Leadscraper
Leadscraper ist ein deutsches Tool zur Extraktion von Firmendaten aus öffentlichen Quellen.
Übersicht zu Leadscraper: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist Leadscraper?
Leadscraper ist ein deutsches Werkzeug zur B2B-Leadrecherche, das Firmendaten aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammenträgt. Statt einer fertigen Adressdatenbank beschreibst du deinen Zielkunden in normaler Sprache, und das Tool sucht die passenden Unternehmen live im Netz zusammen. Der Anbieter grenzt sich damit bewusst von statischen Leadlisten ab, die nach eigener Darstellung oft Monate oder Jahre alt sind.
Als Quellen nennt der Anbieter Handelsregister, Impressumsdaten, Firmenwebsites, Karriereseiten, Unternehmensverzeichnisse und Branchenportale. Eingekaufte Listen kommen nach eigener Aussage nicht zum Einsatz, und jeder Treffer weist aus, woher die Daten stammen. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Polnisch.
Die Suche läuft über semantische Freitext-Eingaben statt über starre Branchencodes. Das ist der eigentliche Unterschied im Alltag: Merkmale wie ein fachlicher Schwerpunkt oder eine offene Stellenanzeige stehen in keiner Wirtschaftszweig-Klassifikation, lassen sich aber als Beschreibung formulieren.
Für wen eignet sich Leadscraper?
Das Werkzeug zielt auf B2B-Vertrieb und Marketing: SDR-Teams, Vertriebsleitungen, Agenturen und Solo-Selbstständige, die Kaltakquise betreiben. Der Anbieter pflegt eigene Landingpages für sehr viele Zielgruppen, von Handwerksbetrieben über Autohäuser und Apotheken bis zu Notariaten, Cybersecurity-Firmen und Prüflaboren. Der Schwerpunkt der beworbenen Datenlage liegt im DACH-Raum.
Für den Endkundenmarkt taugt das nicht, die Datenfelder sind durchgehend auf Firmen zugeschnitten. Wer eine große, jederzeit abrufbare Kontaktdatenbank mit festem Abo sucht, liegt hier ebenfalls daneben: abgerechnet wird über Credits je Recherche. Und wer fertige Klick-Anbindungen an sein CRM erwartet, sollte den Punkt zu den Integrationen weiter unten lesen.
Leadscraper im Arbeitsalltag
Der Einstieg läuft laut Anbieter über deine eigene Website: Leadscraper liest die Seite, leitet daraus Angebot, Zielmarkt und Positionierung ab und baut ein Zielkundenprofil, das die Suche steuert. Danach genügen drei Angaben: Zielgruppe, Region und gewünschte Leadanzahl. Region, Größe oder Branche kannst du jederzeit nachschärfen.
Als Ergebnis liefert das Tool Firmenname, Website, Adresse mit Straße, PLZ und Ort, Branchenzuordnung, Ansprechpartner mit Name und Jobtitel sowie E-Mail-Adressen und Telefonnummern für Zentrale und Ansprechpartner. Je nach Zielgruppe kommen weitere Felder dazu. Jeder Lead trägt einen Relevanz-Score nach Branche, Region, Größe und Ansprechpartner-Fit, dazu eine Begründung und die offengelegten Kriterien, inklusive der Punkte, bei denen das System unsicher ist.
Danach bewertest du Treffer mit Daumen hoch oder runter. Dieses Feedback fließt in das Modell zurück, das der Anbieter Cortex nennt, und schärft die folgenden Suchen. Passt ein Lead klar nicht zur Anfrage, kannst du ihn zurückgeben; der Anbieter prüft den Fall und schreibt die Credits gut. Der Export läuft als CSV oder Excel, ergänzend beschreibt der Anbieter eine API, über die etwa n8n neue Leads abholt und weiterverarbeitet.
Preise und Pläne
Konkrete Beträge nennt der Anbieter auf den erfassten Seiten nicht. Das Modell selbst ist beschrieben: Abgerechnet wird über Credits je recherchierter Liste, nicht pro Adresse und nicht als Abo. Eine Mindestabnahme gibt es nach Angabe des Anbieters nicht, der Einstieg ist auch mit wenigen Leads möglich. Leads, die klar an der Anfrage vorbeigehen, werden nach Prüfung als Credits gutgeschrieben. Als Einstieg bewirbt der Anbieter einen kostenlosen Testaccount. Stand: April 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Suche über Freitext-Beschreibungen statt über Branchencodes, damit auch Nischen und Spezialisierungen filterbar
- Jeder Lead nennt Quelle, Relevanz-Score und Begründung, inklusive der unsicheren Kriterien
- Credit-Modell ohne Abo und ohne Mindestabnahme, ungenutzte Kontingente verfallen nicht monatlich
- Rückgabe unpassender Leads mit Gutschrift der Credits
- Deutschsprachiger Anbieter mit sieben Oberflächensprachen und ausgewiesenem Bezug auf öffentliche Quellen
Schwächen:
- Keine Preise auf der Website, weder Credit-Preis noch Paketgrößen
- Die FAQ auf der Startseite bezeichnet Direktanbindungen an CRM-Systeme sowie an Zapier, Make und n8n als in Planung, während eigene Integrationsseiten dieselben Anbindungen bereits bewerben
- Standardweg in andere Systeme ist der Export als CSV oder Excel
- Ergebnisqualität hängt an dem, was Unternehmen öffentlich publizieren; wer keine Website und kein Impressum pflegt, taucht nicht auf
- Die auf der Website ausgewiesene Bewertung von 4,8 von 5,0 nennt keine Quelle und keine Zahl der Bewertungen
Alternativen zu Leadscraper
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis unter anderem Dealfront, Cognism und Coldlytics. Der Vergleich lohnt vor allem entlang zweier Fragen: Datenbank-Abo oder Recherche auf Zuruf, und wie tief die Anbindung an dein CRM reichen muss.
Leadscraper im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Leadscraper steht in der Kategorie mit 516 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 134 von 516 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 226.
Leadscraper nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 301 von 516 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet Leadscraper nicht. In der Kategorie haben 85 von 516 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Leadscraper setzt an einer echten Schwachstelle klassischer Leaddatenbanken an: Listen veralten, und Branchencodes bilden Nischen nicht ab. Die Kombination aus Freitext-Suche, offengelegter Quelle je Treffer und Credit-Gutschrift bei Fehlgriffen ist im deutschsprachigen Markt eine saubere Idee. Unbefriedigend bleibt die Preisfrage: ohne Credit-Preis lässt sich der Kosten-Nutzen-Vergleich mit einer Datenbank-Lizenz nicht rechnen, dafür brauchst du den Testaccount. Wer den Datenfluss von der Recherche bis in CRM und Kampagne automatisieren will, findet Unterstützung bei Automation und Prozessoptimierung.
Überblick
- ✓ Automatisierte Firmenextraktion
- ✓ Kontaktdaten aus öffentlichen Quellen
- ✓ Branche- und Regionfilter
- ✓ CSV-Export
- ✓ Regelmäßige Aktualisierung
- ✓ DSGVO-konforme Quellen
Vorteile
- + Deutscher Markt
- + Automatisierung
- + DSGVO-konform
Nachteile
- - Preise unklar
- - Quell-abhängig
- - Begrenzter Umfang
Tags
Leadscraper im Einsatz
Noch nicht sicher, ob es das richtige Tool ist?
Der Aufruf oben passt, wenn deine Entscheidung steht. Wenn du noch vergleichst, hilft dir eher eins von beiden.