SIX ERP
SIX ERP ist eine deutsche ERP-Software für KMU und den Mittelstand. Die Lösung bietet Warenwirtschaft, CRM, Projektmanagement und Buchhaltung.
Übersicht zu SIX ERP: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist SIX ERP?
SIX ERP ist eine cloudbasierte ERP-Plattform der SIX MS GmbH mit Sitz Unter den Linden 101 in Berlin. Die Website gibt es auf Englisch, Deutsch, Bulgarisch und Griechisch.
Der Funktionsumfang deckt zwölf Bereiche ab: Kunden- und Leadverwaltung (CRM), Personal, Projekt- und Aufgabenverwaltung, Vertrieb, Einkauf, Lager und Bestand, Rechnungen mit Auslagen und Erstattungen, Buchhaltung und Finanzen, Lohnabrechnung, Marketing-Automation, Fertigung sowie Field Service Management. Alle Module gehören laut Anbieter zum Lizenzumfang, eine Auswahl einzelner Bausteine gibt es nicht.
Technisch unterscheidet sich SIX vor allem durch die Pod-Architektur. Jede Installation läuft in einem eigenen, isolierten Pod ohne geteilte Datenbank, überwacht rund um die Uhr. Der Anbieter bezeichnet sich als cloud- und hosting-agnostisch: Den Cloud-Provider wählst du selbst. Das Abrechnungsmodell zieht daraus die Konsequenz und rechnet nach Ressourcenverbrauch statt nach Nutzern.
Für wen eignet sich SIX ERP?
Die Website unterscheidet nach Größe zwischen SMBs und Enterprise und nennt vier Branchentypen: digitale Agenturen, Fertigung, Dienstleistung und Großhandel. Zusätzlich beschreibt sich SIX als branchenunabhängig und verweist auf Kunden von der lokalen KMU bis zur internationalen IT-Organisation. Der Anbieter spricht von über 500 Pods, wobei die 500 im Dezember 2021 erreicht worden sein sollen, und von über 200 Workflows.
Nicht passend ist SIX für Betriebe, die ohne Gespräch starten wollen. Auf der Website führt jeder Weg auf “Request a Demo”, einen Selbstbedienungs-Checkout gibt es nicht. Auch die Kostenfrage lässt sich nicht allein am Bildschirm klären, denn die jährliche Lizenzgebühr steht nirgends. Wer einen sehr kleinen Betrieb führt, sollte die einmalige Einrichtungsgebühr von 8.000 Euro einkalkulieren, bevor er die niedrigen Ressourcenpreise als Maßstab nimmt. Für Konzerne mit über 100 Nutzern, global skalierenden Installationen oder regulierten Branchen verweist SIX ausdrücklich auf ein separates Enterprise-Gespräch.
SIX ERP im Arbeitsalltag
Der Einstieg läuft über eine Demo in vier Schritten: Vorstellung des Systems, Aufnahme der Schmerzpunkte, Kostenanalyse mit Hochrechnung des tatsächlichen Bedarfs, dann Zusammenfassung mit Protokoll und finalem Angebot.
Danach übernimmt SIX die Einrichtung. Der Anbieter richtet die Pods ein, bindet sie in die vorhandene IT-Umgebung ein, integriert Drittsysteme, kümmert sich um Datensicherheit und legt eine Backup-Routine an. Passend dazu gehören Lokalisierung, Anpassung an das Corporate Design und zwei Onboarding-Runden zum Paket: zweimal drei Stunden für die Administratoren, zweimal vier Stunden für die Anwender. Sonderfunktionen und Module entwickelt SIX auf Wunsch für den jeweiligen Pod.
Im laufenden Betrieb fließen die Daten aller Module in dieselbe Ablage. Aufträge, Kundendaten, Projekte, Bestände, Rechnungen und Lohndaten liegen in einem System, die Datenströme der Module sind untereinander verbunden, und eine feingliedrige Zugriffssteuerung regelt, wer was sieht. Erweitern lässt sich das über die API und über kundenspezifische Entwicklungen. Nach dem Start läuft der Betrieb als verwalteter Dienst weiter: Updates, Patches, Wartung, Backups und IT-Betrieb übernimmt SIX, Support gibt es per Chat, Telefon und E-Mail. Neue Funktionen, die in die Plattform einfließen, sollen laut Anbieter ohne Zusatzkosten mitkommen. Wenn du vorher wissen willst, welche Prozesse überhaupt ins ERP gehören und welche besser automatisiert werden, hilft Automation & Prozessoptimierung.
Preise und Pläne
SIX rechnet dreiteilig ab. Erstens eine jährliche Lizenzgebühr, die unbegrenzt viele Nutzer, alle Module und den technischen Support abdeckt. Einen Betrag dafür nennt die Preisseite nicht.
Zweitens die Ressourcen, monatlich oder jährlich buchbar, bei jährlicher Zahlung mit 10 Prozent Nachlass:
- Starter: 0 Euro pro Monat, geschätzte Nutzerkapazität 1 bis 25, ein dedizierter Pod, geteilte Ressourcen, 6 GB Speicher
- S: 22 Euro pro Monat, geschätzte Nutzerkapazität 1 bis 25, 25 GB Speicher
- M: 39 Euro pro Monat, geschätzte Nutzerkapazität 10 bis 35, 50 GB Speicher
- L: 65 Euro pro Monat, geschätzte Nutzerkapazität 10 bis 50, 100 GB Speicher
Darüber setzt SIX bei Hochverfügbarkeits- und Enterprise-Lösungen an: ab 100 Nutzern, für global skalierende Installationen und regulierte Branchen, Preis nach Gespräch.
Drittens eine einmalige Gebühr für Einrichtung, Installation, Konfiguration und Onboarding. Sie liegt laut Anbieter in typischen Fällen bei 8.000 Euro und deckt dann alle Integrationsaspekte ab; bei komplexen Integrationen und Anpassungen kann mehr anfallen. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Die Nutzerzahl ist in keiner Stufe der Abrechnungsgrund, bezahlt werden Lizenz und Ressourcen
- Alle zwölf Module gehören zum Lizenzumfang, es gibt keine Modulaufpreise
- Jede Installation läuft in einem eigenen isolierten Pod ohne geteilte Datenbank, mit Überwachung rund um die Uhr
- Der Cloud-Provider ist frei wählbar, SIX bezeichnet sich als cloud- und hosting-agnostisch
- Updates, Patches, Wartung, Backups und IT-Betrieb liegen beim Anbieter, Support per Chat, Telefon und E-Mail
- Deutscher Anbieter mit Sitz in Berlin, Website auch auf Deutsch
Schwächen:
- Die jährliche Lizenzgebühr, also der größte Preisbestandteil, wird nicht veröffentlicht
- Einmalige Einrichtungsgebühr von 8.000 Euro in typischen Fällen, bei komplexen Integrationen mehr
- Kein Selbstbedienungs-Abschluss, jeder Weg führt über eine Demo-Anfrage
- Die Speichergrenzen sind eng gefasst, der Starter-Tarif endet bei 6 GB
- Ab 100 Nutzern gibt es keinen gelisteten Tarif mehr, sondern nur noch das Enterprise-Gespräch
Alternativen zu SIX ERP
Aus derselben Kategorie lohnt der Blick auf ERPNext, Xentral und Nuclos ERP. Der entscheidende Unterschied liegt bei ERP-Systemen fast nie in der Modulliste, sondern in der Abrechnungslogik. Rechne den Fünfjahreshorizont einmal durch: Lizenz plus Ressourcen plus Einrichtung gegen ein klassisches Modell pro Nutzer und Modul.
SIX ERP im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: SIX ERP steht in der Kategorie mit 208 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 138 von 208 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 159.
SIX ERP nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 65 von 208 Werkzeugen (31 Prozent).
Überblick
SIX ERP dreht die übliche ERP-Rechnung um: nicht pro Nutzer und pro Modul, sondern eine Jahreslizenz plus die tatsächlich verbrauchten Ressourcen. Für wachsende Betriebe mit vielen Gelegenheitsnutzern ist das ein echtes Argument, und die isolierte Pod-Architektur mit eigenem Cloud-Provider ist datenschutzseitig sauber gedacht. Die Transparenz hat nur eine Lücke, und es ist die wichtigste: Was die Jahreslizenz kostet, erfährst du erst im Gespräch. Zusammen mit den 8.000 Euro Einrichtungsgebühr bleibt der Einstieg damit eine Verhandlungssache.
Überblick
- ✓ Cloud-native Architektur, jede Kundeninstanz läuft isoliert in einem eigenen Pod
- ✓ Jahreslizenz ohne Begrenzung der Nutzerzahl, abgerechnet werden zusätzlich nur die benötigten Ressourcen
- ✓ Kein Modulzuschnitt, der Funktionsumfang steht vollständig zur Verfügung
- ✓ Individuell entwickelte Funktionen werden auf Wunsch im eigenen Pod ergänzt
- ✓ Sicherheitsebene mit Access Control Lists, Nutzerrollen, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung, SSL, Pod-Isolation sowie Bedrohungs- und Intrusion-Erkennung
- ✓ Sales Management mit Opportunities, Angeboten und Schätzungen, Vergütung des Vertriebsteams und Funnel-Prognose
- ✓ Integriertes CRM, das Kundenkontakte über alle Vertriebsvorgänge hinweg verfolgt
Vorteile
- + Keine Kosten pro Nutzer, alle Pläne enthalten unbegrenzt viele Nutzer und den vollen Funktionsumfang
- + Dauerhaft kostenloser Starter-Plan mit eigenem Pod und 6 GB Speicher für 1 bis 25 Nutzer
- + Öffentliche Preisliste: S 22, M 39, L 65 Euro im Monat, 10 Prozent Rabatt bei jährlicher Zahlung
- + Jede Kundeninstanz läuft in einem eigenen Pod, keine gemeinsam genutzte Datenbank
- + Oberfläche in Englisch, Deutsch, Bulgarisch und Griechisch
Nachteile
- - Einmalige Einrichtungsgebühr von 8.000 Euro, bei komplexen Integrationen kann zusätzlicher Aufwand entstehen
- - Die Pläne unterscheiden sich nur in Speicher und Ressourcen, wer mehr braucht, zahlt für Ressourcen statt für Funktionen
- - Im Starter-Plan werden die Ressourcen geteilt und der Speicher ist auf 6 GB begrenzt
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