Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Sowohl Xentral als auch JTL-Wawi bringen eine Shopify-Anbindung mit. Die technische Verbindung ist an einem Tag eingerichtet. Was länger dauert, ist die Entscheidung, wie die Daten fließen sollen.
Die Führungsfrage
Für jeden Datentyp muss feststehen, welches System die Wahrheit hält.
Artikelstammdaten. Meist das ERP. Dann werden Artikel dort angelegt und nach Shopify übertragen. Wer im Shop anlegt und ins ERP schiebt, bekommt früher oder später Dubletten.
Bestand. Immer das ERP. Der Shop ist Empfänger, nie Quelle.
Preise. In der Regel das ERP, mit Ausnahmen für Aktionspreise, die im Shop gepflegt werden. Diese Ausnahme muss die Schnittstelle kennen, sonst überschreibt der nächste Abgleich die Aktion.
Aufträge. Immer Shopify als Quelle, das ERP als Empfänger. Statusänderungen laufen zurück.
Was die Konnektoren mitbringen
JTL-Wawi hat mit dem eigenen Konnektor eine ausgereifte Shopify-Anbindung, die Artikel, Varianten, Bestände, Aufträge, Zahlungen und Versand abdeckt. Für Standardfälle ist das eine Konfigurationsaufgabe. Grundlagen unter Was ist JTL-Wawi.
Xentral verbindet sich ebenfalls direkt mit Shopify und ist stärker, wenn zusätzlich Fulfillment, Buchhaltung und Mehrkanalvertrieb im selben System laufen sollen. Details unter Was ist Xentral.
Wo es in der Praxis hakt
An den Varianten. Shopify und ERP führen Varianten unterschiedlich, und ohne saubere SKU-Zuordnung landen Bestände auf den falschen Einheiten. Die SKU muss in beiden Systemen identisch und eindeutig sein, das ist die Grundbedingung.
Der zweite Punkt sind Zahlarten und Gebühren. Shopify liefert Zahlungsdaten in eigener Struktur. Wie die in die Buchhaltung übernommen werden, gehört vor dem Start geklärt, nicht beim ersten Monatsabschluss.
Der Ablauf
Erst die Datenstruktur bereinigen, dann verbinden, dann in einem Testlauf mit echten Aufträgen prüfen, dann umstellen.
Umsetzung: ERP & Warenwirtschaft.