Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Die Frage wird meist als Entweder-oder gestellt und ist in der Praxis eine Frage der Aufgabenteilung.
Was eine interne Stelle gut kann
Sie ist sofort verfügbar, kennt die Menschen und die gewachsenen Eigenheiten, und sie kann kleine Dinge im Vorbeigehen lösen. Für Anwenderbetreuung, Endgeräte, Zugänge und den täglichen Kleinkram ist das unschlagbar.
Der Preis dafür: Eine einzelne Person kann nicht in allem gut sein. Shopware, ERP-Schnittstellen, SEO, Sicherheit und Netzwerktechnik sind verschiedene Berufe.
Was ein externer Partner gut kann
Breite und Erfahrung aus anderen Projekten. Wer zwanzig Shops betreut hat, erkennt ein Problem, das intern zum ersten Mal auftaucht. Dazu kommt Ausfallsicherheit: Ein Team fällt nicht wegen einer Krankmeldung aus.
Der Preis dafür: nicht rund um die Uhr da, kennt den Betrieb weniger gut, braucht klare Ansprechpartner.
Die Rechnung
Eine interne Stelle kostet als Vollzeitkraft ein Vielfaches dessen, was laufende externe Betreuung kostet. Rechne aber nicht nur das Gehalt, sondern auch Weiterbildung, Ausfallzeiten und die Frage, was passiert, wenn diese Person kündigt und alles Wissen mitnimmt.
Die Kombination, die für viele passt
Eine interne Person, die den Alltag abdeckt und intern Ansprechpartner ist. Dazu ein externer Partner für die Themen, die Spezialwissen brauchen: Systemarchitektur, Schnittstellen, Sichtbarkeit, Sicherheit.
Diese Aufteilung funktioniert, wenn klar ist, wer wofür zuständig ist. Ohne diese Klärung entstehen Doppelarbeit und Lücken.
Wann eine eigene Stelle unumgänglich wird
Wenn eigene Software im Produktivbetrieb läuft, wenn regulatorische Anforderungen ständige Aufmerksamkeit verlangen, oder wenn IT-Anfragen aus dem Team täglich anfallen.
Wie sich ein externer Partner von einer Projektagentur unterscheidet, steht in Agentur, Berater oder externe Digital-Abteilung?.