Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Für Shops mit gesuchtem Sortiment ist Shopping meist der wirksamste Werbekanal. Der Aufwand liegt nicht in der Kampagne, sondern in den Daten davor.
Der Weg der Daten
Dein Shop erzeugt einen Produktdatenfeed, meist als XML oder über eine App. Der Feed geht ins Google Merchant Center, wo Google die Daten prüft. Erst danach lassen sich in Google Ads Shopping-Kampagnen darauf aufsetzen.
Die Pflichtfelder
Titel, Beschreibung, Bild-URL, Preis, Verfügbarkeit, Zustand, eindeutige Produktkennung. Letztere ist der häufigste Ablehnungsgrund: Google verlangt eine GTIN oder, bei Eigenmarken, Marke plus Herstellernummer.
Dazu Versandkosten und Steuerangaben, die zum tatsächlichen Checkout passen müssen. Weichen sie ab, wird das Konto beanstandet.
Woran die Sichtbarkeit hängt
Der Titel. Das wichtigste Feld. Google gleicht ihn gegen die Suchanfrage ab. „Herrenschuh braun” wird selten gefunden, „Marke Modell Herren Lederschuh braun Größe 43” schon. Die Struktur Marke, Produktname, Merkmale, Größe hat sich bewährt.
Die Bilder. Freisteller vor weißem Hintergrund, ohne Werbetext im Bild. Text im Bild ist ein Ablehnungsgrund.
Die Attribute. Farbe, Größe, Material, Geschlecht. Sie steuern, für welche Filterungen dein Produkt überhaupt in Frage kommt.
Der häufigste Fehler
Den Feed einmal einrichten und nie wieder ansehen. Preise und Bestände müssen aktuell bleiben, sonst zahlst du für Klicks auf Angebote, die es nicht mehr gibt. Und Google beanstandet Abweichungen zwischen Feed und Shop.
Was das kostet
Die Aufnahme ins Merchant Center ist kostenlos, Klicks aus Shopping-Anzeigen werden wie andere Google-Ads-Klicks abgerechnet. Der einmalige Aufwand liegt im Feed und in der Produktdatenpflege.
Wie ein Feed grundsätzlich aufgebaut ist, steht in Was ist ein Produktfeed?. Einrichtung und Betreuung: SEO und Marketing.