MomoZeit
MomoZeit ist eine Cloud-Zeiterfassung der ProntoWeb GmbH aus Ulm: Buchung per Smartphone-App, NFC-Sticker, Browser und RFID-Terminal, dazu Urlaubsverwaltung, Projektzeiten und DATEV-Export. 6, 8 oder 9 € je Lizenz und Monat netto, Kündigung frühestens nach einem Jahr.
Übersicht zu MomoZeit: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 29.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist MomoZeit?
MomoZeit ist eine Software für die digitale Arbeitszeiterfassung. Hersteller ist die ProntoWeb GmbH aus Ulm, die laut Firmenchronik 2014 gegründet wurde und MomoZeit 2017 als hauseigene Cloud-Software gestartet hat. Die Wurzeln des Unternehmens liegen nach eigener Darstellung in der SAP-Beratung. Neben MomoZeit nennt ProntoWeb heute CRM und E-Commerce als weitere Felder. Auf der Startseite stehen im Markup 12+ Mitarbeiter und 3000+ aktive User, beides Anbieterangaben.
Das Produkt bündelt vier Wege, Arbeitszeit zu buchen: die Smartphone-App, den Webbrowser am Computer, ein stationäres Terminal mit RFID-Chip oder Transponder und NFC-Sticker, die direkt am Einsatzort kleben. Dazu kommen Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung, Zeitkonten mit Überstunden, Projektzeiterfassung und Exporte für die Lohnabrechnung. MomoZeit ist laut FAQ eine reine Cloud-Lösung, eine lokale Installation gibt es nicht.
Der Schwerpunkt der Website liegt auf dem NFC-Sticker. Für das NFC-System führt ProntoWeb ein eingetragenes Gebrauchsmuster beim DPMA und schreibt selbst dazu, dass das DPMA die Schutzfähigkeit bei der Eintragung nicht prüft.
Für wen eignet sich MomoZeit?
Die Branchenliste des Anbieters reicht von Bau, Gala-Bau und Handwerk über Reinigung und Hausmeisterdienste, Industrie und Landwirtschaft bis zu Pflege, Praxen, Kanzleien und Gastronomie. Der NFC-Sticker zielt laut FAQ auf Teams an wechselnden Einsatzorten, etwa Baucontainer, Objekteingänge oder Firmenfahrzeuge. Das Terminal mit RFID empfiehlt der Anbieter für feste Standorte wie Werkstätten, Praxen, Lager und Produktionsbetriebe, den Browser für Büro, Verwaltung und Homeoffice.
Weniger passend ist MomoZeit für Betriebe, die eine Schicht- oder Dienstplanung im selben System suchen. Die Funktionsübersicht führt dazu kein Modul, das Thema Schichtplan steht auf der Website nur im Lexikon. Wer keine einjährige Vertragsbindung eingehen will, sollte die AGB vorher lesen.
MomoZeit im Arbeitsalltag
Den Ablauf mit NFC beschreibt der Anbieter so: Der Sticker wird am Einsatzort angebracht und in der MomoZeit-App einem Projekt zugeordnet. Mitarbeitende halten das entsperrte Smartphone an den Sticker und bestätigen die Mitteilung. Der erste Scan startet die Projektbuchung, der nächste am selben Sticker beendet sie. Das funktioniert laut Anbieter mit iPhone und Android. Ohne Empfang speichert die App die Buchung und überträgt sie, sobald wieder eine Verbindung besteht und die App geöffnet wird. Beim NFC-Stempeln fragt die App den Standort des Smartphones nicht ab.
Wo nicht jede Person ein eigenes Gerät hat, gibt es ab Professional den Team-Login: In der Teamansicht eines gemeinsam genutzten Smartphones oder Tablets wählt jede Person ihren Namen und startet oder beendet ihre Arbeitszeit. Im Büro läuft die Buchung im Browser. „Desktop“ meint dabei laut Anbieter die Nutzung am Computer über den Browser, eine eigene Desktop-App ist nicht nötig. Laut FAQ lässt sich MomoZeit auf den Homescreen des Smartphones legen und dann „wie eine native App“ öffnen.
Urlaub läuft in drei Schritten: Mitarbeitende wählen Zeitraum und Abwesenheitsart und reichen den Antrag ein, Zuständige bearbeiten ihn, danach erscheint er im Teamkalender. Der Resturlaub wird laut FAQ automatisch aktualisiert. Für die Lohnabrechnung stehen ab Professional der DATEV-Export und eine Open API bereit, in allen Paketen Excel-, CSV- und PDF-Exporte. Die API-Seite stellt selbst klar, dass eine offene API nicht automatisch eine fertige Integration mit jeder Software bedeutet. Wer MomoZeit an bestehende Systeme anbinden will, findet bei der Automation & Prozessoptimierung den passenden Rahmen.
Preise und Pläne
ProntoWeb rechnet je Lizenz und Monat ab, alle Preise sind netto zzgl. USt. Die drei Pakete gelten für 1 bis 20 Lizenzen (Stand: Oktober 2026):
- Standard: 6,00 € je Lizenz und Monat. Basis-Zeiterfassung, Urlaubsverwaltung, Smartphone-App, Wartung und Support.
- Professional: 8,00 € je Lizenz und Monat. Zusätzlich Projektzeiterfassung, DATEV-Export, Open API (etwa für Addison), NFC-Buchung und Team-Login.
- Professional+: 9,00 € je Lizenz und Monat. Zusätzlich die ortsbasierte Buchung mit GPS-Standort.
Ab 21 Lizenzen gibt es Staffelpreise auf Anfrage. Der Preisrechner auf der Preisseite rechnet Lizenzpreis mal Lizenzzahl mal zwölf und blendet die Paketkarten ab 21 Lizenzen aus, dann erscheint ein Kontaktfeld. Bei einer Lizenz zeigt er 72,00 €, 96,00 € und 108,00 € netto pro Jahr. Einen Umschalter zwischen Monats- und Jahresabrechnung gibt es nicht.
Wichtig für die Kalkulation sind die AGB. Dort steht ein monatliches Entgelt zzgl. gesetzlicher MwSt., der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist nach Ablauf eines Jahres mit drei Monaten Frist zum Ende des laufenden Jahresabonnements kündbar. Die FAQ sagt dagegen nur, die genauen Fristen hingen vom gewählten Tarif ab. Zum Ausprobieren wirbt die Website mit kostenlosen NFC-Stickern und Demo-Terminen.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Öffentliche Nettopreise mit Preisrechner für 1 bis 20 Lizenzen.
- Wartung und Support sind laut Preisseite in jedem Paket ohne Aufpreis enthalten.
- Der NFC-Sticker braucht weder Batterie noch Steckdose, gebucht wird mit dem Smartphone.
- Buchungen gehen auch offline, in der App und am Terminal.
- Speicherung in Deutschland, laut Sicherheitsseite in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren, mit täglichen Backups an getrennten Standorten.
- Die AGB vereinbaren deutsches Recht und Ulm als Gerichtsstand.
Schwächen
- Mindestbindung von einem Jahr laut AGB, während die FAQ von tarifabhängigen Fristen spricht.
- Die Preisseite führt GPS nur in Professional+, die FAQ nennt GPS „in der Regel Bestandteil unserer Leistungspakete“.
- Über 20 Lizenzen gibt es keine veröffentlichten Preise.
- Die AGB begrenzen den Speicherplatz auf 250 MB und sichern eine Verfügbarkeit von 98,5 % im Jahresdurchschnitt einschließlich Wartungsarbeiten zu.
- Die Fußzeile spricht von „unserem Rechenzentrum in Frankfurt“, die Sicherheitsseite von Partnern wie OVH und Contabo.
Bei den Rechtsaussagen lohnt genaues Lesen. Die Preisseite schreibt, MomoZeit erfülle die gesetzliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung (BAG, 1 ABR 22/21), die Startseite verspricht „100% rechtskonform“ auskunftsfähige Daten bei Prüfungen. Die eigene Datenschutz-Seite ist vorsichtiger: Ein Serverstandort in Deutschland allein belege keine vollständige DSGVO-Konformität, auch Vertragsunterlagen, Berechtigungen und interne Abläufe gehörten geprüft.
Alternativen zu MomoZeit
In derselben Kategorie stehen weitere Zeiterfassungen deutscher Anbieter, etwa MyTimeTracker, TimePunch PRO und ZMI. Funktionsumfang, Erfassungswege und Vertragslaufzeiten unterscheiden sich; vergleiche sie auf den jeweiligen Herstellerseiten. Bei der Auswahl hilft unsere Beratung & Betreuung.
MomoZeit im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.
MomoZeit nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 74 von 124 Werkzeugen (60 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 34 von 124 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 49.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet MomoZeit nicht. In der Kategorie haben 50 von 124 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wir halten MomoZeit für eine ernsthafte Option, wenn Teams an wechselnden Orten arbeiten: Baustelle, Reinigungsobjekt, Pflege beim Kunden. Der NFC-Sticker löst dort ein echtes Problem, weil er ohne Terminal und ohne GPS auskommt. Für reine Büroteams ist der Vorteil kleiner, die Browser-Erfassung kann jede andere Lösung auch.
Rechne mit Professional. Standard enthält weder Projektzeiten noch DATEV-Export noch NFC, und genau das sind die Gründe, MomoZeit zu nehmen. Lies die AGB vor dem Abschluss: Ein Jahr Bindung mit drei Monaten Frist passt nicht zum Satz „Zufriedenheit statt Knebelverträge“ in der FAQ. Kläre außerdem schriftlich, wo die Daten wirklich liegen, denn Frankfurt, OVH und Contabo stehen auf der Website nebeneinander. Die Datenschutzerklärung der Website verweist für US-Übermittlungen noch auf das Privacy Shield, das wirkt veraltet. Das Versprechen „100% rechtskonform“ würden wir nicht wörtlich nehmen. Eine Software liefert die Erfassung, ob ein Betrieb seine Pflichten erfüllt, hängt an der Einrichtung und an den eigenen Abläufen.
Überblick
- ✓ Vier Erfassungswege: Smartphone-App, Webbrowser am Computer, stationäres Terminal mit RFID-Chip oder Transponder und NFC-Sticker am Einsatzort
- ✓ NFC-Sticker werden einem Projekt zugeordnet: Der erste Scan startet die Projektbuchung, der nächste am selben Sticker beendet sie (ab Professional)
- ✓ Offline-Buchung: Die App speichert Buchungen ohne Empfang und überträgt sie später, die Terminals haben einen Offline-Modus
- ✓ Team-Login ab Professional: Mehrere Mitarbeitende buchen über ein gemeinsam genutztes Smartphone oder Tablet
- ✓ Optionale GPS-Abfrage beim Ein- und Ausstempeln ohne permanentes Live-Tracking, global oder je Person abschaltbar (nur Professional+)
- ✓ Digitale Urlaubsanträge mit Freigabe, Resturlaubsberechnung, Teamkalender, eigenen Abwesenheitsarten und mitarbeiterbezogenem regionalem Feiertagskalender
- ✓ Digitales Zeitkonto mit automatischer Überstundenberechnung sowie firmen- und mitarbeiterbezogenen Pausenregeln
- ✓ Projektzeiterfassung mit Kundenzuordnung, Projekthierarchien und projektspezifischen Auswertungen (ab Professional)
- ✓ DATEV-Export und Open API für weitere Lohnsysteme wie Addison ab Professional, Excel-, CSV- und PDF-Export
- ✓ App-Oberfläche in über 15 Sprachen, jede Person stellt ihre Sprache selbst ein
Vorteile
- + Preise öffentlich und ausdrücklich netto, mit Preisrechner für 1 bis 20 Lizenzen
- + Wartung und Support sind in jedem Paket ohne Aufpreis enthalten
- + NFC-Sticker brauchen weder Batterie noch Steckdose, als Erfassungsgerät dient das Smartphone der Mitarbeitenden
- + Browser-Erfassung ohne Installation: Eine separate Desktop-App ist laut Anbieter nicht nötig
- + Datenspeicherung in Deutschland, laut Sicherheitsseite in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren mit täglichen Backups
- + Deutscher Rechtsträger: ProntoWeb GmbH, Ulm, HRB 730594 beim Amtsgericht Ulm, deutsches Recht und Gerichtsstand Ulm laut AGB
Nachteile
- - Mindestbindung: Laut AGB ist der Vertrag erst nach Ablauf eines Jahres kündbar, mit drei Monaten Frist zum Ende des Jahresabonnements; die FAQ nennt dagegen tarifabhängige Fristen
- - NFC, Team-Login, Projektzeiten und DATEV-Export erst ab Professional, GPS nur in Professional+; die FAQ nennt GPS dagegen „in der Regel Bestandteil unserer Leistungspakete“
- - Ab 21 Lizenzen keine veröffentlichten Preise, nur Staffelpreise auf Anfrage
- - Die AGB sehen 250 MB Speicherplatz je Kunde und eine Verfügbarkeit von 98,5 % im Jahresdurchschnitt einschließlich Wartungsarbeiten vor
- - Uneinheitliche Hosting-Angaben: Die Fußzeile nennt „unserem Rechenzentrum in Frankfurt“, die Sicherheitsseite Partner wie OVH und Contabo
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