Quickpay
Payment-Gateway der dänischen Quickpay ApS, seit 2021 Teil von Unzer, für Onlineshops mit Schwerpunkt auf skandinavischen Zahlungsarten. Region Europa: 7 EUR im Monat plus 0,10 EUR je Transaktion. Der Acquirer-Vertrag und seine Gebühren kommen hinzu.
Übersicht zu Quickpay: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Quickpay?
Quickpay ist ein Payment-Gateway aus Dänemark. Es sitzt zwischen deinem Onlineshop und dem Acquirer, nimmt die Zahlung im eigenen Zahlungsfenster entgegen und gibt die Kartendaten an den Acquirer weiter. Anbieter ist die Quickpay ApS in Aarhus. Die Firma ist im Dezember 2004 gestartet und gehört seit 2021 zu Unzer, tritt aber weiter unter dem Namen Quickpay auf. Für Streitfälle mit Händlern gilt laut Nutzungsbedingungen dänisches Recht, zuständig ist das See- und Handelsgericht in Kopenhagen.
Für das Verständnis der Kosten ist eine Sache entscheidend: Quickpay ist kein Acquirer. Ein Quickpay-Konto allein reicht laut Hilfe nicht, um Zahlungen anzunehmen. Für Kartenzahlungen brauchst du zusätzlich einen Vertrag mit einem Acquirer, und die Nutzungsbedingungen stellen klar, dass Quickpay an diesem Vertrag nicht beteiligt ist und für dessen Preise nicht einsteht. Einen Vertrag mit Clearhaus für Visa und Mastercard beantragst du direkt im Quickpay Manager.
Der Anbieter nennt über 30.000 Händler und mehr als 4 Millionen Transaktionen im Monat. Diese Zahlen stammen von Quickpay und sind nicht unabhängig geprüft.
Für wen eignet sich Quickpay?
Quickpay passt zu Onlineshops, die nordische Zahlungsarten brauchen. Im Merchant-Konto stecken neben Visa und Mastercard auch Apple Pay, Google Pay, Vipps, Vipps MobilePay und Swish, MobilePay Online lässt sich dazunehmen. Ein Zusatzpaket schaltet Dankort, Klarna, PayPal, Trustly, iDEAL | Wero, Anyday, ViaBill, Paysafecard sowie JCB, Diners und Amex frei.
Auch Shops aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen grundsätzlich in Frage: Die Hilfe führt alle drei Länder in der Liste der Staaten, in denen ein Acquirer-Vertrag möglich ist. Für Händler außerhalb Europas unterstützt Quickpay derzeit keinen Acquirer. Module gibt es unter anderem für Shopify, WooCommerce, Magento sowie Shopware 5 und 6, wer etwas Eigenes baut, nutzt die REST-API. Wie so eine Anbindung sauber in Shop und Warenwirtschaft landet, ist Thema unserer Webentwicklung. Für Wiederverkäufer gibt es ein Reseller-Programm mit eigener Oberfläche zur Verwaltung der Händlerkonten.
Weniger passend ist Quickpay für kleinere Shops, die vor allem Trustly anbieten wollen: Trustly nimmt laut Quickpay derzeit keine Händler mit weniger als 5 Millionen Euro E-Commerce-Jahresumsatz an. Dänische Shops bekommen bei Klarna keinen Direktvertrag mehr, Quickpay arbeitet laut Hilfe an einer Lösung. Für den Laden vor Ort gibt es eine Kassenlösung mit Verifone und SoftPOS auf Android, die Preisseiten nennen dafür keine Beträge.
Quickpay im Arbeitsalltag
Den Einstieg beschreibt der Hersteller in vier Schritten: Konto anlegen, Acquirer-Vertrag abschließen, Shop anbinden, Konto aktivieren. Anlegen und Testen kostet nichts. Testtransaktionen sind im Konto standardmäßig abgeschaltet und werden in den Einstellungen freigegeben. Aktiviert wird das Konto, indem du im Quickpay Manager einen Plan wählst und eine Kreditkarte hinterlegst.
Im laufenden Betrieb schickt der Shop den Kunden ins Zahlungsfenster. Die Standardfrist dort beträgt 15 Minuten und lässt sich über die Variable deadline ändern. Hast du mehrere Verträge für Visa und Mastercard hinterlegt, wählt Quickpay je Transaktion den Acquirer mit der niedrigsten Gebühr für den Betrag und weicht bei Störungen automatisch auf den Ersatz-Acquirer aus.
Jede Zahlung bekommt einen Betrugsscore zwischen 0 und 100. Im Fraud Filter legst du Regeln nach Score, Betrag, Kartenland und Land des Karteninhabers an und lässt Zahlungen markieren, durch 3-D Secure schicken oder blockieren. Zahlungen über 300 EUR bekommen automatisch den Score 100. Chargebacks bearbeitest du im Bereich Disputes, dort lädst du die Nachweise als PDF hoch.
Abos legst du über das Quickpay-Formular im Zahlungsfenster an und buchst später per API-Aufruf ab. Karten lassen sich als Token speichern. Der Hilfeartikel zu PSD2 sagt allerdings, dass Folgezahlungen mit gespeicherter Karte bei anwesendem Kunden, die erneut 3-D Secure verlangen, zunächst nicht unterstützt werden. Ohne Shop helfen die virtuelle Kasse und Zahlungslinks, die du per Mail oder Chat verschickst. Abgerechnet wird am Ersten jedes Monats für den Vormonat.
Preise und Pläne
Quickpay veröffentlicht getrennte Preislisten für Europa, Dänemark, Norwegen und Schweden. In der Region Europa kostet das Merchant-Konto 7 EUR im Monat plus 0,10 EUR Gateway-Gebühr je Transaktion. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Kündigungsfrist, Gebühren fallen erst an, wenn du echte Transaktionen annimmst. In Dänemark kostet dasselbe Konto 99 DKK im Monat plus 0,25 DKK je Transaktion, in Norwegen 99 NOK plus 0,50 NOK, in Schweden 99 SEK plus 0,50 SEK. Alle Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Die Gateway-Gebühr ist nur ein Teil der Rechnung. Für Visa und Mastercard über Quickpay nennt die Preisseite eine Acquirer-Gebühr ab 1,35 Prozent, mindestens 0,10 EUR, plus 0,03 EUR. Bei Apple Pay, Google Pay, Vipps und MobilePay hängt die Acquirer-Gebühr von der verwendeten Karte ab, bei den Zahlungsarten im Zusatzpaket vom eigenen Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter. Die Acquirer-Gebühr stellt Quickpay laut Hilfe auf der Monatsrechnung weiter in Rechnung.
Dazu kommen je Zahlungsart zusätzliche Gateway-Gebühren. In der Region Europa sind das 0,15 EUR für Vipps, 1,00 EUR für Einzelzahlungen mit Vipps MobilePay und 0,11 EUR für MobilePay Online. Visa und Mastercard über Quickpay, Apple Pay, Google Pay, Swish und wiederkehrende Vipps-MobilePay-Zahlungen kosten nichts extra. Das Zusatzpaket für weitere Zahlungsarten und für Visa und Mastercard über externe Acquirer kostet 4 EUR im Monat, je Transaktion kommen 0,04 EUR dazu. MobilePay Online hat in der Region Europa keine Monatsgebühr, in Dänemark kostet es 49 DKK im Monat zusätzlich.
An Einzelposten nennt die Preisseite für das Branding des Zahlungsfensters 3,00 EUR im Monat und für jede weitere Domain 7,00 EUR im Monat. Unter den Gebühren für Visa und Mastercard stehen Rückerstattung 0,25 EUR, Rückbuchung 35,00 EUR, Währungsumrechnung 0,90 Prozent und 3-D Secure 0,04 EUR. Wer mehr als 35.000 EUR im Monat abwickelt, bekommt individuelle Preise, in Dänemark gilt die Grenze von 250.000 DKK.
Manche Kosten stehen nur in der Hilfe. Die Shopify-Anbindung kostet 0,13 EUR je Transaktion extra. Der Export von Abodaten zu einem anderen Zahlungsanbieter kostet 200 EUR je Export, der Umzug von Abos zu einem anderen Acquirer ebenfalls 200 EUR, es sei denn, er geht zu Clearhaus. Wer die Quickpay-Rechnung nicht per Kreditkarte zahlt, zahlt 50 DKK je Rechnung, diese Option gibt es nur für dänische Händler. Als Transaktion zählen erfolgreiche Autorisierungen, erfolgreiche und fehlgeschlagene wiederkehrende Abbuchungen sowie erfolgreiche Auszahlungen. Captures, Stornos und Rückerstattungen zählen nicht.
Die Hilfeartikel zur Abrechnung sprechen noch von mehreren Plänen und von inklusive Transaktionen, je nach Transaktionszahl werde der passende Plan automatisch gewählt. Die Preisseite zeigt je Region nur das Merchant-Konto und Enterprise. Preisänderungen kündigt Quickpay laut Nutzungsbedingungen drei Monate vorher an. Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Die Preislisten sind öffentlich und reichen bis zu Rückbuchung, Währungsumrechnung und 3-D Secure, getrennt nach vier Regionen. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Kündigungsfrist, du kündigst zum Monatsende. Konto, Integration und Tests kosten nichts. Quickpay ist nach PCI DSS Level 1 zertifiziert und arbeitet mit mehreren Acquirern parallel, inklusive automatischer Ausfallreserve. Einen Clearhaus-Vertrag bekommst du laut Hilfe meist von einem Tag auf den anderen.
Auf der anderen Seite steht kein Tarif ohne Grundgebühr für den Livebetrieb zur Wahl. Der Acquirer-Vertrag ist eine zweite Vertragsbeziehung mit eigenen Gebühren. Einige Kosten tauchen nur in der Hilfe auf, etwa die Shopify-Gebühr und die 200 EUR für den Datenexport beim Wechsel. Die Nutzungsbedingungen gelten seit dem 1. Juni 2016 und schließen Ansprüche wegen Betriebsunterbrechungen aus, unabhängig von der Ursache. Die Shopmodule stellt Quickpay kostenlos und ohne Gewähr bereit, die Integrationsseiten sprechen von Nutzung auf eigenes Risiko mit eingeschränktem Support. Vipps MobilePay lässt sich nur mit einem Vertrag und damit in einer Währung je Händlerkonto anbinden.
Ein Widerspruch steckt in den Rechtstexten. Die Datenschutzerklärung ist ein Abschnitt der Nutzungsbedingungen und sagt: „We do not share any personal information we collect.” Die Hilfe beschreibt dagegen, dass Kartendaten von Quickpay an den Acquirer gehen. Für eine Zahlungsabwicklung ist das zwingend, in der Erklärung steht es so nicht.
Alternativen zu Quickpay
Im selben Feld arbeiten Mollie, Adyen und Viva Wallet. Unzer ist der Konzern, zu dem Quickpay seit 2021 gehört. Welche Lösung zu deinem Shop, deinen Absatzländern und deiner Warenwirtschaft passt, klären wir in der Beratung zu E-Commerce & Shopsystemen.
Quickpay im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.
Quickpay nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 10 von 20 Werkzeugen (50 Prozent).
Anbieter aus der EU: 12 von 20 in dieser Kategorie.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Quickpay nicht. In der Kategorie haben 3 von 20 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Quickpay legt seine Preise bis zur Rückbuchungsgebühr offen, und das halten wir für einen echten Pluspunkt. Wer genau rechnen will, muss aber drei Ebenen addieren: die Grundgebühr, die Gateway-Gebühr je Transaktion und die Acquirer-Gebühr aus dem separaten Vertrag. Dazu kommen Posten, die nur in der Hilfe stehen. Bei Shopify sind das 0,13 EUR je Transaktion, und bei einem späteren Wechsel kostet der Abo-Export 200 EUR.
Wir halten Quickpay für eine gute Wahl, wenn ein Shop Kunden in Dänemark, Norwegen oder Schweden hat und dort MobilePay, Vipps oder Swish braucht. Für einen Shop, der nur in Deutschland verkauft, sehen wir keinen Vorteil gegenüber Anbietern, die Gateway und Acquiring in einem Vertrag bündeln. Abo-Händler sollten vorher prüfen, ob sich fehlgeschlagene Abbuchungen häufen, denn auch die werden als Transaktion berechnet. Und wer Trustly einplant, sollte die Umsatzschwelle kennen, bevor die Integration beginnt.
Überblick
- ✓ Zahlungsfenster für Visa, Mastercard, Apple Pay, Google Pay, Vipps, Vipps MobilePay und Swish im Merchant-Konto
- ✓ Zusatzpaket für Dankort, JCB, Diners, Amex, Anyday, PayPal, ViaBill, Klarna, Trustly, iDEAL | Wero und Paysafecard
- ✓ Module für Shopsysteme wie Shopify, WooCommerce, Magento und Shopware 5 und 6, dazu eine REST-API
- ✓ Abonnements über das Quickpay-Formular, Abbuchung per API-Aufruf, dazu gespeicherte Karten (Card-on-File)
- ✓ Mehrere Acquirer parallel: je Transaktion der mit der niedrigsten Gebühr, bei Störungen automatisch der Ersatz-Acquirer
- ✓ Fraud Filter mit Betrugsscore von 0 bis 100 und Regeln für Betrag, Kartenland und Land des Karteninhabers
- ✓ Virtuelle Kasse und Zahlungslinks im Quickpay Manager
- ✓ Chargeback-Bearbeitung im Bereich Disputes mit Upload der Nachweise
- ✓ Autofee: Transaktionsgebühr an Firmenkarten und Karten von außerhalb der EU weitergeben
- ✓ Reseller-Programm mit eigener Oberfläche für Wiederverkäufer, die Anlage ist kostenlos
- ✓ Kassenlösung mit Verifone, auch als SoftPOS auf einem Android-Gerät
- ✓ Personenbenutzer mit einzeln vergebenen Rechten, dazu Systembenutzer für Shopanbindungen
Vorteile
- + Öffentliche Preislisten für Europa, Dänemark, Norwegen und Schweden, bis hin zu Rückbuchung, Währungsumrechnung und 3-D Secure
- + Keine Einrichtungsgebühr, keine Kündigungsfrist, Kündigung zum Monatsende
- + Konto anlegen, integrieren und testen ist kostenlos
- + Zertifiziert nach PCI DSS Level 1
- + Clearhaus-Vertrag für Visa und Mastercard direkt im Quickpay Manager beantragbar, laut Hilfe meist von einem Tag auf den anderen
- + Konto lässt sich pausieren, die Monatsgebühr entfällt ab dem Tag nach der Pause
Nachteile
- - Kein Tarif ohne Monatsgebühr für den Livebetrieb: in der Region Europa 7 EUR im Monat, sobald echte Transaktionen laufen
- - Ein Quickpay-Konto allein nimmt keine Zahlungen an, Acquirer-Vertrag und Acquirer-Gebühren kommen hinzu
- - Shopify-Anbindung kostet laut Hilfe 0,13 EUR je Transaktion extra, die Preisseite nennt das nicht
- - Export der Abodaten zu einem anderen Zahlungsanbieter kostet 200 EUR je Export
- - Die Nutzungsbedingungen stammen vom 1. Juni 2016 und schließen Ansprüche wegen Betriebsunterbrechungen unabhängig von der Ursache aus
- - Trustly nimmt laut Quickpay derzeit keine Händler mit weniger als 5 Millionen Euro E-Commerce-Jahresumsatz an
- - Vipps MobilePay nur mit einem Vertrag und damit in einer Währung je Händlerkonto
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Diese Seite gehört zum E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren
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