Dealfront
Dealfront erkennt, welche Unternehmen deine Website besuchen, und führt das über Firmendatenbank, Listen und B2B-Displaywerbung bis ins CRM. Seit dem 24. März 2026 heißt das Produkt Leadfeeder. Abgerechnet wird je Konto, jeder Plan enthält unbegrenzt viele Nutzer.
Übersicht zu Dealfront: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Dealfront?
Dealfront ist eine europäische B2B-Plattform, die anonyme Website-Besucher als Unternehmen identifiziert und daraus Zielkundenlisten, Kontaktdaten und Kampagnen macht. Der Anbieter hat die Marke gewechselt: Seit dem 24. März 2026 firmiert das Produkt unter dem Namen Leadfeeder. Die Vertragspartner bleiben laut Anbieter unverändert, je nach Vertrag Dealfront Group GmbH, Dealfront Germany GmbH oder Dealfront Finland Oy. Der Login läuft über leadfeeder.com.
Die Plattform besteht aus vier Bausteinen: Web visitors für die Besuchererkennung, Companies für die Suche in der Firmendatenbank, Lists für priorisierte Zielkundenlisten und Campaigns für B2B-Displaywerbung. Ergänzend nennt der Anbieter Buying-Intent-Signale, ICP Insights, eine Browser-Erweiterung, No-Code-Workflows, eine API und einen MCP-Server im Beta-Stadium, über den KI-Assistenten wie Claude, ChatGPT oder Copilot die Daten abfragen.
Der Datenschutz ist Teil der Positionierung, und der Anbieter wird dabei ungewöhnlich konkret. Er sagt zu, alle Daten auf Servern in der Europäischen Union zu verarbeiten und zu speichern, führt seine Datengrundlage auf amtliche Handelsregister zurück und stellt seine Sicherheits- und Datenschutzprogramme auf ISO 27001 und ISO 27701. Am Rebrand ändert sich daran nach Anbieterangabe nichts, weder am Hosting noch an der Datenresidenz.
Für wen eignet sich Dealfront?
Adressiert werden Marketing- und Vertriebsteams im B2B sowie Agenturen, die für ihre Kunden Leads erzeugen. Der Anbieter spricht von über 15.000 Kunden, 80.000 Nutzern und einem Team von über 160 Personen in mehr als 30 Ländern; unabhängig geprüft ist das nicht. Der Zuschnitt passt vor allem dort, wo genug Website-Traffic ankommt, um daraus überhaupt Firmen aufzulösen, und wo ein CRM wie HubSpot, Salesforce oder Pipedrive angebunden werden soll.
Für B2C ist die Plattform nicht gedacht: Erkannt werden Unternehmen, keine Privatpersonen. Wer sehr wenig Traffic hat, stößt mit dem Gratis-Plan schnell an die Grenze von 100 Unternehmen im Monat und sieht trotzdem kaum Nutzen. Und wer B2B-Displaykampagnen oder Aktionen im CRM automatisieren will, muss mindestens Activate buchen; in Discover sind diese Funktionen nicht enthalten.
Interessant ist die Plattform für Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben. Der Anbieter grenzt sich ausdrücklich von Wettbewerbern ab, die Daten in Drittländer übertragen, Datenquellen verschweigen oder Adressbestände ihrer eigenen Kunden weiterverkaufen. Er pflegt außerdem eine eigene Sperrliste und gleicht seine Datensätze fortlaufend gegen öffentliche Robinsonlisten ab.
Dealfront im Arbeitsalltag
Rein geht ein Skript auf der eigenen Website. Aus dem anonymen Traffic löst die Plattform Firmen auf, laut Anbieter in Echtzeit während des Besuchs und nicht in Stapeln, und laut Anbieter auch dann, wenn die Beschäftigten im Homeoffice sitzen. Zu jeder erkannten Firma kommen Branche, Mitarbeiterzahl, Tech-Stack und aktuelle Nachrichten dazu. Wiederholte Besuche derselben Firma zählen im Monat nur einmal gegen das Kontingent, mit einer Ausnahme: Firmen mit mehreren Standorten können getrennt auftauchen, damit sichtbar bleibt, welches Büro Interesse zeigt.
Der zweite Weg führt über die Firmendatenbank. Du suchst Unternehmen nach Namen oder filterst nach Branche, Größe, Region und Umsatzband, in den höheren Plänen zusätzlich nach Tech-Stack, Intent-Themen, Hiring-Signalen und Kontaktrolle. Der Anbieter nennt über 20 Filter und erlaubt alternativ, den Wunschkunden in Alltagssprache zu beschreiben und die Filter von der KI bauen zu lassen. Daraus entstehen Listen, die das ganze Team bearbeitet.
Raus geht das Ergebnis auf drei Wegen: als Alarm, sobald ein Zielkunde die Seite aufruft, als angereicherter Datensatz im CRM oder als Displaykampagne, die die IP-Adressen ausgewählter Firmen anspricht und dafür keine Cookies braucht. Für Anreicherung, Export, CRM-Sync und Kampagnen verbraucht die Plattform Credits. Die reine Erkennung von Website-Besuchern kostet dagegen keine Credits, sie läuft gegen das Firmenkontingent des Plans. Workflows stoßen mehrstufige Aktionen an, wenn sich Besucherverhalten oder Liste ändern, ein KI-Alarm liefert täglich eine kuratierte Auswahl der lohnendsten Accounts.
Als veröffentlichte Referenz nennt der Anbieter Custobar: Chief Revenue Officer Aleksi Montonen wird mit rund 90 Prozent schnellerem Prospecting zitiert, ein Fallbeispiel spricht von 180.000 Euro Pipeline aus Website-Intent. ZenDev führt der Anbieter mit 135 Prozent mehr gewonnenen Leads. Diese Zahlen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Abgerechnet wird je Konto, nicht je Nutzer: Alle Pläne, auch der kostenlose, enthalten unbegrenzt viele Nutzer, die sich einen gemeinsamen Credit-Topf teilen. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter 30 Prozent Ersparnis.
- Lite, 0 €, dauerhaft kostenlos: unbegrenzt viele Nutzer, die letzten 100 erkannten Unternehmen im Monat, 7 Tage Besucherhistorie, 20 Credits im Monat
- Discover, ab 79 € im Monat bei jährlicher Zahlung, 113 € bei monatlicher Zahlung: Firmenerkennung, Echtzeit-Alarme, Übergabe an das CRM, automatisierte Ansprache und Retargeting
- Activate, ab 369 € im Monat jährlich, 527 € monatlich: zusätzlich verifizierte E-Mail-Adressen und Telefonnummern, Filter nach Intent-Signalen, B2B-Displaykampagnen, CRM-Automationen und KI-gestützte Listen
- Scale, 599 € im Monat, ausschließlich jährlich abrechenbar: zusätzlich kostenloser Export von Firmendaten, automatische Aktualisierung der CRM-Daten und ein fest zugeordneter Customer Success Manager
- Enterprise, individuelles Volumen bei Erkennung und Credits, Preis auf Anfrage
Firmenkontingent und Credit-Menge sind in den drei bezahlten Plänen gestaffelt und stehen in der Vergleichstabelle nur als “Tiered”, also ohne Zahl. Laufen die Credits aus, lassen sich Blöcke von 100 bis 5.000 nachkaufen; diese Zusatz-Credits gelten zwei Jahre, die regulären Plan-Credits verfallen zum Ende der Vertragsperiode. Discover und Activate sind jährlich im Voraus oder monatlich zahlbar, Scale jährlich im Voraus oder quartalsweise. Der Test läuft 14 Tage ohne Kreditkarte. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Dauerhaft kostenloser Plan mit den letzten 100 erkannten Unternehmen im Monat
- Unbegrenzt viele Nutzer in jedem Plan, kein Preis je Sitzplatz
- Preise für vier Pläne öffentlich einsehbar, nur Enterprise läuft über Anfrage
- Verarbeitung und Speicherung nach Anbieterangabe vollständig in der EU, Infrastruktur bei AWS im EU- und EWR-Raum
- Auftragsverarbeitung auf Basis der Standardvertragsklauseln, Programme nach ISO 27001 und ISO 27701
- Zwei-Wege-Anbindung an HubSpot, Salesforce und Pipedrive, dazu Zoho und API
- MCP-Server im Beta-Stadium für den Zugriff aus KI-Assistenten
- 14 Tage Test ohne Kreditkarte
Schwächen:
- Markenwechsel zum 24. März 2026: Produkt, Login-Adresse und Funktionsnamen heißen jetzt anders
- Firmenkontingent und Credit-Mengen der bezahlten Pläne sind nicht beziffert
- Anreicherung, Export, CRM-Sync und Kampagnen verbrauchen Credits, sind also mengenabhängig
- Reguläre Plan-Credits verfallen und werden nicht übertragen
- Kampagnen und CRM-Automationen erst ab Activate, also ab 369 € im Monat
- Scale ist nur im Jahresvertrag buchbar
- Der Gratis-Plan zeigt nur 7 Tage Historie
- Die Größe der Firmendatenbank nennt der Anbieter widersprüchlich, über 60 Millionen an einer Stelle und über 30 Millionen an einer anderen
Alternativen zu Dealfront
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis Lead Forensics, LeadLab by WiredMinds, Leadinfo und SalesViewer. Der Vergleich lohnt an drei Punkten: Wie viele Unternehmen erkennt der Anbieter im Monat, wo liegen die Daten, und wird je Nutzer oder je Konto abgerechnet. Wie du aus erkannten Firmen tatsächlich Anfragen machst, gehört in die Planung deiner SEO & Marketing-Maßnahmen, und die Übergabe ins CRM bauen wir in Projekten zur Automation & Prozessoptimierung.
Dealfront im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Dealfront steht in der Kategorie mit 516 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 134 von 516 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 226.
Dealfront nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 215 von 516 Werkzeugen (42 Prozent).
Überblick
Dealfront ist aus unserer Sicht dann die richtige Wahl, wenn dein Vertrieb ohnehin ins CRM schaut und dir der Datenschutz nicht egal ist. Die EU-Verarbeitung ist hier keine Fußnote, sondern das zentrale Verkaufsargument, und der Anbieter formuliert sie ungewöhnlich prüfbar. Der Einstieg ist niedrigschwellig: ein dauerhaft kostenloser Plan, unbegrenzt viele Nutzer in jeder Stufe, 14 Tage Test ohne Kreditkarte. Die Kosten entstehen weniger über Sitzplätze als über Credits und Firmenkontingente, und genau diese Mengen legt der Anbieter für die bezahlten Pläne nicht offen. Das ist der Punkt, an dem du im Gespräch nachhaken solltest, bevor du unterschreibst. Und ein Realitätscheck vorab: Ohne nennenswerten Traffic bringt die beste Erkennung nichts, dann ist zuerst die Reichweite dein Problem.
Häufige Fragen zu Dealfront
Was kostet Dealfront?
Wofür verbraucht Dealfront Credits?
Heißt Dealfront jetzt Leadfeeder?
Wo werden die Daten verarbeitet?
Überblick
- ✓ Web visitors: Erkennung der Unternehmen hinter dem anonymen Website-Traffic, auch bei Beschäftigten im Homeoffice
- ✓ Erkennung in Echtzeit während des Besuchs statt in Stapelverarbeitung
- ✓ Firmenprofil zu jedem Treffer mit Branche, Mitarbeiterzahl, Tech-Stack und aktuellen Nachrichten
- ✓ Companies: Suche in der globalen Firmendatenbank mit über 20 Filtern, alternativ per Beschreibung in Alltagssprache
- ✓ Lists als Priorisierungsebene mit KI-Agenten für Hiring-Signale, Wachstums-Scoring und ICP-Fit
- ✓ Campaigns: B2B-Displaywerbung mit IP-basiertem Account-Targeting ohne Cookies
- ✓ Buying-Intent-Signale und ICP Insights zur Segmentierung der Besucher
- ✓ Workflows als No-Code-Automationen, ausgelöst durch Besucherverhalten oder Listenänderungen
- ✓ Zwei-Wege-Anbindung an HubSpot, Salesforce und Pipedrive, dazu Zoho
- ✓ MCP-Server im Beta-Stadium, über den Claude, ChatGPT und Copilot die eigenen Daten abfragen
- ✓ Browser-Erweiterung mit Firmen- und Kontaktdaten zur gerade besuchten Website
- ✓ API-Zugriff sowie eine IP-Ranges-API und eine IP-Enrich-API
Vorteile
- + Dauerhaft kostenloser Lite-Plan mit den letzten 100 erkannten Unternehmen im Monat
- + Unbegrenzt viele Nutzer in jedem Plan, auch im kostenlosen, mit gemeinsamem Credit-Topf
- + Vier Pläne mit öffentlich genannten Preisen, nur Enterprise läuft über Anfrage
- + 30 Prozent Ersparnis bei Jahreszahlung
- + 14 Tage Test ohne Kreditkarte
- + Alle Daten werden nach Anbieterangabe auf Servern in der Europäischen Union verarbeitet und gespeichert
- + Sicherheits- und Datenschutzprogramm nach ISO 27001 und ISO 27701, Infrastruktur bei AWS im EU- und EWR-Raum
- + Auftragsverarbeitung auf Basis der Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission
- + Die reine Firmenerkennung verbraucht keine Credits, sie läuft gegen das Firmenkontingent des Plans
Nachteile
- - Markenwechsel zum 24. März 2026: Produkt, Login-Adresse und Funktionsnamen heißen seitdem anders
- - Firmenkontingent und Credit-Menge der bezahlten Pläne stehen in der Tabelle nur als gestaffelt, ohne Zahl
- - Anreicherung, Export, CRM-Sync und Kampagnen verbrauchen Credits, sind also mengenabhängig
- - Reguläre Plan-Credits verfallen zum Ende der Vertragsperiode und werden nicht übertragen
- - Kampagnen und CRM-Automationen erst ab Activate, also ab 369 € im Monat
- - Scale ist nur im Jahresvertrag buchbar
- - Der Lite-Plan zeigt nur 7 Tage Besucherhistorie
- - Der Anbieter beziffert seine Firmendatenbank an zwei Stellen unterschiedlich, einmal mit über 60 Millionen, einmal mit über 30 Millionen Unternehmen
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