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Was ist ein Endpoint?

Ein Endpoint ist eine spezifische URL einer API, an die Anfragen gesendet werden. Jeder Endpoint hat eine definierte Funktion: Daten abrufen, anlegen oder ändern.

Robot tippt auf Tastatur mit URL-Struktur und Verbindungspunkten als Endpoint-Darstellung

Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand

Ein Endpoint ist eine spezifische URL innerhalb einer API, an die eine Anfrage gesendet werden kann, um eine bestimmte Aktion auszuführen oder Daten zu erhalten. Jeder Endpoint hat eine klar definierte Funktion.

Konkret: In einem Shop-System gibt es vielleicht einen Endpoint /api/products, der alle Produkte zurückgibt. Der Endpoint /api/orders/123 gibt die Details einer bestimmten Bestellung zurück. Der Endpoint /api/customers kann sowohl zum Abrufen von Kundendaten als auch zum Anlegen neuer Kunden genutzt werden, je nach HTTP-Methode.

HTTP-Methoden und was sie bedeuten

Endpoints funktionieren in Kombination mit HTTP-Methoden. GET holt Daten. POST legt neue Daten an. PUT oder PATCH aktualisiert bestehende Daten. DELETE löscht Daten. Dieselbe URL kann also mehrere Funktionen haben, je nachdem, welche Methode verwendet wird.

GET /api/products gibt die Produktliste zurück. POST /api/products legt ein neues Produkt an. DELETE /api/products/42 löscht das Produkt mit der ID 42. Das ist das Prinzip, auf dem REST-APIs (Representational State Transfer) basieren.

Wie Endpoints in der Praxis genutzt werden

Wenn du deinen Online-Shop mit deinem ERP-System verbindest, sprechen beide Systeme über Endpoints miteinander. Der Shop ruft den Endpoint des ERP ab, um den aktuellen Lagerbestand zu erhalten. Das ERP ruft den Endpoint des Shops ab, um neue Bestellungen abzurufen.

Für Integrationen zwischen Systemen ist das Verständnis von Endpoints wichtig. Jedes System, das eine API anbietet, dokumentiert seine Endpoints: URL, erwartete Parameter, mögliche Antworten und Fehlercodes.

Sonderfall: Modell-Endpoints bei KI-Diensten

Auch KI-Anbieter stellen ihre Modelle über Endpoints bereit. Bei OpenAI läuft alles über eine Chat-URL, das konkrete Modell wählst du über einen Parameter. Anthropic staffelt drei Klassen: ein Opus-Modell für die schwierigsten Aufgaben, ein Sonnet-Modell als starke Mitte, ein Haiku-Modell für schnelle und günstige Verarbeitung.

Die Wahl ist damit direkt ein Kostenhebel: Zwischen dem großen Modell eines Anbieters und seiner Mini-Variante liegt beim Token-Preis typischerweise ein Faktor von zehn bis zwanzig. Ein System mit gemischten Aufgaben nutzt deshalb oft mehrere Endpoints.

Zwei Regeln haben sich dabei bewährt. Erstens: Der Modellname gehört in die Konfiguration, nicht in den Code. Wenn ein Anbieter ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis liefert, willst du es ohne Deployment testen können. Zweitens: Plane eine Fallback-Logik ein, die bei Zeitüberschreitung oder erreichtem Limit auf einen anderen Endpoint umschaltet.

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