Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Praktisch heißt das: Aus einem Angebot wird per Klick ein Auftrag, daraus ein Lieferschein, daraus eine Rechnung. Nichts wird abgetippt, und jeder Beleg weiß, aus welchem er entstanden ist.
Das klingt nach formaler Struktur, erfüllt aber einen konkreten Zweck: Wer bei einer Rechnung wissen will, was genau bestellt wurde, klickt auf die Auftragsbestätigung. Wer bei einer Reklamation nachvollziehen will, was wann geliefert wurde, öffnet den Lieferschein. Die Dokumentenkette macht jeden Vorgang lückenlos nachverfolgbar.
Warum der Belegfluss im ERP automatisch entstehen sollte
In einem gut konfigurierten ERP entstehen die Folgedokumente nicht manuell, sondern durch Weiterverarbeitung des vorherigen Belegs. Aus dem Angebot wird mit einem Klick der Auftrag, aus dem Auftrag der Lieferschein, aus dem Lieferschein die Rechnung. Daten werden dabei automatisch übernommen, Fehler durch manuelle Übertragung werden ausgeschlossen.
Dieses Vorgehen ist auch für die Außenprüfung durch das Finanzamt relevant. Bei einer Betriebsprüfung müssen alle Buchungen durch Belege belegbar sein. Ein lückenloser Belegfluss im ERP erfüllt diese Anforderung automatisch.
Was passiert, wenn der Belegfluss unterbrochen ist?
Wenn Belege außerhalb des ERP erstellt werden, zum Beispiel manuell in Word oder einem anderen System, entsteht eine Lücke im Belegfluss. Das ERP weiß nicht, was tatsächlich vereinbart oder geliefert wurde, und der Zusammenhang der Dokumente geht verloren. Das erschwert Auswertungen, Revisionen und die Suche nach Fehlern.
Je konsequenter alle Vorgänge im ERP abgebildet werden, desto wertvoller wird das System als Informationsquelle und Kontrollwerkzeug.
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