Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Eine skalierbare Software kann mit wachsendem Nutzungsvolumen umgehen, ohne dass die Architektur grundlegend umgebaut werden muss. Heute 100 Nutzer, morgen 10.000, in drei Jahren 100.000. Eine nicht skalierbare Software wird genau dann zum Problem, wenn das Geschäft wächst, sie also langsam, teuer im Betrieb oder instabil wird und das Wachstum ausbremst.
Das klingt wie ein “Nice to have” für große Unternehmen. Es ist es nicht, denn Skalierbarkeit muss von Anfang an in der Architektur berücksichtigt werden. Nachträglich skalierbar machen ist fast immer aufwendiger als es von Beginn an richtig zu bauen.
Was Skalierbarkeit technisch bedeutet
Zwei Dimensionen: vertikal und horizontal. Vertikale Skalierung bedeutet, den Server stärker zu machen, mehr CPU, mehr RAM. Das hat Grenzen. Horizontale Skalierung bedeutet, mehr Server hinzuzufügen. Das hat theoretisch keine Grenzen, setzt aber voraus, dass die Software so gebaut ist, dass sie auf mehreren Servern gleichzeitig laufen kann.
Datenbankabfragen sind meistens der erste Engpass. Eine schlecht optimierte Abfrage, die bei 100 Nutzern 50 Millisekunden dauert, kann bei 10.000 Nutzern mehrere Sekunden dauern. Datenbankarchitektur und Indexierung sind deshalb keine Detailentscheidungen, sondern Architekturentscheidungen.
Warum Startups das oft unterschätzen
“Erstmal bauen, dann skalieren” ist ein Ansatz mit Logik dahinter, er spart Entwicklungszeit wenn das Produkt noch nicht bewiesen ist. Aber er hat einen Preis: Wenn das Produkt erfolgreich ist und skaliert werden muss, kann das einen kompletten Neuaufbau bedeuten.
Die Balance ist: Keine unnötige Komplexität von Beginn an, aber keine Entscheidungen treffen die offensichtlich zu Sackgassen führen.
Bei unseren Softwareprojekten planen wir Skalierbarkeit von Anfang an ein, ohne sie überzutechnologisieren. Der Anspruch ist: eine Architektur, die noch in drei Jahren funktioniert.