HeyReach
HeyReach ist eine LinkedIn-Outreach-Plattform für Agenturen mit Multi-Account-Management.
Übersicht zu HeyReach: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist HeyReach?
HeyReach ist eine Plattform für LinkedIn-Outreach. Der Anbieter beschreibt sie als Automatisierungswerkzeug für Agenturen, Vertriebsteams und GTM-Operator und stellt ein Preisversprechen nach vorn: unbegrenzt viele Sender-Konten zu einer festen monatlichen Gebühr. Vertragspartner ist laut Nutzungsbedingungen die HeyReach Inc OÜ, eine estnische Gesellschaft.
Nach eigener Darstellung entstand das Produkt 2023 als erstes agenturtaugliches LinkedIn-Outreach-Tool. Die Website nennt über 6.500 Unternehmen als Kunden. Im Footer steht der Hinweis, dass HeyReach nicht mit der LinkedIn Corporation verbunden ist und von ihr auch nicht unterstützt wird.
Vom einfachen Browser-Add-on unterscheidet sich HeyReach durch den Mehrkonten-Betrieb: Sender-Rotation über beliebig viele LinkedIn-Konten, getrennte Workspaces je Kunde, eine gemeinsame Inbox für alle Antworten und Whitelabel mit eigenem Logo, eigenen Farben, eigener Domain und eigener Anmeldeseite.
Für wen eignet sich HeyReach?
Der Anbieter spricht drei Gruppen an und hat für jede eine eigene Seite. Lead-Gen-Agenturen bekommen Workspaces, Whitelabel, Webhooks und API. Vertriebsteams arbeiten in einem gemeinsamen Workspace mit geteilten Kampagnen, geteilter Inbox, Team-Reporting und CRM-Sync. Growth-Teams hängen HeyReach als Versandschicht in den übrigen GTM-Stack.
Junge Firmen adressiert der Anbieter über ein Early-Stage-Programm zu reduziertem Preis. Die Bedingungen stehen auf der Preisseite: weniger als 250.000 USD ARR, weniger als fünf Personen, noch kein bestehender Kunde.
Wo es nicht passt: Wer seinen Outbound nicht über LinkedIn fährt, findet hier wenig. LinkedIn ist der einzige Kanal, den HeyReach selbst bespielt, E-Mail kommt nur über die Integrationen mit Instantly, Smartlead und EmailBison dazu. Das Agency-Paket ist auf 25 oder 50 Sender geschnitten, wer zwei oder drei Konten betreibt, rechnet im Growth-Tarif je Sender ab. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif führt die Preisseite nicht, der Einstieg läuft über einen kostenlosen Test ohne Kreditkarte.
HeyReach im Arbeitsalltag
Am Anfang stehen Leads. Du importierst Kontakte aus dem LinkedIn Sales Navigator, aus Clay, RB2B, HubSpot oder einem anderen Werkzeug. Ein eingebauter Schritt sucht verifizierte E-Mail-Adressen direkt in HeyReach und verbraucht dafür Enrichment-Credits.
Daraus baust du eine Kampagne. Kombinierbar sind Verbindungsanfragen, Nachrichten, Follows, Profilbesuche, InMails und Likes auf Beiträge. Die Bedingung “If Connected” trennt bestehende Kontakte von neuen, beide Gruppen lassen sich unterschiedlich weiterführen. A/B-Varianten und Sequenzen laufen ohne Kampagnenlimit.
Der Versand verteilt sich über die verbundenen Konten. HeyReach rotiert automatisch zwischen den Sendern und hält nach eigener Aussage jeden Account innerhalb seiner Tageslimits. Jedes Konto bekommt einen eigenen Residential-Proxy, dessen IP nicht wechselt. Ab dem Agency-Tarif kannst du eigene Proxies mitbringen.
Heraus kommen Antworten. Sie sammeln sich in der Unified Inbox, ohne dass sich jemand in einzelne LinkedIn-Konten einloggen muss, private Nachrichten der Kunden bleiben getrennt. Weiter geht es über API und Webhooks oder über die Anbindungen an Clay, HubSpot, Make, n8n, Zapier, Slack, Trigify und Smartlead. Ein MCP-Server hängt HeyReach an Claude, ChatGPT oder Cursor, damit lassen sich Kampagnen anlegen, Lead-Listen aufteilen und Antworten nach Stimmung taggen. Laut FAQ kostet der MCP-Zugang nichts extra. Wenn du diese Kette an dein CRM und die nachgelagerten Prozesse anschließen willst, hilft Automation & Prozessoptimierung.
Der Anbieter veröffentlicht Playbooks mit Zahlen dazu. In einem beschreibt der Gründer von Signado eine signalgetriebene Kampagne, die Leads über die API in eine bestehende HeyReach-Kampagne schiebt. Das Unternehmen spricht von 47,80 Prozent Annahmequote bei Verbindungsanfragen und 36,40 Prozent Antwortrate, daraus seien zwei Termine entstanden. Solche Werte stammen vom Hersteller und sind nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Abgerechnet wird je Sender, also je verbundenem LinkedIn-Konto. Die Preisseite führt drei Tarife plus ein Angebot auf Anfrage.
Growth kostet 79 USD je Sender und Monat. Bei Quartalszahlung sind es 71 USD je Sender und Monat, in Summe 213 USD, bei Jahreszahlung 63 USD je Sender und Monat, in Summe 756 USD. Enthalten sind unbegrenzte Kampagnen, alle LinkedIn-Aktionen, Unified Inbox, Workspaces und Rechteverwaltung, API und Webhooks, der MCP-Server sowie 100 Enrichment-Credits je Sender.
Agency liegt bei 999 USD im Monat und deckt 25 Sender ab, wahlweise 50. Quartalsweise sind es 899 USD im Monat oder 2.697 USD je Quartal, jährlich 799 USD im Monat oder 9.590 USD im Jahr. Dazu kommen 1.000 Enrichment-Credits, Whitelabel, ein begleitetes Onboarding, eigene Proxies und ein eigener Slack-Kanal.
Unlimited kostet 2.999 USD im Monat für unbegrenzt viele Sender, quartalsweise 2.699 USD im Monat oder 8.097 USD je Quartal, jährlich 2.399 USD im Monat oder 28.790 USD im Jahr. Enthalten sind 3.000 Enrichment-Credits, die Übernahme der Daten aus dem bisherigen Werkzeug und bevorzugter Support. Whitelabel für mehrere Marken kostet 500 USD je Add-on.
Quartalszahlung senkt den Listenpreis um 10 Prozent, Jahreszahlung um 20 Prozent. Die Enrichment-Credits sind eine einmalige Zuteilung je Abo und lassen sich jederzeit nachkaufen. Für das betreute Paket “Done for you” mit ICP-Recherche, Kampagnenaufbau, eigenem GTM-Engineer und Inbox-Manager nennt die Seite keinen Betrag, der Weg führt über eine Demo. Stand: April 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Feste Monatsgebühr je Sender statt Staffelung nach Kampagnen, unbegrenzte Kampagnen in allen Tarifen
- Getrennte Workspaces je Kunde unter einem Login, dazu Whitelabel mit eigener Domain und eigener Anmeldeseite ab dem Agency-Tarif
- Jedes LinkedIn-Konto bekommt einen eigenen Residential-Proxy ohne IP-Wechsel, eigene Proxies sind ab Agency möglich
- Native Anbindungen an Clay, HubSpot, Make, n8n, Zapier, Slack, Instantly, Smartlead und EmailBison, dazu API und Webhooks
- MCP-Server für Claude, ChatGPT und Cursor, laut Anbieter ohne Aufpreis
Schwächen:
- Kein kostenloser Dauertarif auf der Preisseite, nur ein kostenloser Test
- Preise in USD, eine Euro-Preisliste nennt die Seite nicht
- Agency startet bei 25 Sendern, kleinere Paketgrößen zwischen Growth und Agency gibt es nicht
- Enrichment-Credits sind eine einmalige Zuteilung, laufender Bedarf muss zugekauft werden
- Anbieter mit Sitz außerhalb der EU
- Das Produkt hängt an einer Plattform, die HeyReach nicht kontrolliert: der Anbieter selbst weist darauf hin, dass er nicht mit LinkedIn verbunden ist
Alternativen zu HeyReach
Aus derselben Kategorie lohnt der Blick auf Dripify, Expandi und Waalaxy. Die Entscheidung fällt weniger am Funktionsumfang als an der Frage, wie viele LinkedIn-Konten du parallel betreibst und ob du sie für Kunden trennen musst. Wer nur ein Konto bespielt, zahlt bei einem Agentur-Werkzeug für Struktur, die er nicht braucht. Für die Kampagnen- und Content-Seite drumherum steht SEO & Online-Marketing bereit.
HeyReach im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: HeyReach steht in der Kategorie mit 516 weiteren Werkzeugen.
Anbieter aus der EU: 226 von 516 in dieser Kategorie.
HeyReach nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 215 von 516 Werkzeugen (42 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet HeyReach nicht. In der Kategorie haben 85 von 516 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
HeyReach ist auf einen Fall zugeschnitten: viele LinkedIn-Konten, mehrere Kunden, eine Oberfläche. Workspaces, Whitelabel, dedizierte Proxies und die offene API zahlen genau darauf ein, und die Preisliste ist vollständig öffentlich. Der Preis dafür ist die Abhängigkeit von einem einzigen Kanal, den der Anbieter nicht selbst kontrolliert. Für Agenturen mit einem Stall an Sender-Accounts ist das Paket stimmig, für Einzelanwender mit einem Konto ist es größer geschnitten als nötig.
Überblick
- ✓ Multi-Account-Management
- ✓ LinkedIn-Outreach-Sequenzen
- ✓ Zentrales Dashboard
- ✓ Unified Inbox
- ✓ A/B-Testing
- ✓ CRM-Integration
Vorteile
- + Multi-Account für Agenturen
- + Zentrales Dashboard
- + Skalierbar
Nachteile
- - LinkedIn-Grauzone
- - Pro-Account teuer
- - Plattformabhängig
Tags
HeyReach im Einsatz
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