Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Der Effekt ist real und kein Messfehler: Nach der Einführung eines korrekten Cookie-Banners sinken die gemessenen Conversions. Die Frage ist nur, wie stark und was sich dagegen tun lässt.
Warum die Zahlen sinken
Nicht technisch notwendige Cookies dürfen erst nach aktiver Einwilligung gesetzt werden. Ein Teil der Besucher lehnt ab, je nach Bannergestaltung und Zielgruppe ein erheblicher. Deren Verhalten darf nicht gemessen werden, also fehlt es in den Berichten.
Wichtig zur Einordnung: Die Käufe finden trotzdem statt. Es fehlt die Zuordnung, nicht der Umsatz. Wer die Kanäle nach den gemessenen Zahlen bewertet, unterschätzt sie systematisch.
Was Consent Mode v2 leistet
Statt bei Ablehnung gar nichts zu senden, schickt Google anonyme Signale ohne Identifikatoren. Daraus modelliert Google die fehlenden Conversions hoch. Das ist eine Schätzung, aber eine mit Grundlage, und deutlich besser als eine Lücke.
Zusätzlich braucht es die beiden Parameter für Werbezwecke und Nutzerdaten, die seit März 2024 Voraussetzung für Zielgruppenfunktionen in Google Ads sind.
Die drei häufigsten Einrichtungsfehler
Consent Mode gar nicht aktiv. Das Banner blockiert Tags vollständig, es werden keine anonymen Signale gesendet. Dann fehlt auch die Modellierung.
Falsche Reihenfolge. Die Standardeinstellungen müssen gesetzt sein, bevor irgendein Google-Tag lädt. Sonst feuert das Tag vor der Entscheidung.
Banner blockiert zusätzlich. Wenn die Consent-Plattform Tags hart blockiert statt über den Consent Mode zu steuern, hebt sie den Mechanismus auf.
Wie du den Zustand prüfst
Im Tag-Assistenten oder in der Vorschau des Tag Managers durchspielen: Was passiert bei Ablehnung? Werden Signale gesendet oder gar nichts? Genau das ist Teil eines Tracking-Audits.
Umsetzung und Prüfung: SEO und Marketing.