Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Die Kanäle unterscheiden sich in einem Punkt grundlegend, und daraus folgt alles Weitere: In der Suche fragt jemand aktiv nach, in einem Feed unterbrichst du.
Wann Google Ads passt
Wenn Menschen nach deinem Produkt suchen. Der Bedarf ist da, du musst nur gefunden werden. Das gilt für Ersatzteile, Fachprodukte, Werkzeuge, Verbrauchsmaterial und alles, wofür es einen etablierten Suchbegriff gibt.
Für Shops ist Google Shopping meist wirksamer als Textanzeigen: Bild, Preis und Händler stehen direkt im Ergebnis. Voraussetzung ist ein gepflegter Produktdatenfeed, siehe Was ist Google Shopping?.
Wann Meta Ads passt
Wenn niemand nach deinem Produkt sucht, weil es niemand kennt. Neue Produktkategorien, Geschenkartikel, Mode, Lifestyle, alles, was über das Bild verkauft. Meta ist außerdem stark im Retargeting: Besucher, die nicht gekauft haben, lassen sich dort günstig wieder ansprechen.
Die ehrliche Reihenfolge
In den meisten Fällen: erst Google, dann Meta. Der Grund ist die Messbarkeit. In der Suche lässt sich der Zusammenhang zwischen Klick und Kauf direkt zeigen. Im Feed wirkt Werbung häufig indirekt, was die Bewertung schwerer macht, gerade seit Tracking-Einschränkungen.
Die Ausnahme sind visuell getriebene Sortimente, bei denen die Suche wenig Volumen hat.
Was in beiden Fällen vorher stehen muss
Sauberes Conversion-Tracking mit Consent Mode. Ohne Messung optimieren beide Plattformen ins Leere, und du kannst hinterher nicht sagen, welcher Kanal getragen hat. Warum dabei Conversions fehlen können, steht in Warum fehlen mir seit dem Cookie-Banner Conversions?.
Wie du beide kombinierst
Der übliche Aufbau: Google trägt die Nachfrage ab, Meta baut Reichweite auf und holt Abbrecher zurück. Wer beides parallel fährt, sollte das Budget nicht halbieren, sondern nacheinander aufbauen, damit jeder Kanal die Datenmenge für eine Bewertung bekommt.
Ein häufiger Fehler ist, beiden Kanälen dieselbe Anzeige zu geben. Was in der Suche funktioniert, ein sachlicher Text mit Preis, geht im Feed unter. Was im Feed funktioniert, ein starkes Bild mit einer Aussage, hat in der Suche keinen Platz.
Betreuung für beide Kanäle: SEO und Marketing.