Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Diese Frage stellt sich meist zum falschen Zeitpunkt: beim Wechsel. Dann ist sie teuer.
Wie es richtig aufgesetzt ist
Das Werbekonto wird auf dein Unternehmen angelegt, mit einer E-Mail-Adresse deiner Domain als Inhaber. Die Agentur verknüpft es mit ihrem Google-Ads-Manager-Konto und bekommt darüber Zugriff. Beim Wechsel wird die Verknüpfung gelöst, das Konto bleibt bei dir.
Dasselbe gilt für Google Analytics, die Search Console, das Merchant Center, den Tag Manager und den Meta Business Manager.
Was du sonst verlierst
Die Conversion-Historie. Der wichtigste Punkt. Googles automatische Gebotsstrategien lernen aus vergangenen Conversions. Diese Lernphase ist nicht übertragbar. Wer mit einem neuen Konto startet, beginnt beim Algorithmus bei null und zahlt einige Wochen Lehrgeld.
Die Ausschlusslisten. Jahre gepflegter negativer Keywords, die verhindern, dass Budget an irrelevante Suchanfragen geht.
Die Zielgruppen. Remarketing-Listen bauen sich über Monate auf und sind an das Konto gebunden.
Die Vergleichsbasis. Ohne Historie kannst du nicht beurteilen, ob die neue Betreuung besser ist als die alte.
Wie du den Zustand jetzt prüfst
Melde dich mit deinem eigenen Google-Konto bei ads.google.com an. Siehst du das Konto und stehst du unter Verwaltung als Administrator? Dann ist alles in Ordnung. Musst du dafür Zugangsdaten der Agentur nutzen, ist es das nicht.
Bei Meta findest du den Zustand im Business Manager unter den Unternehmenseinstellungen: Steht dein Unternehmen als Inhaber der Werbekonten oder die Agentur?
Was tun, wenn es falsch aufgesetzt ist
Ansprechen und ändern lassen. Google bietet dafür eine Übertragung an, Meta ebenfalls. Eine Agentur, die das verweigert oder verzögert, sagt damit etwas über die Zusammenarbeit aus.
Wie ein Wechsel insgesamt abläuft, steht in Wie läuft ein Agenturwechsel ab?.