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Wie viel Zeit muss ich selbst in ein Projekt investieren?

Bei einer Website rechne mit acht bis fünfzehn Stunden über die Projektlaufzeit, bei einem Shop mit ERP-Anbindung mit deutlich mehr. Der größte Block ist nie die Abstimmung, sondern das Zuliefern von Inhalten und Entscheidungen.

Roboter balanciert eine Uhrscheibe, aus der Inhalte ins Projekt fließen – eigener Zeitaufwand im Projekt

Beantwortet von Matthias Hinsche Stand

Weniger, als du befürchtest, aber mehr als null. Wer diesen Aufwand nicht einplant, ist der häufigste Grund, warum Projekte sich verzögern, und zwar mit Abstand.

Grobe Größenordnungen

Starter- oder Unternehmenswebsite: acht bis fünfzehn Stunden über die gesamte Laufzeit. Kickoff, zwei bis drei Feedback-Runden, Inhalte liefern oder freigeben, Abnahme.

Onlineshop mit ERP-Anbindung: deutlich mehr, oft 30 bis 60 Stunden. Der Zeitfresser ist nicht die Optik, sondern die Datenklärung: Produktdaten, Varianten, Preislogik, Versandregeln, Steuersätze, Bestandsführung. Diese Entscheidungen kann niemand außer dir treffen.

Einzelne Automation: zwei bis fünf Stunden. Einmal den Ist-Prozess zeigen, Sonderfälle benennen, testen.

Laufende Betreuung: ein Termin pro Monat, plus Freigaben zwischendurch.

Wo die Zeit wirklich hingeht

Nicht in Meetings. Die drei großen Blöcke sind:

  1. Inhalte. Texte, Bilder, Produktdaten, Logos in brauchbarer Auflösung. Wer das nicht hat, braucht entweder Zeit oder ein Budget dafür, dass wir es machen.
  2. Entscheidungen. Welche Variante, welcher Prozess, welche Ausnahme. Entscheidungen, die zwei Wochen liegen bleiben, verzögern das Projekt um zwei Wochen.
  3. Testen. Niemand kennt deine Sonderfälle so gut wie du. Der Kunde mit der abweichenden Preisliste, die Bestellung mit drei Lieferadressen: Solche Fälle fallen im Test bei dir auf, nicht bei uns.

Wie du den Aufwand senkst

Benenne eine Person, die entscheiden darf, und nicht ein Gremium, das sich abstimmt. Sammle Inhalte, bevor das Projekt startet, nicht während. Und sag früh, wenn du gerade keine Kapazität hast, dann planen wir den Zeitplan realistisch statt optimistisch.

Was du delegieren kannst und was nicht

Delegierbar sind Recherche, Textentwürfe, Bildbearbeitung und Datenaufbereitung. Wenn dir die Zeit fehlt, übernehmen wir diese Teile gegen Aufwand, und in vielen Projekten ist genau das die günstigere Rechnung.

Nicht delegierbar sind Entscheidungen über deinen Prozess. Wie eure Preislogik im B2B funktioniert, wann ein Auftrag als abgeschlossen gilt, welche Ausnahmen ihr wirklich braucht: Das weiß nur ihr, und wenn wir es raten, wird es falsch.

Wo Zeit unbemerkt verschwindet

An Abstimmungsschleifen, die zu viele Personen einbeziehen. Drei Meinungen zu einem Entwurf verdoppeln nicht den Aufwand, sie vervierfachen ihn, weil sich die Meinungen widersprechen und jemand vermitteln muss.

Die wirksamste Maßnahme ist deshalb organisatorisch, nicht technisch: eine Person, die entscheiden darf, und ein fester Termin, in dem entschieden wird.

Der Ablauf im Detail steht in Wie läuft ein Projekt ab?.

Wir setzen das mit dir um

Diese Leistungen passen zur Frage. Erstgespräche sind kostenlos.

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