Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Im Teamsport verkaufst du kein fertiges Produkt, sondern eine Kombination: Trikot, Farbe, Größe, Name, Nummer, Vereinslogo, Sponsorenaufdruck. Ein Konfigurator bildet das ab. Die Preisspanne ist groß, weil “Konfigurator” sehr Unterschiedliches meinen kann.
Die drei Stufen
Textfelder ohne Vorschau. Der Kunde tippt Name und Nummer, der Shop nimmt das als Bestellinformation auf. Mit Bordmitteln in Shopware oder Shopify machbar, Aufwand im niedrigen vierstelligen Bereich. Fehlerträchtig, weil niemand sieht, wie es aussieht.
Konfigurator mit Live-Vorschau. Der Kunde sieht das Trikot mit seiner Farbwahl, Schriftart und Platzierung. Über eine App im niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat oder als eigene Umsetzung im mittleren vierstelligen Bereich.
Konfigurator mit Druckdatenerzeugung. Zusätzlich entsteht aus der Konfiguration direkt die Datei für Flex-, Flock- oder Sublimationsdruck, in der richtigen Größe und Position je Konfektionsgröße. Das ist der Teil, der Arbeit spart und den Preis treibt.
Was den Aufwand bestimmt
Nicht die Oberfläche, sondern die Regeln dahinter. Welche Schrift ist bei welchem Veredelungsverfahren zulässig? Wie skaliert die Rückennummer zwischen Kindergröße 128 und Herrengröße XXL? Welche Farbkombinationen sind druckbar?
Jede dieser Regeln muss beschrieben und geprüft werden. Wer sie vorher nicht sauber aufschreibt, bekommt einen Konfigurator, der Bestellungen erzeugt, die in der Produktion nicht umsetzbar sind.
Was für die Produktion herauskommen muss
Eine Bestellung, die den Konfigurationszustand vollständig enthält, ein Vorschaubild für die Kontrolle und die Druckdatei in der richtigen Auflösung. Diese drei Dinge müssen im ERP oder in der Produktionsliste ankommen, nicht in einem PDF-Anhang.
Grundlagen zu Konfiguratoren stehen in Was ist ein Produktkonfigurator.
Der ehrliche Rat
Fang mit einer Veredelungsart und einer Produktgruppe an. Ein Konfigurator, der alles kann, kostet das Dreifache und wird selten fertig.
Umsetzung: E-Commerce.