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Adyen
Payment & Zahlungsanbieter kostenpflichtig 🇪🇺 EU

Adyen

Adyen ist eine Zahlungsplattform der Adyen N.V. aus Amsterdam, die 2006 gegründet wurde. Sie bündelt Online-, Mobil- und Kassenzahlungen, Auszahlungen, Kartenausgabe und Risikosteuerung in einer Integration. Abgerechnet wird je Transaktion, ohne Einrichtungs- und Monatsgebühr.

Übersicht zu Adyen: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 07.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Adyen?

Adyen ist eine Zahlungsplattform der Adyen N.V. mit Sitz in Amsterdam. Gegründet wurde das Unternehmen 2006, und der Anspruch war von Anfang an, die Infrastruktur selbst zu bauen statt bestehende Systeme zusammenzustecken. Heute umfasst die Plattform die Annahme von Zahlungen, Auszahlungen, Kassenzahlungen, Kartenausgabe und Datenauswertung in einer Lösung.

Der Unterschied zu vielen Wettbewerbern liegt in den Lizenzen. Adyen N.V. ist von De Nederlandsche Bank als Kreditinstitut zugelassen und darf damit grenzüberschreitende Dienste im Europäischen Wirtschaftsraum erbringen. Dazu kommen eigene Acquiring-Lizenzen, die das Unternehmen seit 2012 nach und nach erworben hat, zuletzt für Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate. Auf der Startseite wirbt Adyen mit Banklizenzen in den USA, dem Vereinigten Königreich und der EU sowie mit einer historischen Verfügbarkeit von 99,999 Prozent.

Die Größenordnung nennt der Anbieter selbst: über 4.000 Beschäftigte aus mehr als 115 Nationen, 28 Büros weltweit und 970,1 Milliarden Euro verarbeitetes Volumen im Jahr 2023. Auf der Startseite steht für das aktuelle Jahresvolumen 1,4 Billionen Euro, dazu über 150 Währungen und mehr als 200 lokale Zahlungsarten.

Für wen eignet sich Adyen?

Adyen richtet sich an große Handels- und Plattformunternehmen. Der Anbieter selbst nennt als Branchen Einzelhandel, Reise und Gastgewerbe, digitale Medien und Inhalte, SaaS-Plattformen und Marktplätze, Lebensmittel und Getränke sowie Finanzdienstleistungen. Passend ist die Plattform vor allem dann, wenn Online-Shop, stationäre Kasse und App auf derselben Abrechnung landen sollen und viele Länder gleichzeitig bedient werden.

Weniger passend ist Adyen für kleine Händler, die heute Nachmittag online gehen wollen. Es gibt keine Selbstbedienungs-Anmeldung: Jeder Weg auf der Website endet bei “Get in touch”. Der Anbieter erhebt zwar keine Monats- oder Einrichtungsgebühren, arbeitet aber mit einer Mindestrechnung, deren Höhe von Branche und Geschäftsmodell abhängt und nur im Gespräch genannt wird. Wer wenige Transaktionen im Monat hat, zahlt also faktisch trotzdem eine Grundgebühr, kennt sie aber vorher nicht. Dazu kommt: Bestimmte Geschäftsmodelle und Branchen schließt Adyen ausdrücklich aus und verweist auf eigene Eignungskriterien.

Adyen im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt bei der Integration. Adyen wirbt mit einer API, die mehrere Anwendungsfälle und Kanäle abdeckt: Zahlungen annehmen, Auszahlungen weltweit versenden, Zahlungen vor Ort abwickeln und Plattformzahlungen abbilden. Für Kassensysteme gibt es seit 2018 eine eigene Terminal-API, für Marktplätze und Plattformen seit 2016 Adyen for Platforms und für die Kartenausgabe seit 2019 Adyen Issuing.

Bei der Abrechnung fällt je Transaktion eine feste Bearbeitungsgebühr von 0,13 $ an, dazu die Gebühr der jeweiligen Zahlungsart. Wie unterschiedlich die ausfällt, zeigt die Preisseite: Kartenzahlungen mit Mastercard und Visa laufen über Interchange++ und kosten 0,13 $ plus 0,80 Prozent plus Interchange, American Express liegt bei 0,13 $ plus 0,80 Prozent plus 3,95 Prozent, SEPA-Lastschrift bei 0,13 $ plus 0,80 Prozent plus 0,25 €. Für Ratenzahlungen in Frankreich stehen 0,13 $ plus 3,99 Prozent bei drei Raten und 0,13 $ plus 4,70 Prozent bei vier Raten. Die Preisseite lässt sich nach Land, Region und Zahlungsart filtern und deckt über 60 Länder ab.

Interchange++ ist dabei mehr als ein Etikett. Der Anbieter beschreibt es als Modell, das Interchange- und Systemgebühren bis auf die einzelne Transaktion herunter nachhält, sodass die Kosten einer Zahlung schon vor ihrem Abschluss berechenbar sind. Die Kehrseite: Der Preis besteht aus drei beweglichen Teilen, und der Endbetrag steht erst mit der Transaktion fest.

Beim Geldeingang bleibt Spielraum. Du wählst, wann und in welcher Währung ausgezahlt wird, und Adyen verknüpft mehrere Bankkonten in mehreren Währungen, sodass keine Zwangsumrechnung nötig ist. Auf der Sicherheitsseite beschreibt der Anbieter ein festes Informationssicherheitsprogramm mit eigenem Team, mindestens jährliche unabhängige Audits nach PCI DSS und SOC 2 Type 2, Zugriffsrechte nach dem Prinzip der geringsten Rechte sowie Verschlüsselung ruhender und übertragener Daten.

Preise und Pläne

Adyen kennt keine Pakete, sondern rechnet je Transaktion ab. Das Grundmodell steht offen auf der Preisseite: eine feste Bearbeitungsgebühr plus eine Gebühr, die von der Zahlungsart bestimmt wird. Andere Adyen-Produkte außerhalb der Zahlungsarten werden getrennt bepreist.

Was nicht anfällt, nennt der Anbieter ausdrücklich: keine Monatsgebühren, keine Einrichtungsgebühren, keine Integrationsgebühren und keine Kündigungsgebühren. Was dafür anfällt, steht in derselben Antwort: eine Mindestrechnung, abhängig von Branche und Geschäftsmodell, deren Höhe nur der Vertrieb nennt.

Beispiele aus der Preisliste, jeweils zusätzlich zur festen Bearbeitungsgebühr von 0,13 $ je Transaktion:

  • Mastercard und Visa: 0,80 Prozent plus Interchange++
  • American Express: 0,80 Prozent plus 3,95 Prozent
  • SEPA-Lastschrift: 0,80 Prozent plus 0,25 €
  • Ratenzahlung in Frankreich: 3,99 Prozent bei drei Raten, 4,70 Prozent bei vier Raten

Die Sätze der übrigen Zahlungsarten hängen am Land. Bei einer Zahlungsart reicht die Spanne von 0,99 Prozent plus 0,59 € in Finnland über 2,99 Prozent in Österreich und Deutschland bis 4,29 Prozent plus 0,30 $ in den USA und Kanada. Wer mehrere Märkte bedient, rechnet also je Land und Zahlungsart neu.

Für Gaming, Glücksspiel, Reise und Finanzdienstleistungen weist der Anbieter bei einzelnen Zahlungsarten Aufschläge von bis zu 3 Prozent aus. Für Händler mit Schweizer Gesellschaft nennt er bei einer Zahlart niedrigere Sätze. Ausdrücklich hält Adyen fest, dass die aufgeführten Gebühren Richtwerte sind und individuelle Preise auf Anfrage möglich sind. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Keine Monats-, Einrichtungs-, Integrations- und Kündigungsgebühren
  • Feste Bearbeitungsgebühr von 0,13 $, getrennt ausgewiesen von der Zahlartgebühr
  • Interchange++ mit Ausweis der Interchange- und Systemgebühren je Transaktion
  • Zulassung als Kreditinstitut durch De Nederlandsche Bank für den gesamten EWR
  • Eigene Acquiring-Lizenzen, seit 2012 in mehreren Regionen erworben
  • Historische Plattform-Verfügbarkeit von 99,999 Prozent laut Anbieter
  • Mehrere Bankkonten in mehreren Währungen ohne Zwangsumrechnung
  • Jährliche unabhängige Audits nach PCI DSS und SOC 2 Type 2

Schwächen:

  • Kein Selbstbedienungs-Einstieg, alles läuft über den Vertrieb
  • Mindestrechnung vorhanden, Höhe nicht veröffentlicht
  • Veröffentlichte Sätze sind laut Anbieter nur Richtwerte
  • Bearbeitungsgebühr in US-Dollar, auch bei europäischen Zahlungsarten
  • Aufschläge von bis zu 3 Prozent für Gaming, Glücksspiel, Reise und Finanzdienstleistungen
  • Bestimmte Branchen und Geschäftsmodelle werden gar nicht angenommen
  • Der Endpreis einer Kartenzahlung steht erst mit der Transaktion fest

Alternativen zu Adyen

Aus derselben Kategorie kommen Mollie, Unzer, Computop und Klarna infrage. Der entscheidende Unterschied liegt selten in der Gebührentabelle, sondern in der Frage, wie viele Kanäle und Länder auf einer Abrechnung landen sollen und wie tief die Zahlungsdaten in Shop und Warenwirtschaft zurücklaufen. Diese Kette planen wir in Projekten rund um E-Commerce und ERP & Warenwirtschaft.

Adyen im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Adyen steht in der Kategorie mit 20 weiteren Werkzeugen.

Anbieter aus der EU: 11 von 20 in dieser Kategorie.

Adyen nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 8 von 20 Werkzeugen (40 Prozent).

Einen kostenlosen Einstieg bietet Adyen nicht. In der Kategorie haben 4 von 20 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Adyen ist aus unserer Sicht die Wahl, wenn Zahlungsabwicklung zur Infrastruktur wird und nicht mehr nur ein Baustein im Shop ist. Die Kombination aus eigenen Lizenzen, einer Integration für Online und Kasse und dem offen gelegten Interchange++ ist für Händler mit vielen Ländern und Kanälen ein echtes Argument, und die Gebührentabelle ist ungewöhnlich detailliert für einen Anbieter dieser Größe. Genau hier liegt aber auch die Falle: Ohne Monatsgebühr klingt nach günstig, die Mindestrechnung steht aber nicht auf der Website. Frag sie im ersten Gespräch ab, bevor du weiterrechnest, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Und rechne die 0,13 $ je Transaktion mit ein. Bei kleinen Warenkörben ist ein fester Betrag pro Zahlung relevanter als ein halbes Prozent mehr oder weniger. Für Shops mit wenigen tausend Bestellungen im Jahr ist der Aufwand für Onboarding und Abstimmung in aller Regel nicht zu rechtfertigen.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Keine Einrichtungs-, Monats-, Integrations- oder Kündigungsgebühr, dafür eine Mindestrechnung je nach Branche und Geschäftsmodell. Je Transaktion fallen eine feste Bearbeitungsgebühr von 0,13 $ und eine Gebühr der jeweiligen Zahlungsart an. Karten laufen über Interchange++, bei Mastercard und Visa mit 0,13 $ + 0,80 % + Interchange++, SEPA-Lastschrift mit 0,13 $ + 0,80 % + 0,25 €. Die genannten Sätze bezeichnet der Anbieter selbst als Richtwerte, individuelle Konditionen gibt es auf Anfrage. Stand: August 2026.
Herkunft
🇪🇺 Niederlande EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Eine Integration für Online-, Mobil- und Kassenzahlungen über eine gemeinsame API
  • ✓ Über 200 lokale Zahlungsarten und mehr als 150 Währungen laut Anbieter
  • ✓ Interchange++ als Preismodell, das Interchange- und Systemgebühren je Transaktion einzeln ausweist
  • ✓ Eigene Acquiring-Lizenzen, dazu Banklizenzen in den USA, dem Vereinigten Königreich und der EU
  • ✓ Flexible Auszahlungen: Zeitpunkt und Währung der Gutschrift lassen sich wählen
  • ✓ Mehrere Bankkonten in mehreren Währungen verknüpfbar, ohne Zwangsumrechnung
  • ✓ Risikosteuerung, Authentifizierung und Auszahlungsdienst als eigene Zusatzleistungen
  • ✓ Adyen Issuing für die Ausgabe eigener Karten, seit 2019 im Angebot
  • ✓ Adyen for Platforms für Marktplätze und Plattformen, seit 2016 im Angebot
  • ✓ Embedded Finance: Zahlungen, Konten, Kartenausgabe und Kapital unter eigener Marke
  • ✓ Terminal API für Kassensysteme, seit 2018 verfügbar
  • ✓ Jährliche unabhängige Audits nach PCI DSS und SOC 2 Type 2

Vorteile

  • + Keine Einrichtungs-, Monats-, Integrations- und Kündigungsgebühren
  • + Feste Bearbeitungsgebühr von 0,13 $ je Transaktion, transparent getrennt von der Gebühr der Zahlungsart
  • + Interchange++ weist Interchange- und Systemgebühren je Transaktion einzeln aus
  • + Adyen N.V. ist von De Nederlandsche Bank als Kreditinstitut für grenzüberschreitende Dienste im EWR zugelassen
  • + Der Anbieter nennt eine historische Plattform-Verfügbarkeit von 99,999 Prozent
  • + Mehrere Bankkonten in mehreren Währungen möglich, damit entfällt die Zwangsumrechnung
  • + Unabhängige Jahresaudits nach PCI DSS und SOC 2 Type 2, Verschlüsselung ruhender und übertragener Daten
  • + Firmensitz in den Niederlanden, also innerhalb der EU

Nachteile

  • - Kein kostenloser Einstieg und keine Selbstbedienungs-Anmeldung, der Weg führt über den Vertrieb
  • - Es gibt eine Mindestrechnung, deren Höhe von Branche und Geschäftsmodell abhängt und nicht veröffentlicht wird
  • - Die veröffentlichten Sätze sind laut Anbieter nur Richtwerte
  • - Die Bearbeitungsgebühr wird in US-Dollar ausgewiesen, auch für europäische Zahlungsarten
  • - Für Glücksspiel, Gaming, Reise und Finanzdienstleistungen können bei einzelnen Zahlungsarten bis zu 3 Prozent Aufschlag anfallen
  • - Bestimmte Geschäftsmodelle und Branchen schließt der Anbieter ganz aus
  • - Der Kartenpreis besteht aus drei Bestandteilen, die Endkosten stehen erst nach der Transaktion fest

Tags

Payment Enterprise Omnichannel PSP Niederlande

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