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Wie bilde ich kundenspezifische Preise und Staffelpreise im B2B-Shop ab?

Über Kundengruppen, Preislisten und Staffeln, die aus dem ERP kommen und nicht im Shop gepflegt werden. Shopware bringt das im Kern mit, Shopify braucht dafür B2B-Funktionen oder eine eigene Erweiterung.

Roboter zeigt kundenspezifische Staffelpreise als Hologramm-Treppe im B2B-Großhandel

Beantwortet von Matthias Hinsche Stand

Der Pain-Point Nummer eins im B2B-Handel. Wer Preise pro Kunde, pro Menge und pro Konditionsvereinbarung führt, stößt mit einem Standardshop schnell an eine Wand.

Die drei Ebenen, die zusammenspielen

Kundengruppen. Die gröbste Ebene. Händler, Endkunde, Schulen, Großabnehmer. Jede Gruppe sieht andere Preise oder überhaupt Preise.

Preislisten pro Kunde. Die individuell verhandelte Kondition. Sie überschreibt die Gruppe und ist das eigentliche Kernstück im Großhandel.

Staffeln. Mengenabhängige Preise innerhalb einer Preisliste. Ab 10 Stück ein anderer Preis, ab 100 noch einer.

Dazu kommen Sonderfälle: zeitlich befristete Aktionspreise, Projektpreise für einen konkreten Auftrag und Artikel, die eine Kundengruppe gar nicht sehen darf.

Wo die Preise gepflegt werden

Im ERP, nicht im Shop. Das ist die wichtigste Entscheidung des ganzen Themas. Sobald Preise an zwei Stellen gepflegt werden, laufen sie auseinander, und der Vertrieb verliert das Vertrauen in den Shop.

Der Shop bekommt die Preise über die Schnittstelle und zeigt sie an. Bei sehr vielen Kombinationen aus Kunde und Artikel wird es unwirtschaftlich, alle Preise vorab zu übertragen. Dann fragt der Shop den Preis beim Aufruf live im ERP ab, was eine schnelle Schnittstelle voraussetzt.

Was die Systeme mitbringen

Shopware 6 kennt Kundengruppen, Preislisten und Staffelpreise im Kern und lässt sich über eigene Felder erweitern. Für B2B-Anforderungen wie Angebotsfunktion, Budgets und Freigaben gibt es die B2B-Komponenten der kommerziellen Editionen.

Shopify deckt einen Teil über Shopify B2B ab, das an höhere Tarife gebunden ist. Individuelle Preislogik jenseits davon führt zu Apps oder eigener Entwicklung.

Der Fehler, der am meisten kostet

Die Preislogik erst nach dem Shop-Konzept zu klären. Sie bestimmt Systemwahl, Schnittstellenart und Aufwand stärker als das Design. Deshalb gehört sie in die erste Sitzung.

Wie die Übernahme aus dem ERP technisch läuft, steht in Preise und Staffeln aus dem ERP in den B2B-Shop. Umsetzung: E-Commerce.

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