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Was ist Streckengeschäft / Dropshipping?

Was ist Streckengeschäft? Du verkaufst, der Lieferant versendet direkt – warum das im ERP besonders abgebildet werden muss und welche Risiken es gibt.

BD-Roboter koordiniert Streckengeschäft mit direktem Versand vom Lieferanten zum Kunden

Beim Streckengeschäft, auch Dropshipping genannt, verkaufst du ein Produkt, das du nicht selbst lagerst. Der Kunde kauft bei dir, du bestellst beim Lieferanten, und der Lieferant versendet direkt an deinen Kunden. Du bist der Händler, aber die Ware berührt dein Lager nie.

Das klingt nach einem schlanken Modell. Es ist aber operativ komplexer als es aussieht.

Warum Streckengeschäft im ERP besonders abgebildet werden muss

In einem normalen Lagerverkauf läuft es so: Bestellung eingehend, Lagerbewegung auslösen, Versand. Im Streckengeschäft gibt es keine Lagerbewegung bei dir. Das ERP muss das als eigenen Prozesstyp erkennen, weil sonst der Lagerbestand fälschlicherweise auf null läuft oder die Buchhaltung inkonsistente Buchungen erzeugt.

Außerdem entsteht buchhaltungstechnisch eine Kette: Lieferantenrechnung, Kundenrechnung, und die Marge dazwischen. Wenn das ERP Streckengeschäfte nicht explizit unterstützt, führt das zu manuellen Korrekturbuchungen und fehleranfälligen Prozessen.

Was du beachten musst

Lieferantenbestand ist nicht dein Bestand. Wenn du Produkte von fünf verschiedenen Lieferanten im Streckengeschäft anbietest, ist deine Verfügbarkeitsanzeige im Shop nur so gut wie die Daten, die dir deine Lieferanten in Echtzeit liefern. Ohne Lieferanten-API-Anbindung bist du blind.

Lieferzeiten und Versandoptionen sind nicht kontrollierbar. Du vertraust darauf, dass dein Lieferant zuverlässig und schnell versendet. Beschwerden landen trotzdem bei dir.

Bei unseren ERP-Projekten richten wir Streckengeschäftsprozesse in Xentral so ein, dass sie automatisch laufen und buchhaltungskonform sind. Das spart erheblich manuelle Arbeit und reduziert Fehler.

Streckengeschäft vs. klassisches Dropshipping

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, haben aber Nuancen. Streckengeschäft ist der traditionelle B2B-Begriff: Du hast feste Verträge mit deinen Lieferanten, kalkulierst mit klaren Margen, hast verlässliche Lieferzeiten. Dropshipping aus dem D2C-Kontext meint oft eine offene, AliExpress-typische Variante mit unbekannten Lieferzeiten und stark schwankender Qualität. Letztere ist riskant: Käuferschutz-Beschwerden, Stornos und schlechte Bewertungen häufen sich. Streckengeschäft mit etablierten Großhändlern ist ein solides Geschäftsmodell, Dropshipping aus Fernost ein gewagtes.

Mehrwertsteuer und Reihengeschäft

Steuerlich entstehen beim Streckengeschäft sogenannte Reihengeschäfte: Lieferant → Händler → Endkunde, aber die Ware geht direkt vom Lieferanten zum Kunden. Bei innerdeutschen Geschäften unkritisch. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen wird es schnell komplex: Wer schuldet wo welche Mehrwertsteuer? Wer hier ohne Steuerberater agiert, riskiert Nachforderungen. Vor dem Start internationaler Streckengeschäfte lohnt eine steuerliche Prüfung.

Du betreibst Dropshipping und willst es sauber im ERP abbilden? Lass uns das einrichten.

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