibt es nicht. Testen kannst du 30 Tage lang mit vollem Enterprise-Umfang und ohne Zahlungsdaten. Der Test beginnt mit den ersten erfassten Daten und endet ohne Kündigung. Die Anmeldeseite meldet allerdings, dass die Registrierung über die Website vorübergehend deaktiviert ist; den Zugang richtet der Vertrieb auf Anfrage per E-Mail ein. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Belegt auf der Habenseite: Rechenzentrum, Entwicklung und Systemadministration sitzen in Hamburg, die Server laufen im reinen Housing bei der IPHH Internet Port Hamburg GmbH, die nach ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert ist. Für den Standardmodus ohne Cookies zitiert der Anbieter das Gütesiegel ePrivacyseal mit dem Satz, der Einsatz sei gemäß DSGVO und TDDDG ohne jedwede Einwilligungspflicht rechtmäßig. Der AV-Vertrag entspricht laut Anbieter der Vorlage der Europäischen Kommission und kommt schon mit dem Anlegen eines Testaccounts zustande. Die Preisseite zeigt jede Stufe mit Paketpreis und Overflow-Satz, und Online-, E-Mail- und Telefon-Support kostet nichts extra.

Auf der anderen Seite stehen die Vertragsbedingungen: 12 Monate Vertragsmindestdauer, Zahlung im Voraus, automatische Verlängerung. In der Basic-Edition fehlen Scrollmap und Formularanalyse, und eigene Segmente gibt es dort genau eines, in Pro fünf, in Enterprise 100.

Dazu kommen mehrere Stellen, an denen sich der Anbieter selbst widerspricht:

  • Mitbenutzer. Der Editionsvergleich nennt 10 Mitbenutzerzugänge für Basic und Pro und unbegrenzt viele für Enterprise. Die FAQ derselben Seite sagt: „Einem etracker Account können unbegrenzt viele Nutzer hinzugefügt werden.“
  • Tracking-Domain. Auf der Preisseite gehört die eigene Tracking-Domain zum Umfang von Basic. Die Kampagnenseite zum Datenqualitäts-Check zeigt denselben Preisblock mit „Eigene Tracking-Domain für 49 € zubuchbar“ und nennt beim Conversion-Upload nur Google und Microsoft. Maßgeblich ist die Preisseite.
  • Verbraucher. Die Fußzeile jeder Seite schließt Leistungen für Verbraucher aus. Die AGB definieren Kunden als „Unternehmer oder Verbraucher“ und haben einen eigenen Abschnitt zum Widerrufsrecht für Verbraucher.
  • Personenbezug. Die Datenschutzseite sagt: „Wir speichern keine persönlichen Daten von Website-Besuchern.“ Der Editionsvergleich führt in allen Editionen „Besuchshistorie und Klickpfad zu einzelnen Besuchern“, Enterprise zusätzlich die Datenanreicherung aus CRM und anderen Systemen.
  • Cookies. Die Startseite wirbt mit Cookieless Session Tracking, die Seite zur Einwilligungsfreiheit stellt klar, dass der Einsatz nicht vollständig Cookie-los erfolgt: Ein Widerspruch der Nutzer wird in einem technisch erforderlichen Cookie gespeichert.

Die Vergleichszahlen zu Google Analytics stammen aus einer eigenen Erhebung des Anbieters, der Consent Benchmark-Studie vom November 2023. Auch die Angaben auf der Kampagnenseite, etwa „Für 10-20% höheren ROAS“, nennt der Anbieter ohne unabhängige Quelle.

Alternativen zu etracker

Aus derselben Kategorie lohnt der Blick auf Pirsch, Plausible, Simple Analytics und Matomo. Herkunft, Preismodell und Funktionsumfang unterscheiden sich deutlich, die Details stehen in den jeweiligen Einträgen. Wenn du Analytics nicht allein auswählen willst, sondern zusammen mit Kampagnen und Suchmaschinenoptimierung aufsetzt, hilft dir unser Bereich SEO & Marketing.

etracker im Vergleich

etracker nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 57 von 82 Werkzeugen (70 Prozent).

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 17 von 82 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 36.

Einen kostenlosen Einstieg bietet etracker nicht. In der Kategorie haben 36 von 82 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten etracker für eine ernsthafte Wahl, wenn du einen Shop betreibst und Conversions sauber an Google Ads und Meta zurückspielen willst, ohne an der Zustimmungsquote zu hängen. Dann ist Pro die Edition, um die es geht. Basic wirkt auf uns wie ein Einstiegsangebot mit wenig Spielraum, und weil auch die Einblendungen des Consent-Dialogs als Hits zählen, sollte die Kontingentrechnung vor der Buchung stehen, nicht danach.

Bei den Vertragsbedingungen ist Vorsicht angebracht. Zwölf Monate im Voraus mit automatischer Verlängerung sind für ein Analysewerkzeug eine echte Bindung. Wir würden die Widersprüche zu Mitbenutzern und Tracking-Domain vor Vertragsschluss schriftlich klären lassen und nachfragen, was die Umbenennung zu JustRelate etracker und die pausierte Registrierung für Bestandskunden bedeuten. Wer Shop und Analytics zusammen aufsetzen will, findet bei unserer E-Commerce-Beratung Unterstützung, und für die Frage, ob einwilligungsfreies Tracking zu deinem Datenschutzkonzept passt, lohnt ein Gespräch in der Beratung & Betreuung.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Kein kostenloser Plan, 30 Tage Test mit vollem Enterprise-Umfang. Preis je Edition und monatlichem Hit-Kontingent: Basic ab 10,80 € und Pro ab 22,80 € für 25.000 Hits, Enterprise ab 58,80 € für 50.000 Hits, jeweils pro Monat, bis 100 Mio. Hits. Alle Preise zzgl. MwSt., Vertragsmindestdauer 12 Monate, Lizenzgebühr im Voraus. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Einwilligungsfreies Session-Tracking per Session Token, ohne Gerätedaten auszulesen
  • ✓ Tag Manager und Consent Manager in jeder Edition ohne Lizenzaufpreis
  • ✓ Tracking über eine eigene Subdomain, damit auch Besuche mit Adblocker erfasst werden
  • ✓ Serverseitiger Conversion-Upload zu Google, Meta, Microsoft und TikTok Ads (ab Pro)
  • ✓ E-Commerce-Funnel von der Produktliste bis zum Kauf, dazu Checkout-Schritte, Gutscheine und stehen gelassene Warenkörbe (ab Pro)
  • ✓ Scrollmap und Formularanalyse auf Formular-, Sektions- und Feldebene (ab Pro)
  • ✓ Customer-Journey-Analyse mit Attributionsvergleich First Ad, Last Ad, Gleichverteilung und U-Verteilung (ab Pro)
  • ✓ Dynamische Drill-downs über bis zu sechs Dimensionen und Segmente, die sich rückwirkend anwenden lassen
  • ✓ Report Builder, REST-Schnittstelle und Looker-Studio-Connector (Enterprise)
  • ✓ App-Tracking mit Software Development Kit für iOS und Android (Enterprise)
  • ✓ Multi-Account Management mit Single Sign-on und Sammellizenz für mehrere Websites (Enterprise)
  • ✓ Live-Besucher-Ticker mit den letzten 50 Besuchen, Reporting mit unter 30 Minuten Verarbeitungsdauer

Vorteile

  • + Rechenzentrum, Entwicklung und Systemadministration sitzen in Hamburg, die Server stehen im Housing bei der ISO/IEC-27001-zertifizierten IPHH
  • + Für den Cookie-less-Standardmodus bescheinigt das Gütesiegel ePrivacyseal den einwilligungsfreien Einsatz nach DSGVO und TDDDG
  • + Vollständige Preistabelle: Paketpreis und Overflow-Preis je tausend Hits für jede Kontingentstufe bis 100 Mio. Hits
  • + Tag Manager und Consent Manager sind in jeder Edition ohne Aufpreis enthalten
  • + 30 Tage Test mit vollem Enterprise-Umfang, ohne Zahlungsdaten und ohne Kündigung
  • + Der AV-Vertrag folgt der Vorlage der EU-Kommission und kommt schon mit dem Testaccount zustande
  • + Online-, E-Mail- und Telefon-Support ohne Aufpreis in allen Editionen

Nachteile

  • - Kein kostenloser Plan. Vertragsmindestdauer 12 Monate, Lizenzgebühr im Voraus, ohne Kündigung vier Wochen vor Ende verlängert sich der Vertrag automatisch
  • - Mit dem etracker consent manager zählt jede Einblendung des Consent-Dialogs als Hit und belastet das Kontingent
  • - Basic enthält weder Scrollmap noch Formularanalyse und nur ein eigenes Segment
  • - Die Registrierung über die Website ist laut Anmeldeseite vorübergehend deaktiviert, den Zugang richtet der Vertrieb per E-Mail ein
  • - Widersprüchliche Angaben zu Mitbenutzern: 10 in Basic und Pro laut Editionsvergleich, unbegrenzt viele laut FAQ
  • - Eine Kampagnenseite führt die eigene Tracking-Domain als Zusatz für 49 €, die Preisseite als Bestandteil von Basic
  • - Laut Fußzeile keine Leistungen für Verbraucher, die AGB regeln trotzdem ein Widerrufsrecht für Verbraucher

Tags

Web-Analyse Einwilligungsfrei Consent Management Tag Management E-Commerce-Analyse

etracker (jetzt JustRelate etracker) im Einsatz

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