Squarespace
Squarespace ist eine Website- und Shop-Plattform der Squarespace, Inc. aus New York. Vier Tarife heißen Basic, Core, Plus und Advanced und starten bei 19 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung. Kunden außerhalb der USA schließen den Vertrag mit der Squarespace Ireland Limited in Dublin.
Übersicht zu Squarespace: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Squarespace?
Squarespace ist eine Website- und Shop-Plattform, bei der Gestaltung, Hosting, Domain, Zahlungen und Marketing in einem Konto liegen. Betrieben wird sie von der Squarespace, Inc. in der 8 Clarkson Street in New York. Wer außerhalb der USA kauft, schließt den Vertrag allerdings nicht mit der amerikanischen Gesellschaft, sondern mit der Squarespace Ireland Limited im Squarespace House in der Ship Street Great in Dublin 8, eingetragen unter der Nummer 527641.
Der Ruf der Plattform kommt vom Design. Vorlagen und Editor sind darauf ausgelegt, dass eine Seite ohne Designer ordentlich aussieht, und seit einiger Zeit erzeugt ein KI-Website-Builder erste Entwürfe. Nach eigenen Angaben nutzen 14 Millionen Unternehmerinnen und Unternehmer in über 200 Ländern die Plattform.
Um die Website herum liegt inzwischen deutlich mehr als eine Website. Shop, Terminplanung über Acuity Scheduling, Rechnungsstellung, Mitgliedschaften, Kurse, Spenden, Newsletter und SEO-Werkzeuge gehören zum selben Konto. Genau darin liegt der Reiz und zugleich die Falle: Was die Plattform kostet, entscheidet sich weniger am Monatspreis als an den Transaktionsgebühren.
Für wen eignet sich Squarespace?
Der Zuschnitt passt auf Selbstständige und kleine Unternehmen, die eine repräsentative Seite brauchen und nebenbei etwas verkaufen oder Termine vergeben. Der Anbieter führt eigene Bereiche für Kreativdienstleister, Beratung, Bildung, Beauty, Sport, Gesundheit, Handwerk, Veranstaltungen und gemeinnützige Organisationen. Fotografen, Coaches und Studios sind die typischen Fälle.
Für den deutschen Markt gibt es zwei Argumente, die auf der deutschen Preisseite stehen: deutschsprachiger Kundensupport und Zahlung per Lastschrift. Impressum, Datenschutzerklärung, Geschäftsbedingungen, Cookie-Banner und Einwilligungsverwaltung sind als Bausteine eingebaut, statt nachgerüstet werden zu müssen.
Weniger passend ist die Plattform, wenn du viele digitale Produkte verkaufst. Der Basic-Tarif nimmt darauf 7 Prozent, der zweite noch 5 Prozent, und erst der oberste Tarif kommt auf null. Bei nennenswertem Umsatz übersteigt diese Gebühr den Abopreis um ein Vielfaches. Ebenfalls kritisch: Wer eine Datenhaltung in der EU braucht, findet sie hier nicht.
Squarespace im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf beginnt bei der Vorlage. Du wählst ein Template, passt Design und Inhalte im Editor an und verbindest eine Domain, die du entweder mitbringst oder direkt bei Squarespace registrierst. Der Anbieter ist ICANN-akkreditierter Registrar, bei neuen Jahresabos ist ein Jahr Domain enthalten. SSL-Zertifikate kommen für korrekt verbundene Domains automatisch dazu.
Beim Verkaufen greift der zweite Teil. Der Shop ist voll integriert, die Zahl der Produkte und Dienstleistungen unbegrenzt. Bezahlt wird über Squarespace Payments oder einen anderen Anbieter, wahlweise per Zahlungslink. Für den Versand lassen sich Pauschalen, Gewichtsstaffeln, vom Versanddienstleister berechnete Preise oder kostenloser Versand hinterlegen. Dazu kommen Gutscheine, Rabatte, Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe, Abonnements und Print-on-Demand-Artikel mit Direktversand.
Nach hinten raus folgt die Verwaltung: Rechnungen, Projekte, Kundenkonten, ein Kontaktbereich für die Zielgruppe, Formular- und Newsletter-Blöcke, Auswertungen zu Traffic und Conversions, Keyword-Analyse für Suchmaschinen. Anbindungen gibt es an Mailchimp und Zapier. Die KI-Funktionen laufen über ein Guthaben, das je Tarif anders ausfällt: 10 Credits einmalig im Einstieg, darüber 20, 40 oder 120 im Monat.
Ein Punkt gehört in jede Betrachtung, und er steht in der FAQ der deutschen Preisseite: Squarespace speichert die Daten in mehreren Tier-III-Rechenzentren in den USA. Dieselbe Seite wirbt zwei Bildschirmhöhen darüber mit dem Hinweis, das Angebot sei sicher und DSGVO-konform. Beides kann gleichzeitig gemeint sein, beides zusammen ist trotzdem ein Punkt, den du im Verarbeitungsverzeichnis erklären musst.
Preise und Pläne
Vier Tarife, alle kostenpflichtig: Basic, Core, Plus und Advanced. Abgerechnet wird monatlich oder jährlich, der Einstieg liegt bei 19 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass sich der Preis nach Tarif und Standort richtet; die Preisseite schaltet je nach Land auf eine andere Währung um. Vorab gibt es 14 Tage Testphase, ohne Kredit- oder Debitkarte.
Interessanter als der Grundpreis sind die Gebühren. Auf Shop-Verkäufe nimmt der Basic-Tarif 2 Prozent, alle darüberliegenden 0 Prozent. Bei digitalen Produkten liegt die Staffel bei 7, 5, 1 und 0 Prozent. Wer Kurse, Downloads oder Mitgliedschaften verkauft, sollte diese Zahl gegen die Tarifdifferenz rechnen, bevor er sich für den kleinsten Tarif entscheidet.
Auch die Kontingente unterscheiden sich deutlich. Bearbeiterinnen und Bearbeiter: zwei im Basic-Tarif, darüber unbegrenzt. Video-Hosting: 30 Minuten, 5 Stunden, 50 Stunden, unbegrenzt. KI-Guthaben: 10 einmalig, dann 20, 40 oder 120 im Monat, dieselbe Staffel gilt für die Prompt-Durchläufe der AI Visibility. Erweiterte Code-Blöcke und eigener Code stehen erst ab dem zweiten Tarif zur Verfügung.
Dazu kommen Domains ab 14 US-Dollar im Jahr, wobei neue Jahresabos ein Jahr Freidomain enthalten. In allen Tarifen enthalten sind laut deutscher Preisseite deutschsprachiger Support, unbegrenzte Bandbreite und die Zahlung per Lastschrift. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Vertragspartner außerhalb der USA ist die Squarespace Ireland Limited in Dublin, Handelsregisternummer 527641
- 14 Tage Testphase ohne Kredit- oder Debitkarte
- Deutschsprachiger Support und Lastschrift laut deutscher Preisseite
- Ab dem zweiten Tarif keine Transaktionsgebühr auf Shop-Verkäufe
- Kostenlose SSL-Zertifikate, Zwei-Faktor-Anmeldung, passwortgeschützte Seiten, Sicherheitsüberwachung rund um die Uhr
- Rechtstexte, Cookie-Banner und Einwilligungsverwaltung sind eingebaut
Schwächen:
- Kein kostenloser Tarif
- Datenhaltung laut Anbieter in Tier-III-Rechenzentren in den USA
- 2 Prozent Transaktionsgebühr auf Shop-Verkäufe im Basic-Tarif, 7 Prozent auf digitale Produkte
- Nur zwei Bearbeiter und 30 Minuten Video-Hosting im Basic-Tarif
- KI-Guthaben im Basic-Tarif einmalig statt monatlich
- Preis abhängig von Tarif und Standort, Währung je nach Land unterschiedlich
Alternativen zu Squarespace
Im selben Feld stehen Wix und Webflow. Belastbare Aussagen zu deren Funktionsumfang und Konditionen gehören auf deren eigene Seiten, hier steht nur der Verweis. Wer vor allem verkaufen will, landet eher bei Shopify oder Shopware.
Der Vergleichspunkt, der über die Jahre den Unterschied macht, ist nicht die Vorlage, sondern die Gebührenstruktur. Ein Baukasten mit niedrigem Monatspreis und Prozentabgabe pro Verkauf ist bei kleinem Umsatz günstig und bei wachsendem Umsatz teuer. Rechne beide Modelle mit deinem realistischen Jahresumsatz durch, nicht mit dem heutigen Monat. Für die Frage, wie eine solche Seite technisch sauber aufgesetzt und später erweitert wird, ist die Webentwicklung zuständig; sobald Warenwirtschaft, Versand und Buchhaltung mitspielen, verschiebt sich das Thema in Richtung E-Commerce und ERP und Warenwirtschaft.
Squarespace im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Squarespace steht in der Kategorie mit 558 weiteren Werkzeugen.
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 312 Alternativen mit EU-Sitz, davon 217 aus Deutschland.
Squarespace nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 288 von 558 Werkzeugen (52 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet Squarespace nicht. In der Kategorie haben 125 von 558 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Squarespace ist für Selbstständige und kleine Betriebe, denen das Aussehen ihrer Seite wichtig ist, eine sehr gute Wahl. Der Editor nimmt einem Gestaltungsentscheidungen ab, die sonst schiefgehen, und dass Rechtstexte, Cookie-Banner und Einwilligungsverwaltung mitgeliefert werden, spart in Deutschland echten Aufwand.
Zwei Dinge würden wir vorher rechnen. Erstens die Gebühren: Bei digitalen Produkten kostet der Einstiegstarif 7 Prozent vom Umsatz. Ab wenigen hundert Euro im Monat ist der nächsthöhere Tarif billiger, obwohl er mehr kostet. Diese Schwelle solltest du kennen, bevor du dich entscheidest, nicht danach.
Zweitens die Datenfrage. Der Anbieter nennt US-Rechenzentren und wirbt auf derselben Seite mit DSGVO-Konformität. Für eine Portfolio-Seite ist das unkritisch, für eine Praxis mit Terminbuchung und Kundendaten eine Entscheidung, die du bewusst treffen und dokumentieren solltest. Wenn dir dieser Punkt wichtig ist, schau dir vorher europäische Anbieter an.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Drag-and-drop-Editor mit Designer-Vorlagen, dazu KI-Website-Builder und Design Intelligence
- ✓ Vollständig integrierter Shop mit unbegrenzt vielen Produkten und Dienstleistungen
- ✓ Squarespace Payments als eigener Zahlungsdienst, dazu Zahlungslinks in unbegrenzter Zahl
- ✓ Rechnungsstellung und Projektverwaltung, Terminplanung über Acuity Scheduling
- ✓ Verkauf von Kursen, Blogs, Videos, Mitgliedschaften und Abonnements
- ✓ Print-on-Demand-Merchandise mit Direktversand, Geschenkgutscheine, Rabatte und Warenkorb-Wiederherstellung
- ✓ Produktanzeige in Google Shopping sowie Bewerbung über Facebook und Instagram
- ✓ Impressum, Datenschutzerklärung, Geschäftsbedingungen, Cookie-Banner und Einwilligungsverwaltung als eingebaute Bausteine
- ✓ KI-Guthaben je Tarif: 10 einmalig, 20, 40 oder 120 im Monat, dazu AI Visibility mit ebenso vielen Prompt-Durchläufen
- ✓ Video-Hosting je Tarif: 30 Minuten, 5 Stunden, 50 Stunden oder unbegrenzt
- ✓ Eigener Code, CSS-Editor und Einbettungs-Block, erweiterte Code-Blöcke ab dem zweiten Tarif
- ✓ Domainregistrierung im selben Konto, Squarespace ist ICANN-akkreditierter Registrar
Vorteile
- + Für Kunden außerhalb der USA ist die Squarespace Ireland Limited in Dublin Vertragspartner, mit Handelsregisternummer 527641 und deutscher Umsatzsteuer-ID
- + 14 Tage Testphase ohne Kredit- oder Debitkarte
- + Deutscher Kundensupport und Zahlung per Lastschrift laut deutscher Preisseite
- + Ab dem zweiten Tarif keine Transaktionsgebühr auf Shop-Verkäufe
- + Kostenlose SSL-Zertifikate für alle korrekt verbundenen Domains, Zwei-Faktor-Anmeldung und passwortgeschützte Seiten
- + Nach eigenen Angaben 14 Millionen Unternehmerinnen und Unternehmer in über 200 Ländern
Nachteile
- - Kein kostenloser Tarif, nur eine 14-tägige Testphase
- - Die Daten liegen laut Anbieter in Tier-III-Rechenzentren in den USA, während dieselbe Seite mit DSGVO-Konformität wirbt
- - Der Basic-Tarif nimmt 2 Prozent Transaktionsgebühr auf Shop-Verkäufe und 7 Prozent auf digitale Produkte
- - Der Basic-Tarif erlaubt nur zwei Bearbeiter und 30 Minuten Video-Hosting
- - KI-Guthaben ist im Basic-Tarif einmalig, nicht monatlich
- - Der Preis hängt laut Anbieter von Tarif und Standort ab, die Preisseite nennt je nach Land eine andere Währung
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