TeleCash
Zahlungsdienstleister für Kartenzahlung am Point of Sale und im Onlineshop. Rechtsträger ist die First Data GmbH in Bad Homburg, von der BaFin als E-Geld-Institut zugelassen und Teil der Fiserv-Gruppe. girocard-Netzbetrieb, Acquiring und Terminals laufen über einen Vertrag.
Übersicht zu TeleCash: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 21.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist TeleCash?
TeleCash ist die Marke, unter der ein deutscher Zahlungsdienstleister Kartenterminals, girocard-Netzbetrieb und Acquiring verkauft. Rechtsträger ist die First Data GmbH, Marienbader Platz 1, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe, eingetragen beim Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe unter HRB 14567, Umsatzsteuer-ID DE180607640. Als Geschäftsführer nennt das Impressum Oliver Lohmüller-Gillot als Sprecher sowie Mark Freese und Axel Pinkernell. Die Gesellschaft ist „von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn, als E-Geld-Institut zugelassen und beaufsichtigt”. Bonn ist damit die Anschrift der Aufsicht, nicht der Sitz des Anbieters.
Konzernmutter ist Fiserv. Die Über-uns-Seite schreibt „Aus First Data TeleCash wird TeleCash from Fiserv” und stellt „Fiserv, Inc. (NASDAQ: FISV)” als „einer der international führenden Anbieter von Zahlungs- und Finanztechnologien” vor. Im Alltag begegnen Händlern deshalb drei Firmierungen: die Marke TeleCash, die First Data GmbH als Rechtsträger samt Fußzeilen-Copyright „© 2026 First Data GmbH”, und für schriftliche Beschwerden die Adresse „FDR Limited LLC Zweigniederlassung Deutschland, Nelson-Mandela-Platz 18, 90459 Nürnberg”. Für Österreich tritt eine eigene Gesellschaft auf, die Datenschutzseite führt Unterlagen „zu Kartenzahlungen (First Data Austria GmbH)”.
Das Angebot deckt beide Kanäle ab. Am Point of Sale verkauft TeleCash Terminals für Theke, mobilen Einsatz und Automaten, im E-Commerce das Internet Payment Gateway. Auf der Seite zur Kartenakzeptanz heißt es: „Unter der Marke TeleCash bieten wir nicht nur unseren Netzbetrieb, sondern auch unser Acquiring-Geschäft an.” Zur Größe nennt der Anbieter zwei Zahlen, die nicht zueinander passen. Die Startseite wirbt mit „Über 300.000 installierte Zahlungsverkehrsterminals”, die Über-uns-Seite schreibt: „Mit über 250.000 Terminals betreibt TeleCash heute die Bezahllösung für mehr als 100.000 Kunden in verschiedensten Branchen und Vertriebskanälen.” Die Selbsteinordnung „Unter den Top 3 Zahlungsdienstleistern in Deutschland” steht ohne Quelle und Datum daneben.
Für wen eignet sich TeleCash?
Die Zielgruppe ist der stationäre Umsatz. Die Branchenseiten adressieren Gastronomie, Restaurants, Bäckereien, Apotheken, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Ämter und Behörden, ÖPNV, Stadien und Arenen sowie Betreiber von E-Ladesäulen. Zur eigenen Kundenstruktur schreibt TeleCash: „Viele unserer Kundinnen und Kunden sind kleine und mittlere Unternehmen. Wir haben jedoch auch Erfahrung bei der Entwicklung von Lösungen für Großunternehmen, Behörden und das Gesundheitswesen.” Für die Clover-Geräte wird das konkreter: Sie „eignen sich für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen in nahezu jeder Branche: Von Bäckereien, Cafés und Restaurants über Einzelhandel bis hin zu Apotheken, Friseursalons, Fitnessstudios und Kosmetikstudios.”
Wer online verkauft, bekommt das Internet Payment Gateway, und das richtet sich an Entwickler: „Das Bezahlsystem lässt sich durch Shopmodule leicht einbinden, passend in jedes Shopsystem.” Ohne Programmierkenntnisse zielt die Webshop-Lösung auf Einsteiger, mit der sich laut Anbieter „innerhalb weniger Minuten” ein Onlineshop eröffnen lässt. Welche Zahlart sich in einem bestehenden Shop wirklich rechnet, prüfen wir in E-Commerce-Projekten regelmäßig gegen die Alternativen.
Drei Dinge sprechen gegen TeleCash, und alle drei stehen in der eigenen FAQ. Erstens die Bindung: „Grundsätzlich beträgt die Laufzeit gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen mindestens 48 Monate, soweit nichts anderes vereinbart wurde.” Wer ein Terminal für eine Saison, einen Markt oder ein Pop-up braucht, bindet sich damit über ein Mehrfaches der eigentlichen Nutzungsdauer. Zweitens der Weg zum Preis: Konditionen gibt es erst im Vertrag, ein Selbstbedienungs-Einstieg existiert nicht. Drittens das Bankkonto. Zur Voraussetzung für die Gutschrift schreibt die FAQ: „Grundsätzlich können Sie eine IBAN von jeder deutschen Bank angeben, vorausgesetzt das Geschäftskonto ist für ec Zahlungen zugelassen, damit Umsätze verbucht werden können.” Genannt wird also die deutsche Bankverbindung, und das Konto muss die Zahlungsdatei verarbeiten können.
TeleCash im Arbeitsalltag
Der Einstieg läuft über den Vertrieb, nicht über einen Warenkorb. Auf jeder Produktseite steht „Angebot anfragen”, dazu ein Formular und die Zusage „Selbstverständlich senden wir Ihnen gerne ein Angebot für neue Hardware und den dazu passenden Konditionen zu”. Telefonisch erreichbar ist der Vertrieb unter 0800 00228 00. Nach Vertragsabschluss gilt: „Ihre vereinbarten Konditionen können Sie Ihrem abgeschlossenen Vertrag entnehmen.”
Im Betrieb hängt der Geldfluss am Kassenschnitt. Das beschreibt die FAQ genauer als die Produktseiten: „Erst durch diesen werden die Zahlungsdaten an Ihre Hausbank übermittelt (Ausnahme Kreditkartenzahlungen).” Und weiter: „Bei einem Kassenschnitt erfolgt keine Überweisung auf Ihr Konto, sondern es wird eine Zahlungsdatei verschickt. Ihre Bank muss diese Datei verarbeiten können, damit die Umsätze von den Karteninhabern abgebucht werden und Ihrem Konto gutgeschrieben werden können.” Wer ausbleibende Umsätze sucht, prüft also zuerst den Kassenschnitt und dann die Hausbank. Für Clover nennt der Anbieter einen Zeitrahmen: „Je nach Bank befinden sich Einzahlungen innerhalb von 1 bis 3 Werktagen auf Ihrem Geschäftskonto”, und „bei vielen Unternehmen bereits am nächsten Arbeitstag”. Reißt die Verbindung, laufen die Zahlungen weiter, denn „alle Clover™ Lösungen akzeptieren Transaktionen auch offline und verarbeiten sie, sobald die Internetverbindung wiederhergestellt ist”.
Die Verwaltung ist auf zwei Portale verteilt. Terminalrechnungen liegen im Customer Care Center, Kreditkartenabrechnungen im Merchant Online Portal. Den Zugang sichert eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, mit der Kunden laut FAQ „als Inhaber eines Online-Kontos Ihre Identität” bestätigen. Im Customer Care Center stehen „die Rechnungen der letzten 18 Monate kostenlos” bereit, im Merchant Online Portal „die Abrechnungen der letzten 12 Monate kostenlos”, und die Umsätze der letzten 12 Monate stehen „kostenfrei im Customer Care Center” bereit. Eine Warnung schiebt der Anbieter nach: „Bitte beachten Sie, dass dies kein Ersatz für Ihre Händlerbelege ist!” Für Stammdatenänderungen gibt es im Portal den Reiter „Anfrage/Auftrag”, alternativ ein unterschriebenes Formular per E-Mail.
Im E-Commerce bleibt die Arbeit beim Entwickler. Der Downloadbereich stellt „Shop-Plugins, IPG-Schnittstellen, Handbücher, Codebeispiele und mehr” bereit, verfügbar sind unter anderem die IPG Hosted Payment Page, die Checkout Solution, die Web Service API und die Payment REST API. Sicherheitsseitig nennt TeleCash 3-D-Secure und „Strong Customer Authentication”, außerdem: „Wir übernehmen die Risiken für Zahlungsausfälle bei Lastschriftzahlungen und setzen Forderungen aus Rücklastschriften für Sie durch.”
Am Ende des Vertrags wird es wieder formal. Gekündigt wird schriftlich, „von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben”, danach kommt „Ein Retourenschein sowie Paketaufkleber zur kostenlosen Rücksendung”. Als veröffentlichte Referenz nennt der Anbieter unter anderem Holland Park mit dem Zitat, man könne „ganzjährig alle Bezahlwünsche unserer Kunden abdecken, an insgesamt 40 Bezahlstationen”. Die Angabe stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
TeleCash veröffentlicht keine Konditionen. Im Hauptmenü steht kein Preispunkt, sondern „Terminals”, „E-Commerce”, „Kartenakzeptanz”, „Partner werden” und „Service”, und die Adressen telecash.de/pricing, /preise, /plans und /prices liefern keine Seite. Was die monatliche Rechnung enthält, beschreibt die FAQ abstrakt: „Gemäß Ihrem abgeschlossenen Vertrag werden monatlichen Pauschalen, Transaktionen und entgeltpflichtige Funktionen abgebildet.”
Für die laufenden Transaktionsentgelte nennt der Anbieter die Struktur, aber keinen Satz. Das ec cash-Disagio „setzt sich aus dem umsatzsteuerfreien ec-Interbankenentgelt für die Autorisierung durch die kartenausgebende Bank und dem umsatzsteuerpflichtigen Konzentratorentgelt zusammen”, und es fällt nur bei PIN-Zahlungen an: „Bitte beachten Sie, dass das ec cash-Disagio nur bei getätigten PIN Zahlungen anfällt.” Wie hoch Interbanken- und Konzentratorentgelt sind, steht nirgends auf der Website. Beim garantierten Lastschriftverfahren bleibt es ebenso allgemein, dort heißt es nur, GLV sei „noch günstiger als das Girocard-Verfahren”, und für GLVflex: „Für Sie gelten dabei unabhängig von der flexibel gewählten Zahlart immer die gleichen Gebühren.”
Konkrete Beträge nennt die Website an genau drei Stellen, und alle drei sind Nebenentgelte aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Rechnungen, die älter sind als 18 Monate, kommen auf Wunsch per Post, „dass hierfür gemäß unseres Preis- und Leistungsverzeichnisses 9,50 € pro Kopie berechnet werden”. Für Abrechnungen jenseits der 12 Monate gilt: „gemäß unserem Preisleistungsverzeichnis für die Erstellung pro Abrechnungsduplikat EUR 14,95 berechnet wird”. Und der Sicherheitsschlüssel für die Debitkarten-Nutzung, der „jährlich ausgetauscht werden muss”, ist „mit jährlich 20,00 Euro kostenpflichtig”. Dazu kommt ein Posten, der leicht übersehen wird: Die Service-Hotline ist nicht kostenlos, sondern „Unabhängig von der Dauer des Anrufes 0,20 € aus deutschen Festnetzen und Mobilfunknetzen”, erreichbar „Mo - Fr. 8.00 bis 18.00 Uhr (Feiertage ausgenommen)”.
Kostenfrei sind nach Anbieterangabe die Portalfunktionen innerhalb der genannten Zeiträume, die Terminalrücksendung nach der Kündigung, Funktionen aus dem Clover App-Markt und die Wallet-Akzeptanz: „kontaktlose Apple Pay- und Google Pay-Zahlungen ohne zusätzliche Kosten”. Eine Mengengrenze gibt es beim GLV: „GLV Basic ist ideal für Händlerinnen und Händler mit bis zu zehn Terminals und einem durchschnittlichem Belegumsatz von maximal 150 Euro”, darüber verweist der Anbieter auf GLV Premium. Vertragsseitig gilt die Laufzeit von mindestens 48 Monaten, und ohne Kündigung drei Monate vor Ablauf „verlängert sich diese automatisch um jeweils 12 Monate”. Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Rechtsträger ist eine deutsche GmbH mit Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe, von der BaFin als E-Geld-Institut zugelassen und beaufsichtigt
- „Wir verfügen über eine Zulassung als Netzbetreiber im girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft”, die Transaktionsabwicklung entspricht dem PCI DSS
- „Seit Januar 2009 sind zentrale Verarbeitungssysteme nach der ISO-Norm 27001 für Informationssicherheits-Management durch die DEKRA zertifiziert”, der Datenschutz ist zusätzlich vom TÜV Rheinland zertifiziert und wird „durch die TÜV Rheinland i-sec GmbH jährlich überwacht”
- Gegen Systemausfälle nennt der Anbieter „ein unabhängiges Backup-Notfall-Konzept”
- Breite Hardwareauswahl von der Theke bis zum Automaten, inklusive Modulen für „Solarbetriebene und damit akkubetriebene Automaten”
- Clover-Terminals akzeptieren Zahlungen auch ohne Internetverbindung und verarbeiten sie später nach
- Beschwerden werden „grundsätzlich spätestens innerhalb von 15 Arbeitstagen” beantwortet und „nicht später als 35 Arbeitstage nach Eingang der Beschwerde abschließend”, danach steht der Weg zur BaFin offen
Schwächen:
- Keine Preisseite, kein Preispunkt im Menü, keine veröffentlichten Transaktionssätze
- Mindestlaufzeit von 48 Monaten laut AGB, Verlängerung um jeweils 12 Monate ohne rechtzeitige Kündigung
- Kündigung nur schriftlich und mit Unterschrift einer zeichnungsberechtigten Person
- Rechnungskopie 9,50 € pro Stück, Abrechnungsduplikat EUR 14,95, Schlüsseleinbringung 20,00 Euro pro Jahr
- Hotline mit 0,20 € pro Anruf und Erreichbarkeit nur montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr
- Rechnungen und Abrechnungen sind nur 18 beziehungsweise 12 Monate im Portal verfügbar, danach kostenpflichtig
- Die Gutschrift setzt ein Geschäftskonto voraus, das „für ec Zahlungen zugelassen” ist und die Zahlungsdatei verarbeiten kann
- Das Virtual Terminal in der Legacy-Variante trägt im Entwicklerbereich den Hinweis „Upcoming decommission (30th June 2026)”
Dazu drei Befunde, die sich nur im Seitenvergleich zeigen. Erstens die schon genannte Terminalzahl: „Über 300.000 installierte Zahlungsverkehrsterminals” auf der Startseite gegen „über 250.000 Terminals” auf der Über-uns-Seite, keine der beiden Angaben mit Datum. Zweitens die Pflegetiefe der Website. Auf der Seite zu kontaktlosen Terminals stand im Oktober 2026 noch ein Aktionsbanner „Nur bis zum 15.12.2022” mit „180 Gratis-Transaktionen inklusive”, und die Entwicklerseite kündigt eine Abschaltung für den 30. Juni 2026 als „upcoming” an, also für ein Datum, das zum Erfassungszeitpunkt vorbei war. Drittens widerspricht sich die Seite zu E-Ladesäulen bei derselben Rechtspflicht selbst: oben „Ab Juli 2023 müssen die E-Ladesäulen kontaktlose Zahlungen per Kreditkarte oder Girocard akzeptieren”, weiter unten „Ab Juli 2024 müssen die E-Ladesäulen dort einfach zugänglich sein”. Die Marktzahlen dieser Seite stammen aus Quellen von 2022.
Alternativen zu TeleCash
Aus derselben Kategorie des Verzeichnisses passen Computop Paygate, Unzer, Square Payments und Viva Wallet als Vergleichspunkte. Computop und Unzer führt das Verzeichnis mit Sitz in Deutschland, Square und Viva Wallet stehen dort mit einem kostenlosen Einstieg. Was die vier im Einzelnen leisten und kosten, steht in ihren eigenen Einträgen.
TeleCash im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst, nicht aus Herstellerangaben.
TeleCash nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 12 von 20 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 5 von 20 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 12.
Einen kostenlosen Einstieg bietet TeleCash nicht. In der Kategorie haben 4 von 20 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Für einen Laden, eine Praxis oder ein Restaurant mit festem Kassenplatz halten wir TeleCash für eine ernsthafte Option. Die regulatorische Basis stimmt, der Rechtsträger sitzt in Deutschland und unterliegt der BaFin, die Zulassung als girocard-Netzbetreiber ist genau das, was man für den deutschen Alltag braucht. Wer Terminal, Netzbetrieb und Acquiring in einem Vertrag bündeln will, muss nicht zwei Anbieter koordinieren, und bei Automaten, Ladesäulen oder Bussen ist die Auswahl an Anbietern ohnehin klein.
Der Preis dafür ist die Bindung. 48 Monate Mindestlaufzeit und eine automatische Verlängerung um ein Jahr sind in einem Markt, in dem Wettbewerber monatlich kündbar anbieten, ein hartes Pfund. Wir würden vor der Unterschrift drei Posten schriftlich festhalten lassen: den Satz für das ec cash-Disagio getrennt nach Interbanken- und Konzentratorentgelt, die Entgelte für Kreditkartenumsätze, und welche Funktionen als „entgeltpflichtige Funktionen” auf der Monatsrechnung landen. Diese drei Zahlen entscheiden über die Gesamtkosten, und keine davon steht auf der Website.
Für reine Onlineshops sehen wir das Gateway nicht als erste Wahl. Die Dokumentation ist vorhanden, die Schnittstellen auch, aber die Struktur mit zwei getrennten Portalen und einer Legacy-Variante, deren Abschaltung seit Monaten als „bevorstehend” ausgewiesen ist, wirkt gewachsen. Dasselbe Bild liefert die Website selbst: Ein Aktionsbanner mit Frist Ende 2022 stünde auf einer gepflegten Seite nicht mehr. Für Payment-Entscheidungen im Shop lohnt deshalb der nüchterne Vergleich mit zwei Alternativen, bevor man sich für vier Jahre bindet.
Wer schon Kunde ist, sollte vor allem die Fristen im Kalender haben. Die Kündigungsfrist von drei Monaten vor Laufzeitende entscheidet darüber, ob ein Wechsel überhaupt möglich ist, und eine verpasste Frist kostet ein weiteres Jahr. Beim Zusammenspiel von Terminal, Kasse und Buchhaltung lohnt der Blick auf die eigene ERP & Warenwirtschaft, bevor man Zusatzleistungen wie CashPooling oder onlineArchive einkauft: Was die Finanzbuchhaltung schon automatisiert abholt, braucht niemand zweimal. Ob sich ein Wechsel rechnet oder der Bestandsvertrag der günstigere Weg ist, klären wir in solchen Fällen gern vorab in einer neutralen Beratung & Betreuung.
Überblick
- ✓ Netzbetrieb und Acquiring unter einer Marke: TeleCash bietet nach eigener Angabe nicht nur den Netzbetrieb, sondern auch das Acquiring-Geschäft
- ✓ Kartenakzeptanz für girocard, Visa, Mastercard, American Express, JCB, Union Pay und Diners, für die Schweiz zusätzlich PostFinance
- ✓ Kontaktlos- und Wallet-Zahlungen per Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay
- ✓ Clover Mini, Flex und Flex Pocket als Android-Terminals mit App-Markt, dazu A77, A960, A8900, V660p, V660c, Base Next und Pad Next
- ✓ Automatenterminals der cVend- und IM-Reihe, nach Anbieterangabe IP65-zertifiziert für Innen- und Außenbereiche
- ✓ Internet Payment Gateway mit Hosted Payment Page, Checkout Solution, Web Service API und Payment REST API
- ✓ Shop-Plugins, IPG-Schnittstellen, Handbücher und Codebeispiele im Entwicklerbereich zum Download
- ✓ Gesichertes Lastschriftverfahren GLV in den Varianten Basic, Premium und GLVflex, mit Abfrage der TeleCash Sperrdatei
- ✓ Zusatzleistungen CashPooling für gebündelte Buchungen, onlineArchive für die Belegarchivierung und SoftConnect für die Kassenanbindung
- ✓ Customer Care Center für Terminalabrechnungen und Merchant Online Portal für Kreditkartenabrechnungen, dazu eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Online-Zugang
- ✓ 3-D-Secure und Strong Customer Authentication im E-Commerce, dazu Risikoübernahme bei Lastschriftzahlungen und Bonitätsabfragen im Bezahlprozess
- ✓ tcGutschrift für die bargeldlose Warenrücknahme und Gutscheinkarten CARDS&emotions
Vorteile
- + Rechtsträger ist eine deutsche GmbH mit Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe, von der BaFin als E-Geld-Institut zugelassen und beaufsichtigt
- + Zulassung als Netzbetreiber im girocard-System der Deutschen Kreditwirtschaft, Transaktionsabwicklung nach PCI DSS
- + Zentrale Verarbeitungssysteme seit Januar 2009 nach ISO 27001 durch die DEKRA zertifiziert, der Datenschutz zusätzlich vom TÜV Rheinland
- + Terminals für Ladentheke, mobilen Einsatz und Automaten, bis hin zu solarbetriebenen Einbaumodulen
- + Clover-Terminals akzeptieren Transaktionen laut FAQ auch offline und verarbeiten sie nach Wiederaufbau der Verbindung
- + Rechnungen, Abrechnungen und Transaktionsübersichten sind in den Portalen für 12 bis 18 Monate kostenlos abrufbar
- + Beschwerdeverfahren mit ausgewiesenen Fristen von 15 und 35 Arbeitstagen, dazu die BaFin als externe Beschwerdestelle
Nachteile
- - Keine Preisseite und kein Preispunkt im Menü: die Konditionen stehen laut FAQ im abgeschlossenen Vertrag
- - Mindestlaufzeit laut AGB 48 Monate, Verlängerung um jeweils 12 Monate, wenn nicht drei Monate vor Laufzeitende gekündigt wird
- - Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben sein
- - Rechnungskopien älter als 18 Monate kosten 9,50 Euro pro Kopie, Abrechnungsduplikate älter als 12 Monate 14,95 Euro
- - Die jährlich fällige Schlüsseleinbringung für die Debitkarten-Nutzung kostet 20,00 Euro
- - Das ec cash-Disagio wird in der FAQ nur in seinen Bestandteilen erklärt, ohne Satz oder Betrag
- - Für die Gutschrift der Umsätze nennt die FAQ eine IBAN einer deutschen Bank, deren Geschäftskonto für ec Zahlungen zugelassen ist
- - Die Service-Hotline kostet 0,20 Euro je Anruf aus deutschen Netzen und ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar
- - Startseite und Über-uns-Seite nennen unterschiedliche Terminalzahlen, über 300.000 gegen über 250.000
- - Veraltete Seiteninhalte: ein Weihnachtsangebot mit Frist 15.12.2022 und eine für den 30. Juni 2026 angekündigte Abschaltung stehen im Oktober 2026 noch online
- - Drei Firmierungen im Außenverhältnis: First Data GmbH im Impressum, TeleCash als Marke, FDR Limited LLC Zweigniederlassung Deutschland als Beschwerdeadresse
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