Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Die Frage wird meist mit „die Seite sieht alt aus” begründet. Das ist selten der teure Teil des Problems.
Die fünf Prüffragen
1. Läuft das System noch mit Sicherheitsupdates? Wenn nein, ist die Entscheidung gefallen. Alles andere ist Diskussion über die Farbe eines Autos ohne Bremsen.
2. Bringt die Seite heute Anfragen? Wenn ja, ist Vorsicht geboten: Ein Relaunch ohne saubere Weiterleitungen kostet einen Teil davon.
3. Passt die Struktur zur Zielgruppe? Wenn die Navigation nach internen Abteilungen gegliedert ist, während Kunden nach Problemen suchen, ist das ein inhaltliches Problem. Es lässt sich oft ohne Neubau lösen.
4. Kostet jede Änderung Entwicklerzeit? Wenn du keinen Text ohne Agentur ändern kannst, ist das ein Grund für einen Neubau, unabhängig von der Optik.
5. Ist sie auf dem Smartphone bedienbar? Wenn nicht, und das System kein responsives Layout kann, ist Nachrüsten meist teurer als neu.
Was Optimierung typischerweise umfasst
Ladezeit, Inhalte an den Suchanfragen ausrichten, Navigation vereinfachen, Formulare kürzen, Vertrauenselemente ergänzen. Das liegt in der Größenordnung eines kleineren Projekts und wirkt oft schneller als ein Relaunch.
Warum ein Relaunch selten das erwartete Problem löst
Wenn die Seite keine Anfragen bringt, liegt es meistens nicht am Design. Häufiger sind: kein klares Angebot, keine Sichtbarkeit für die relevanten Suchanfragen, oder ein Formular, das niemand ausfüllt. Ein neues Design mit denselben Inhalten ändert daran nichts.
Wie du zur Entscheidung kommst
Eine Bestandsaufnahme, die technischen Zustand, Sichtbarkeit und Nutzerverhalten zusammen betrachtet. Genau das ist der Umfang eines Digital Health Checks. Die Kostenseite steht in Website-Redesign oder Neubau?.