Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
B2B-E-Commerce bezeichnet den Online-Handel zwischen Unternehmen, also Business-to-Business statt Business-to-Consumer. Du verkaufst nicht an Endkunden, sondern an Händler, Wiederverkäufer oder andere Unternehmen. Die Anforderungen an das Shopsystem sind dabei grundlegend andere.
Wer einen B2C-Shop einfach für B2B-Kunden öffnet, merkt das schnell.
Was B2B anders macht
Im B2C zahlt jeder Kunde denselben Preis. Im B2B hat jeder Kunde seine eigenen Konditionen. Händler A bekommt 20 Prozent Rabatt, Händler B bekommt andere Staffelpreise je nach Abnahmemenge, und Neukunde C sieht erst nach Anmeldung überhaupt Preise. Das sind keine Ausnahmen, das ist der Standard im B2B.
Dazu kommen Anforderungen die im B2C kaum vorkommen: Bestelllimits und Freigabeprozesse innerhalb eines Unternehmens (ein Mitarbeiter bestellt, der Einkaufsleiter genehmigt), Zahlungsziele und Rechnung statt Sofortbezahlung, Angebotsanfragen für große Mengen, kundenspezifische Artikellisten, und oft mehrere Benutzer unter einem Firmenkonto mit unterschiedlichen Berechtigungen.
Welche Systeme das können
Shopware hat für genau diese Anforderungen eine eigene B2B-Suite entwickelt. Unternehmenskonten mit Rollenverwaltung, individuelle Preislisten, Angebotsmanagement, Schnellbestellformulare für wiederkehrende Bestellungen. Für mittelständische Hersteller oder Großhändler ist das eine ernstzunehmende Grundlage.
Der entscheidende Punkt ist aber die ERP-Integration. Im B2B sind Kundendaten, Konditionen und Kreditlimits im ERP gepflegt, nicht im Shop. Der Shop muss diese Daten konsistent abrufen und verwenden können. Ohne saubere Schnittstelle zwischen Shop und ERP-System ist ein B2B-Shop kaum betreibbar.
Bei unseren E-Commerce-Projekten haben wir mehrere B2B-Setups umgesetzt, von einfachen Händlerportalen bis zu komplexen Freigabestrukturen für internationale Distributoren. Die Bandbreite ist groß. Was passt, hängt von deiner Kundenklientel und deinen internen Prozessen ab.