shipcloud
Multi-Carrier-Plattform für Paketlogistik in Europa. Versandregeln, Labelerzeugung, Tracking und Retouren über eine API oder Plug-and-Play-Anbindung an Shop, ERP und WMS. Betrieben von der Shipcloud GmbH mit Sitz in Bielefeld. Preise nur nach Gespräch.
Übersicht zu shipcloud: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist shipcloud?
shipcloud ist eine Cloud-Plattform für Paketlogistik in Europa, betrieben von der Shipcloud GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Bielefeld, eingetragen beim Amtsgericht Bielefeld unter HRB 45747, geführt von Wijnand de Groot und Erik Schurgers. Weitere Standorte nennt der Anbieter in Hamburg, Venlo, Rotterdam und Madrid.
Die Idee dahinter ist eine Multi-Carrier-Strategie über eine einzige Anbindung. Der Anbieter arbeitet nach eigenen Angaben mit führenden Last-Mile-Dienstleistern in allen europäischen Ländern zusammen. Du kannst deine bestehenden Verträge mit Versanddienstleistern einbringen, die Geschäftstarife von shipcloud nutzen oder beides in einem Setup mischen. Verwaltet wird alles über dieselbe Oberfläche oder über die API.
Der Funktionsumfang endet nicht beim Label. Checkout-Optionen, Sendungsverfolgung im eigenen Markenauftritt und ein Retourenprozess mit eigener API gehören dazu. In Zahlen nennt der Anbieter 70+ Mitarbeitende, 50 Millionen Pakete pro Jahr und über 4.000 Kunden.
Für wen eignet sich shipcloud?
Der Anbieter macht die Zielgruppe an einer Zahl fest: Das Kontaktformular auf der Preisseite fragt, ob du mehr als 2.000 Pakete pro Monat versendest. Auf der Startseite steht derselbe Wert als Einstiegsschwelle für Einzelhandel und E-Commerce. Wer also im vierstelligen Monatsvolumen versendet, über mehrere Carrier arbeitet und Shop, ERP oder WMS anbinden will, ist hier richtig. Auch Fulfillment-Dienstleister spricht shipcloud ausdrücklich an.
Für kleine Shops mit ein paar hundert Sendungen im Monat ist das nichts mehr. Es gibt keinen Selbstbedienungs-Tarif, keinen veröffentlichten Preis und keinen Weg, ohne Vertriebsgespräch zu starten. Wer nur über DHL versendet und beim Volumen weit unter der genannten Schwelle liegt, bekommt für seinen Aufwand wenig zurück. Wenn du an dieser Stelle unsicher bist, hilft eine nüchterne Rechnung über Sendungsmix und Prozesskosten mehr als ein Anbietervergleich; genau das ist unser Thema im E-Commerce.
shipcloud im Arbeitsalltag
Der Weg zum Einsatz ist beim Anbieter in sieben Schritten dokumentiert: Kontakt aufnehmen, Gespräch mit einem Logistik-Spezialisten, individuelles Angebot, Angebots- und Vertragsphase, Onboarding, Testphase, Go-live. In der Testphase prüft shipcloud nach eigener Beschreibung Versandregeln, API-Verbindungen, Carrier-Auswahl und Versandabläufe end-to-end, bevor es live geht.
Im laufenden Betrieb beginnt es im Checkout. Kundinnen wählen zwischen mehreren Carriern und Servicelevels wie Standard, Express oder Abendzustellung; ein PUDO-Finder mit Echtzeit-Standortsuche zeigt Abhol- und Abgabepunkte in der Nähe. Danach greifen die Versandregeln: Der Carrier wird automatisch nach Zielort, Gewicht, Abmessungen, Servicelevel oder eigenen Kriterien gewählt. Labels entstehen sofort, auch bei hohen Volumina, und lassen sich automatisiert drucken.
Ist das Paket unterwegs, übernimmt die Kommunikations-App. Automatisierte, gebrandete Benachrichtigungen laufen per E-Mail, SMS oder WhatsApp, Inhalt und Zeitpunkt bestimmst du selbst. Dein Support schaut parallel ins Tracking-Dashboard mit Sendungsstatus, Carrier-Updates und Zustellinformationen, ohne zwischen Carrier-Portalen zu wechseln.
Für Retouren gibt es ein gebrandetes Portal oder die Return API. Automatisierungsregeln wählen den Rücksende-Carrier und steuern Workflows nach Region, Produkttyp oder eigenen Geschäftsregeln, wahlweise mit kostenloser oder kostenpflichtiger Rücksendung und mit Erstattung oder Shop-Guthaben. Im Lager prüft und bewertet das Team eingehende Retouren über die Receive-and-Grade-App.
Wie das aus Kundensicht aussieht, beschreibt eine vom Anbieter veröffentlichte Referenz: Michael Cassau von Grover erinnert sich an die Anfänge 2015, als die automatisierte Erzeugung von Versandlabels mit den Logistikpartnern DHL und DPD noch sehr mühsam war. Positiv rechnet er dem Anbieter an, dass der bestehende DHL-Vertrag mit seinen günstigen Konditionen weiter genutzt werden kann. Die Darstellung stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Hier hat sich das Modell grundlegend geändert. shipcloud veröffentlicht keine Preise mehr. Die Preisseite trägt die Überschrift „Preise, die sich an Ihrem Unternehmen orientieren” und den Satz, man glaube nicht an Einheitspreise. Stattdessen analysiert ein fester Account Manager den Betrieb und entwickelt daraus ein Angebot. Auch die FAQ auf derselben Seite beantwortet die Frage, warum man für einen Preis Kontakt aufnehmen muss, mit dem Hinweis auf individuelle Herausforderungen und Strukturen.
Was du vorab weißt:
- Das Formular auf der Preisseite richtet sich an Versender mit mehr als 2.000 Paketen pro Monat
- Eigene Verträge mit Versanddienstleistern kannst du einbringen, die shipcloud-Tarife nutzen oder beides in einem Multi-Carrier-Setup kombinieren
- Nach dem Onboarding bleibt ein persönlicher Key Account Manager als Ansprechpartner für Support, Optimierung und Wachstum
- Die Dauer des Onboardings hängt laut Anbieter von der Komplexität ab, also von der Zahl der Integrationen, Linehauls und eingebundenen Versanddienstleister
Eine Zahl für den laufenden Betrieb nennt der Anbieter nicht, weder eine Grundgebühr noch einen Preis pro Sendung. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Anbieter mit Sitz in Deutschland, Standorte in Bielefeld, Hamburg, Venlo, Rotterdam und Madrid
- Bestehende Carrier-Verträge lassen sich weiter nutzen und mit shipcloud-Tarifen mischen
- Carrier-Auswahl läuft regelbasiert nach Zielort, Gewicht, Abmessungen und Servicelevel
- Checkout-Optionen und PUDO-Finder sind Teil der Plattform, nicht nur Label und Tracking
- Retouren sind durchgängig abgebildet, von der Anmeldung bis zur Bewertung im Wareneingang
- Anbindung wahlweise per Plug-and-Play-Integration oder über die offene API
Schwächen:
- Kein öffentliches Preismodell, die Preisseite nennt keinen einzigen Betrag
- Der Anbieter lehnt Einheitspreise ausdrücklich ab, jeder Preis entsteht im Gespräch
- Das Preisformular adressiert Versender ab 2.000 Paketen pro Monat
- Kein Selbstbedienungs-Start, zwischen Erstkontakt und Go-live liegen sieben Schritte
- Die Onboarding-Dauer wird nicht beziffert, sondern von der Komplexität des Setups abhängig gemacht
Alternativen zu shipcloud
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis mehrere Versandplattformen mit demselben Zuschnitt: Sendcloud, ShipStation und Easyship.
Für die Auswahl zählt weniger die Zahl der angebundenen Carrier als die Frage, wo die Versandentscheidung fällt: im Shop, im ERP oder in der Versandplattform. Wer das vorher nicht klärt, baut dieselbe Logik zweimal. Genau daran arbeiten wir in der Automation und Prozessoptimierung.
shipcloud im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: shipcloud steht in der Kategorie mit 558 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 217 von 558 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 312.
shipcloud nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 271 von 558 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet shipcloud nicht. In der Kategorie haben 125 von 558 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
shipcloud ist heute ein anderes Produkt als vor drei Jahren. Aus der Selbstbedienungs-Plattform mit Monatspreis ist ein vertriebsgeführtes Angebot für größere Versender geworden, mit Account Manager, Onboarding-Team und individuellem Angebot. Für Händler ab dem vierstelligen Monatsvolumen halten wir das für eine gute Entwicklung: Multi-Carrier-Setups mit eigenen Verträgen, Zoll und Cross-Border lassen sich schlecht in ein Preisschild pressen. Für alle darunter ist die Tür damit praktisch zu. Wir raten dazu, vor dem Erstgespräch die eigenen Zahlen sauber zu haben, also Sendungsmix, Retourenquote und die Konditionen der bestehenden Verträge. Ohne die verhandelst du gegen einen Account Manager, der seine Zahlen kennt.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Multi-Carrier-Anbindung an internationale und lokale Last-Mile-Dienstleister in europäischen Ländern
- ✓ Versandregeln wählen den Carrier automatisch nach Zielort, Gewicht, Abmessungen und Servicelevel
- ✓ Labelerzeugung und automatisiertes Drucken, auch bei hohen Volumina
- ✓ Lieferoptionen im Checkout, etwa Standard, Express und Abendzustellung
- ✓ PUDO-Finder mit Echtzeit-Standortsuche für Abhol- und Abgabepunkte
- ✓ Gebrandete Tracking-Benachrichtigungen per E-Mail, SMS oder WhatsApp
- ✓ Tracking-Dashboard mit Sendungsstatus, Carrier-Updates und Zustellinformationen an einer Stelle
- ✓ Retourenportal im eigenen Branding plus Return API für die Anbindung eigener Systeme
- ✓ Automatisierungsregeln für Retouren nach Region, Produkttyp oder eigenen Geschäftsregeln
- ✓ Receive-and-Grade-App zur Prüfung und Bewertung zurückgesendeter Artikel im Lager
- ✓ Plug-and-Play-Integrationen für Shop-, ERP- und WMS-Systeme
- ✓ Offene Shipcloud API mit Zwei-Wege-Kommunikation
Vorteile
- + Shipcloud GmbH mit Sitz in Bielefeld, weitere Standorte in Hamburg, Venlo, Rotterdam und Madrid
- + Eigene Carrier-Verträge lassen sich einbringen, mit Shipcloud-Tarifen kombinieren oder ersetzen
- + Versandregeln und Carrier-Auswahl laufen automatisch statt manuell
- + Retouren decken Anmeldung, Automatisierung, Erstattung oder Shop-Guthaben und Wareneingang ab
- + Anbindung wahlweise per Plug-and-Play-Integration oder über die API
- + Onboarding-Team begleitet Einrichtung, Systemanbindung und Konfiguration, danach bleibt ein fester Key Account Manager
Nachteile
- - Kein öffentliches Preismodell, die Preisseite nennt keinen einzigen Betrag
- - Der Anbieter lehnt Einheitspreise ausdrücklich ab und vergibt Preise erst nach Analyse durch einen Account Manager
- - Das Preisformular richtet sich an Versender mit mehr als 2.000 Paketen pro Monat
- - Kein Selbstbedienungs-Einstieg: Zwischen Erstkontakt und Go-live liegen sieben Schritte inklusive Angebots-, Vertrags- und Testphase
- - Die Onboarding-Dauer hängt laut Anbieter von der Zahl der Integrationen, Linehauls und Versanddienstleister ab und wird nicht beziffert
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shipcloud im Einsatz
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