pL-Store (jetzt pLG WMS)
Lagerverwaltungssystem der proLogistik Group aus Dortmund, heute als pLG WMS geführt. Onlineverbuchend vom Wareneingang bis zum Warenausgang, modular, mit ERP-Anbindung und Branchenlösungen. Betrieb in der pLG Cloud möglich, laut AGB mit einmaligem Nutzungsrecht. Preise nennt der Anbieter nicht.
Übersicht zu pL-Store (jetzt pLG WMS): Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist pL-Store (jetzt pLG WMS)?
pL-Store war der Name des Lagerverwaltungssystems der proLogistik Group. Auf der eigenen Website führt der Anbieter es heute als pLG WMS, ausgeschrieben pLG Warehouse Management System. Am deutlichsten zeigt das die Referenzseite zum Haustechnik-Großhändler M. Bach: In den Metadaten steht noch die „Branchenlösung pL-Store® Techline“, im sichtbaren Text derselben Seite hat M. Bach sein altes System „durch die Branchenlösung pLG WMS ersetzt“.
Inhaltlich ist pLG WMS ein onlineverbuchendes Lagerverwaltungssystem, das laut Anbieter die Abläufe vom Wareneingang über die Staplersteuerung und Kommissionierung bis zum Warenausgang abbildet. Es kombiniert einen Kern mit Standardschnittstellen zu ERP-Systemen wie SAP, Infor oder Microsoft Dynamics und wird nach dem Baukasten-Prinzip zusammengestellt. Für die Lebensmittelbranche und für Baustoff, Sanitär und technischen Großhandel gibt es fertige Branchenlösungen, für die Fertigung eine Variante pLG WMS Industry. Der Anbieter spricht von weit über tausend Installationen.
Hinter der Website steht laut Impressum die proLogistik Holding GmbH, Fallgatter 1 in 44369 Dortmund, eingetragen beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 33822. Entwickelt wird das WMS bei der proLogistik GmbH an derselben Adresse, die nach eigener Darstellung seit mehr als 35 Jahren Lagerverwaltungssoftware baut. Die Gruppe nennt über 800 Mitarbeitende an 18 Standorten in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, den USA, Kanada und Mexiko. Dazu bündelt sie WMS, TMS, Business Intelligence und ein AI Control Center auf der Plattform proLogistik NEO.
Für wen eignet sich pL-Store (jetzt pLG WMS)?
Laut Produkt-FAQ ist das System branchenunabhängig konzipiert und eignet sich für Unternehmen jeder Größe, besonders im Groß- und Einzelhandel, in Logistik und Industrie. Die Funktionsliste zeigt, wo es zu Hause ist. Leergutabwicklung, Kommissionierung von Gastronomie- und Handelstouren, Jahrgangsverwaltung und Temperaturerfassung nach HACCP deuten auf Getränke- und Lebensmittelhandel. Mandantenverwaltung, Lagergeldermittlung und Value Added Services zielen auf Logistikdienstleister, für die das pLG WMS laut Anbieter Multi-Client-Bestandsführung und Abrechnung abdeckt. Materialflusssteuerung an die Produktion und Fertigwarenabwicklung sprechen Fertigungsbetriebe an.
Die AGB gelten nur gegenüber Unternehmern. Weniger passend ist das System für alle, die vorab Preise vergleichen oder ohne Gespräch loslegen wollen: Es gibt keine Preisliste und keine Selbstbuchung, der Einstieg läuft über einen Beratungstermin oder das Kontaktformular.
pL-Store (jetzt pLG WMS) im Arbeitsalltag
Laut Anbieter verteilt die Software Aufgaben direkt an die Mitarbeitenden, per MDE-Gerät, Industrie-PC oder Pick-by-Voice. Im Wareneingang erfasst sie Ware per Barcode oder RFID, prüft Qualität und Menge und weist den Lagerplatz nach Dringlichkeit, Charge oder Temperaturanforderung zu. Bei der Kommissionierung wählt sie die Strategie passend zu Bestand und Auftrag, von auftragsorientiert über mehrstufig und parallel bis Pick-to-Light und Ware-zu-Person. Im Warenausgang folgen Konsolidierung, stopporientierte Verladung und die Übergabe an Versandsysteme, KEP-Dienstleister und Speditionen. Automatik bindet das WMS direkt an: AutoStore, automatische Kleinteilelager, Paternoster, Förderbänder und fahrerlose Transportsysteme.
Die Einführung dauert laut Produkt-FAQ je nach Komplexität zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Die AGB beschreiben den Ablauf als Projekt: Der Kunde liefert alle Informationen für die Programmierung des LVS bis zur Abnahme des Pflichtenhefts, und für Einsätze vor Ort braucht proLogistik einen funktionsfähigen Internetanschluss.
Wie das in der Praxis aussieht, beschreibt proLogistik an veröffentlichten Referenzen. Bei der M. Bach GmbH in Eschweiler gehören laut Anbieter die Anbindung eines automatischen Kleinteilelagers und eines Schmalganglagers, ein reibungsloser Thekenverkauf und die permanente Inventur zum Projekt, gearbeitet wird mit Android-MDE und Industrie-PCs der pro-V-pad-Serie. Bei der Otto Christ AG, einem Hersteller von Autowaschanlagen, läuft neben dem pLG WMS das pLG Modul für den AutoStore, das laut Anbieter rund 16.000 Artikel verwaltet. Beide Darstellungen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
proLogistik veröffentlicht für das pLG WMS keine Beträge. Die einzige Preistabelle der Website gehört zur Plattform proLogistik NEO und kennt drei Stufen, Standard, Premium und Enterprise. In allen drei steht „Preis auf Anfrage“.
- Standard: Zugang zu NEO, BI-Tool, „Unlimited User*“, Service-Hotline montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr, Academy.
- Premium: wie Standard, dazu ein Supportkontingent von 30 Stunden und Cloud.
- Enterprise: Service-Hotline rund um die Uhr, 50 Stunden Supportkontingent, Academy und Cloud.
Das Sternchen hinter „Unlimited User“ löst die Seite nicht auf. Wer zu NEO wechselt, bekommt laut Anbieter das pLG BI Tool kostenlos dazu.
Das Lizenzmodell steht in den AGB: Der Kunde erwirbt lediglich ein Nutzungsrecht an der Software, und zwar ein einmaliges und nicht übertragbares. Kopien sind nur zur Sicherung erlaubt. Die Wartung übernimmt proLogistik nach eigenen Standard-Wartungskonditionen, Fehler in der Anwendersoftware werden zwölf Monate lang nachgebessert. Ändert sich der Leistungsumfang im Projekt, vereinbaren beide Seiten eine Preisänderung. Wer die pLG Cloud nutzt, hat laut Anbieter Lizenz- und Update-Management inklusive.
Orientierung zu Größenordnungen gibt nur ein Ratgeberartikel des Anbieters, und der betrifft Gesamtprojekte aus WMS, MES und ERP: Mittelständler mit 50 bis 250 Mitarbeitenden sollten demnach zwischen 150.000 und 500.000 Euro einplanen, einschließlich Lizenzen, Schnittstellen, Datenmigration, Beratung und Schulung im ersten Jahr. Für On-Premise-Modelle nennt der Artikel einmalige Gebühren von etwa 2.000 bis 4.000 Euro je Nutzerlizenz als üblich. Das sind Schätzungen für den Markt, keine Preisliste des pLG WMS. Preisstand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Für ein Lagersystem, das tief in Prozesse eingreift, legt proLogistik viel offen. Das Trustcenter führt Zertifikate nach ISO 9001:2015 (gültig bis 02.05.2027) und ISO 27001:2022 für den Rechenzentrumsbetrieb (gültig bis 16.05.2027), dazu öffentlich den Auftragsverarbeitungsvertrag, die technischen und organisatorischen Maßnahmen und die Unterauftragnehmerliste, jeweils mit Stand 22.07.2026 und einem Archiv der Vorfassungen. Das pLG WMS lässt der Anbieter nach eigener Angabe jährlich vom Fraunhofer IML prüfen. Das System unterstützt laut FAQ manuelle wie teil- und vollautomatisierte Lager.
Die Schwächen liegen in der Darstellung und im Vertrag. Die Cloud-Seite wirbt mit „Rechenzentren an deutschen Standorten (Frankfurt und Leverkusen)“ und dem eigenen, nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrumsbetrieb. Die FAQ derselben Seite sagt, die pLG Cloud sei eine Umgebung „in Zusammenarbeit mit Oracle“, basiere auf der Oracle Cloud Infrastructure und laufe in einem Rechenzentrum in Frankfurt. Wer Cloud-Betrieb prüft, sollte deshalb die Unterauftragnehmerliste lesen. Die AGB schließen Schadensersatz weitgehend aus und rechnen Änderungswünsche nach Abnahme des Pflichtenhefts gesondert ab.
Auch die Auszeichnungen sind uneinheitlich: Die Produktseite zeigt „Top 2 WMS-Anbieter im DACH-Raum“ aus dem PUR 2026, die Auszeichnungsseite „Top 1 WMS-Anbieter im DACH-Raum“ aus dem PUR 2027 und zwei Absätze weiter „einen der Top-2-Plätze unter 28 bewerteten Anbietern“, an anderer Stelle 32 bewertete Lösungen. Das deutsche und das englische Impressum nennen unterschiedliche Geschäftsführer.
Alternativen zu pL-Store (jetzt pLG WMS)
Lagerverwaltungssysteme deutscher Anbieter, die bei uns in derselben Kategorie stehen:
pL-Store (jetzt pLG WMS) im Vergleich
pL-Store (jetzt pLG WMS) nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 140 von 208 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 137 von 208 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 159.
Einen kostenlosen Einstieg bietet pL-Store (jetzt pLG WMS) nicht. In der Kategorie haben 17 von 208 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wer nach pL-Store sucht, landet heute bei pLG WMS, und das ist kein bloßer Namenswechsel: Das System steckt inzwischen in einer Plattform mit TMS, BI und KI-Funktionen. Wir halten es für einen ernsthaften Kandidaten, wenn dein Lager branchenspezifische Abläufe oder viel Automatik hat: Leergut und Gastronomietouren im Getränkehandel, Thekenverkauf im Baustoffhandel, Mandantenabrechnung beim Logistikdienstleister, AutoStore oder Kleinteilelager. Dass Fraunhofer-Prüfung, ISO-Zertifikate und AVV offen einsehbar sind, spricht für einen Anbieter, der Ausschreibungen gewohnt ist.
Worauf du achten solltest: Kläre im ersten Gespräch, ob du Lizenz kaufst oder Cloud mietest, was hinter dem Sternchen bei „Unlimited User“ steht und wer die Cloud tatsächlich betreibt. Die AGB sind ein klassisches Projektwerk mit Pflichtenheft, also plane Zeit für die Anforderungsaufnahme ein. Prüf die Schnittstelle zu deinem ERP-System früh, denn an der Anbindung entscheidet sich bei jeder WMS-Einführung der Zeitplan. Betreibst du einen Onlineshop, gehört auch die Shopanbindung auf die Liste, Anlaufpunkt dafür ist unser Bereich E-Commerce. Bei der Auswahl selbst unterstützen wir über Beratung & Betreuung.
Überblick
- ✓ Onlineverbuchende Lagerverwaltung vom Wareneingang über Staplersteuerung und Kommissionierung bis zum Warenausgang
- ✓ Wareneingang per Barcode oder RFID mit Qualitäts- und Mengenprüfung und automatischer Lagerplatzzuweisung
- ✓ Kommissionierstrategien von Multiorder Picking über Pick-to-Light und Put-to-Light bis Ware-zu-Person und MHD-gesteuert
- ✓ Anbindung an ERP-Systeme wie SAP, Infor oder Microsoft Dynamics über Standardschnittstellen
- ✓ Steuerung von AutoStore, automatischen Kleinteilelagern, Paternostern, Fördertechnik und fahrerlosen Transportsystemen
- ✓ Chargen-, MHD-, Jahrgangs- und Seriennummernverwaltung
- ✓ Mandantenverwaltung mit Lagergeldermittlung und Value Added Services wie Etikettierung, Montage und Displaybau
- ✓ Getränke- und Lebensmittelfunktionen: Leergutabwicklung, Gastronomie- und Handelstouren, Temperaturerfassung nach HACCP
- ✓ Integrierte Versandabwicklung mit Anbindung an KEP-Dienstleister und Speditionen
- ✓ Mobil auf Handscannern, Tablets und Smartphones, Pick-by-Voice-Kommissionierung
- ✓ Betrieb in der pLG Cloud mit Lizenz- und Update-Management, Backup und Recovery
- ✓ Plattform proLogistik NEO mit Single Sign-on, zentraler Stammdatenverwaltung, BI und AI Control Center
Vorteile
- + Das pLG WMS wird laut Anbieter jährlich vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) geprüft und validiert
- + Zertifikate nach ISO 9001:2015 und ISO 27001:2022 (Rechenzentrumsbetrieb) mit ausgewiesener Gültigkeit
- + Auftragsverarbeitungsvertrag, TOM und Unterauftragnehmerliste stehen öffentlich im Trustcenter, frühere Fassungen im Archiv
- + Unterstützt manuelle, teil- und vollautomatisierte Lager, inklusive direkter AutoStore-Anbindung
- + Branchenlösungen für Lebensmittel sowie für Baustoff, Sanitär und technischen Großhandel
- + Industrie-PCs entwickelt und fertigt proLogistik selbst, Scanner und Pick-by-Voice gehören ebenfalls zum Angebot
Nachteile
- - Keine veröffentlichten Preise, alle drei NEO-Stufen tragen nur „Preis auf Anfrage“
- - Die Preistabelle versieht „Unlimited User“ in allen Stufen mit einem Sternchen, eine Fußnote dazu steht nicht auf der Seite
- - Die Cloud-Seite nennt Rechenzentren in Frankfurt und Leverkusen, ihre FAQ den Betrieb auf der Oracle Cloud Infrastructure in Frankfurt
- - Laut AGB sind Schadensersatzansprüche ausgeschlossen, außer bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, wesentlichen Vertragspflichten und Garantien
- - Änderungswünsche nach Abnahme des Pflichtenhefts rechnet proLogistik laut AGB gesondert ab
- - Produktseite und Auszeichnungsseite nennen verschiedene Rankings: PUR 2026 „Top 2“ gegen PUR 2027 „Top 1“
- - Der Produktname pL-Store steht auf der Website nur noch in den Metadaten einer Referenzseite
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