Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Ein Vereinsshop ist technisch ein B2B-Shop mit einer Besonderheit: Die Bestellenden sind Privatpersonen, aber das Sortiment, die Preise und oft die Freigabe gehören dem Verein.
Der Aufbau
Jeder Verein bekommt einen eigenen Bereich, erreichbar über einen eigenen Link oder nach Anmeldung. Darin liegt nur das für diesen Verein freigegebene Sortiment, mit hinterlegtem Vereinslogo und den vereinbarten Preisen.
Technisch ist das eine Kundengruppe mit eigener Sortiments- und Preiszuordnung, wie in Kundengruppen und Preislisten beschrieben.
Der Freigabeprozess
Drei Rollen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Das Mitglied bestellt für sich, wählt Größe und Namensaufdruck, zahlt entweder direkt oder wird über den Verein abgerechnet.
Der Vereinsverantwortliche sieht alle offenen Bestellungen seines Vereins, prüft sie und gibt sie frei. Er kann korrigieren, etwa wenn jemand die falsche Trikotnummer gewählt hat.
Du als Händler bekommst die freigegebene Sammelbestellung als einen Auftrag, nicht als vierzig Einzelaufträge.
Wie sich solche mehrstufigen Freigaben abbilden lassen, steht in Freigabeprozesse im B2B-Shop.
Was du regeln musst
Die Bestellfrist. Sammelbestellungen laufen in Fenstern. Nach Fristende wird gebündelt und produziert. Nachzügler müssen auf das nächste Fenster warten, sonst zerfällt der Kostenvorteil.
Die Zahlung. Entweder jedes Mitglied zahlt selbst, oder der Verein zahlt gesammelt auf Rechnung. Beides gleichzeitig macht die Abstimmung aufwendig.
Die Nummernvergabe. Doppelte Rückennummern innerhalb eines Teams müssen das System blockieren, nicht der Vereinsverantwortliche im Kopf.
Der wirtschaftliche Punkt
Der Nutzen liegt in der Bündelung. Vierzig Einzelaufträge mit je einem Druckauftrag sind unwirtschaftlich, eine Charge mit vierzig Positionen ist es nicht.
Was der Aufbau kostet
Wenn du einen Verein hast, ist es eine Kundengruppe mit eigenem Sortiment, also Konfiguration. Wenn du dreißig Vereine hast, brauchst du eine Verwaltung dafür: Vereine anlegen, Sortimente zuordnen, Verantwortliche einladen, Bestellfenster setzen.
Diese Verwaltung ist der eigentliche Umfang und liegt je nach Tiefe im mittleren vierstelligen Bereich. Sie zahlt sich ab dem Punkt aus, an dem du die Vereine nicht mehr manuell betreuen kannst.
Fang mit zwei oder drei Vereinen an und baue die Verwaltung erst, wenn der Prozess sitzt.
Umsetzung: E-Commerce.