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Wishpond
Automation kostenpflichtig 🤝 Angemessenheitsbeschluss Kanada

Wishpond

All-in-one-Marketingplattform aus Vancouver für kleine und mittlere Unternehmen: Landingpages, Pop-ups, Social-Promotions, E-Mail, SMS, Zahlungen und KI-Agenten in einem Konto. Betreute Marketingexperten sind laut Anbieter im Abo enthalten. Die Startseite nennt 49 USD im Monat.

Übersicht zu Wishpond: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 21.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Wishpond?

Wishpond ist eine Marketingsuite für kleine und mittlere Unternehmen. Hinter dem Produkt steht die Wishpond Technologies Ltd. mit Sitz in der 422 Richards St, Suite 170, Vancouver, BC V6B 2Z4. Die Über-uns-Seite beschreibt die Plattform so: „Wishpond is based in Vancouver, British Columbia, and is a leading provider of marketing-focused online business solutions.” Das Produkt läuft dort unter einem eigenen Namen, nämlich „our flagship platform, Propel IQ”, und bündelt nach dieser Darstellung „Promotion & lead generation”, „Ad management & sales conversion” sowie „Referral marketing & outbound sales automation”. Nach Anbieterangabe nutzen es „over 4,000 customers, primarily small and medium-sized businesses across a wide range of industries”.

Der Funktionsumfang verteilt sich im Menü auf vier Gruppen. „Capture” versammelt Social Promotions, Website-Builder, Marketing-Funnels und Terminbuchung, „Nurture” E-Mail-Marketing, Sales Automation, Lead-Datenbank und Automationen, „Convert” Pop-ups, Payments, Formulare und Shopify-Marketing. Die vierte Gruppe heißt „Services” und enthält Marketing-Team, Ads, SEO, Grafikdesign und Smart Cart Recovery. Genau diese vierte Gruppe ist der Punkt, mit dem sich Wishpond von reinen Werkzeuganbietern abgrenzt: „Unlike many competitors, Wishpond provides dedicated marketing experts to manage your account and ensure success. This personalized service is typically unaffordable for small businesses but is included with our subscription.”

Gewachsen ist die Suite durch Zukäufe, und das erklärt die vielen Marken im Fußbereich. Die eigene Pressemeldung nennt „the acquisitions of Invigo and PersistIQ”, bei einer anderen Stelle genauer als „email automation tool PersistIQ and medical marketing agency Invigo Media”. 2021 kam Brax hinzu: „the company announced the acquisition of assets from New York-based AtlasMind Inc., which does business as Brax, for approximately $2.5 million”, ein Werkzeug für die Verwaltung digitaler Anzeigen. Die Fußzeile führt unter der Überschrift „By Wishpond” sieben Marken als Logos, unter anderem „Purple-PropelIQ.svg”, „Purple-Persist.svg”, „Purple-Invigo.svg”, „Purple-Winback.svg”, „Purple-ScaleWise.svg” und „Purple-Brax.svg”. Die Investorenmeldung vom 27. Mai 2026 trägt den Titel „Wishpond Reports Q1 2026 Financial Results and Provides Update Following SalesCloser Spin-Out and Viral Loops Divestiture”, der Zuschnitt des Portfolios ist also in Bewegung.

Für wen eignet sich Wishpond?

Der Anbieter zielt erklärtermaßen auf kleine Betriebe, die bisher mehrere Werkzeuge parallel bezahlen: „Our platform replaces multiple marketing tools with one easy-to-use, cost-effective solution.” Als Branchen nennt das Menü „Health E-Commerce Education Finance Restaurants Agencies Non-Profits Travel B2B Wellness”, die Industrieseite teils andere, nämlich auch Fitness, Hotels und Beauty. Für das Gesundheitswesen gibt es eine eigene Ausprägung aus dem Invigo-Zukauf, beworben als „Wishpond + Invigo Media’s AI-powered platform helps healthcare providers personalize patient experiences”. Online-Händler mit Shopify finden einen vorbereiteten Kampagnensatz, und Softwarehäuser können die Email API in eigene Anwendungen einbauen.

Praktisch passt die Plattform am besten dorthin, wo jemand Marketing abgeben will statt es selbst aufzubauen. Die betreuten Leistungen sind Teil des Abos, und wer ohnehin eine Agentur beauftragen würde, vergleicht hier nicht Werkzeugpreise, sondern Werkzeug plus Betreuung gegen Werkzeug plus externe Dienstleistung. Für Projekte, in denen wir Automation & Prozessoptimierung planen, ist das eine andere Rechnung als bei einem reinen Werkzeuganbieter.

Weniger passend ist Wishpond für drei Gruppen. Erstens für Unternehmen, die Daten in der EU halten müssen: Die Datenschutzerklärung sagt „The Services are hosted in Canada and the United States and are governed by British Columbia, Canada, law”, und sie fügt hinzu, dass die Datenschutzgesetze dieser Länder „might not be as comprehensive as those in your country”. Zweitens für alle, die einen Tarifvergleich in Ruhe am Schreibtisch machen wollen: Die Startseite nennt einen einzigen Betrag, detaillierte Angaben stellt der Anbieter als Teil des Demo-Termins in Aussicht („Detailed pricing information”). Drittens für Einkäufe mit Budget in Euro, denn abgerechnet wird in US-Dollar.

Wishpond im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt beim Einsammeln und endet bei der Zahlung, ohne Systemwechsel. Eine Landingpage, ein Pop-up, ein Formular oder eine Verlosung nimmt den Lead auf, die Lead-Datenbank hält ihn, eine Automation übernimmt den Rest. Für den Automationsteil beschreibt der Anbieter einen „Visual Workflow Builder Easily map out your automation sequences with our intuitive drag-and-drop builder”, dazu „Trigger-Based Automation” nach Nutzerverhalten und „Dynamic Conditional Logic” für verzweigte Strecken. Ausgespielt wird per E-Mail oder SMS. Soll am Ende Geld fließen, bleibt der Interessent auf derselben Seite: Wishpond Payments wurde eingeführt als „a new service enabling the Company’s 2,000+ customers to sell and collect payments directly through landing pages”, technisch über eine eingebaute Stripe-Anbindung.

Im Onlinehandel ist der Ablauf konkreter, weil die Shopify-Anbindung einen fertigen Kampagnensatz mitbringt: „Abandonment cart emails Cross-sell emails Upsell emails Welcome/onboarding campaigns VIP customer emails Product review campaigns Product replenishment campaigns Shipping reminders”. Segmentieren lässt sich nach „Average Order Value Products added to cart Products ordered Total Revenue Products Browsed Blog and website pages visited”. Wer so etwas schon einmal gebaut hat, erkennt die Standardstrecken wieder, und genau darin liegt der Reiz für kleine Shops: Die Arbeit steckt in der Datenanbindung, nicht im Erfinden der Kampagnen. Für die Anbindung an Shop und Warenwirtschaft gelten dieselben Fragen wie in jedem E-Commerce-Projekt.

Als veröffentlichte Referenz führt der Anbieter unter anderem Frozen Yogurt Solutions. Der Betrieb nutzte laut Fallbeschreibung „Wishpond’s Sweepstakes tool to promote a prize of an iPad bundled with their frozen yogurt startup guides”. Das Ergebnis beschreibt der Anbieter selbst, und die Zahlen stammen damit von ihm und sind nicht unabhängig geprüft: „In less than one month, Frozen Yogurt Solutions grew their Facebook fans from 50 to 2,352, a more than 40-fold increase.” Dazu nennt er „over 2,324 contest participants” und eine mögliche Reichweite von mehr als 700.000 Personen. Die Fallbeschreibung ist ein Verlosungsfall, kein Beispiel für die neueren KI-Funktionen.

Preise und Pläne

Öffentlich nennt der Anbieter genau einen Betrag, und er steht auf der Startseite: „For the price of one subscription ($49/month) , access a wide range of marketing tools that would otherwise require multiple purchases from specialized providers.” Stand: Oktober 2026.

Die Abrechnungsregeln stehen in den Vertragsbedingungen und sind der interessantere Teil:

  • Zahlungsweise: „YOUR CREDIT CARD WILL BE CHARGED FOR ACCESS TO THE SERVICES IN ADVANCE ON A RECURRING MONTHLY OR YEARLY BASIS DEPENDING ON WHICH SERVICE YOU HAVE SELECTED.”
  • Währung: „Unless otherwise stated, all charges are in U.S. dollars, and all payments must be made in U.S. currency.”
  • Steuern: „All charges are exclusive of applicable federal, provincial, state, local or other governmental sales, goods and services, harmonized or other taxes”, der genannte Betrag ist also ein Nettopreis.
  • Mengenabhängigkeit: „YOUR PLAN AND ACCESS FEES WILL BE ADJUSTED AUTOMATICALLY BASED UPON DATA THRESHOLDS AS SET FORTH IN THE PLAN PRICING.” Die Gebühr steigt also mit dem Datenvolumen, ohne dass es dafür einen eigenen Bestellvorgang braucht.
  • Testphase: „IF YOU SIGN UP FOR A FREE TRIAL ACCOUNT, YOU WILL BE REQUIRED TO ENTER A CREDIT CARD NUMBER SO THAT WE CAN AUTHENTICATE YOUR IDENTITY.” Wer nicht rechtzeitig kündigt, zahlt: „YOUR CREDIT CARD WILL BE BILLED STARTING ON THE DAY AFTER YOUR TRIAL PERIOD EXPIRES FOR THE FULL AMOUNT OWING.”
  • Preisänderungen: „PRICES OF ALL SERVICES, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO MONTHLY SUBSCRIPTION PLAN FEES FOR SERVICES, ARE SUBJECT TO CHANGE UPON 30 DAYS NOTICE FROM US”, angekündigt wird das durch Veröffentlichung auf der Website.

Die Rückerstattung ist dreifach gestaffelt und an Lead-Grenzen gebunden. Voll gibt es Geld nur für die ungenutzten Monate eines Jahresplans zurück, „if a refund has been requested or the account has been canceled within five days of the trial’s expiration date and the number of generated and hosted leads, participants and voters does not exceed 20”. Danach sind es 50 Prozent plus Guthaben, „within 2 months of initial purchase and the total number of captured and hosted leads, participants and voters does not exceed 50”. Später gar nichts: „No refunds will be issued if the annual plan was active for more than two months.” Für Monatsabos gilt ohnehin „There are no refunds on monthly subscriptions.” Ausgenommen sind außerdem Werbekosten und die betreuten Leistungen, also genau der Teil, mit dem die Plattform wirbt: „This refund policy does not apply to any advertising charges, fully managed services or any special pricing plans or discounts.”

Zur Kündigung verlangt der Anbieter den Weg über das Konto: „CANCELLATION REQUESTS MUST BE MADE THROUGH YOUR ACCOUNT SETTINGS. CANCELLATION REQUESTS WILL ONLY TAKE EFFECT AT THE END OF YOUR CURRENT CONTRACT TERM.” Bei einer festen Laufzeit bleiben alle Raten bis zum Ende fällig.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Die Betreuung durch Marketingexperten ist laut Startseite im Abo enthalten und nicht als Zusatzleistung ausgewiesen
  • Die Startseite nennt einen konkreten Betrag und stellt ihn der Summe einzelner Fachwerkzeuge gegenüber
  • Zahlungen sind Teil des Produkts: Wishpond Payments arbeitet über eine eingebaute Stripe-Anbindung
  • Die DSGVO-Werkzeuge im Produkt sind einzeln benannt und als fertig markiert, etwa „Export lead data (COMPLETED)” und „Disable tracking of visitors from the EU (COMPLETED)”
  • Für Shopify liegt ein vollständiger Kampagnensatz samt Segmentierungskriterien bereit
  • Die Email API ist ein eigenes Produkt mit Vorschautext und AMP-Unterstützung, nutzbar aus eigener Software

Schwächen:

  • Die Integrationszahl widerspricht sich auf derselben Startseite, „100+ apps” gegen „300+ integrations”, und die Integrationsseite führt 26 Dienste namentlich
  • Die eigene Lead-Kennzahl steht in drei Fassungen auf derselben Domain: „10 Million+” auf der Startseite, „75 M” auf der Über-uns-Seite, „100000000” auf den Produktseiten
  • Auf Monatsabos gibt es keine Rückerstattung, beim Jahresplan hängt sie an Lead-Obergrenzen von 20 beziehungsweise 50
  • Die Kündigung wirkt erst zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit und muss über die Kontoeinstellungen laufen
  • Gehostet wird in Kanada und den USA, Gerichtsstand ist ausschließlich British Columbia
  • Die Vertragsbedingungen behalten sich neue, vorher nicht offengelegte Nutzungen der Kundendaten vor
  • Nutzer räumen dem Anbieter Werberechte am eigenen Firmenlogo ein, auch wenn nur der Firmenname übermittelt wurde
  • Abgerechnet wird ausschließlich in US-Dollar
  • Die Fußzeile führt SalesCloser weiter unter „By Wishpond”, während die Investorenmeldung vom 27. Mai 2026 die Abspaltung meldet
  • Auf der Healthcare-Seite steht auf die Frage „Is the platform HIPAA compliant?” ein „Yes”, der Satz danach verspricht nur „features and safeguards to help you maintain HIPAA compliance”

Alternativen zu Wishpond

In derselben Kategorie unseres Verzeichnisses stehen drei Einträge, die aus unterschiedlichen Richtungen auf dasselbe Problem zielen. Thryv führen wir als All-in-one-Plattform für Kleinunternehmen, also als nächsten Verwandten dieses Zuschnitts. Vendasta ist wie Wishpond in Kanada beheimatet, richtet sich bei uns aber an Agenturen und Reseller. Mautic ist der Gegenentwurf: Open Source und selbst zu hosten, was die Frage nach dem Hostingstandort zu einer eigenen Entscheidung macht. Preise und Funktionen dieser drei gehören in ihre eigenen Einträge und stehen hier bewusst nicht.

Wishpond im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Wishpond steht in der Kategorie „automation” mit 351 weiteren Werkzeugen.

Wishpond nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 137 von 352 Werkzeugen (39 Prozent).

Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 169 Alternativen mit EU-Sitz, davon 135 aus Deutschland.

Einen kostenlosen Einstieg bietet Wishpond nicht. In der Kategorie haben 88 von 352 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Wishpond für eine vernünftige Wahl, wenn ein kleiner Betrieb Marketing nicht selbst aufbauen will und eine Betreuung mitkaufen möchte, ohne eine Agentur separat zu beauftragen. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem reinen Werkzeug, und er steht auch so auf der Startseite. Wer dagegen nur einen Landingpage-Builder oder nur ein E-Mail-Werkzeug sucht, zahlt hier für eine Breite, die er nicht nutzt.

Zwei Dinge würden wir vor einer Unterschrift klären. Das erste ist der Vertrag, nicht der Preis. Keine Rückerstattung auf Monatsabos, Kündigung erst zum Laufzeitende, Rückerstattung beim Jahresplan nur bei höchstens 20 oder 50 Leads, und eine Gebühr, die sich automatisch an Datenschwellen nachjustiert. Das ist eine andere Risikoverteilung als bei einem Monatsabo, das man zum Monatsende abstellt. Frag nach der Laufzeit, bevor du den Testzugang anlegst, denn dafür liegt die Kreditkarte schon auf dem Tisch.

Das zweite ist der Datenschutz, und hier wird es für deutsche Unternehmen unbequem. Der Anbieter nennt sich „fully GDPR compliant”, hostet aber in Kanada und den USA, und die Hilfen im Produkt bestehen in erheblichem Teil darin, EU-Besucher auszuschließen. Für ein Unternehmen, dessen Zielgruppe in der EU sitzt, ist das kein Lösungsweg, sondern die Beschreibung des Problems. Wer Wishpond trotzdem einsetzen will, braucht den Auftragsverarbeitungsvertrag, eine Transfer-Folgenabschätzung für den US-Anteil und eine klare Antwort darauf, welche personenbezogenen Daten überhaupt hineinlaufen. Das ist machbar, aber es ist Arbeit, die bei einem Anbieter mit EU-Hosting entfällt.

Eine Beobachtung zum Schluss, die beim Durchblättern der Produktseiten sofort auffällt: Mehrere Funktionsseiten tragen denselben Textbaustein über Landingpage-Vorlagen und dieselbe FAQ-Überschrift „Frequently Asked Questions About AI-Powered Social Promotions”, auch dort, wo es um Sales Automation oder die Email API geht. Dazu stehen Kennzahlen im Seitenkopf, die als „0 M+” oder „0 +” ausgeliefert werden. Beides sagt nichts über die Qualität der Software, aber es heißt: Verlass dich bei der Auswahl nicht auf die Produktseiten, sondern lass dir die Funktionen in der Demo zeigen, die du tatsächlich brauchst. Für den SEO- und Content-Teil, den der Anbieter als Dienstleistung mitverkauft, gilt derselbe Rat wie bei jeder SEO & Marketing-Entscheidung: Ergebnisse zeigen lassen, nicht Leistungsbeschreibungen.

Häufige Fragen zu Wishpond

Was kostet Wishpond?
Die Startseite nennt als einzigen Betrag 49 USD im Monat: „For the price of one subscription ($49/month) , access a wide range of marketing tools that would otherwise require multiple purchases from specialized providers.“ Abgerechnet wird per Kreditkarte im Voraus, monatlich oder jährlich, in US-Dollar und zuzüglich Steuern. Plan- und Zugangsgebühren passen sich laut Vertragsbedingungen automatisch an Datenschwellen an. Detaillierte Preisinformationen stellt der Anbieter als Teil des Demo-Termins in Aussicht. Stand: Oktober 2026.
Gibt es eine kostenlose Version von Wishpond?
Der Anbieter wirbt mit „Try Wishpond for FREE“ und beschreibt in den Vertragsbedingungen eine Testphase. Dafür verlangt er eine Kreditkarte: „IF YOU SIGN UP FOR A FREE TRIAL ACCOUNT, YOU WILL BE REQUIRED TO ENTER A CREDIT CARD NUMBER SO THAT WE CAN AUTHENTICATE YOUR IDENTITY.“ Wer nicht vor Ablauf kündigt, wird am Tag danach mit dem vollen fälligen Betrag belastet. Wie lang die Testphase läuft, sagen die Vertragsbedingungen nicht.
Ist Wishpond DSGVO-konform?
Der Anbieter schreibt auf seiner GDPR-Seite: „In compliance with EU law, Wishpond is fully GDPR compliant.“ Die eigene Datenschutzerklärung nennt dagegen Kanada und die USA als Hostingstandorte und britisch-kolumbianisches Recht als anwendbar. Für Verarbeitungen unter der DSGVO verlangen die Vertragsbedingungen zusätzlich einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Die im Produkt angebotenen Hilfen laufen zu einem großen Teil darauf hinaus, EU-Besucher auszuschließen, etwa per Sperre nach IP-Adresse, Weiterleitung oder Abschalten des Trackings.
Wie viele Integrationen hat Wishpond?
Darauf gibt die Startseite zwei Antworten. In einem Abschnitt steht „Easily integrate with 100+ apps“, im nächsten „With Wishpond’s 300+ integrations“. Die Integrationsseite selbst listet 26 Dienste namentlich, unter anderem MailChimp, Salesforce, Pipedrive, Shopify, Slack, Segment und Eventbrite. Wer eine bestimmte Anbindung braucht, sollte sie vor dem Vertrag namentlich abfragen.
Wo sitzt der Anbieter von Wishpond?
Hinter dem Produkt steht die Wishpond Technologies Ltd., 422 Richards St, Suite 170, Vancouver, BC V6B 2Z4, Kanada. Das Unternehmen ist börsennotiert, an der TSX Venture Exchange unter „WISH“ und am OTCQX Best Market unter „WPNDF“. Kanada fällt unter einen Angemessenheitsbeschluss der EU, die Datenschutzerklärung nennt als Hostingstandorte aber Kanada und die USA.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Die Startseite nennt für ein Abonnement monatlich 49 USD und nennt sonst keinen Betrag. Abgerechnet wird laut Vertragsbedingungen per Kreditkarte im Voraus, monatlich oder jährlich, in US-Dollar und zuzüglich Steuern. Plan- und Zugangsgebühren passen sich automatisch an Datenschwellen an. Es gibt eine kostenlose Testphase, für die der Anbieter eine Kreditkarte verlangt und nach deren Ablauf er den vollen fälligen Betrag abbucht. Auf Monatsabos gibt es keine Rückerstattung. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🤝 Kanada Angemessenheitsbeschluss
Kein DSGVO-Raum, aber die EU-Kommission hat ein angemessenes Datenschutzniveau festgestellt (Art. 45 DSGVO). Datenübermittlung ist ohne zusätzliche Garantien zulässig.
Features
  • ✓ Landingpage- und Website-Builder zum Ziehen und Ablegen, beim Anbieter unter „Capture“ geführt
  • ✓ Social-Promotions mit Sweepstakes, Wettbewerben und YouTube-Contests
  • ✓ Pop-ups, Formulare und Marketing-Funnels als Einstiegspunkte für Leads
  • ✓ E-Mail-Marketing mit Vorschautext und Unterstützung für AMP-Mails, dazu Newsletter-Vorlagen
  • ✓ Email API für Transaktionsmails, Benachrichtigungen und Massensendungen aus eigenen Anwendungen
  • ✓ Visueller Workflow-Builder mit Triggern, Verzweigungslogik und vorgefertigten Automationen
  • ✓ Lead-Datenbank und Sales Automation mit Lead-Bewertung, Terminvorschlägen und Angebotserstellung
  • ✓ SMS-Marketing für Rückgewinnungskampagnen, als eigener Menüpunkt neben E-Mail
  • ✓ Wishpond Payments: Zahlungen und Abos direkt auf der Landingpage, über eine eingebaute Stripe-Anbindung
  • ✓ Shopify-Anbindung mit Umsatz-Tracking in Echtzeit und Segmentierung nach Warenkorbwert, bestellten und angesehenen Produkten
  • ✓ KI-Funktionen quer durch die Suite: KI-Vertriebsagenten, eigene KI-Agenten, KI-Designvorschläge, A/B-Test-Auswertung
  • ✓ Betreute Leistungen als Teil des Abos: Marketing-Team, Ads, SEO, Grafikdesign und Smart Cart Recovery

Vorteile

  • + Betreuung ist laut Startseite im Abo enthalten: „Wishpond provides dedicated marketing experts to manage your account and ensure success. This personalized service is typically unaffordable for small businesses but is included with our subscription.“
  • + Die Startseite nennt einen konkreten Betrag, 49 USD im Monat, und stellt ihn ausdrücklich der Summe einzelner Fachwerkzeuge gegenüber
  • + Zahlungen stecken im Produkt und nicht in einem Zusatzvertrag: Wishpond Payments nutzt eine eingebaute Stripe-Anbindung für Kunden mit vorhandenem Stripe-Konto
  • + Die DSGVO-Werkzeuge im Produkt sind benannt und als fertig markiert, darunter „Export lead data (COMPLETED)“, „Delete lead data (COMPLETED)“ und „Disable tracking of visitors from the EU (COMPLETED)“
  • + Für Shopify-Händler liegt ein fertiger Kampagnensatz bereit, von Abbruch- bis Nachbestell-Mails, mit Segmentierung nach Average Order Value und angesehenen Produkten
  • + Die Email API ist ein eigenes Produkt, nicht nur ein Feature: Transaktionsmails, Benachrichtigungen und Massensendungen laufen darüber aus eigener Software

Nachteile

  • - Die Zahl der Integrationen widerspricht sich auf derselben Startseite: „Easily integrate with 100+ apps“ in einem Abschnitt, „With Wishpond’s 300+ integrations“ im nächsten. Die Integrationsseite führt 26 Dienste namentlich auf
  • - Die eigene Lead-Kennzahl steht in drei Fassungen auf derselben Domain: Startseite „Leads Generated 10 Million+“, Über-uns-Seite „75 M Leads Generated“, Produktseiten „Wishpond in Numbers 100000000 Total Number of Leads Generated“
  • - Auf Monatsabos gibt es keine Rückerstattung: „There are no refunds on monthly subscriptions.“ Beim Jahresplan hängt die Rückerstattung an engen Lead-Grenzen, voll nur binnen fünf Tagen nach Testende und bei höchstens 20 Leads, Teilnehmern und Votern
  • - Die Kündigung gilt nur über die Kontoeinstellungen, eine Mail oder ein Anruf zählt nicht, und sie wirkt erst zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit
  • - Gehostet wird außerhalb der EU: „The Services are hosted in Canada and the United States and are governed by British Columbia, Canada, law.“ Gerichtsstand ist ausschließlich British Columbia
  • - Die Vertragsbedingungen behalten sich neue, vorher nicht offengelegte Nutzungen der Kundendaten vor: „WE MAY USE CUSTOMER AND ACCOUNT HOLDER DATA FOR NEW, UNANTICIPATED USES NOT PREVIOUSLY DISCLOSED IN OUR PRIVACY NOTICE.“
  • - Wer das Produkt nutzt, räumt dem Anbieter Werberechte am eigenen Firmenlogo ein, auch wenn nur der Firmenname übermittelt wurde
  • - Die GDPR-Seite empfiehlt als Weg zur Rechtssicherheit, EU-Besucher auszuschließen: eine Funktion, „which makes it easy for our users to hide their campaigns from EU IP addresses“
  • - Abgerechnet wird in US-Dollar: „all charges are in U.S. dollars, and all payments must be made in U.S. currency“
  • - Die Fußzeile führt SalesCloser weiter unter „By Wishpond“, während die Investorenmeldung vom 27. Mai 2026 von einer SalesCloser-Abspaltung und einer Viral-Loops-Veräußerung berichtet

Tags

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