Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Ein Kontenrahmen ist ein standardisiertes, nummeriertes System, das alle Buchungskonten eines Unternehmens ordnet. Er gibt vor, unter welcher Nummer welche Art von Buchung erfasst wird. In Deutschland sind die Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04 der DATEV eG die verbreitetsten.
Der Kontenrahmen ist keine Erfindung des einzelnen Unternehmens, sondern ein Branchenstandard, der sicherstellt, dass Buchführung nachvollziehbar und vergleichbar ist. Wer einen Steuerberater wechselt oder sein ERP-System austauscht, profitiert davon, dass beide dasselbe Nummerierungssystem kennen.
SKR03 vs. SKR04: Was ist der Unterschied?
SKR03 ist nach dem Prozessgliederungsprinzip aufgebaut und orientiert sich an typischen betrieblichen Abläufen. SKR04 folgt dem Abschlussgliederungsprinzip und ist an der Struktur von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung orientiert.
In der Praxis ist SKR03 in vielen kleineren und mittleren Unternehmen verbreitet, während SKR04 häufiger in produzierenden Unternehmen genutzt wird. Die Wahl des richtigen Kontenrahmens sollte mit dem Steuerberater abgestimmt werden.
Kontenrahmen im ERP
Im ERP ist der Kontenrahmen die Grundlage für alle Buchungsvorgänge. Jede Buchung, ob Rechnungseingang, Zahlungsausgang oder Lagerabgang, wird einem Konto im Kontenrahmen zugeordnet. Das ERP ist so konfiguriert, dass bestimmte Buchungstypen automatisch auf die richtigen Konten gehen.
Wenn das ERP mit der Buchhaltungssoftware des Steuerberaters synchronisiert ist, laufen alle Buchungen automatisch in die richtigen Konten, ohne dass die Belege manuell übertragen werden müssen. Das ist DATEV-Schnittstelle, die viele ERP-Systeme unterstützen.
Wenn du ein ERP einrichten willst, das korrekt mit deinem Kontenrahmen arbeitet und mit deiner Buchhaltung synchronisiert, helfen wir dir dabei. Unsere ERP-Leistungen umfassen Buchhaltungsschnittstellen und Systemkonfiguration. Buche einen kostenlosen Termin.