sento
sento ist eine cloudbasierte EDI-Plattform aus München. Sie automatisiert den B2B-Datenaustausch und ersetzt Fax- und E-Mail-Prozesse; laut Anbieter sind 85 Prozent der DACH-Lebensmittelhändler angebunden.
Übersicht zu sento: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist sento?
sento ist eine cloudbasierte EDI-Plattform aus München. EDI steht für den elektronischen Austausch strukturierter Geschäftsdaten zwischen Handelspartnern, also Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen im maschinenlesbaren Format. Der Anbieter beschreibt seinen Ansatz als vollständig cloud- und schnittstellenbasiert und will damit Faxe, E-Mails und ältere Integrationstechnik ersetzen.
Das Leitbild formuliert das Unternehmen bildhaft: Eine B2B-Integration solle so einfach sein wie eine Kontaktanfrage in einem sozialen Netzwerk. Aus dieser Idee leitet sento den eigenen Begriff Data Sharing Experience ab und beschreibt das Ziel als globale Infrastruktur für den Datenaustausch zwischen Unternehmen.
Betreiber ist die sento GmbH mit Sitz in München. Gegründet wurde das Unternehmen von Felix Krauth, Lucian Riediger und Nimar Blume; Felix Krauth führt es als Geschäftsführer. Die Website wird auf Deutsch und Englisch geführt.
Wichtig für die Einordnung: Die Website enthielt zum Erfassungszeitpunkt nur wenige Seiten und keine ausführliche Produktbeschreibung. Die belastbarsten Angaben stammen aus einer Pressemitteilung des Anbieters vom Mai 2022.
Für wen eignet sich sento?
Angesprochen sind Markenhersteller, die den Handel beliefern und ihre Bestell- und Rechnungsprozesse nicht mehr von Hand abwickeln wollen. Aus der Pressemitteilung des Anbieters geht der Schwerpunkt hervor: Lebensmittelhandel im deutschsprachigen Raum. Als Kunden nennt sento dort Waterdrop, vly, the nu company und Greenforce sowie Markant Services International.
Passend ist die Plattform damit besonders für wachsende Konsumgütermarken, die neue Handelsketten anbinden müssen und dafür keine eigene EDI-Abteilung aufbauen wollen.
Nicht geeignet ist sento, wenn du eine Warenwirtschaft, ein CRM oder eine Buchhaltung suchst: Die Plattform übernimmt den Datenaustausch zwischen Systemen, sie ersetzt keines davon. Für Branchen außerhalb von Handel und Konsumgütern macht der Anbieter keine Angaben. Und wer sich vorab selbst ein Bild machen will, kommt nicht weit: Es gibt keine Testversion, keine Produktdokumentation auf der Website und keine Preisangaben. Der Weg führt ausschließlich über das Kontaktformular.
sento im Arbeitsalltag
Die Website beschreibt den Ablauf nur grob. sento stellt die Verbindung zwischen deinem System und dem des Handelspartners her, sodass Bestellungen, Belege und Rechnungen strukturiert statt über Fax oder E-Mail fließen. Die Anbindung erfolgt laut Anbieter zu 100 Prozent über Cloud und Schnittstellen, also ohne lokale Konverter oder Übergabedateien.
Den Nutzen beschreibt der Anbieter als Automatisierung der umständlichen Teile der Handelspartnerprozesse. Wie viele Nachrichtenformate unterstützt werden, welche Übertragungswege möglich sind und wie die Anbindung an ein ERP im Einzelnen abläuft, geht aus dem erfassten Stand der Website nicht hervor.
Zur Reichweite nennt die Pressemitteilung vom Mai 2022 zwei Zahlen: Anbindungen an 85 Prozent der Lebensmittelhändler im deutschsprachigen Raum und ein monatliches Transaktionsvolumen von mehreren Millionen Euro über die Plattform. Die Kundenzahl habe sich gegenüber November 2021 verachtfacht. Diese Angaben stammen vom Anbieter selbst, sind nicht unabhängig geprüft und beziehen sich auf den Stand von 2022.
Für die konkrete Einrichtung bleibt nur der direkte Kontakt: Auf der Website steht ein Formular für Rückfragen bereit.
Preise und Pläne
sento veröffentlicht keine Preise. Auf der Website gibt es keine Tarifseite, keine Paketstufen und keine Angabe zur Abrechnungseinheit, weder je angebundenem Handelspartner noch je Nachricht, Transaktionsvolumen oder Monat. Auch zu Einrichtungskosten, Mindestlaufzeiten oder Testphasen macht der Anbieter keine Angaben.
Der einzige Weg zu einem Angebot führt über das Kontaktformular. Presseanfragen laufen über eine gesonderte Adresse.
Zur Finanzierung des Unternehmens liegt eine belegte Zahl vor, die allerdings nichts über die Produktpreise aussagt: Im Mai 2022 gab sento eine Seed-Finanzierungsrunde über 9 Millionen Euro bekannt, angeführt von Insight Partners aus New York, mit Picus Capital als bestehendem Investor sowie den SumUp-Mitgründern Jan Deepen und Stefan Jeschonnek, Gründern von Celonis, Zalando und Checkout.com über Zinal Growth sowie Operator Partners. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Anbietersitz in Deutschland, sento GmbH mit Sitz in München.
- Der Ansatz ist nach Anbieterangabe vollständig cloud- und schnittstellenbasiert, ohne lokale Konverter.
- Schwerpunkt auf dem Lebensmittelhandel im deutschsprachigen Raum, mit namentlich genannten Referenzkunden.
- Die Website wird auf Deutsch und Englisch geführt.
- Das Unternehmen hat 2022 eine Finanzierungsrunde über 9 Millionen Euro abgeschlossen.
Schwächen:
- Keine öffentlichen Preise und keine Angabe zur Abrechnungseinheit.
- Keine Testversion, keine Selbstregistrierung, kein Zugang ohne Kontaktaufnahme.
- Die Website enthielt zum Erfassungszeitpunkt keine Produktdokumentation, keine Angaben zu unterstützten Nachrichtenformaten und keine Übersicht angebundener Systeme.
- Die veröffentlichten Reichweitenzahlen stammen aus einer Pressemitteilung von Mai 2022 und sind nicht aktualisiert.
- Angaben zu Verfügbarkeit, Serverstandort oder Zertifizierungen fehlen auf der Website.
Alternativen zu sento
Aus derselben Kategorie decken ORDAT und DELECO® ERP EDI als Teil ihres ERP-Angebots ab. Wer eine eigenständige EDI-Plattform sucht, findet mit eZCom Lingo eine Cloud-Alternative im Verzeichnis. Bei Auswahl und Anbindung an deine Warenwirtschaft hilft dir unsere Beratung zu ERP und Warenwirtschaft.
sento im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: sento steht in der Kategorie mit 352 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 136 von 352 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 170.
sento nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 215 von 352 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet sento nicht. In der Kategorie haben 89 von 352 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
sento greift ein reales Problem an: EDI-Anbindungen sind für wachsende Marken teuer und langsam, und der Anbieter will genau das mit einem cloudbasierten Ansatz lösen. Die Referenzen im Lebensmittelhandel sprechen dafür, dass das im DACH-Raum funktioniert. Für eine belastbare Bewertung fehlt allerdings die Grundlage: Die Website liefert im erfassten Stand weder Produktdetails noch Preise, und die letzten belegten Kennzahlen stammen aus 2022. Vor einer Entscheidung führt kein Weg an einem Gespräch mit dem Anbieter vorbei.
Überblick
- ✓ Cloudbasierte EDI-Plattform für den strukturierten Datenaustausch zwischen Marken und Handel
- ✓ Vollständig cloud- und API-basierter Aufbau statt klassischer EDI-Infrastruktur
- ✓ Anbindung an nach Anbieterangabe 85 Prozent der Lebensmittelhändler im DACH-Raum
- ✓ Ersetzt manuelle B2B-Abläufe über Fax, E-Mail und ältere Integrationstechnik
- ✓ Ausrichtung auf Konsumgütermarken, die ihre Handelspartner anbinden, darunter Waterdrop, vly, the nu company, Greenforce und Markant Services International
Vorteile
- + Cloud- und API-basierte EDI-Plattform statt klassischer EDI-Infrastruktur
- + Anbieter sento GmbH mit Sitz in München
- + Website und Kontaktwege zweisprachig auf Deutsch und Englisch
- + 9 Mio. Euro Seed-Finanzierung 2022 unter Führung von Insight Partners, mit Picus Capital und Business Angels der SumUp-Gründer
Nachteile
- - Preise ausschließlich auf Anfrage, die Website nennt keine Tarife
- - Kein Self-Service-Einstieg, Kontaktaufnahme nur über ein Formular
- - Jüngste Pressemitteilung auf der Website stammt aus dem Jahr 2022
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