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Wie funktionieren Freigabeprozesse, Budgets und Mehrbenutzer-Konten im B2B-Shop?

Über Rollen innerhalb eines Kundenkontos: Besteller mit Budgetgrenze, Freigeber und Administrator. Überschreitet eine Bestellung das Budget, geht sie zur Freigabe statt direkt in die Abwicklung.

Roboter zeigt Bestellung, die an der Budgetgrenze in die Freigabe wandert: Rollen im B2B-Shop

Beantwortet von Matthias Hinsche Stand

Im B2B bestellt selten eine Person allein. Ein Einkäufer legt in den Warenkorb, jemand anders gibt frei, die Buchhaltung braucht eine Kostenstelle. Bildet der Shop das nicht ab, wird er umgangen.

Die Rollen

Besteller. Darf Artikel in den Warenkorb legen und bis zu einer Grenze selbst bestellen.

Freigeber. Bekommt Bestellungen über der Grenze zur Prüfung, sieht Warenkorb, Kostenstelle und Begründung.

Administrator. Verwaltet Nutzer, Grenzen und Lieferadressen innerhalb des Kundenkontos.

Diese Struktur gehört ins Kundenkonto, nicht in getrennte Konten. Sonst sieht jeder nur seine eigenen Bestellungen und die Freigabe läuft doch wieder per Mail.

Wie Budgets funktionieren

Üblich sind zwei Varianten: eine Grenze je Bestellung und ein Budget je Zeitraum. Die erste ist einfacher, die zweite näher an der Realität in größeren Organisationen.

Wichtig ist die Frage, was bei Überschreitung passiert: Bestellung blockieren oder zur Freigabe leiten. In der Praxis bewährt sich Letzteres, weil eine blockierte Bestellung zum Telefonat führt.

Was technisch dahintersteckt

Shopware bildet das über die B2B-Komponenten der kommerziellen Editionen ab, Shopify über Shopify B2B in höheren Tarifen. In beiden Fällen lohnt vorher der Abgleich mit deinem tatsächlichen Freigabeprozess: Je näher der Standard daran liegt, desto günstiger wird es.

Der häufigste Fehler bei der Einführung

Den Prozess komplizierter abzubilden, als er gelebt wird. Wenn in der Realität der Chef bei allem über 500 € kurz zustimmt, braucht es keine dreistufige Freigabekette mit Vertretungsregelung.

Was neben der Technik geregelt sein muss

Vertretung. Wenn der Freigeber im Urlaub ist, muss jemand anders freigeben können, sonst liegt die Bestellung. Diese Regel gehört in das System, nicht in eine Absprache.

Benachrichtigung. Der Freigeber muss erfahren, dass etwas wartet, und zwar dort, wo er ohnehin hinschaut. Eine Meldung im Shop, die niemand sieht, ist keine.

Nachvollziehbarkeit. Wer hat wann was freigegeben. Bei Rückfragen aus der Buchhaltung ist das der entscheidende Punkt.

Wie die Preisseite dazu aussieht, steht in Kundengruppen und Preislisten in Shopware 6.

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