Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Nicht jede Automatisierung braucht KI. Und nicht jede KI-Lösung ist besser als eine einfache Regel. Das klingt banal, ist aber in der Praxis eine wichtige Unterscheidung.
Regelbasierte Automatisierung
Regelbasierte Automatisierung folgt festen Wenn-Dann-Regeln, die du selbst definierst: Wenn eine neue Bestellung eingeht, erstelle eine Rechnung. Wenn ein Ticket mit Priorität “dringend” markiert wird, benachrichtige sofort per SMS.
Das ist zuverlässig, vorhersehbar und gut für strukturierte Prozesse mit klaren Eingaben und klaren Ausgaben. Die Regeln sind transparent, nachvollziehbar und leicht zu debuggen.
Der Nachteil: Regelbasierte Automatisierung kann nur das, was du vorher explizit definiert hast. Eine E-Mail, die nicht in die vorhandenen Kategorien passt, landet in keiner Kategorie.
KI-gestützte Automatisierung
KI kommt ins Spiel, wenn Eingaben unstrukturiert, uneindeutig oder vieldeutig sind. Beispiele:
Eine eingehende E-Mail soll automatisch der richtigen Abteilung zugeleitet werden. Der Text ist unstrukturiert, Betreff und Inhalt sind manchmal widersprüchlich. Eine Regel-Engine versagt hier. Ein KI-Modell, das den Text versteht und die Absicht erkennt, trifft zuverlässigere Entscheidungen.
Oder: Produktfotos sollen automatisch auf Qualitätsmängel überprüft werden. Das kann kein Regel-System. Ein Bilderkennungsmodell schon.
Wann welche Option?
Strukturierte Prozesse mit definierten Eingaben: regelbasiert, schnell, günstig, zuverlässig. Unstrukturierte Daten, natürliche Sprache, Bilder, uneindeutige Fälle: KI.
Viele gute Automatisierungslösungen kombinieren beides: KI klassifiziert oder extrahiert Daten, Regeln verarbeiten sie weiter.
Wenn du wissen willst, welcher Ansatz für deine Prozesse der richtige ist: KI-Implementierung und Automation & Prozessoptimierung.