Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Anzeigen laufen ab dem ersten Tag. Die Frage ist nicht, wann Klicks kommen, sondern wann du aus den Zahlen etwas ableiten kannst.
Die drei Phasen
Tag 1 bis 7: Sichtbarkeit. Anzeigen laufen, erste Klicks und Suchbegriffe kommen herein. Was du hier siehst, sind Rohdaten. Der Suchbegriffsbericht ist schon jetzt nützlich, um offensichtlich falsche Anfragen auszuschließen.
Woche 2 bis 4: Lernphase. Automatische Gebotsstrategien wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS brauchen Conversions, um zu lernen. Google nennt als Orientierung rund 30 Conversions in 30 Tagen. Solange diese Menge nicht erreicht ist, schwanken die Ergebnisse stark.
Woche 4 bis 6: Bewertbarkeit. Erst jetzt lässt sich sagen, ob ein Kanal trägt. Vorher vergleichst du Wochen mit unterschiedlichen Bedingungen.
Was die Phase unnötig verlängert
Zu häufige Eingriffe. Jede Änderung an Gebotsstrategie oder Kampagnenstruktur startet die Lernphase neu. Wer alle drei Tage nachjustiert, bleibt dauerhaft im Lernen.
Zu kleines Budget. Unter der kritischen Conversion-Menge endet die Lernphase nie.
Fehlendes oder falsches Tracking. Wenn Conversions nicht oder doppelt gemessen werden, lernt das System das Falsche. Das ist der häufigste Grund für enttäuschende Ergebnisse und hat nichts mit den Anzeigen zu tun.
Was du in der Zwischenzeit tun kannst
Suchbegriffe wöchentlich durchgehen und irrelevante ausschließen. Das ist die einzige Optimierung, die in der Lernphase sinnvoll ist, weil sie Budget umlenkt statt das Lernen zu stören.
Der Unterschied zu SEO
Ads liefern sofort Sichtbarkeit und hören sofort auf, wenn du abschaltest. SEO braucht Monate und bleibt. Wie lange genau, steht in Wie lange dauert es, bis SEO Ergebnisse zeigt?.
Betreuung: SEO und Marketing.