Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Performance Max, kurz PMax, ist Googles automatisierter Kampagnentyp. Du lieferst Assets und ein Ziel, Google entscheidet über Kanal, Platzierung, Zielgruppe und Gebot.
Wie es funktioniert
Statt getrennter Kampagnen für Suche, Shopping, Display, YouTube und Gmail gibt es eine Kampagne, die alle Kanäle gleichzeitig bespielt. Du gibst Bilder, Videos, Texte und den Produktfeed hinein, dazu ein Conversion-Ziel und ein Budget.
Wofür du dafür bezahlst
Kontrolle. Du siehst nicht, welcher Kanal wie viel Budget verbraucht, und kannst kaum steuern, wo Anzeigen erscheinen. Suchbegriffsberichte sind stark eingeschränkt, was die klassische Optimierungsarbeit über negative Keywords erschwert.
Wann es sich lohnt
Wenn drei Bedingungen erfüllt sind: sauberes Conversion-Tracking mit Werten, ein gepflegter Produktdatenfeed und genug Conversions, damit das System lernen kann. Als grobe Marke gelten 30 Conversions im Monat, besser mehr.
Sind sie erfüllt, ist PMax oft der effizienteste Weg, Reichweite und Abschlüsse zu verbinden, gerade bei größeren Sortimenten.
Wann es sich nicht lohnt
Bei wenigen Conversions optimiert das System auf Rauschen. Bei erklärungsbedürftigen B2B-Angeboten mit langen Entscheidungswegen fehlt das kurzfristige Signal, an dem der Algorithmus sich orientieren könnte.
Und bei knappen Budgets: PMax verteilt automatisch auf viele Kanäle, was bei kleinen Beträgen dazu führt, dass überall zu wenig ankommt.
Der pragmatische Weg
Erst mit klassischen Such- und Shopping-Kampagnen starten, Daten sammeln, Ausschlusslisten aufbauen. Wenn die Conversion-Basis steht, PMax parallel testen und über mehrere Wochen vergleichen. Nicht umgekehrt.
Was du in jedem Fall einrichten solltest
Markenausschluss. Ohne ihn frisst PMax dein Budget mit Klicks auf deinen eigenen Markennamen, die du ohnehin bekommen hättest. Google stellt dafür eine Ausschlussliste bereit.
Conversion-Werte statt reiner Zählung. Wenn jede Conversion gleich viel wert ist, optimiert das System auf Menge statt auf Umsatz. Bei unterschiedlichen Warenkorbwerten führt das in die falsche Richtung.
Asset-Gruppen nach Sortimentsbereich. Eine einzige Gruppe für alle Produkte macht die Auswertung unmöglich.
Voraussetzung ist in beiden Fällen ein sauberer Feed, siehe Google Shopping einrichten. Betreuung: SEO und Marketing.