Mindverse
Anbieter hinter Second Me, einem quelloffenen KI-Rahmenwerk, das sich an Gewohnheiten, Gedanken und Vorlieben einer Person anpassen soll. Darauf aufbauend das Produkt Me.bot. Gegründet 2022, Website mit chinesischer ICP-Registrierung.
Übersicht zu Mindverse: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 07.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Mindverse?
Mindverse ist der Anbieter hinter Second Me. Die Selbstbeschreibung ist ungewöhnlich klar formuliert: eine Gruppe von Technologen und Forschern mit dem Ziel, Individualität im Zeitalter der AGI zu schützen. Statt eines allgemeinen Modells soll jeder Mensch eine eigene KI bekommen, die seine Stimme weiterträgt und seine Identität bewahrt, damit er nicht vom, wie der Anbieter es nennt, “God Model” überdeckt wird.
Technisch besteht das Angebot aus zwei Teilen. Second Me ist das Rahmenwerk, das sich nach Anbieterangabe an die Gewohnheiten, Gedanken und Vorlieben einer Person anpasst und so zu deren KI-Identität wird. Es ist quelloffen, samt Netzwerk, und ausdrücklich an Entwickler und Forscher weltweit gerichtet. Darauf aufbauend gibt es Me.bot als fertiges Produkt.
Die Startseite fasst das in einen Satz: KI als dein digitales Selbst, mehr als AGI, deine vernetzte Erweiterung. Gegründet wurde Mindverse 2022. Die Startseite trägt die chinesische ICP-Registrierung 浙ICP备2024125409号-1, der Anbieter sitzt also in China. Für Unternehmen mit Datenschutzanforderungen ist das der erste Punkt, der zu klären wäre.
Für wen eignet sich Mindverse?
Der Anbieter adressiert erkennbar zwei Gruppen. Entwickler und Forscher bekommen das quelloffene Second Me samt Netzwerk. Endnutzer bekommen Me.bot, das der Anbieter als persönlichen KI-Assistenten beschreibt, der Termine verwaltet, Gedanken ordnet, Kreativität anstößt und Erinnerungen bewahrt.
Passend ist das für alle, die den Ansatz technisch erkunden wollen und dafür einen quelloffenen Unterbau brauchen. Wer ein KI-System selbst betreiben und anpassen will, findet hier einen Startpunkt statt einer geschlossenen Plattform.
Weniger passend ist es für den betrieblichen Einsatz in Europa, und zwar unabhängig von der Qualität der Technik. Es gibt keine Preisseite, kein Impressum, keine Datenschutzerklärung unter den üblichen Pfaden und keinen Rechtsträger mit Anschrift. Wer eine Auftragsverarbeitung abschließen muss, hat hier keine Grundlage.
Mindverse im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf ist kurz, weil der Webauftritt aus zwei Seiten besteht. Belegbar sind zwei Wege in das Produkt.
Der erste führt über die Web- und Mobile-App für Second Me. Der zweite über das quelloffene Framework, das der Anbieter als Weg beschreibt, ein KI-Selbst zu trainieren. Beide Zugänge stehen gleichrangig auf der Startseite nebeneinander.
Was Me.bot im Betrieb leistet, beschreibt der Anbieter in der Seitenbeschreibung: ein persönlicher KI-Assistent, der sich mit dem eigenen Denken und der Umgebung verbindet, eine Erweiterung des Gehirns, die den Terminkalender verwaltet, Gedanken sortiert, Kreativität anstößt und Erinnerungen bewahrt. Wie das im Einzelnen abläuft, welche Daten eingespeist werden und wo sie liegen, steht auf den erfassten Seiten nicht.
Preise und Pläne
Es gibt keine Preisseite. Unter mindverse.ai antworten /pricing, /preise, /plans und /prices jeweils mit 404, dasselbe gilt für /impressum, /imprint, /legal, /privacy und /datenschutz.
Ausgewiesen sind stattdessen die beiden Zugänge zu Second Me: die App und das quelloffene Framework, letzteres ausdrücklich unter dem Label Open Source. Ein Tarifmodell, eine Abrechnungseinheit oder eine Nutzungsgrenze nennt der Anbieter nicht. Preisstand ist August 2026.
Stärken und Schwächen
Für die Stärkenseite spricht die Offenlegung. Second Me ist quelloffen, samt Netzwerk, und der Anbieter lädt Entwickler und Forscher ausdrücklich ein, daran mitzuarbeiten. Wer ein personalisiertes KI-System nicht als Blackbox einkaufen will, bekommt hier den Unterbau. Gründungsjahr und ICP-Registrierung sind genannt, die Herkunft lässt sich also nachvollziehen.
Auf der anderen Seite steht ein Webauftritt aus zwei Seiten. Keine Preise, kein Impressum, keine Datenschutzerklärung, kein Rechtsträger mit Anschrift, keine Produktdokumentation. Alles, was ein Unternehmen für eine Einkaufsentscheidung braucht, fehlt an dieser Stelle.
Alternativen zu Mindverse
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis mehrere Werkzeuge, die persönliche oder unternehmensbezogene KI-Assistenten bauen. CamoCopy und Ayunis Core sind zwei europäische Vertreter, Character.AI geht den Weg über KI-Persönlichkeiten, CustomGPT.ai den über eigene Wissensbestände.
Wenn du einen KI-Assistenten auf eigenen Daten aufsetzen willst, ist die Frage nach dem Betriebsort meist wichtiger als die nach dem Funktionsumfang. Das schauen wir uns in Projekten zur KI-Einführung zuerst an.
Mindverse im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Mindverse steht in der Kategorie mit 409 weiteren Werkzeugen.
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 128 Alternativen mit EU-Sitz, davon 93 aus Deutschland.
Mindverse nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 192 von 409 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Überblick
Der Gedanke hinter Second Me gefällt uns besser als das meiste, was gerade unter “persönliche KI” verkauft wird: nicht ein großes Modell für alle, sondern ein Rahmenwerk, das jemand selbst betreiben und formen kann. Dass der Anbieter es quelloffen stellt, macht die Idee überprüfbar statt bloß behauptet.
Für einen betrieblichen Einsatz aus Deutschland heraus können wir das trotzdem nicht empfehlen, und zwar nicht wegen der Technik. Ohne Impressum, ohne Datenschutzerklärung und ohne benannten Rechtsträger fehlt schlicht die Grundlage für einen Vertrag. Unser Rat: Wenn dich der Ansatz interessiert, schau dir das quelloffene Second Me an und betreibe es selbst. Für alles, was Kundendaten berührt, nimm einen Anbieter, bei dem du weißt, wem du eine Rechnung schicken kannst.
Überblick
- ✓ Second Me als Web- und Mobile-App
- ✓ Second Me als quelloffenes Framework zum Training eines eigenen KI-Selbst
- ✓ Second Me und sein Netzwerk sind für Entwickler und Forscher offengelegt
- ✓ Das Rahmenwerk soll sich an Gewohnheiten, Gedanken und Vorlieben anpassen
- ✓ Me.bot als Produkt auf Basis von Second Me
- ✓ Me.bot verwaltet nach Anbieterangabe den Terminkalender
- ✓ Me.bot ordnet Gedanken und bewahrt Erinnerungen
- ✓ Me.bot soll Kreativität anstoßen
- ✓ Ausrichtung als vernetzte Erweiterung statt als reines Sprachmodell
Vorteile
- + Second Me ist quelloffen und öffentlich für Entwickler und Forscher verfügbar
- + Zwei getrennte Zugänge: fertige App und Framework zum Selberbauen
- + Gründungsjahr 2022 ist auf der Über-uns-Seite genannt
- + Die Startseite weist eine chinesische ICP-Registrierung aus, die Herkunft ist damit nachvollziehbar
Nachteile
- - Keine Preisseite, die vier üblichen Preispfade antworten mit 404
- - Kein Impressum und keine Datenschutzerklärung unter den üblichen Pfaden
- - Der Webauftritt besteht aus zwei Seiten, eine Produktdokumentation fehlt dort
- - Kein Rechtsträger mit Anschrift genannt, nur der Copyright-Vermerk Mindverse AI
- - Anbieter aus China, damit außerhalb der EU
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