Scanwiz
Cloud-Software für Lager- und Betriebsmittelverwaltung der Wizlabs GmbH aus Opfikon (Schweiz). Bestände, Chargen, Werkzeugausgabe und Inventur werden per Barcode- oder QR-Scan gebucht, auch offline. Ab 45 € im Monat für bis zu 500 Artikel, Benutzer unbegrenzt.
Übersicht zu Scanwiz: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Scanwiz?
Scanwiz ist eine Cloud-Software für Lagerverwaltung und Betriebsmittelverwaltung. Jeder Artikel und jedes Gerät läuft über einen Barcode oder QR-Code, gebucht wird per Scan am Handy, am Tablet oder mit einem vorhandenen Scanner. Hinter dem Produkt steht laut Impressum die Wizlabs GmbH, Rietgrabenstrasse 10, 8152 Opfikon in der Schweiz, Geschäftsführer ist Nicholas Weingarten. Die Kundendaten liegen laut AGB in deutschen Rechenzentren.
Scanwiz unterscheidet Verbrauchsmaterial, das aufgebraucht wird, und Betriebsmittel, die als einzelnes Objekt mit Inventarnummer zurückkommen. Dazu kommen Chargen mit eigener Nummer und eigenem Verfallsdatum je Lieferung sowie Varianten für Größen und Ausführungen. Ausgabe, Materialanforderung, Inventur, Chargen und Prüfungen sind laut Funktionsseite „keine getrennten Programme, sondern Vorgänge am selben Objekt“.
Wie viele Module das sind, sagt der Anbieter nicht einheitlich: Der Seitentitel der Funktionsübersicht lautet „Sieben Module, ein Bestand“, die Überschrift darunter „Ein Bestand. Acht Module.“ Der Anbieter nennt über 250 Kunden und einen Durchschnitt von 4,9 Sternen über Capterra, GetApp, G2 und OMR. Beides sind Anbieterangaben.
Für wen eignet sich Scanwiz?
Laut Hilfe-FAQ richtet sich Scanwiz an Betriebe, „die Material, Werkzeug und Betriebsmittel im eigenen Lager verwalten“, etwa in Handwerk und Industrie, auf dem Bau, in Arztpraxen, in der Gastronomie oder in Lager und Logistik. Eigene Branchenseiten gibt es für Handwerk & Industrie, medizinische Einrichtungen, Lager & Logistik sowie Hotellerie & Gastronomie. Weil Benutzer und Lagerplätze in jedem Paket unbegrenzt sind, kann das ganze Team mitbuchen, auch über Fahrzeuge und Baustellen hinweg.
Den kaufmännischen Teil deckt Scanwiz nicht ab. Die FAQ sagt das selbst: Verkauf, Rechnungen, Versand und Buchhaltung gehören nicht dazu, und es gibt keine fertigen Konnektoren zu Shop- oder Buchhaltungssystemen. Wer Bestände mit einem Onlineshop abgleichen will, kommt nur über die REST-API weiter, und die gibt es erst im Business-Paket.
Scanwiz im Arbeitsalltag
Den Start beschreibt der Anbieter in vier Schritten. Lagerartikel, Kategorien, Lagerorte, Mengen und Werte kommen aus Excel. Danach werden QR-Etiketten gedruckt und angebracht oder vorhandene Barcodes und Seriennummern hinterlegt. Ab dann entsteht jede Buchung per Scan, und am Ende stehen Inventur, Reports und Einkaufsliste.
Im Betrieb öffnest du die App, wählst einen Modus und scannst: Info zeigt Bestand und Lagerort, Entnahme bucht ab, Transfer lagert um. Bei einer Werkzeugausgabe scannst du erst das Profil der Person, Baustelle oder des Fahrzeugs, dann das Gerät, und bestätigst. Im Serien-Scan bleibt das Scanfenster offen, gebucht wird am Ende gemeinsam. An der Ausgabetheke läuft das als Self-Checkout mit Bildschirm und angeschlossenem Scanner; die Mitarbeitenden identifizieren sich über ihren Profil-QR, ein Benutzerkonto brauchen sie nicht. Ohne Netz erfasst die App lokal und überträgt später.
Jede Buchung hält Zeitpunkt, Benutzer, Artikel, Menge und Lagerort fest, wo hinterlegt auch Charge, Seriennummer und Projekt. Fällt ein Artikel unter den Mindestbestand, landet er auf der Einkaufsliste, gruppiert nach Lieferant. Die Inventur führt ein Assistent in vier Schritten: Inventurart wählen (Vollinventur, Zykluszählung, Spot Check oder Blind Count), Umfang festlegen, Toleranzen und Zählberechtigte setzen, am Handy zählen. In die Freigabe wandern nur Abweichungen über der Toleranz. Bei einem Rückruf filterst du auf die Charge und siehst, was noch im Regal liegt und an wen schon etwas ausgegeben wurde.
Im Business-Paket kommt Scanwiz AI Connect dazu. Du verbindest dein Konto per OAuth mit ChatGPT, Claude oder Cursor und fragst in normaler Sprache, etwa „Welche Artikel sind unter dem Mindestbestand?“. Ab Werk ist der Zugriff nur lesend. Schreibrechte lassen sich einzeln zuschalten, und jede Aktion wird vorher angezeigt und bestätigt.
Preise und Pläne
Abgerechnet wird nach der Anzahl verwalteter Lagerartikel und dem Funktionsumfang, nicht pro Kopf. Benutzer und Lagerplätze sind in jedem Paket unbegrenzt. Die Preistabelle steht auf der Startseite.
- Starter: 45 € pro Monat für bis zu 500 Artikel. Unbegrenzt viele Benutzer und Lagerplätze, Variantenverwaltung, Zuweisungsfunktion, Inventurfunktionen, Offline-Modus.
- Growth: 145 € pro Monat für bis zu 2.000 Artikel. Alles aus Starter, dazu Self-Checkout, Chargenverwaltung, Einkauf & Bestellungen, Reporting-Bereich und persönliches Onboarding.
- Business: Preis auf Anfrage. „Scanwiz Vollversion“ mit AI Connect (MCP), Materialanforderungen, Organisationseinheiten, Single Sign-On und Zugriff auf die REST-API.
Bei jährlicher Zahlung gibt es 10 % Rabatt. Alle Pakete lassen sich 14 Tage kostenfrei testen, ohne Kreditkarte. Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht. Laut Hilfe-FAQ ist Scanwiz bei monatlicher Zahlung monatlich kündbar. Die AGB erlauben die Kündigung „zum Ende der jeweils vereinbarten Vertragslaufzeit“.
Auf seiner Vergleichsseite zum HOPPE Wartungsplaner führt der Anbieter die eigenen Listenpreise als Nettopreise in Euro. Die englischsprachigen Seiten nennen 49 und 165 US-Dollar statt 45 und 145 Euro. Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Benutzer und Lagerplätze in jedem Paket unbegrenzt, Abrechnung nach Artikelzahl
- Offline-Modus, Zuweisung und Inventur schon im Starter-Paket
- Keine Spezialhardware nötig; Scanner, die sich per USB oder Bluetooth als Tastatur anmelden, funktionieren in der Web-App weiter
- Verbrauchsmaterial, Betriebsmittel, Chargen und Varianten in einem Bestand
- Öffentlicher Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit Meldung von Datenpannen spätestens innerhalb von 24 Stunden
- Die FAQ benennt selbst, was fehlt: Verkauf, Rechnungen, Versand, Buchhaltung
Schwächen:
- Vertragspartner Wizlabs GmbH sitzt in der Schweiz, nicht in der EU
- Chargen, Self-Checkout, Einkauf & Bestellungen und Reporting erst ab Growth für 145 € im Monat
- AI Connect, Materialanforderung, Single Sign-On und REST-API nur im Business-Paket, dessen Preis nicht veröffentlicht ist
- Keine fertigen Konnektoren zu Shop- oder Buchhaltungssystemen
- Zum Datenort formulieren die Dokumente unterschiedlich: AGB und Hilfe nennen ausschließlich Deutschland, der AVV Rechenzentren „innerhalb Deutschlands bzw. der EU/EWR“, eine FAQ auf der Funktionsseite „Servern in der EU“
- Die Liste der Unterauftragsverarbeiter gibt es laut AVV nur auf Anfrage
- Die AGB beschränken die Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, deckeln sie auf 100.000 EUR je Schadensfall und nennen 99 % Verfügbarkeit nur als angestrebten Wert
Alternativen zu Scanwiz
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis Rackbeat, Ayyah und Sparetech.
Scanwiz selbst stellt sich auf eigenen Vergleichsseiten unter anderem Sortly, inFlow, Odoo, HERO, weclapp, Hilti ON!Track und Wawibox gegenüber. Die Angaben dort stammen vom Anbieter.
Scanwiz im Vergleich
Scanwiz nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 5 von 14 Werkzeugen (36 Prozent).
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 9 Alternativen mit EU-Sitz, davon 7 aus Deutschland.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Scanwiz nicht. In der Kategorie haben 0 von 14 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wir halten Scanwiz für eine gute Wahl, wenn in deinem Betrieb Material und Werkzeug wandern: Handwerk, Bau, Instandhaltung, Praxis. Unbegrenzte Benutzer und der Offline-Modus ab dem kleinsten Paket passen zu genau diesem Alltag. Dass der Anbieter selbst aufschreibt, was die Software nicht kann, spricht aus unserer Sicht für ihn. Für Onlinehändler, die Bestände mit Shop und Versand abgleichen müssen, ist Scanwiz das falsche Werkzeug; dort gehört das Lager in die ERP & Warenwirtschaft.
Klär vor dem Kauf drei Dinge. Erstens, wie Betriebsmittel, Varianten und Chargen auf die Artikelgrenze angerechnet werden. 500 Artikel sind schnell erreicht, wenn jedes Gerät einzeln zählt. Zweitens, in welchem Paket Wartungen & Prüfungen und die digitale Unterschrift stecken, denn die Preistabelle führt beide nicht auf. Drittens den Datenort: Lass dir die Liste der Unterauftragsverarbeiter geben und den Hosting-Standort im Vertrag festhalten, weil AGB und AVV dazu unterschiedlich formulieren. Wer AI Connect nutzt, gibt Bestandsdaten an den gewählten KI-Anbieter weiter und sollte das in seiner eigenen Datenschutzdokumentation abbilden. Bei der Anbindung an bestehende Systeme über die REST-API und bei KI-Abfragen auf Lagerdaten unterstützen wir mit Automation & Prozessoptimierung.
Überblick
- ✓ Buchen per Scan mit Handykamera, Tablet oder vorhandenem USB- oder Bluetooth-Scanner; erkannt werden unter anderem EAN, UPC, Code 128, GS1-128, QR-Code, Data Matrix, PDF417 und Aztec
- ✓ Offline-Modus in allen Paketen: Scans und Buchungen werden lokal erfasst und später automatisch übertragen
- ✓ Betriebsmittelverwaltung: jedes Gerät als eigenes Objekt mit Inventarnummer und QR-Code, zuweisbar an Mitarbeitende, Baustellen, Projekte, Fahrzeuge, Abteilungen oder Kunden
- ✓ Inventur am Handy mit vier Inventurarten, Toleranzen in Prozent und Stück, mehreren Zählern parallel und Pausenfunktion
- ✓ Chargenverwaltung mit Chargennummer, Verfallsdatum, Menge, Preis und Lieferant je Lieferung (ab Growth)
- ✓ Varianten für Größen und Ausführungen mit eigenem Bestand je Variante
- ✓ Mindestbestand mit Einkaufsliste je Lieferant, daraus Bestellung und Wareneingang per Scan (ab Growth)
- ✓ Wartungen und Prüfungen mit Intervall je Gerät, Erinnerung und Checkliste am Handy
- ✓ Self-Checkout an der Ausgabetheke, digitale Unterschrift und Übergabebeleg
- ✓ Scanwiz AI Connect: Bestandsabfrage per MCP aus ChatGPT, Claude oder Cursor, ab Werk nur lesend (Business-Paket)
- ✓ Excel-Import, Export als Excel, Inventurergebnisse auch als CSV oder PDF; REST-API und Single Sign-On im Business-Paket
- ✓ Web-App und App für iOS und Android, Oberfläche auf Deutsch, Englisch und Französisch
Vorteile
- + Benutzer und Lagerplätze in jedem Paket unbegrenzt, abgerechnet wird nach Artikelzahl statt pro Kopf
- + Offline-Modus, Zuweisung und Inventur schon im Starter-Paket für 45 € im Monat
- + Keine Spezialhardware nötig: Handykamera reicht, Scanner, die sich als Tastatur anmelden, funktionieren in der Web-App weiter
- + Verbrauchsmaterial, Betriebsmittel, Chargen und Varianten laufen in einem Bestand
- + Auftragsverarbeitungsvertrag öffentlich, Datenpannen meldet Wizlabs laut AVV spätestens innerhalb von 24 Stunden
- + Die Hilfe-FAQ nennt offen, was Scanwiz nicht kann
Nachteile
- - Vertragspartner ist die Wizlabs GmbH in Opfikon, Schweiz, also außerhalb der EU
- - Chargen, Self-Checkout, Einkauf & Bestellungen und Reporting erst ab Growth für 145 € im Monat
- - AI Connect, Materialanforderung, Single Sign-On und REST-API nur im Business-Paket ohne veröffentlichten Preis
- - Kein Verkauf, keine Rechnungen, kein Versand, keine Buchhaltung und keine fertigen Konnektoren zu Shop- oder Buchhaltungssystemen
- - Uneinheitliche Angaben zum Datenort: Die AGB sagen ausschließlich Deutschland, der AVV Deutschland bzw. EU/EWR
- - Liste der Unterauftragsverarbeiter nur auf Anfrage
- - Haftung laut AGB auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt und auf 100.000 EUR je Schadensfall gedeckelt, Verfügbarkeit von 99 % nur angestrebt
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