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Proalpha
ERP & Warenwirtschaft auf-anfrage 🇪🇺 EU

Proalpha

ERP-System der Proalpha GmbH aus Weilerbach für mittelständische Fertiger und Händler, eingebettet in eine modulare Business Application Suite mit Finanz-, HR-, Einkaufs-, Shopfloor-, CRM- und KI-Modulen, viele davon aus Zukäufen. Cloud, On-Premise oder hybrid. Preise nur per Angebot.

Übersicht zu Proalpha: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 28.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Proalpha?

Proalpha ist ein ERP-System für mittelständische Fertigungs- und Handelsunternehmen. Herausgeber der Website ist laut Impressum die Proalpha GmbH in Weilerbach, eingetragen beim Amtsgericht Kaiserslautern unter HRB 31613. Das ERP deckt Vertrieb, Einkauf, Produktion, Logistik, Service, Projektgeschäft und Finanzen ab und läuft nach Anbieterangabe in der Cloud, On-Premise oder hybrid.

Das ERP ist heute Teil eines größeren Pakets. Die Proalpha Group verkauft es als Kern einer Business Application Suite, zusammen mit Modulen für Financial Management, Spend Management, Human Capital Management, Digital Shopfloor und Customer Experience, einer AI Platform und einer Orchestration Platform. Ein großer Teil davon kam über Zukäufe. Die Firmenchronik nennt unter anderem tisoware, Böhme & Weihs, curecomp, Empolis, GEDYS, Persis, DIG, Quiply und MKG, seit September 2025 die Insiders Technologies GmbH und seit Dezember 2025 den spanischen MES-Anbieter Mapex. Proalpha beschreibt das selbst so: „Aus Best of Breed wird eine Best of Suite Lösung.” In den Kundenzitaten der Modulseiten stehen deshalb oft noch die alten Produktnamen, etwa „Corporate Planner [Proalpha Financial Management]” oder „Böhme & Weihs [Proalpha Digital Shopfloor]”.

Die Wurzeln liegen in der W. Ernst Informatik GmbH, die die Brüder Leo und Werner Ernst mit Martin Wolf 1992 gründeten. Im Oktober 1999 wurde aus der W. Ernst Informatik AG die proALPHA Software AG, 2015 entstand mit der ALPHA Business Solutions AG die proALPHA Business Solutions GmbH. Heute firmiert der Anbieter als Proalpha GmbH, im Markup der Website tritt die Gruppe als Proalpha Group GmbH auf. Als Investoren nennt die Chronik Bregal Unternehmerkapital, eingestiegen 2013, und die britische Intermediate Capital Group (ICG), eingestiegen 2017. Die Altersangaben gehen auf der eigenen Website auseinander: Die Startseite spricht von „fast vier Jahrzehnten”, die Chronik von „rund drei Jahrzehnten”.

Für wen eignet sich Proalpha?

Die Preisseite nennt die Zielgruppe direkt: Proalpha ERP ist „Perfekt für mittelständische Fertigungs- und Handelsunternehmen”, das KMU-Paket für „kleine mittelständische Fertigungsunternehmen”. Als Kernbranchen führt der Anbieter Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Hightech, Großhandel, Automotive, Metallverarbeitung, Medizintechnik, Aerospace & Defence und Kunststoffindustrie. Die Referenzliste lässt sich nach Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen filtern, eigene Kontaktwege gibt es für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das Angebot reicht auch zu kleineren Betrieben. Ein Webinar vom 23.10.2026 richtete sich an Metallbetriebe mit 10 bis 60 Mitarbeitenden, und mit MKG gehört ein niederländischer ERP-Anbieter für die Metallverarbeitung bis 100 Mitarbeitern zur Gruppe.

Weniger passend ist Proalpha für Unternehmen, die ein ERP selbst buchen und am nächsten Tag starten wollen. Die Preisseite führt weder Testversion noch Self-Service, jedes Paket beginnt mit einem Angebot. Wer reine Dienstleistung ohne Fertigung oder Großhandel betreibt, findet unter den acht Kernbranchen keine eigene Lösung. Und wer das Budget für ein Einführungsprojekt nicht hat, sollte den Satz ernst nehmen, den der Anbieter selbst auf die Preisseite schreibt: „Ein ERP-Projekt ist und bleibt zeit- und kostenintensiv.”

Proalpha im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt beim Kundenauftrag. Aus ihm lassen sich per CTP-Anfrage (Capable to Promise) realisierbare Liefertermine ermitteln, bevor der Vertrieb etwas zusagt. Geplant wird nicht mit klassischen Stücklisten und Arbeitsplänen, sondern mit Produkt-Prozess-Modellen, in denen Produkt- und Prozessstruktur nicht starr verkettet sind. Das APS verteilt Material, Werkzeug, Personal und Zeit nach Zielen wie Liefertermintreue und Durchlaufzeiten, zeigt überlastete Ressourcen, priorisiert Fertigungsaufträge oder schlägt alternative Ressourcen vor. In der Feinplanung bleibt die Auftragsreihenfolge bis zuletzt von Hand änderbar.

Für die Fertigung gibt es das Modul Digital Shopfloor mit Betriebsdatenerfassung, Prüfmittelverwaltung, Wareneingangs- und Fertigungsprüfung mit SPC, Reklamations- und Energiemanagement. Im ERP selbst liegen Hauptbuchhaltung, Liquiditätsmanagement und Anlagenbuchhaltung. Über die Orchestration Platform hängen Drittsysteme an, über B2B-Portale arbeiten Partner im Self-Service mit.

Eine veröffentlichte Referenz mit Zahl liefert der Anbieter selbst: Werner Kister, kaufmännischer Vorstand der isel Germany AG, wird mit dem Satz zitiert, die standortübergreifende Planung mit Proalpha habe die Liefertermintreue „von vorher 75 auf nun 92 Prozent” verbessert. Die Zahl stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

Proalpha veröffentlicht keine Beträge, hat aber eine eigene Preisseite unter /de/preis, und die erklärt, warum. „Wie viel kostet ein ERP-System? Die einzig seriöse Antwort auf diese Frage kann nur lauten: Das kommt darauf an.” Als Kostentreiber nennt der Anbieter User-Anzahl, Modulumfang und das Ausmaß der Anpassungen und listet sechs Kostenfaktoren: Software, Beratung, Wartung, Hardware, Finanzierung und Ressourcen. Einführungs- und Betriebskosten sowie interne und externe Kosten sollen getrennt betrachtet werden. Auch die strukturierten Daten der Produktseiten sagen „Preis auf Anfrage / individuelles Angebot”.

Dafür beschreibt die Seite drei Pakete mit ihrem Abrechnungsmodell:

  • Proalpha für KMU: Gesamtpaket SaaS mit branchenspezifischer Beratung und Implementierung, fixen Kosten und Projektlaufzeiten, abgerechnet auf monatlicher Mietbasis.
  • Proalpha ERP: Gesamtpaket als Perpetual, Subscription oder Cloud-Betrieb.
  • Proalpha Business Apps: eProcurement und SRM, MES, Personal-, Zeit- und Zutrittsmanagement, Energie- und CO₂-Management, CAQ, Financial Management, CRM/CXM und über 30 einsatzfertige KI-Apps.

Jedes Paket endet mit dem Knopf „Angebot anfordern”. Einen kostenlosen Plan oder eine Testversion führt die Preisseite nicht, angeboten werden ein Demo-Video und Demos auf Anfrage. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Rechtsträger ist die Proalpha GmbH, Auf dem Immel 8, 67685 Weilerbach, eingetragen beim Amtsgericht Kaiserslautern unter HRB 31613
  • Drei Betriebsmodelle: Cloud-Lösung, lokal im eigenen Rechenzentrum oder hybrid
  • Lizenz als Perpetual, Subscription oder Cloud-Betrieb, für kleine Fertiger zusätzlich ein SaaS-Paket auf monatlicher Mietbasis mit fixen Kosten und Projektlaufzeiten
  • Module müssen laut FAQ nicht gleichzeitig eingeführt werden, der Einstieg kann mit einzelnen Bereichen erfolgen
  • Produktionsplanung mit APS, Produkt-Prozess-Modellen und CTP-Terminprüfung direkt im ERP
  • Die Fußzeile verlinkt Zertifikate nach ISO 27001 und ISO 9001:2015, laut Dateiname ausgestellt auf die Proalpha Group GmbH

Schwächen:

  • Keine Beträge, auch nicht auf der eigenen Preisseite, und keine Testversion im Angebot
  • Der Anbieter nennt ein ERP-Projekt selbst „zeit- und kostenintensiv”
  • Viele Suite-Module stammen aus Zukäufen und tragen in Kundenzitaten noch ihren alten Namen, etwa Corporate Planner, CASQ-it, Empolis oder Nemo
  • Die Kennzahlen auf der Website, über 17.500 Kunden und mehr als 2.500 Beschäftigte an 66 Standorten, gelten für die gesamte Proalpha Group samt Zukäufen
  • Die Altersangaben sind uneinheitlich, „fast vier Jahrzehnte” auf der Startseite, „rund drei Jahrzehnte” in der Chronik

Alternativen zu Proalpha

Im Verzeichnis stehen in derselben Kategorie unter anderem abas ERP, APplus und ams.erp, alle drei mit eigenem Eintrag. Die Angaben dazu stammen aus den jeweiligen Einträgen, nicht aus dem hier geprüften Beleg. Prüf sie dort gegen, bevor du vergleichst. Bei der Auswahl hilft ein strukturierter Vergleich, wie wir ihn im Bereich ERP & Warenwirtschaft begleiten.

Proalpha im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.

Proalpha nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 140 von 208 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 136 von 208 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 159.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Proalpha nicht. In der Kategorie haben 17 von 208 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Proalpha für einen ernsthaften Kandidaten, wenn ein Fertigungs- oder Großhandelsunternehmen im deutschsprachigen Mittelstand mehr als nur Warenwirtschaft braucht: Produktionsplanung mit echter Ressourcenoptimierung, Qualität und Betriebsdaten aus derselben Gruppe, Konsolidierung über mehrere Gesellschaften. Die Wahl zwischen Perpetual, Subscription und Cloud-Betrieb halten wir für einen echten Vorteil, weil sie die Finanzierungsfrage vom Systementscheid trennt.

Genau hinsehen würden wir bei der Suite. „Best of Suite” heißt hier in vielen Fällen: zugekaufte Spezialprodukte unter einem gemeinsamen Dach. Das kann gut funktionieren, aber Integrationstiefe, Datenmodell und Releasezyklus sind dann je Modul eine eigene Frage. Lass dir in der Demo zeigen, welche Module nativ im ERP laufen und welche über die Orchestration Platform angebunden sind, und lass dir das ins Angebot schreiben. Wer KI und Automatisierung einplant, sollte dasselbe für die AI Platform klären.

Für kleine Betriebe ohne Projektorganisation würden wir eher abraten, auch wenn es das KMU-Paket gibt. Von den sechs Kostenfaktoren, die der Anbieter selbst aufzählt, betrifft nur einer die Software. Beratung und eigene Ressourcen lassen sich mit keinem Mietmodell wegrechnen.

Überblick

Preismodell
auf-anfrage
Keine Beträge, Preis nur per individuellem Angebot. Die Preisseite beschreibt drei Pakete: Proalpha für KMU als SaaS-Gesamtpaket auf monatlicher Mietbasis mit fixen Kosten und Projektlaufzeiten, Proalpha ERP als Perpetual, Subscription oder Cloud-Betrieb, dazu die Business Apps. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ ERP-Funktionsbereiche Vertrieb, Einkauf, Produktion, Logistik, Service, Projekt und Finance, etwa Variantenmanagement, Rahmenverträge, Packmittel- und Lagerverwaltung, Wartungsverträge und Anlagenbuchhaltung
  • ✓ Produktionsplanung mit APS (Advanced Planning and Scheduling) und Multiressourcenplanung nach Zielen wie Liefertermintreue und Durchlaufzeiten
  • ✓ Produkt-Prozess-Modelle statt klassischer Stücklisten und Arbeitspläne, realisierbare Liefertermine per CTP-Anfrage direkt aus dem Kundenauftrag
  • ✓ Produktkonfigurator und PDM/PLM-Anbindung zwischen CAD und ERP
  • ✓ Digital Shopfloor mit Betriebsdatenerfassung, Qualitätssicherung (Prüfmittelverwaltung, SPC), Reklamationsmanagement, Energie- und CO₂-Management
  • ✓ Financial Management mit operativem Controlling, Budget und Forecast, Legal- und Management-Konsolidierung und IBCS-konformem Reporting
  • ✓ Weitere Suite-Module für Spend Management, Human Capital Management und Customer Experience (Marketing, CRM, CPQ, Service)
  • ✓ Proalpha AI Platform mit Wissensgraphen, Sprachmodellen und KI-gestützten Vorhersagen, dazu über 30 einsatzfertige KI-Apps
  • ✓ Proalpha Orchestration Platform zur Anbindung von Drittanwendungen, Legacy-Systemen und Cloud-Lösungen über standardisierte APIs
  • ✓ B2B-Portale für Partner-Self-Services, Workflow-Automatisierung und Dokumentenmanagement mit KI-gestützter Suche

Vorteile

  • + Rechtsträger ist die Proalpha GmbH, Auf dem Immel 8, 67685 Weilerbach, Amtsgericht Kaiserslautern HRB 31613
  • + Drei Betriebsmodelle: Cloud-Lösung, lokal im eigenen Rechenzentrum oder hybrid
  • + Lizenz wahlweise als Perpetual, Subscription oder Cloud-Betrieb, für kleine Fertiger ein SaaS-Gesamtpaket auf monatlicher Mietbasis mit fixen Kosten und Projektlaufzeiten
  • + Modularer Einstieg: Die Module der Suite müssen laut FAQ nicht gleichzeitig eingeführt werden
  • + Die Fußzeile verlinkt Zertifikate nach ISO 27001 und ISO 9001:2015, laut Dateiname ausgestellt auf die Proalpha Group GmbH
  • + Namentliche Referenzliste mit Kunden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen, filterbar nach Branche

Nachteile

  • - Keine Beträge: Auch die eigene Preisseite nennt nur Pakete und Kostenfaktoren, der Preis kommt per Angebot
  • - Kein kostenloser Plan und keine Testversion auf der Preisseite, angeboten werden Demo-Video, Demo auf Anfrage und Beratungstermin
  • - Der Anbieter schreibt selbst, ein ERP-Projekt sei und bleibe zeit- und kostenintensiv
  • - Viele Suite-Module stammen aus Zukäufen und erscheinen in Kundenzitaten noch unter ihrem alten Produktnamen, etwa Corporate Planner, CASQ-it, Empolis oder Nemo
  • - Die beworbenen Kennzahlen, über 17.500 Kunden und mehr als 2.500 Beschäftigte an 66 Standorten, gelten für die gesamte Proalpha Group samt Zukäufen

Tags

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