Reyo
Reyo aus Wildau ist eine Marketing-Intelligence-Plattform für Retail und E-Commerce. Sie liest Newsletter, App-Push, Meta Ads und Websites von Wettbewerbern, zieht Rabatte und Codes heraus und leitet Kampagnenempfehlungen ab. Pakete ab 69 € netto im Monat bei jährlicher Zahlung.
Übersicht zu Reyo: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Reyo?
Reyo beschreibt sich als „Marketing Intelligence für Retail & E-Commerce“. Die Plattform liest Newsletter, Push-Nachrichten, Meta Ads und Websites von Wettbewerbern, ordnet jede Nachricht nach Anlass, Rabatt, Mechanik, Code und Mindestbestellwert ein und leitet daraus ab, was du diese Woche tun solltest. Dazu kommen ein Kampagnenplaner, ein wöchentlicher Digest und ein KI-Assistent, den du über das Model Context Protocol auch an Claude oder ChatGPT anbinden kannst. Ein Versandwerkzeug ist Reyo nicht: Laut FAQ ersetzt es weder CRM noch E-Mail-Tool, sondern sitzt als Entscheidungsschicht darüber.
Rechtsträger ist laut Impressum die SpreeHavel Digital Solutions UG (haftungsbeschränkt), c/o Reaktor Wildau, Schmiedestraße 2a, 15745 Wildau. Sie ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 276152 B eingetragen und wird von Heiko Armando Guksch vertreten. Die Nutzungsbedingungen nennen dieselbe Gesellschaft als Anbieterin und legen deutsches Recht fest.
Die Firmengeschichte ist kurz. Laut Unternehmensseite begann die Datenerfassung im Dezember 2023. Im März 2024 gewann das Projekt als RetentionFox den Brandenburger Innovationspreis BraIn, von Oktober 2024 bis September 2025 lief es als Competify im EXIST-Gründerstipendium an der TH Brandenburg. Die UG wurde im April 2025 gegründet, die Marke Reyo gibt es seit April 2026. Hinter dem Produkt stehen laut Teamseite die beiden Gründer Heiko Guksch und Marcel Hühn, zwei weitere Stellen sind für 2027 geplant.
Für wen eignet sich Reyo?
Laut FAQ richtet sich Reyo an Heads of Marketing, CRM-Manager und Campaign-Manager etablierter Retail- und E-Commerce-Marken, typischerweise mit wöchentlichem oder monatlichem Kampagnenrhythmus. Die Kunden sitzen nach Anbieterangabe in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, die Unternehmensseite nennt Premium-Retail, Tierbedarf, Kindermode, Optik und Wein als Branchen. Die Pakete staffeln sich nach Teamgröße: Basic ist laut Preisblock für kleine Shops gedacht, die ihre drei wichtigsten Wettbewerber im Blick behalten wollen, Enterprise für internationale Marken und Händler mit mehreren Ländern und Marken.
Nicht passend ist Reyo, wenn du ein Werkzeug für den Versand eigener Newsletter suchst. Klaviyo, Brevo, Braze oder HubSpot bleiben laut FAQ dafür zuständig. Brauchst du neben Newslettern auch Push, Meta Ads und Websites der Wettbewerber, reichen Basic und Professional nicht: Diese Kanäle führt der Anbieter erst im Paket Business auf. Und wer keine Zahlungsart hinterlegen will, kann den Test nicht starten, dann bleibt nur die Demo.
Für die Einordnung in deinen Shop-Betrieb hilft unsere Beratung zu E-Commerce.
Reyo im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf beginnt mit der Paketwahl. In Basic und Professional bekommst du eine eigene Reyo-Adresse, abonnierst dort die Newsletter deiner Wettbewerber oder leitest vorhandene Mails weiter. In Business buchst du während des Tests einen Termin, in dem Reyo Tracking und Push mit dir einrichtet. Für die Push-Nachrichten nutzt der Anbieter eigene Geräte, auf denen die Apps der Wettbewerber installiert sind, Meta Ads kommen aus der Meta Ad Library.
Jede Mail liest Reyo aus, erkennt das Angebot und bündelt die Mails einer Aktion zu einer Kampagne mit Laufzeit. Montags um 8:15 Uhr kommt der Weekly Digest mit drei Empfehlungen und einer Belegzeile. Jede Empfehlung zeigt im Evidence-Panel die Wettbewerber-Mails, das Event, den Trend oder die Wetterlage, auf der sie beruht. Mit einem Klick landet sie im Planner oder als Aufgabe in Asana oder ClickUp. Der KI-Assistent zeigt vor jeder schreibenden Aktion, was er ändern würde, und wartet auf deine Bestätigung.
Die Beispiele auf der Website mit Zalando, About You und Hunkemöller sind ausdrücklich als „Demo-Ansicht · Beispieldaten“ gekennzeichnet. Als namentliche Referenz veröffentlicht der Anbieter ein Zitat von José Amado-Blanco, CEO der Vinarte Enoteca aus der Migros-Gruppe, wonach Reyo dem Team mindestens sechs Stunden pro Woche spart. Die Zahl stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft. Auffällig: Startseite und Unternehmensseite geben dasselbe Zitat in zwei verschiedenen Wortlauten wieder.
Preise und Pläne
Reyo hat vier Pakete in zwei Gruppen. Alle Preise gelten je Monat zzgl. MwSt. bei jährlicher Abrechnung, die einmal für zwölf Monate fällig wird. Monatlich kosten die Pakete 20 % mehr und sind zum Monatsende kündbar. Abgerechnet wird je Paket mit festen Kontingenten, nicht je Nutzer.
| Paket | jährlich | monatlich | Umfang |
|---|---|---|---|
| Basic | 69 € (828 € im Jahr) | 83 € | 3 Wettbewerber, 1 Postfach, 1 Seat, 250 ausgewertete Mails im Monat |
| Professional | 99 € (1.188 € im Jahr) | 119 € | 10 Wettbewerber, 1 Postfach, 1 Seat, 500 Mails, Reyo MCP |
| Business | 399 € (4.788 € im Jahr) | 479 € | 10 Wettbewerber, 5 Postfächer, 5 Seats, 1 Marke, 2.500 Mails, Push, Meta Ads, Website, Prognosen |
| Enterprise | individuell | nur jährlich | Wettbewerber und Seats nach Bedarf, mehrere Marken, SSO, Account Manager, 24 Stunden Reaktionszeit |
Ist das Monatskontingent erreicht, bleiben die Mails laut Preis-FAQ lesbar und werden ab dem nächsten Monatsersten ausgewertet. Business enthält Wettbewerberdaten ab drei Monaten vor deinem Start und einen Bulk-Import der eigenen Newsletter-Historie mit 500 freien Mails, der Rest ist ein Add-on. Weiterleiten kannst du Newsletter in Basic von einer Adresse, in Professional von drei, in Business von bis zu zehn. Die REST-API für BI-Tools gibt es nur in Enterprise.
Basic, Professional und Business starten mit 14 Tagen Test. Du hinterlegst eine Zahlungsart über Stripe, die erste Rechnung kommt nach dem Test. Enterprise zahlst du auf Rechnung. Laut Nutzungsbedingungen verlängert sich ein Jahresabo ohne Kündigung um ein weiteres Jahr, und bei Kündigung vor Ende des Jahres gibt es keine Erstattung. Rabatte für Startups und Non-Profits gibt es auf Anfrage. Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Reyo veröffentlicht für drei von vier Paketen konkrete Preise, getrennt nach Monats- und Jahreszahlung und ausdrücklich netto. Laut Trust-Seite laufen Plattform, Datenbank und Analyse in Deutschland, in Rechenzentren mit ISO-27001-zertifizierten Betreibern. Dass Reyo selbst kein solches Zertifikat hat, schreibt der Anbieter offen dazu. Jede Marke ist ein eigener Mandant, die Trennung erzwingt Row-Level-Security in der Datenbank. Die Nutzungsbedingungen halten fest, dass der Assistent nur nach ausdrücklicher Bestätigung schreibt und dass der Anbieter die Entwürfe aus dem Creative Studio nicht prüft, auch nicht marken- oder urheberrechtlich.
Mehrere Aussagen des Anbieters passen nicht zusammen:
- MCP-Zugriff. Die Nutzungsbedingungen beschreiben die MCP-Schnittstelle als Zugriff „in read-only mode“. Preis-FAQ und MCP-Seite sagen, dein Client lege Einträge im Campaign Planner an und schreibe Kommentare.
- Originale. Die Produktseite wirbt mit „Original-HTML jeder Mail, kein Screenshot“. Die FAQ sagt, Reyo zeige die extrahierten Erkenntnisse, nicht die Original-Newsletter.
- Datenstandort. Die Trust-Seite verspricht „Your data does not leave the EU“, die FAQ „No US-cloud compliance risk“. Die Datenschutzerklärung nennt für die Website Vercel Inc. in Kalifornien als Hoster, für Formular-Benachrichtigungen Resend mit Übermittlung in die USA auf Basis der Standardvertragsklauseln und für die Abo-Zahlungen eine mögliche Übermittlung an Stripe, Inc. in den USA.
- Enterprise-Umfang. Die Trust-Seite nennt „Up to 50 competitors“, Preisseite und FAQ sprechen von Wettbewerbern nach Bedarf.
- Aktualität. Die Produktseite verspricht für Websites eine stündliche Änderungserkennung, die FAQ sagt, Website und Meta Ads würden täglich aktualisiert. Laut FAQ gehen Alerts schon zwischendurch raus, laut Produktseite sind Auslöser und Versandeinstellungen erst in Vorbereitung.
Weitere Grenzen: Die Marktprognosen sind Beta, die eigene In-App-Ansicht ist in Arbeit, und die Anbindung an E-Mail-Tools wie Klaviyo oder Brevo ist laut Integrationsseite geplant, aber nicht live. Welche KI-Modelle Reyo für Klassifikation, Empfehlungen und Bildgenerierung nutzt, nennt der Anbieter nicht, die Liste der Unterauftragsverarbeiter gibt es nur auf Anfrage. Bei zahlenden Geschäftskunden darf der Anbieter laut Nutzungsbedingungen Firmenname und Logo als Referenz zeigen, solange du nicht widersprichst.
Alternativen zu Reyo
Reyo grenzt sich auf eigenen Vergleichsseiten von EDITED, HoppyCopy, Mailcharts, Owletter, Panoramata, SEMrush, Sendview und SimilarWeb ab. Aus unserer Kategorie Online-Marketing kommen diese Einträge in Frage:
iSpionage findest du hier: iSpionage.
Valona Intelligence steht ebenfalls in dieser Kategorie: Valona Intelligence.
Brand24 führen wir ebenfalls unter Online-Marketing: Brand24.
Wenn du klären willst, welche Wettbewerbsdaten du für deine Kampagnenplanung wirklich brauchst, hilft unsere Beratung zu SEO & Marketing.
Reyo im Vergleich
Reyo nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 219 von 516 Werkzeugen (42 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 134 von 516 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 226.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Reyo nicht. In der Kategorie haben 84 von 516 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wir halten Reyo für einen ernsthaften Kandidaten, wenn du CRM oder Newsletter für eine Handelsmarke verantwortest und deine Wettbewerber heute per Hand beobachtest. Das Produkt setzt genau dort an, und die Preise sind für ein so spezielles Werkzeug offen und nachvollziehbar. Basic für 69 € ist ein günstiger Weg, um zu sehen, ob dir die Auswertung der Newsletter überhaupt etwas bringt.
Die interessanten Teile, also Push, Meta Ads, Prognosen und das eingerichtete Tracking, beginnen allerdings erst bei 399 € im Monat. Plane also nicht mit dem Einstiegspreis, wenn du den ganzen Markt sehen willst. Die Prognosen würden wir so behandeln, wie der Anbieter sie selbst nennt, nämlich als Beta, und die Trefferquote aus seinem eigenen Backtest nicht als Zusage lesen.
Reyo ist ein sehr junges Unternehmen mit zwei Gründern. Das spricht nicht gegen das Produkt, aber für einen Monatsvertrag zum Start statt eines Jahresabos, das sich automatisch verlängert. Vor dem Einsatz würden wir drei Dinge schriftlich klären: die Liste der Unterauftragsverarbeiter samt der eingesetzten KI-Modelle, ob der MCP-Zugang lesend oder schreibend ist, und ob du als Referenz genannt werden willst. Wer KI-Assistenten wie Claude an Marktdaten anbinden will, findet in Reyo MCP einen fertigen Weg. Für den Aufbau eigener Abläufe dieser Art unterstützt dich unsere KI-Agentur.
Überblick
- ✓ Wettbewerber-Monitoring für Newsletter, App-Push und Meta Ads auf einem Zeitstrahl, Website-Aktionen per stündlicher Änderungserkennung
- ✓ Automatische Extraktion von Anlass, Rabatt, Mechanik, Gutscheincode und Mindestbestellwert aus jeder Nachricht
- ✓ Push-Erfassung über eigene Geräte des Anbieters aus mehr als 50 Händler-Apps, dazu Reyo Scout für eigene Android-Geräte
- ✓ Analytics mit Heatmaps nach Wochentag und Uhrzeit, Benchmarks je Kanal und Auswertung der eigenen Kampagnen
- ✓ Marktprognosen (Beta) je Wettbewerber und Kalenderwoche, 4 bis 24 Wochen voraus, ab dem Paket Business
- ✓ Empfehlungen in fünf Typen mit Evidence-Panel: Rabatt-Überschneidung, Whitespace, Trend, Event, Wetter
- ✓ Kampagnenplaner mit Gantt, Touchpoints je Kanal, Budget und Freigabe-Links für Externe
- ✓ Weekly Digest montags um 8:15 Uhr mit drei Empfehlungen
- ✓ Reyo MCP mit 49 definierten Werkzeugen für Claude, ChatGPT und andere KI-Clients, ab Professional
- ✓ Creative Studio für Key Visuals und Kampagnentexte, Bibliothek, Moodboard und Brand-Kits je Kunde freigeschaltet
- ✓ To-do-Sync mit Asana und ClickUp, ICS-Kalenderfeed und Wetterdaten von Open-Meteo
- ✓ REST-API für BI-Tools und Single Sign-on per OIDC im Enterprise-Paket
Vorteile
- + Preise für Basic, Professional und Business stehen öffentlich auf der Website, netto und mit Monats- und Jahresvariante
- + 14 Tage Test, die erste Rechnung kommt erst nach dem Test
- + Plattform, Datenbank und Analyse laufen laut Trust-Seite auf Servern in Deutschland
- + Rechtsträger ist eine deutsche UG in Wildau, eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 276152 B
- + Mandantentrennung per Row-Level-Security auf Datenbankebene
- + Der KI-Assistent führt Schreibaktionen laut Nutzungsbedingungen erst nach ausdrücklicher Bestätigung aus
Nachteile
- - Kein kostenloser Plan, auch der Test verlangt eine hinterlegte Zahlungsart
- - Push, Meta Ads, Website und Marktprognosen nennt der Anbieter erst ab dem Paket Business für 399 € im Monat
- - Reyo selbst ist nicht ISO-27001-zertifiziert, das Zertifikat hält nur der Rechenzentrumsbetreiber
- - Die Liste der Unterauftragsverarbeiter gibt es nur auf Anfrage, die eingesetzten KI-Modelle nennt der Anbieter nicht
- - Jahresabos verlängern sich ohne Kündigung um ein Jahr, bei vorzeitiger Kündigung gibt es keine Erstattung
- - Die Nutzungsbedingungen beschreiben den MCP-Zugang als nur lesend, Preisseite und MCP-Seite versprechen Schreibzugriff
- - Marktprognosen sind Beta, Alerts und die eigene In-App-Ansicht sind noch nicht fertig
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