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Brevo
E-Mail-Marketing freemium 🇪🇺 EU

Brevo

Brevo, ehemals Sendinblue, bündelt E-Mail, SMS, WhatsApp, Push, Live-Chat, CRM und Transaktionsmails in einer Plattform. Kundendaten liegen laut Anbieter auf Servern in der EU. Es gibt einen dauerhaft kostenlosen Plan mit bis zu 300 E-Mails pro Tag.

Übersicht zu Brevo: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 07.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Brevo?

Brevo, bis 2023 als Sendinblue bekannt, ist eine Customer Platform für Marketing und Vertrieb. E-Mail-Kampagnen, SMS, WhatsApp, Web- und Mobile-Push, Wallet-Nachrichten, Live-Chat, Chatbot, VoIP-Telefonie, ein CRM und Transaktionsmails laufen über dasselbe Konto. Der Anbieter beschreibt sich selbst als CRM-Suite und nennt über 600.000 Unternehmen als Kunden.

Für den deutschsprachigen Markt ist vor allem der Hosting-Ansatz relevant. Brevo hostet Kundendaten nach eigenen Angaben auf Servern innerhalb der EU, primär über OVH in Frankreich und Deutschland sowie über Google Cloud in Belgien. Das Unternehmen führt Paris als Hauptsitz und nennt in den strukturierten Daten der deutschen Website eine Anschrift in der Köpenicker Straße in Berlin. Support gibt es auf Deutsch.

Der zweite Unterschied zu reinen Newsletter-Werkzeugen liegt in den Transaktionsmails. Bestellbestätigungen, Passwort-Mails und Versandbenachrichtigungen laufen über SMTP-Relay und REST-API, und zwar in jedem Plan, auch im kostenlosen. Wer sonst zwei Dienste bezahlt, einen für Newsletter und einen für Systemmails, spart sich hier einen davon.

Für wen eignet sich Brevo?

Brevo passt zu kleinen und mittleren Unternehmen, die Marketing-Mails und Systemmails aus einer Oberfläche verschicken wollen. Der Anbieter selbst adressiert Gründerinnen und Gründer, kleine Unternehmen, Mittelstand und Enterprise, Handel und E-Commerce sowie Entwicklerteams. Für Shops ist die Kombination aus Warenkorbabbrecher-Strecken, Produktempfehlungen und Transaktionsmails der eigentliche Grund, hier zu landen.

Wer nur gelegentlich sendet, fährt mit dem Pay-as-you-go-Guthaben besser als mit einem Abo: Die Credits verfallen nicht, eine E-Mail kostet einen Credit, Telefon-Support ist dabei allerdings ausgeschlossen. Weniger gut passt Brevo dort, wo Automation, Mehrbenutzerbetrieb und Kanalvielfalt sofort gebraucht werden. Automation und A/B-Tests gibt es erst ab Standard, WhatsApp, Popups, Push und der Zugang für zehn Nutzer erst ab Professional, und Professional richtet sich laut Preisseite an Volumina ab 150.000 E-Mails pro Monat. Enterprise beschreibt der Anbieter als Angebot für Unternehmen mit über einer Million Kontakten.

Brevo im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt mit dem Konto. Für die Anmeldung reichen E-Mail-Adresse und Organisationsname, eine Kreditkarte verlangt Brevo nicht. Kontakte lassen sich sofort hochladen, gesendet wird aber erst, wenn Brevo das Konto für den Versand freigegeben hat. Danach liegt das Limit im kostenlosen Plan bei 300 E-Mails pro Tag.

Der Aufbau einer Kampagne läuft über den Drag-and-Drop-Editor und die mitgelieferten Vorlagen. Der KI-Generator entwirft Betreffzeilen und Texte und passt den Ton an. Die Empfängerauswahl kommt aus der Segmentierung: Filter nach Demografie, Website-Aktivität, Kampagnen-Interaktion und eigenen Ereignissen lassen sich speichern, die Zahl der Segmente ist nicht begrenzt. Formulare sammeln neue Kontakte ein und stoßen direkt die erste Folge-Mail an.

Ab dem Standard-Plan kommt die Automation dazu. Du baust mehrstufige Workflows ohne Mengenbegrenzung, testest Betreff und Inhalt gegeneinander und lässt Brevo den Versandzeitpunkt je Kontakt bestimmen. Web- und Event-Tracking liefert das Verhalten auf der eigenen Website als Auslöser. Die Auswertung geht über Öffnungen und Klicks hinaus: Klick-Heatmaps sowie Berichte nach Region und Gerät gehören ab dieser Stufe dazu.

Parallel dazu laufen die Systemmails. Sie gehen über SMTP-Relay oder API raus, Webhooks melden Zustellung und Bounces zurück, die Logs bleiben unbegrenzt erhalten. Auf der Vertriebsseite gibt es eine eigene Sales-Plattform mit Pipelines, Deals und Meetings, dazu die Aura-Agenten für Deal-Anlage, Datenanreicherung und Chat-Zusammenfassungen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die vom Anbieter veröffentlichten Referenzen, deren Zahlen nicht unabhängig geprüft sind. Doctolib nutzt die API für Transaktionsmails. Trusted Shops erreicht laut Anbieter bei Reaktivierungskampagnen 36 Prozent Öffnungsrate und holt damit 21 Prozent der inaktiven Kontakte zurück. Wunschgutschein erzielt laut Anbieter mit einer einzigen E-Mail-Kampagne 250.000 € Umsatz pro Jahr.

Preise und Pläne

Der kostenlose Plan ist dauerhaft und ohne Kreditkarte nutzbar. Nach der Freigabe des Kontos sendest du bis zu 300 E-Mails pro Tag. Brevo richtet sich damit an Einzelpersonen und Solo-Selbstständige.

Die Preise auf der Preisseite lädt Brevo dynamisch nach. In den strukturierten Daten der deutschen Website stehen sie im Klartext:

  • Starter, 7 €/Monat oder 75,96 € im Jahr: ab 5.000 E-Mails im Monat, E-Mail und Transaktionsmails, Drag-and-Drop-Editor, Vorlagen, KI-Textgenerator, erweiterte Segmentierung, Formulare, Basis-Reporting, E-Mail-Support in sechs Sprachen, kein Brevo-Logo in den Mails
  • Standard, 15 €/Monat oder 162 € im Jahr: alles aus Starter, Marketing-Automation ohne Mengenbegrenzung, A/B-Tests, erweitertes Reporting mit Klick-Heatmaps sowie Regions- und Geräteberichten, KI-gestützte Versandzeit-Optimierung, Web- und Event-Tracking, eine Landingpage
  • Professional, 499 €/Monat oder 5.388,96 € im Jahr: alles aus Standard, ab 150.000 E-Mails im Monat, zusätzliche Kanäle mit WhatsApp, Popups und Push, zehn Nutzerplätze, Kontakt-Scoring mit RFM und CLV, erweiterte E-Commerce-Funktionen, KI-Segmentierung, AI Data Analyst, Telefon-Support, drei Stunden Zustellbarkeits-Beratung pro Jahr
  • Enterprise, Preis auf Anfrage: alles aus Professional, Multi-Account-Verwaltung, eigene Datenobjekte, Mobile Wallet, individuelles Treueprogramm, Datenanbindung an Warehouse, POS und ERP, dedizierte IP, SSO und SAML, begleitetes Onboarding und CSM-Betreuung

Die Abrechnungsperiode legst du beim Abschluss fest, monatlich oder jährlich. Für die Jahreszahlung wirbt Brevo mit 10 Prozent Nachlass. Versteckte Gebühren nennt der Anbieter keine. Das SMS-Guthaben ist in keinem Plan enthalten und wird getrennt verkauft. Wer selten sendet, kauft stattdessen Pay-as-you-go-Credits: Sie verfallen nicht, eine E-Mail entspricht einem Credit, Telefon-Support ist bei dieser Variante ausgeschlossen. Kündigen lässt sich jederzeit direkt im Konto. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Dauerhaft kostenloser Plan mit bis zu 300 E-Mails pro Tag, ohne Kreditkarte
  • Transaktionsmails inklusive REST-API, SMTP, Webhooks und unbegrenzter Log-Aufbewahrung in jedem Plan
  • Kundendaten laut Anbieter auf EU-Servern, primär OVH in Frankreich und Deutschland sowie Google Cloud in Belgien
  • Nach ISO 27001 zertifiziert, Kontodaten vor dem Backup verschlüsselt, Mehr-Faktor-Anmeldung und IP-Whitelisting
  • Acht Kanäle in einem Konto, von E-Mail über WhatsApp bis VoIP-Telefonie
  • Über 150 Integrationen, darunter Shopify, WordPress, Stripe und Zapier
  • Pay-as-you-go-Credits verfallen nicht

Schwächen:

  • Automation und A/B-Tests erst ab Standard
  • WhatsApp, Popups, Push und Mehrbenutzerzugang erst ab Professional
  • SMS-Guthaben wird getrennt verkauft
  • Telefon-Support erst ab Professional, bei Pay-as-you-go gar nicht
  • Professional beginnt laut Preisseite bei 150.000 E-Mails pro Monat
  • Die Seite zur Datensicherheit nennt sichtbar ISO 27001:2022, in ihrer eigenen Meta-Beschreibung ISO 27001:2013
  • Teile des EU-Hostings laufen über Google Cloud in Belgien

Alternativen zu Brevo

Aus derselben Kategorie unseres Verzeichnisses kommen CleverReach, rapidmail, ActiveCampaign, Klaviyo und Mailjet infrage. Welche davon passt, hängt weniger am Funktionsvergleich als an der Frage, wie eng Shop, Warenwirtschaft und Mailversand zusammenspielen müssen. Genau diese Verkettung planen wir in Projekten zur Automation & Prozessoptimierung und in der E-Commerce-Betreuung.

Brevo im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Brevo steht in der Kategorie mit 91 weiteren Werkzeugen.

Anbieter aus der EU: 52 von 91 in dieser Kategorie.

Brevo nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 53 von 91 Werkzeugen (58 Prozent).

Überblick

Brevo ist unserer Erfahrung nach die pragmatische Wahl, wenn Newsletter und Systemmails aus einem Werkzeug kommen sollen und der Datenschutzbeauftragte mitliest. Der kostenlose Plan taugt zum echten Ausprobieren, nicht nur zum Anschauen. Prüfe vor dem Abschluss aber genau, wo dein Anwendungsfall im Tarifgitter landet. Automation ab Standard ist noch überschaubar, der Sprung zu Professional dagegen ist eine andere Größenordnung, weil er an ein Versandvolumen von 150.000 Mails im Monat gekoppelt ist. Wer weniger sendet, aber trotzdem WhatsApp oder mehrere Nutzer braucht, zahlt für Volumen, das er nicht verbraucht. Und wenn dir europäisches Hosting wichtig ist: Ein Teil davon läuft über Google Cloud in Belgien. Das ist rechtlich EU, aber eben nicht dasselbe wie ein europäischer Betreiber, und diesen Unterschied solltest du bewusst treffen statt ihn zu übersehen.

Überblick

Preismodell
freemium
Dauerhaft kostenloser Plan mit bis zu 300 E-Mails pro Tag, Anmeldung ohne Kreditkarte. Laut den strukturierten Daten der deutschen Website kostet Starter 7 €/Monat, Standard 15 €/Monat und Professional 499 €/Monat; bei Jahreszahlung 75,96 €, 162 € und 5.388,96 € im Jahr. Enterprise auf Anfrage. Der Anbieter wirbt bei Jahreszahlung mit 10 Prozent Nachlass. SMS-Guthaben wird getrennt verkauft. Stand: August 2026.
Herkunft
🇪🇺 Frankreich EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ E-Mail-Kampagnen über einen Drag-and-Drop-Editor mit Vorlagen nach Branche und Anwendungsfall
  • ✓ Marketing-Automation mit unbegrenzt vielen mehrstufigen Workflows ab dem Standard-Plan
  • ✓ SMS, WhatsApp, Web- und Mobile-Push sowie Wallet-Nachrichten aus derselben Oberfläche
  • ✓ Transaktionsmails über SMTP-Relay und REST-API, in allen Plänen enthalten
  • ✓ Live-Chat, Chatbot und VoIP-Telefonie als eigene Kanäle
  • ✓ Segmentierung nach Demografie, Website-Aktivität, Kampagnen-Interaktion und eigenen Ereignissen
  • ✓ A/B-Tests für Betreffzeilen und Inhaltsvarianten ab dem Standard-Plan
  • ✓ KI-Funktionen unter dem Namen Aura: Textentwürfe, Versandzeit-Optimierung, Segmentvorschläge und ein AI Data Analyst für Fragen in normaler Sprache
  • ✓ Kontakt-Scoring inklusive RFM und CLV ab dem Professional-Plan
  • ✓ Landingpages ohne Entwickler, eine Seite ist ab Standard enthalten
  • ✓ Formulare zur Lead-Erfassung mit automatischer Follow-up-Mail
  • ✓ Über 150 Integrationen, darunter Shopify, WordPress, Stripe und Zapier
  • ✓ Sales-Plattform mit eigenen Pipelines, Deals und Meetings als getrennt buchbarer Baustein

Vorteile

  • + Dauerhaft kostenloser Plan mit bis zu 300 E-Mails pro Tag, für die Anmeldung reichen E-Mail-Adresse und Organisationsname
  • + Transaktionsmails mit REST-API, SMTP, Webhooks und unbegrenzter Log-Aufbewahrung sind in jedem Plan enthalten
  • + Kundendaten werden laut Anbieter in der EU gehostet, primär über OVH in Frankreich und Deutschland sowie Google Cloud in Belgien
  • + Nach ISO 27001 zertifiziert, Kontodaten werden vor dem Backup verschlüsselt
  • + Viele Kanäle in einem Konto: E-Mail, SMS, WhatsApp, Push, Wallet, Live-Chat, Chatbot und VoIP
  • + Pay-as-you-go-Guthaben verfällt nicht, eine gesendete E-Mail entspricht einem Credit
  • + Support auf Deutsch, E-Mail-Support in sechs Sprachen

Nachteile

  • - Marketing-Automation und A/B-Tests gibt es erst ab dem Standard-Plan
  • - WhatsApp, Popups, Push und der Mehrbenutzerzugang mit zehn Plätzen kommen erst mit Professional
  • - SMS-Guthaben wird getrennt verkauft und ist in keinem Plan enthalten
  • - Telefon-Support gibt es erst ab Professional, Pay-as-you-go-Kunden sind davon ausgenommen
  • - Professional setzt laut Preisseite bei 150.000 E-Mails pro Monat an und liegt laut strukturierten Daten bei 499 €/Monat
  • - Die Seite zur Datensicherheit nennt im sichtbaren Text ISO 27001:2022, ihre eigene Meta-Beschreibung dagegen ISO 27001:2013
  • - Ein Teil des EU-Hostings läuft über Google Cloud in Belgien, also über die Infrastruktur eines US-Konzerns
  • - Enterprise-Funktionen wie dedizierte IP, SSO und SAML, Custom Objects und Multi-Account-Verwaltung gibt es nur im Tarif auf Anfrage

Tags

E-Mail-Marketing Marketing-Automation Newsletter SMS CRM

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