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Amazon Pay
Payment & Zahlungsanbieter kostenpflichtig 🌍 Drittland USA

Amazon Pay

Zahlungsdienst von Amazon für Online-Händler. Kunden bezahlen mit ihren hinterlegten Amazon-Kontodaten, ohne neue Accounts anzulegen. Hohe Markenbekanntheit, schneller Checkout und integrierter Betrugschutz.

Übersicht zu Amazon Pay: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben wurden am 17.08.2026 gegen die Herstellerseite geprüft. Ein Teil davon lässt sich technisch nicht dauerhaft belegen — maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.

Was ist Amazon Pay?

Amazon Pay ist der Zahlungsdienst von Amazon für Online-Händler. Kunden, die ein Amazon-Konto besitzen, können damit in Drittanbieter-Shops bezahlen, ohne sich neu registrieren oder Zahlungsdaten eingeben zu müssen. Das System greift auf die bereits im Amazon-Konto hinterlegten Kreditkarten, Debitkarten, SEPA-Bankverbindungen und Lieferadressen zu.

Betreiber ist die Amazon Payments Europe S.C.A. mit Sitz in Luxemburg, eine Tochter des US-Konzerns Amazon. Der Dienst ist seit Jahren in Europa aktiv und in Deutschland eines der bekannteren Zahlungsmittel im E-Commerce.

Für Händler entsteht der Wert vor allem durch die Reichweite: Hunderte Millionen Amazon-Kunden haben bereits ein Konto und kennen den Checkout-Prozess. Amazon selbst gibt in einer Studie eine um 35 Prozent höhere Konversionsrate im Vergleich zu herkömmlichen Checkouts an, wobei diese Zahl mit der gebotenen Vorsicht zu interpretieren ist, da sie aus eigenem Interesse veröffentlicht wurde.

Für wen eignet sich Amazon Pay?

Amazon Pay eignet sich besonders für B2C-Online-Händler, deren Zielgruppe stark mit Amazon vertraut ist. Das gilt für viele Bereiche des Massenmarkts: Mode, Elektronik, Haushalt, Sport, Beauty. Wer eine amazon-affine Kundschaft hat, kann mit Amazon Pay Checkout-Abbrüche reduzieren.

Weniger geeignet ist Amazon Pay für B2B-Shops, bei denen Firmenkonten und Rechnungszahlung im Vordergrund stehen, für Nischenmärkte mit weniger Amazon-Affinität oder für Händler, die keine direkte Weitergabe von Kundendaten an Amazon akzeptieren wollen.

Amazon Pay im Arbeitsalltag

Ein Shopware-Händler im Bereich Haushaltsartikel bindet Amazon Pay über das offizielle Plugin ein. Kunden, die bereits auf Amazon einkaufen, sehen den bekannten Amazon-Button im Checkout, klicken darauf, bestätigen Adresse und Zahlungsmittel mit einem Klick und schließen den Kauf ab. Die Conversion auf der Checkout-Seite steigt messbar, da der Medienbruch durch Dateneingabe entfällt. Wiederkehrende Kunden müssen keine neuen Passwörter verwalten.

Preise und Pläne

Amazons Gebührenübersicht kennt ausschließlich transaktionsbezogene Posten: eine prozentuale Bearbeitungsgebühr auf den Zahlungsbetrag und eine Autorisierungsgebühr, die pro Autorisierung anfällt und nicht erstattungsfähig ist. Für Deutschland liegt die Bearbeitungsgebühr bei einem monatlichen Zahlungsvolumen unter 50.000 EUR bei 1,9 %, die Autorisierungsgebühr bei 0,35 EUR. Ein Beispielkauf über 10 EUR kostet dich damit 0,54 EUR.

Über 50.000 EUR monatlichem Zahlungsvolumen veröffentlicht Amazon keine Preise mehr: Dort verweist die Tabelle auf den Vertrieb, ein Zahlungsvolumenrabatt lässt sich beantragen. Nutzt du die Monatsabrechnung als Zahlungsart, gilt statt der Bearbeitungsgebühr ein Satz von 2,45 % plus dieselben 0,35 EUR Autorisierungsgebühr. Kommt die Zahlung von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, fällt zusätzlich eine Gebühr für grenzüberschreitende Transaktionen an, gestaffelt bis 3,3 % für den Rest der Welt. Die Sätze unterscheiden sich je Land, in dem dein Händlerkonto geführt wird. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Amazon Pay liefert einen klaren Vorteil bei der Checkout-Conversion: Der Wegfall der Dateneingabe senkt die Abbruchquote, besonders auf Mobile. Die Reichweite des Amazon-Ökosystems und der integrierte Betrugschutz sind weitere Pluspunkte. Die Integration in gängige Shop-Systeme ist gut dokumentiert und über offizielle Plugins verfügbar.

Die Kehrseite: Amazon erhält Einblick in Transaktionsdaten, was datenschutzsensiblen Händlern zu denken geben sollte. Die Gebühren liegen höher als bei reinen PSPs wie Mollie oder Stripe. Und wer auf Kundschaft setzt, die Amazon aus Prinzip meidet, zieht keinen Nutzen aus dem Dienst.

Alternativen zu Amazon Pay

Für günstigere Transaktionsgebühren und einfacheres Onboarding: Mollie. Für Enterprise-Payment mit globalem Anspruch: Adyen. Für flexible Ratenzahlung und BNPL: Klarna. Mehr zu Zahlungsoptimierung im Online-Shop: E-Commerce.

Überblick

Amazon Pay ist eine sinnvolle Ergänzung im Zahlungsmix für B2C-Händler mit amazon-affiner Kundschaft. Die Stärke liegt klar in der Markenbekanntheit und dem reibungslosen Checkout für bestehende Amazon-Kunden. Wer seine Conversion verbessern und Abbrüche im Checkout reduzieren will, findet hier ein gut etabliertes Werkzeug.

Als alleiniger Zahlungsdienstleister reicht Amazon Pay nicht aus. Die Gebühren sind nicht die günstigsten, und wer keine starke Überschneidung mit Amazon-Nutzern hat, sieht wenig Effekt. Als Teil eines breiten Zahlungsmix ist Amazon Pay eine solide Option.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Rein transaktionsbezogene Abrechnung. Für Deutschland bei einem monatlichen Zahlungsvolumen unter 50.000 EUR: 1,9 % Bearbeitungsgebühr plus 0,35 EUR Autorisierungsgebühr je Autorisierung. Über 50.000 EUR nennt Amazon keine Konditionen, ein Zahlungsvolumenrabatt ist auf Anfrage möglich. Monatsabrechnung als Zahlungsart: 2,45 % plus 0,35 EUR. Zusätzlich Gebühr für grenzüberschreitende Transaktionen. Gebühren variieren nach Land. Stand: August 2026.
Herkunft
🌍 USA Drittland
Übermittlung personenbezogener Daten nur mit zusätzlichen Garantien, etwa Standardvertragsklauseln.
Features
  • Checkout mit gespeicherten Amazon-Konto-Daten (Adresse + Zahlungsmittel)
  • Kreditkarte, Debitkarte, SEPA-Lastschrift und Monatsabrechnung
  • Erweiterter Betrugschutz durch Amazon-Technologie
  • Wiederkehrende Zahlungen und Abonnements
  • Integrationen für Shopware, WooCommerce, Adobe Commerce, JTL
  • APIs und SDKs für individuelle Integrationen
  • Händler-Dashboard mit Transaktionsübersicht und Reporting
  • A-to-z-Garantie als optionaler Käuferschutz

Vorteile

  • + Hunderte Millionen Amazon-Konten als potenzielle Käuferschaft
  • + 35 % höhere Konversionsrate laut Amazon-Studie
  • + Schneller Checkout ohne Neuregistrierung senkt Abbruchquote
  • + Amazon-Betrugschutz inklusive
  • + Breite Plugin-Verfügbarkeit für gängige Shop-Systeme

Nachteile

  • - Amazon-Datenzugriff auf Transaktions- und Kundendaten
  • - Transaktionsgebühren über dem Niveau einfacher PSPs wie Mollie
  • - Nicht geeignet für B2B oder Nischenshops ohne Amazon-affine Kundschaft
  • - Betrieben über luxemburgische Gesellschaft, kein EU-Hauptsitz

Tags

Payment Checkout E-Commerce Conversion PSP

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