Oh Dear
Belgisches umfassendes Website-Monitoring. Uptime, Performance, Broken Links, SSL, DSGVO-konform, für Entwickler und Agenturen mit mehreren Websites.
Übersicht zu Oh Dear: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist Oh Dear?
Oh Dear ist ein Monitoring-Dienst für Websites und Server aus Belgien. Der Ansatz unterscheidet sich von den meisten Wettbewerbern in einem Punkt: Es gibt keine Funktionsstufen. Jeder Plan enthält jede Funktion, unterschieden wird nur nach der Zahl der überwachten Sites und Server. Der Anbieter formuliert das selbst als “Pay per site, not per feature”.
Der Umfang ist entsprechend breit. Zur Verfügbarkeit gehören Uptime-Monitoring, API- und Endpunkt-Prüfungen mit Validierung der Antwort, Ping, TCP-Ports, Anwendungsgesundheit (Warteschlangen, Speicher, Cache) und geplante Aufgaben wie Cronjobs. Für Leistung und SEO kommen Performance- und Lighthouse-Messungen sowie Sitemap-Prüfungen dazu, ergänzt um KI-gestützte Checks für frei definierte Prüfungen. Auf der Sicherheitsseite stehen SSL-Zertifikatsüberwachung, ein Scanner für defekte Links samt Mixed Content über alle Seiten, Bilder und Links, ein Portscanner und Single Sign-on. Bei DNS und Domains überwacht Oh Dear DNS-Einträge, Domain-Ablaufdaten und Blocklisten.
Datenschutz ist ausdrücklich Teil des Angebots: Der Anbieter wirbt mit EU-Hosting, einem unterzeichenbaren Auftragsverarbeitungsvertrag und dem Verzicht auf Tracking durch Dritte. Nach eigenen Angaben hat der Dienst über 68 Milliarden Prüfungen durchgeführt und über 39 Millionen Alarme verschickt; als Kunden nennt er unter anderem HBO Nordic, Stanford University, Laravel, Obsidian, Takeaway.com, IGN und VRT NWS. Diese Angaben stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.
Für wen eignet sich Oh Dear?
Der Anbieter listet sieben typische Fälle: Webagenturen mit Kundenreports und Mehrfach-Überwachung, Marketing-Agenturen mit SEO- und Geschwindigkeitswerten, Hosting-Anbieter, die unabhängige Verfügbarkeitsnachweise brauchen oder das Monitoring weiterverkaufen, Systemadministratoren und DevOps für Ports, Ping und DNS, PHP- und Laravel-Entwickler, E-Commerce-Betreiber während Aktionszeiträumen und SaaS-Gründer.
Besonders passend ist der Zuschnitt für Agenturen: Es gibt keinen Aufpreis pro Kunde und keine eigene Agenturstufe, Kundensites lassen sich gruppieren, monatliche Berichte gehen einzeln raus, und Lesezugriff lässt sich auf die Sites eines Kunden begrenzen. Statusseiten und Berichte laufen unter eigener Marke und eigener Domain.
Weniger passend ist Oh Dear für alle, die nur eine einzige Website beobachten und dafür nichts zahlen wollen: Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht, der kleinste Plan deckt zwei Sites ab. Wer klassisches Application Performance Monitoring mit Stack-Traces sucht, ist ebenfalls falsch; Oh Dear misst von außen.
Oh Dear im Arbeitsalltag
Rein geht eine Site oder ein Server. Von da an prüft Oh Dear laut Anbieter jede Minute aus mehreren Standorten weltweit. Für die Uptime-Prüfung lassen sich seit dem Update vom 7. August 2026 auch JSON-Bodies mitschicken, was API-Prüfungen genauer macht. Der Link-Crawler geht über alle Seiten, Links und Bilder und meldet defekte Verweise sowie Mixed Content. Zertifikate, DNS-Einträge, Domain-Ablauf und Blocklisten laufen als eigene Prüfungen daneben.
Kommt eine Störung auf, verifiziert Oh Dear sie nach eigener Angabe zuerst von einem zweiten Standort, bevor ein Alarm rausgeht. Benachrichtigt wird über mehr als zehn Kanäle, genannt werden Slack, E-Mail, SMS und Webhooks, dazu zahlreiche Integrationen von Drittanbietern.
Raus gehen drei Dinge. Erstens Alarme an das Team. Zweitens öffentliche Statusseiten mit eigenem Logo, eigenen Farben und eigener Domain samt automatischem SSL, mit Benachrichtigung für Abonnenten. Drittens monatliche Berichte je Site, gebrandet und direkt an den Kunden. Für die Einbindung in eigene Systeme gibt es eine vollständige API mit Beispielen sowie SDKs.
Für Teams sind Zwei-Faktor-Authentifizierung, Single Sign-on über den eigenen Identitätsanbieter, unbegrenzt viele Nutzer sowie Rollen und Rechte in jedem Plan enthalten. Wer als Agentur weiterverkauft, führt alle Kunden über ein Reseller-Konto und rechnet unter eigenem Namen ab.
Preise und Pläne
Abgerechnet wird pro Site beziehungsweise Server, nicht pro Nutzer und nicht pro Funktion. Alle Preise nennt der Anbieter in Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, bei jährlicher Zahlung gibt es zwei Monate geschenkt.
- Solo: 2 Sites, 15 € pro Monat
- Freelance: 10 Sites, 49 € pro Monat
- Studio: 25 Sites, 99 € pro Monat
- Agency: 50 Sites, 149 € pro Monat
- Agency Plus: 75 Sites, 199 € pro Monat
- Portfolio: 100 Sites, 249 € pro Monat
- Portfolio Plus: 150 Sites, 329 € pro Monat
- Scale: 200 Sites, 399 € pro Monat
- Enterprise: über 200 Sites, Preis auf Anfrage
Jeder Plan startet mit einer 10-tägigen kostenlosen Testphase, ohne Zahlungsdaten. Der Anbieter nennt zusätzlich eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie, Kündigung jederzeit, keine Einrichtungsgebühren und keine versteckten Kosten. Unbegrenzt viele Nutzer sind in jedem Plan enthalten. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Jede Funktion in jedem Plan, auch Single Sign-on, Zwei-Faktor und Statusseiten
- Unbegrenzt viele Nutzer je Team, kein Preis pro Sitzplatz
- Vollständig veröffentlichte Preisstaffel von 2 bis 200 Sites
- Anbieter aus der EU, EU-Hosting, unterzeichenbarer AV-Vertrag, kein Tracking durch Dritte
- 10 Tage Test ohne Zahlungsdaten, dazu 30 Tage Geld-zurück-Garantie
- Alarme werden vor dem Versand von einem zweiten Standort verifiziert
- White-Labeling für Statusseiten und Kundenberichte auf eigener Domain, ohne Agenturaufpreis
- Vollständige API mit Beispielen, SDKs und Drittanbieter-Integrationen
- Deckt Uptime, SSL, Links, DNS, Cron, Ports und Lighthouse in einem Werkzeug ab
Schwächen:
- Kein kostenloser Plan
- Der kleinste Plan umfasst nur 2 Sites, danach springt die Staffel direkt auf 10
- Ab 200 Sites nur noch auf Anfrage
- Der Preis ist an die Zahl der Sites gekoppelt, auch wenn nur wenige Prüfungen gebraucht werden
- Messung von außen, kein Application Performance Monitoring mit Code-Einblick
- Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer
Alternativen zu Oh Dear
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis Hyperping, UptimeRobot und AppSignal.
Bevor Oh Dear produktiv geht, klären wir mit dir Software-Entwicklung und Betreuung.
Oh Dear im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Oh Dear steht in der Kategorie mit 9 weiteren Werkzeugen.
Anbieter aus der EU: 4 von 9 in dieser Kategorie.
Oh Dear nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 9 von 9 Werkzeugen (100 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet Oh Dear nicht. In der Kategorie haben 6 von 9 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Oh Dear macht eine Sache ungewöhnlich konsequent: Es gibt keine Funktionsstufen. Single Sign-on, Statusseiten, unbegrenzte Nutzer und alle Prüfungen sind schon im 15-Euro-Plan drin, bezahlt wird allein nach Zahl der überwachten Sites. Für Agenturen, die viele Kundenseiten betreuen und dabei unter eigener Marke berichten wollen, ist das eine der klarsten Kalkulationen im Markt. Wer nur eine Seite beobachten will, findet anderswo einen kostenlosen Einstieg.
Überblick
- ✓ Uptime-Monitoring
- ✓ SSL-Ablauf-Monitoring
- ✓ Broken-Link-Checker
- ✓ Performance-Monitoring
- ✓ DNS-Monitoring
- ✓ Status-Pages
- ✓ Mixed-Content-Checker
- ✓ DSGVO-konform
Vorteile
- + Umfassendstes Monitoring-Paket
- + EU-Anbieter aus Belgien
- + Broken-Links und SSL in einem Tool
- + DSGVO-konform
Nachteile
- - Kein Free-Plan
- - Teurer als einfaches Uptime-Monitoring
Tags
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