Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Ein Produktkonfigurator ist ein interaktives Tool, mit dem Kunden ein Produkt nach ihren Anforderungen zusammenstellen: Farbe, Material, Größe, Extras, Mengen. Die fertige Konfiguration wird als Auftrag mit allen Spezifikationen ins ERP übergeben.
Für Unternehmen mit variantenreichen Produkten ist das oft die einzige sinnvolle Lösung.
Das Problem ohne Konfigurator
Stell dir vor, du verkaufst Schreibtische. 5 Größen, 8 Farben, 3 Rahmentypen, 4 Zubehöroptionen. Das ergibt 5 × 8 × 3 × 4 = 480 mögliche Kombinationen. Alle 480 als einzelne Produkte im Shop anzulegen ist nicht praktikabel. Und eine Anfrage per E-Mail oder Telefon entgegenzunehmen kostet Zeit und schreckt spontane Käufer ab.
Ein Konfigurator löst das: Der Kunde stellt selbst zusammen, sieht live eine Vorschau oder Preisberechnung, und schickt die Konfiguration direkt als Bestellung oder Anfrage ab.
Was ein Konfigurator technisch können muss
Preisberechnung in Echtzeit. Wenn jede Materialwahl und jede Größe den Preis beeinflusst, muss der Konfigurator das sofort anzeigen. Kunden wollen wissen, was sie zahlen, bevor sie anfragen.
Validierungslogik. Nicht jede Kombination ist möglich. Manche Materialien gibt es nicht in allen Farben, manche Extras passen nicht zu bestimmten Modellen. Der Konfigurator muss ungültige Kombinationen ausblenden oder sperren.
ERP-Integration. Die fertige Konfiguration muss als strukturierter Auftrag ins ERP fließen, nicht als Freitext-E-Mail. Nur dann kann die Produktion oder der Einkauf damit arbeiten.
Bei unseren Softwareprojekten haben wir Produktkonfiguratoren für Möbel, Maschinen und andere variantenreiche Produkte entwickelt. Meistens als Web-App, direkt in den Shopware-Shop integriert oder als eigenständige Anwendung.