Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Der Kaufpreis eines Shops ist der kleinere Teil der Gesamtrechnung. Wer nur das Projektbudget plant, bekommt im zweiten Jahr eine unangenehme Überraschung.
Die Posten im Einzelnen
Hosting. Bei Shopify im Tarif enthalten. Bei Shopware getrennt, je nach Shopgröße im niedrigen zwei- bis dreistelligen Bereich pro Monat. Sparen lohnt hier selten: Ein langsamer Shop kostet Conversion.
Lizenz. Shopify rechnet monatlich nach Tarif ab. Shopware ist in der Community Edition kostenlos, die kommerziellen Editionen Rise und Evolve kosten nach Umsatz gestaffelt.
Apps und Erweiterungen. Der Posten, der leise wächst. Zehn Shopify-Apps zu je 15 bis 40 € im Monat summieren sich auf einen dreistelligen Betrag, den niemand mehr überprüft.
Payment-Gebühren. Je nach Zahlart und Anbieter typischerweise ein bis drei Prozent plus Fixbetrag pro Transaktion. Bei Kauf auf Rechnung deutlich mehr, weil das Ausfallrisiko mitbezahlt wird.
Technische Betreuung. Updates, Backups, Monitoring, Sicherheitspatches. Der Website-Service startet bei 300 €/Monat.
Weiterentwicklung. Wer den Shop nicht nur betreiben, sondern verbessern will, braucht dafür Kapazität. Beratung und Betreuung starten bei 595 €/Monat, in der Done-for-You-Variante bei 995 €/Monat.
Die Rechnung, die selten aufgemacht wird
Ein Shop, der zwei Jahre ohne Updates läuft, hat keine Kosten gespart. Er hat sie aufgeschoben. Die Nachholmigration über mehrere Hauptversionen kostet regelmäßig mehr als zwei Jahre Betreuung, und sie kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt, meist nach einem Sicherheitsvorfall.
Was du prüfen solltest
Lass dir vor der Beauftragung die laufenden Kosten aufschreiben, getrennt nach „läuft über meine Verträge” und „läuft über die Agentur”. Alles, was auf dich läuft, gehört dir und ist kündbar. Alles andere ist eine Abhängigkeit.
Die Betreuungspakete im Detail stehen unter Beratung und Betreuung. Was die einmalige Umsetzung kostet, steht in Was kostet ein Onlineshop?.