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Simple Analytics
Analytics & Webanalyse freemium 🇪🇺 EU

Simple Analytics

Cookielose Web-Analytics der Simple Analytics B.V. aus Amsterdam. Zählt Seitenaufrufe, Referrer, Kampagnen und Events ohne Besucher-ID, auch als zweite Zählung neben GA4. Free-Plan für Hobbyseiten, Self-serve ab 20 Euro im Monat für 100.000 Seitenaufrufe, Enterprise auf Anfrage.

Übersicht zu Simple Analytics: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 22.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Simple Analytics?

Simple Analytics ist ein Werkzeug für Web-Analytics. Es zählt Seitenaufrufe, Referrer, Kampagnen und Events, setzt dabei keine Cookies und legt keine Besucher-ID an. Laut Sicherheitsseite verwirft der Dienst IP-Adressen sofort, das Land eines Besuchers leitet er aus der Zeitzone des Browsers ab. Das Tracking-Skript ist nach Anbieterangaben kleiner als 5 KB.

Hinter dem Produkt steht die Simple Analytics B.V., Jacob van Lennepstraat 78 H, 1053 HM Amsterdam, bei der niederländischen Handelskammer unter der Nummer 88269922 eingetragen. Adriaan van Rossum hat Simple Analytics im September 2018 gegründet, Iron Brands kam 2022 als Mitgründer dazu. Die Über-uns-Seite beschreibt ein Team aus drei Personen, ohne Investoren finanziert und profitabel. Die Analysedaten liegen in den Niederlanden auf Infrastruktur von Worldstream und Leaseweb.

Die Website stellt Simple Analytics heute vor allem als zweite Zählung neben GA4 vor. Wer im Cookie-Banner ablehnt, fehlt in GA4 oder wird dort nur modelliert. Simple Analytics zählt diese Seitenaufrufe trotzdem, weil es nach eigener Darstellung keine Einwilligung braucht. Die Startseite wirbt entsprechend mit „See the traffic Google Analytics misses“.

Für wen eignet sich Simple Analytics?

Die Kundenseite nennt drei Einsatzfälle: eine unabhängige Zählung neben GA4, einen einfacheren Ersatz für Google Analytics und Analytics ohne personenbezogene Daten von Anfang an. Den Free-Plan beschreibt die Preisseite als Angebot für Hobbyseiten. Agenturen spricht der Anbieter auf einer eigenen Seite an, Enterprise-Teams mit einem begleiteten Proof of Concept, Hosting-Plattformen und Website-Baukästen mit einer White-Label-Variante unter eigener Marke. Laut Über-uns-Seite reicht die Kundschaft von Solo-Makern bis zu Bloomberg, Michelin und GOV.UK.

Weniger geeignet ist Simple Analytics für alles, was einen wiedererkannten Besucher voraussetzt. Der Anbieter schreibt selbst, dass er einen Kauf am Freitag nicht dem Google-Ads-Klick vom Montag zuordnen kann, weil kein Identifier die Besuche verbindet. Kampagnen-Attribution über mehrere Sitzungen, dauerhafte User Journeys, Kohorten und nutzerbezogene Funnels bleiben nach seiner Darstellung beim einwilligungsbasierten Werkzeug. Und Besucher mit aktiviertem Do Not Track zählt Simple Analytics standardmäßig nicht mit.

Simple Analytics im Arbeitsalltag

Eingebaut wird ein einzelnes Skript-Tag, alternativ über das offizielle WordPress-Plugin, die Netlify-Erweiterung, einen Container im Google Tag Manager oder die Code-Injection von Webflow, Squarespace, Wix und Ghost. Die meisten Einrichtungen dauern laut Integrationsseite unter fünf Minuten. Wo Werbeblocker eine Rolle spielen, lässt sich das Skript über eine eigene Subdomain ausliefern.

Für jeden Seitenaufruf entscheidet Simple Analytics, ob er einen neuen Besuch startet. Wichtigstes Signal ist der Referrer: Kommt jemand von Google auf /pricing, beginnt eine Sitzung, der anschließende Klick auf /features setzt sie fort. Einen 30-Minuten-Timer gibt es nicht. Ziele legst du laut Anleitung im Dashboard an, etwa für Besuche der Preisseite: Ereignis „pageview“ wählen, nach dem Pfad filtern, das Ziel als wichtig markieren. Eigene Events schickst du per sa_event und hängst Metadaten an, die das Ereignis beschreiben, nicht die Person. Die Ergebnisse gehen als E-Mail-Bericht raus, per API nach Looker Studio oder Power BI oder als Rohdaten ins Data Warehouse.

Eine Referenz veröffentlicht der Anbieter selbst: Die niederländische Buch-Community Hebban hat Simple Analytics neben GA4 laufen lassen. GA4 meldete rund 1,6 Millionen Seitenaufrufe, Simple Analytics 2.031.468, laut Anbieter also rund 431.000 oder 27 Prozent mehr. Die Zahlen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft. Simple Analytics schreibt selbst dazu, dass der Abstand von abgelehnten Einwilligungen, Blockern oder Unterschieden in der Implementierung kommen kann.

Preise und Pläne

Simple Analytics hat drei Stufen. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und laut Preisseite für Hobbyseiten gedacht: 1 Nutzer, 5 Websites, Daten des letzten Monats. Ältere Daten löscht der Dienst laut FAQ nach 30 Tagen. Seitenaufrufe sind unbegrenzt, es gilt eine Fair-Use-Regel. Ein Badge ist Pflicht.

Der Self-serve-Tarif kostet ab 20 Euro im Monat. Die Preisseite stand bei der Erfassung auf monatlicher Zahlung und der Regler auf 100.000 Seitenaufrufen, er reicht bis 2,5 Millionen. Enthalten ist 1 Nutzer, jeder weitere kostet 20 Euro im Monat. Bei jährlicher Zahlung wirbt die Seite mit zwei Gratismonaten. Der Preis folgt dem Traffic: Abgerechnet wird nach Datenpunkten, zuerst über den letzten Monat, danach im Schnitt der vorangegangenen drei Monate. Sinkt der Traffic, sinkt die Rechnung. Beim Jahresplan schätzt du den Traffic vorab. Gehst du über das Limit, hast du eine Woche Zeit, es anzuheben, sonst hebt Simple Analytics es selbst an.

Die Tarifdaten im Quelltext der Preisseite zeigen die ganze Staffel des Tarifs, der dort „Simple“ heißt: 15 Euro bis 20.000 Datenpunkte, 20 Euro bis 100.000, 30 Euro bis 250.000, 40 Euro bis 500.000, 60 Euro bis 1 Million, 80 Euro bis 2 Millionen, 120 Euro bis 5 Millionen und 160 Euro bis 10 Millionen, darüber 16 Euro je weitere Million. Die Stufe zu 15 Euro zeigt der Regler nicht, er beginnt bei 100.000. Dieselben Daten nennen für den Tarif 10 Websites und 1.096 Tage Datenhaltung. Export-API, KI-Chat, eigene Dashboard-Ansichten und die Auslieferung über eine eigene Subdomain stehen dort als nicht freigeschaltet, obwohl die Funktionsseite alle vier bewirbt.

Enterprise hat keinen Listenpreis. Das Angebot richtet sich nach Traffic, Websites, Datenzugang und Support-Bedarf. Vorher gibt es einen kostenlosen, begleiteten Proof of Concept über 30 Tage neben GA4.

Testen lässt sich jeder Tarif 14 Tage ohne Kreditkarte. Bezahlt wird per Kredit- oder Debitkarte, Apple Pay oder Google Pay, in Euro, US-Dollar oder Pfund. Bitcoin geht nur bei Jahreszahlung und mit 10 Prozent Aufschlag, Überweisung erst bei Rechnungen ab 500 Euro, ebenfalls mit 10 Prozent Aufschlag. Laut AGB verstehen sich Angebotspreise ohne Mehrwertsteuer. Kündigen kannst du laut FAQ jederzeit, der Zugang bleibt bis zum Ende der bezahlten Periode. Verlängerungen eines Enterprise-Plans lassen sich laut AGB nicht vorzeitig beenden. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Der Einstieg ist günstig: Der Free-Plan hat kein Zeitlimit, die bezahlte Stufe beginnt bei 20 Euro im Monat und passt sich dem Traffic im Dreimonatsschnitt an, nach oben wie nach unten. Die Datenhaltung ist konkret beschrieben, mit Speicherort Niederlande, den Hostern Worldstream und Leaseweb und der Aussage, dass Analysedaten die EU nur bei Opt-in-Funktionen wie dem KI-Assistenten verlassen. Eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung hält der Anbieter für nicht nötig, unterschreibt aber laut DSGVO-Seite vom Kunden vorgelegte Fassungen. Für die Weiterverarbeitung gibt es drei APIs und einen Rohdaten-Export ohne Größenlimit.

Die Grenzen nennt der Anbieter offen: keine Zuordnung über mehrere Besuche, keine nutzerbezogenen Funnels, Do-Not-Track-Besucher fallen heraus. Teurer wird es mit dem Team, jeder weitere Nutzer kostet 20 Euro im Monat. Und an drei Stellen widerspricht sich die eigene Website:

  • SOC 2. Die Sicherheitsseite schreibt „We are working toward SOC 2 Type II certification“, die Startseite „SOC 2 Compliant In progress“. Die Enterprise-Seite verlinkt dieselbe Sicherheitsseite mit „SOC 2 certified“.
  • Rechtsträger. Die Über-uns-Seite nennt die Simple Analytics B.V. in Amsterdam mit der Handelsregisternummer 88269922. Die Datenschutzerklärung vom 21. Januar 2021 nennt als Verantwortlichen eine Einzelfirma in Bussum mit der Nummer 60978856. Die AGB vom 23. Januar 2021 verbinden beides: B.V. in Amsterdam, aber mit der alten Nummer 60978856.
  • Nutzerzahl. Die Startseite nennt 31.300+ Nutzer, die Kundenseite 31k+, die Über-uns-Seite 41k+.

Alternativen zu Simple Analytics

In derselben Kategorie stehen Plausible, Pirsch und Matomo. Simple Analytics vergleicht sich auf der eigenen Website mit Matomo, Plausible, Fathom, Piwik PRO und Adobe Analytics. Wie Web-Analytics in eine Marketing- und SEO-Strategie passt, beschreiben wir unter SEO & Marketing.

Simple Analytics im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.

Simple Analytics nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 57 von 82 Werkzeugen (70 Prozent).

Anbieter aus der EU: 36 von 82 in dieser Kategorie.

Überblick

Wir halten Simple Analytics für eine gute Wahl, wenn du Besucherzahlen ohne Consent-Banner brauchst und mit aggregierten Zahlen auskommst. Für kleine Websites reicht der Free-Plan zum Ausprobieren, für dauerhafte Auswertung ist die 30-Tage-Grenze aber zu knapp. Der eigentlich interessante Einsatz liegt bei Unternehmen, die GA4 behalten wollen und wissen möchten, wie viel Traffic ihnen das Consent-Banner verschluckt. Das ist eine ehrliche Positionierung, weil der Anbieter selbst sagt, was er nicht kann.

Worauf du achten solltest: Plane die Teamgröße ein, denn Nutzer kosten extra. Prüfe vor dem Kauf im Test, ob Export-API, eigene Subdomain und KI-Assistent in deinem Tarif enthalten sind. Nach den Tarifdaten im Quelltext der Preisseite fehlen sie im Self-serve-Tarif. Und wer SOC 2 für die Beschaffung braucht, sollte den Bericht anfordern, statt sich auf eine der beiden Formulierungen zu verlassen. Bei Einrichtung und Auswertung neben GA4 unterstützen wir im Rahmen von Webentwicklung.

Überblick

Preismodell
freemium
Free-Plan dauerhaft kostenlos mit 1 Nutzer, 5 Websites und 30 Tagen Datenhistorie, Badge Pflicht. Self-serve ab 20 Euro im Monat für 100.000 Seitenaufrufe, der Preis steigt mit dem Traffic (Regler bis 2,5 Millionen), 1 Nutzer inklusive, jeder weitere 20 Euro im Monat, jährlich zwei Monate gratis. Enterprise nach Angebot, vorher 30 Tage Proof of Concept kostenlos. 14 Tage Test ohne Kreditkarte. Zahlung in Euro, US-Dollar oder Pfund. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Niederlande EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Dashboard mit Seitenaufrufen, Referrern, Kampagnen und Events, ohne Cookies, ohne Local Storage und ohne Besucher-ID
  • ✓ Sitzungen ohne Identifier: Ob ein Seitenaufruf einen Besuch startet, entscheidet vor allem der Referrer, einen 30-Minuten-Timer gibt es nicht
  • ✓ Filter nach Land, Referrer, UTM-Parametern, Gerätetyp und Browser
  • ✓ Event-Tracking für Klicks, Formulare, Downloads und eigene Ereignisse, mit Skript für automatische Events
  • ✓ Ziele und mehrstufige Funnels, gezählt als aggregierte Schritte ohne Personenbezug
  • ✓ E-Mail-Berichte wöchentlich oder monatlich, einbettbare Live-Diagramme für die eigene Website
  • ✓ Stats API, Raw Data API für Rohdaten als CSV oder JSON und Management API, Export ohne Größenlimit
  • ✓ Anbindung an Looker Studio, Power BI, Google BigQuery und CloudQuery, serverseitiges Tracking aus dem Backend
  • ✓ Import historischer GA4-Daten
  • ✓ Offizielles WordPress-Plugin, Netlify-Erweiterung, Google-Tag-Manager-Container und Anleitungen für Webflow, Squarespace, Wix, Ghost und Cloudflare
  • ✓ Auslieferung über eine eigene Subdomain gegen Werbeblocker, Bot-Filter und Ausblenden von Referral-Spam per Klick
  • ✓ KI-Assistent für Fragen an die eigenen Daten in natürlicher Sprache, als Opt-in
  • ✓ App für iOS und macOS mit Widgets, Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox zum Ausblenden eigener Besuche
  • ✓ White-Label-Variante für Hosting-Plattformen und Website-Baukästen unter eigener Marke

Vorteile

  • + Free-Plan ohne Zeitlimit mit 5 Websites und unbegrenzten Seitenaufrufen unter einer Fair-Use-Regel
  • + 14 Tage Test ohne Kreditkarte, für Enterprise ein begleiteter Proof of Concept über 30 Tage neben GA4 ohne Kosten
  • + IP-Adressen werden sofort verworfen, das Land kommt aus der Zeitzone des Browsers statt aus einer IP-Abfrage
  • + Analysedaten liegen in den Niederlanden bei Worldstream und Leaseweb, die EU verlassen sie nur bei Opt-in-Funktionen wie dem KI-Assistenten
  • + Der Preis folgt dem Traffic im Dreimonatsschnitt, sinkender Traffic senkt die Rechnung automatisch
  • + Rohdaten-Export per API ohne Größenlimit, auch für Data Warehouses
  • + Kündigung jederzeit, der Zugang bleibt bis zum Ende der bezahlten Periode

Nachteile

  • - Keine Zuordnung über mehrere Besuche: Kampagnen-Attribution über Sitzungen, User Journeys und Kohorten kann Simple Analytics laut eigener Aussage nicht liefern
  • - Free-Plan mit nur 1 Nutzer, 30 Tagen Datenhistorie und Pflicht-Badge
  • - Jeder weitere Nutzer kostet 20 Euro im Monat
  • - Laut Tarifdaten im Quelltext der Preisseite sind im Self-serve-Tarif Export-API, KI-Chat, eigene Dashboard-Ansichten und die Auslieferung über eine eigene Subdomain nicht freigeschaltet
  • - Besucher mit aktiviertem Do Not Track fallen standardmäßig aus der Zählung
  • - Bitcoin nur bei Jahreszahlung mit 10 Prozent Aufschlag, Überweisung erst ab 500 Euro und ebenfalls mit 10 Prozent Aufschlag
  • - Die Sicherheitsseite nennt SOC 2 Type II „in progress“, die Enterprise-Seite verlinkt sie mit „SOC 2 certified“
  • - Die Datenschutzerklärung vom Januar 2021 nennt als Verantwortlichen noch eine Einzelfirma in Bussum, nicht die B.V. in Amsterdam

Tags

web-analytics cookieless dsgvo datenschutz ga4 consent niederlande

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